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Produkterpressung: Rattengift in Babynahrung

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
894
Der Hersteller von Hipp-Babynahrung wird erpresst. Der Erpresser hat Rattengift in Glaser mit Hipp-Babynahrung reingemacht und versucht den Konzern zu erpressen und jagen allen Angst ein, die diese Produkte gekauft haben.
Die Polizei tappt noch im Dunkeln.


Im österreichischen Burgenland wird ein mit Rattengift verseuchtes Glas "Karotten mit Kartoffeln" entdeckt. Weitere Gläser der Hipp-Babynahrung sollen noch in Umlauf sein. Nun ist klar: Das Unternehmen wird erpresst.

Nach dem Fund von vergifteter Babynahrung spricht der Hersteller Hipp nun selbst von einer Erpressung und gibt Details bekannt. "Hipp ist Opfer einer Erpressung", teilte das Unternehmen im oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm mit. "Der Erpresser hat uns eine Nachricht an ein unpersonalisiertes Sammelpostfach geschickt, welches im Rahmen unserer Standardprozesse in größeren zeitlichen Abständen gesichtet wird." Zuvor hatte die Polizei erklärt, wegen versuchter Erpressung zu ermitteln.

Threadtitel bearbeitet. Jäger, Mod
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Bunter Hund

Intendant der Gebäude
2. Juni 2025
894
Und weiß man was vom Täter?
Nein, der Täter wurde nicht gefunden. Es war wahrscheinlich in den Gläsern 15 Mikrogramm Rattengift drin.


Eisenstadt – In dem manipulierten Glas mit Hipp-Babynahrung, das am vergangenen Samstag in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sichergestellt wurde, waren 15 Mikrogramm Rattengift. Das teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Freitag mit. Ein weiteres toxikologisches Gutachten soll klären, welche Auswirkungen ein Verzehr gehabt hätte. Ermittelt wird nun zusätzlich zur vorsätzlichen Gemeingefährdung auch wegen absichtlich schwerer Körperverletzung.
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.881
Was ist das denn für ein Irrer?
Und zwar wirklich ein Irrer - und nicht einmal nur ein Schwachkopf. Angesichts der heutigen Überwachungslage selbst in einem besch ... Supermarkt sollte selbst jedem Krimi-Trottel klar sein: Es wird keine 3 Tage dauern, bis man dich identifiziert und aus dem Verkehr gezogen hat.

Wie läuft so etwas ohnehin rein technisch ab?
Im einfachsten Fall: Ein Irrer kauft ein Glas Babynahrung, öffnet es zuhause, mischt Rattengift hinein. Dann schraubt er es wieder zu und legt es im Supermarkt wieder ins Regal. Ganz einfach, oder ...

... oder auch nicht.
Eine Mutter erwirbt im Supermarkt ein Glas Babynahrung und öffnet es daheim. Aber es macht hierbei keinen "pfft-plop !!!"
99% aller Mütter würden so ein Glas Babynahrung sofort entsorgen, denn sie würden es als "Produktionsfehler - unsicher - möglicherweise verdorben" einstufen.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Wollte ein avancierter Irrer Babie erfolgreich mit Rattengift vergiften wollen, dann müsste er das Glas Babynahrung nicht nur vergiften, sondern auch erneut sterilisieren - damit es beim Öffnen das "pfft-plop !!!" macht. Mit Konserven der Baby-Nahrung kenne ich mich im Detail nicht aus, ich vermute aber, dass sie über ein Siegel-Etikett am Deckel verfügen: Deckel gedreht, Etikett beschädigt.

Kaufst du so etwas, und seien es auch nur deine Sardellen?

Ein am Erfolg interessierter Baby-Vergifter & Erpresser müsste also auch noch das Siegel-Ettikett fälschen. Alles heutzutage machbar ... aber nicht von einem Irren.

Für mich sieht das eher nach einer Arbeit eines Geheimdienstes oder einer terroristischen Organisation aus. Der Sinn dieser Aktion ist es dann, Ängste & Unsicherheit in einer bürgerlichen Gesellschaft zu schüren. Mit dem Ziel, das soziale Leben und Miteinander einer Gesellschaft zu destabilisieren.





NB, eine private Randnotiz:
Gestern habe ich am beliebten Naherholungsziel "die Isar" in München bei bestem Wetter einen Freund getroffen und vor Ort für uns gekocht (Chili con Carne, auf einem Campingkocher!). Später fuhr ich eine lange Strecke durch die Isarauen, und es waren Abertausende von Menschen dort.
Alle.
Kinder, Frauen, Männer, alle allen Alters, Menschen aus aller Welt, viele grillten ... und ich genoss den Frieden, den das alles austrahlte. Ein Frieden, der keinerlei Wachmänner erforderte, und so sah man auch keine. Viele Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen, aber nicht das kleinste Anzeichen für Aggression oder gar Kriminalität. Aber keineswegs kontrolliert durch eine wie auch immer gerartete, sichtbare Kontrollinstanz.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.868
Der Erpresser möchte keine Kinder töten. Er möchte, daß der Hersteller Angst bekommt, daß die Kunden Angst davor bekommen, sein Produkt zu kaufen. Und das funktioniert wunderbar.
 

Giacomo_S

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
13. August 2003
4.881
Der Erpresser möchte keine Kinder töten. Er möchte, daß der Hersteller Angst bekommt, daß die Kunden Angst davor bekommen, sein Produkt zu kaufen. Und das funktioniert wunderbar.

Das ist mir schon bewusst. Allerdings bezweifle ich, dass es - für den Erpresser - funktioniert. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das Unternehmen Hipp auf die Forderungen eingeht. Es dürfte heutzutage schwer bis unmöglich sein, zumal in so einem Fall, keine Spuren zu hinterlassen, die schließlich zum Täter, mutmaßlich ein Einzeltäter, führen.

Man stellt sich Kriminelle i.A. immer als völlig amoralisch vor, aber oft ist dem nicht so. Viele haben noch eine Art persönlicher Ethik, sie beschränken sich auf bestimmte Opfer und verschonen andere. Wer aber Lebensmittel vergiftet oder auch nur verpanscht, dem ist alles sch ... egal. Denn nicht einmal der Täter selbst kann noch kontrollieren, bei wem sein Gift denn landet - und sei es beim Kind der Nachbarin oder dem eigenen Neffen.

Solche Täter (und die anderer, vergleichbarer Delikte) folgen zwei Schemen:
- Der Täter verübt die Delikte in direkter Nähe zu seinem Wohnort.
- Der Täter verübt die Delikte entfernt von seinem Wohnort, aber auch hier bleiben die Tatorte untereinander nah beieinander.
Der Grund: Der Täter weiß, dass er schwere Straftaten begeht und ist in einem dementsprechenden emotionalen Stress. Er braucht die Sicherheit einer (vermeintlich) kontrollierbaren Umgebung, eines Viertels, welches er gut kennt. Sei es, weil er dort lebt oder sei es, weil er es vorher ausbaldowert hat.

Hinterlässt der Täter keine verwertbaren Spuren, so wird man die nähere Umgebung des Tatortes observieren. Denn dort wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit seine nächste Tat begehen. Und diese wird folgen, denn wenn das betroffene Unternehmen auf seine Forderungen nicht eingeht, so muss er durch eine neue - spektakulärere - Tat seinen Forderungen Nachdruck verleihen.
Genau dabei wird man ihn dann früher oder später fassen.

Für durchaus vorstellbar halte ich es auch, dass andere Kriminelle in dem Fall aktiv werden. Denn auch Kriminelle haben Kinder, und z.B. im Knast gelten Kriminelle, die Kindern etwas angetan haben, als der allerletzte Dreck.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.868
Man wird den Täter mutmaßlich bei der Geldübergabe fassen.

Ich verfolge gerade den Fall eines jungen, gut integrierten Mannes, der nach dem durchaus alkoholgeschwängerten Besuch eines Feuerwehrfestes in einer dann doch eher engen Nebenstraße mit doch ein paar Passanten links und rechts seinen 200.000-Euro-Mercedes mal so richtig aufheulen lassen wollte, eine Tote, eine Schwerverletzte. Bei der Frage ob Mord oder fahrlässige Tötung dreht es sich jetzt darum, ob er das in Kauf genommen hat oder ob er sich für einen so guten Fahrer hielt, daß nach seinem Ermessen nichts passieren konnte.

Ich halte das für durchaus vergleichbar mit einem Produkterpresser. Nimmt er Todesfälle in Kauf, oder ist er ein seltsamer Mensch, der fest davon ausgeht, daß nichts passieren wird, weil ja niemand ein bereits geöffnetes Gläschen verwenden wird?

Oder, ich kenne den Fall nicht näher, hat er es viellt. so gemacht wie die IRA und Supermarkt oder Behörden sofort informiert, um das Risiko zu minimieren und nur zu zeigen, daß er ja könnte, wenn er wollte?
 
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