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Schicksalswahl in Simbabwe

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
In Simbabwe stehen die Wahlen an. Das Land hat in jüngster Zeit u.a. Schlagzeilen mit Vertreibungen von Weissen Farmern gemacht. Der Präsident Mugabe greift zu radiaten Mitteln, um seine Wiederwahl und eine Zweidrittelmehrheit zu erhalten.
Wenn auf die Lebenden kein Verlass mehr ist, dann muss man auf die Toten zurückgreifen. Hunderttausende Verstorbene sind bei den Parlamentswahlen in Simbabwe aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben, und sie alle werden nach dem Urnengang für die regierende Partei Zanu-PF gestimmt haben.
(...)
Und selbst die Essensverteilung im Land der Hungernden hängt von der politischen Gesinnung ab.
Und wenn er die Zweidrittelmehrheit hat, dann auch das Amt auf Lebenszeit. Kein Wunder, das Oppositionsführer Tsvangirai den amtierenden Präsidenten ins Gefängnis sperren will. Mit welchen Mitteln wollte er das erreichen, sollte er wider Erwarten gewählt werden?
Quelle der Zitate

Letzte Zugabe
 

St-Germain

Geheimer Meister
22. Juli 2004
308
Wenn auf die Lebenden kein Verlass mehr ist, dann muss man auf die Toten zurückgreifen. Hunderttausende Verstorbene sind bei den Parlamentswahlen in Simbabwe aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben, und sie alle werden nach dem Urnengang für die regierende Partei Zanu-PF gestimmt haben.
Schon makaber: von einer Urne zur nächsten...
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Mogabe hat so viele Tücken eingebaut. Selbst bei Stimmenmehrheit der Opposition bleibt er höchstwahrscheinlich trotzdem noch Sieger.
Noch liegt die Opposition vorne.
Ausgezählt wurden zunächst aber nur Stimmen aus städtischen Wahlkreisen, in denen die Opposition traditionell stark ist. Beobachter gehen weiter davon aus, dass die Partei Zanu-PF von Robert Mugabe als Gewinnerin aus der Wahl hervorgeht. Sie muss nicht einmal eine Mehrheit der 120 zur Wahl stehenden Sitze gewinnen, da der Präsident 30 weitere Parlamentsabgeordnete selber ernennen kann und seiner Partei 46 Sitze für die einfache Mehrheit genügen - die MDC dagegen benötigt 76 Sitze. Wahl in Simbabwe
 

Eskapismus

Großmeister-Architekt
19. Juli 2002
1.212
Einschüchterung und Wahlmanipulation haben wieder einmal tadellos funktioniert.

Waren tolle Voraussichten:

New York Times schrieb:
While they monitored the actual voting, election observers could not verify either the number of ballots printed or the accuracy of voter rolls, which are widely reported to be padded with vast numbers of dead or nonresident citizens.

Lässt sich nur hoffen, dass Mugabe mit seinen 81 Jahren bald einmal....abschied nimmt von der Politik
 

InsularMind

Geheimer Sekretär
9. Dezember 2003
644
Da hab ich gestern so eine Reportage mitbekommen, in der davon die Sprache war, dass er mit dem Anordnen zum Einstellen der Ausgabe von Nahrungsmittelrationen in entlegenen Regionen die Leute so dazu veranlasst ihn zu wählen... :evil:

Da verschlägt es Einem die Sprache! Vogel wähl oder iss...
Wenn's nicht so traurig wäre.

Wahlbeobachter oder sowas wird es da ja wohl auch nicht geben, und wennschon, was würde das schon nützen? DerKerl hat die Macht und mit der macht er was er will.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Leider hat er die Zweidrittelmehrheit errungen, der Wahlbetrüger und Despot.
Die Partei ZANU(PF) errang bei der Abstimmung am Donnerstag mindestens 73 der 120 per Wahl vergebenen Mandate. Da Mugabe weitere 30 der insgesamt 150 Abgeordneten selbst ernennt, steht die Zwei-Drittel-Mehrheit damit fest. Die Wahl war von Manipulationsvorwürfen überschattet. Opposition bekam 41 Sitze
 

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