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Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
"Mahnwachen für den Frieden".
Was bringt das? Hat es bereits etwas gebracht?

In den über hundert Städten, in denen regelmäßig Montagsdemos stattfinden, hat sich inzwischen das "offene Mikrofon" zu einem Hauptmerkmal dieser Veranstaltungen entwickelt. Hier machen nun Menschen "wie du und ich" von ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch und äussern sich öffentlich zu friedensrelevanten Themen. Sie informieren, halten Vorträge, singen, diskutieren, streiten, lachen, weinen, predigen, usw. ... Haare in der Suppe mag man finden, wenn man will, jedoch halte das Wiederbeleben einer öffentlich gelebten Diskussionskultur für eine gesunde und notwendige Sache.

Wie ist eure Meinung dazu?

Gruß
mmkretsch
 

MatScientist

Prinz von Jerusalem
21. März 2014
2.300
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

War da auch mal, und hab auch was gesagt.
Das Thema ist aber komplett abgeschweift.
Irgendwann kamen Leute ans Mikro, die ein bedingungsloses Grundeinkommen forderten und sagten, es ist eine "Sauerei", dass "die Industrie" minderwertige Produkte herstellt, und lauter weiterer Käse.
Für mich ein Grund nicht mehr hinzugehen, da eine gewisse sachdienliche Moderation in Richtung "Frieden" wohl auch dafür sorgen wuerde, dass es sich um eine Mahnwache fuer den Frieden handelt und nicht um zusammenhangloses Gefasel.
 

subgrounder

Geheimer Meister
5. Januar 2003
180
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Ich habe nichts dagegen, wenn sich Leute treffen und jeder irgendwas zum Besten gibt. Ich bezweifel zwar, daß es dem Frieden hilft, aber bitteschön. Diese Veranstaltung allerdings "Montagsdemo" zu nennen, womit eindeutig Bezug auf die Demos '89/'90 genommen wird, zeugt von Größenwahn und disqualifiziert sie von vornherein.
 

rola

Meister vom Königlichen Gewölbe
2. September 2011
1.462
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

War da auch mal, und hab auch was gesagt.
Für mich ein Grund nicht mehr hinzugehen, da eine gewisse sachdienliche Moderation in Richtung "Frieden" wohl auch dafür sorgen wuerde, dass es sich um eine Mahnwache fuer den Frieden handelt und nicht um zusammenhangloses Gefasel.
Ich war 1989 auf Montagsdemos, eine gewaltige Kraft, aber friedlich, Kerzen. Wie ein nichtchristlicher Gottesdienst, aber aktiv und fordernd. Menschenrechte, soziale Forderungen ... Visafrei nach Schanghai ... All das kann natürlich nicht mehr getoppt werden. Man sollte also an aktuelle Veranstaltungen nicht allzu große Erwartungen knüpfen.

Das Thema ist aber komplett abgeschweift.
Irgendwann kamen Leute ans Mikro, die ein bedingungsloses Grundeinkommen forderten und sagten, es ist eine "Sauerei", dass "die Industrie" minderwertige Produkte herstellt, und lauter weiterer Käse.
Ich war noch nicht dort, aber auf der Homepage meiner Heimatstadt steht ähnliches, was du schreibst. Leider ist es wohl so, dass das Thema Frieden alleine keine großen Menschenmassen zu fesseln vermag. Vielleicht in den 80ern (Nato-Doppel-Beschluss, Pershing II). Da ziehen soziale Klagelieder und Forderungen mehr. Das ist im Grunde auch nicht verwerflich, war auch Ende 1989 in der DDR so. Schlecht, wenn dieses Thema dann instrumentalisiert wird, in eine ganz bestimmte isolierte Richtung, nur für wenige interessant. Das geschieht hier wohl, schade drum.
 

MatScientist

Prinz von Jerusalem
21. März 2014
2.300
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Ich war noch nicht dort, aber auf der Homepage meiner Heimatstadt steht ähnliches, was du schreibst. Leider ist es wohl so, dass das Thema Frieden alleine keine großen Menschenmassen zu fesseln vermag. Vielleicht in den 80ern (Nato-Doppel-Beschluss, Pershing II). Da ziehen soziale Klagelieder und Forderungen mehr.
Zieht auch nicht mehr so Zeug...dass die Amis ihre Atomraketen aus Büchel nicht abziehen wollen, wie im Koalitionsvertrag gefordert, hat auch keinen aufgeregt.
Man findet sich ab.

Am meisten zieht zur Zeit der Gazakonflikt.
Weil man im Schutze der demonstrierenden Muslimen auch mal wieder ein bisschen seinen Antisemitismus rauslassen kann...
 

Blankfeld

Geselle
4. August 2014
30
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Ich finde die Demos gut. Auf einigen war ich schon. Sich mit Menschen treffen und reden ist deutlich besser als nur vorm compi zu hängen. Und zum Thema Antisemitismus, heutzutage sind ja schon Juden Antisemiten wenn sie was gegen Israel sagen. Norman Finkelstein ist einer und Evelyn Hecht Galinski ist auch eine. Ansonsten kuckst du hier https://www.youtube.com/watch?v=OR-aPeOAtG0
[h=1][/h]
 

Popocatepetl

Ritter-Kommandeur des Tempels
27. August 2013
4.573
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

danke für das video, blankfeld :)
 

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Hallo.
Unter der Überschrift "Frieden" lassen sich viele Themen diskutieren; nicht nur millitärische Konflikte. So halte ich beispielweise TTIP für einen Krieg vorwiegend amerikanischer Konzerne gegen EU-Bürger; nur mit Anwälten und absurden Vertragsklauseln anstelle von Soldaten und Bomben. Wenn ich z.B. in Zukunft nicht mehr weiß, wo überall in der Nahrung dieser Genmurks drin ist, ist meine körperliche Unversehrtheit definitiv bedroht.
Für noch bedrohlicher halte ich die IMMER NOCH :don:stattfindende "zivil" genannte Nutzung der Atomernergie:

Das ist ein Krieg gegen das Leben an sich.
:winkwieblöd:NIEMAND kann für die Risiken, die die Nutzung dieser Technik birgt, die Verantwortung übernehmen und deshalb sollte sie eingestellt werden oder zumindest von geschäftlichen Interessen getrennt bewertet werden.

Gruß
mmkretsch
 
 
 

Veritas79

Großmeister-Architekt
8. November 2012
1.280
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Ich persönlich finde die Montagsdemos gut, auch wenn mir selbst die Zeit fehlt dort hinzugehen. Früher gab es die Lichterketten (die ich ein wenig in der heutigen Zeit vermisse)
aber die Zeit ist im Wandel und ein "offenes Mikro" wo Jedermann aussprechen darf was er denkt ist die Erweiterung der Lichterkettendemos.
Quasi eine Mischung aus "Demo" + "Speaker´s Corner" :top: ...weiter so...!
 

mmkretsch

Erhabener auserwählter Ritter
17. Mai 2008
1.113
AW: Quo Vadis Montagsdemos. Ein halbes Jahr "Mahnwachen für den Frieden".

Hallo.
Veritas schrieb:
Quasi eine Mischung aus "Demo" + "Speaker´s Corner"
daumen.gif
...weiter so...!
Genau. Das sehe ich auch so.

Die Mahnwachen bieten erst mal die Möglichkeit, daß sich Menschen wieder wirklich (und nicht virtuell) begegnen und direkt und öffentlich miteinander kommunizieren. Das halte ich für wichtig und notwendig; insbesondere in einer Zeit, in der es angeblich die Lieblingsbeschäftigung der Deutschen sein soll, zuhause vor dem Ferseher zu hocken. Also: nicht passiv "fern sehen", sonder aktiv "teilnehmen" oder besser "Teil sein".

Die Mahnwachen in den verschiedenen Städten sind das, was die Menschen daraus machen. Das kann sich durchaus zu etwas entwickeln, was von Stadt zu Stadt anders ist. Formate, Strategien und Ziele sind ja hier nicht wie bei früheren Bewegungen von einer höher gestellten Zentrale vorgegeben.

Kritikern würde ich höflich anbieten sich einzubringen und es besser zu machen.

Gruß
mmkretsch
 

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