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Neue Runde im Streit um Uranmunition

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Nach dem Krieg droht der irakischen Zivilbevölkerung nach Einschätzung von Experten jetzt Gefahr durch die Überreste von Munition aus abgereichertem Uran. Briten und Amerikaner setzen die radioaktiven Projektile schon seit Jahrzehnten ein - und bestreiten vehement die Existenz eines Gesundheitsrisikos.
Uranmunition im Irak

Das Gesundheitsrisiko wird betritten. Aber seit wann ist radioaktive Strahlung eigentlich kein Risiko für die Gesundheit? Gerade, da solche Geschosse der Gesundheit der Bevölkerung schaden, werden sie doch eingesetzt.
Wie man Atommüll entsorgen kann
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
Nicht ganz richtig.

Es heißt nicht umsonst "abgereichertes" Uran, also wenn strahlendes Uran die Glut ist, ist abgereichertes Uran gewissermaßen die Asche, strahlt also - unter normalen Umständen - nicht.

Verwendet wird selbiges nicht, weil es angeblich strahlt, sondern weil ebenjenes Uran das härteste Material überhaupt ist, noch härter als Blei. Damit kommst du auch durch meterdicke Panzerplatten.
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Woppadaq schrieb:
Es heißt nicht umsonst "abgereichertes" Uran, also wenn strahlendes Uran die Glut ist, ist abgereichertes Uran gewissermaßen die Asche, strahlt also - unter normalen Umständen - nicht.
Was für'n Müll laberst du denn da??? 8O

"Abgereichertes Uran hat nur 60 % der Radioaktivität von natürlichem Uran".

Dies ist nur dann richtig, wenn mit "natürlichem Uran" ausschließlich die in der Natur vorkommende Isotopenverteilung des Urans gemeint ist: 99,27% U238, 0,72% U235, und 0,0054% U234.
In Reaktoren wird aber eine Anreicherung des U235 auf ca. 3 % benötigt.
Was dann später übrig bleibt ist das "abgereicherte" Uran mit einer Isotopenverteilung in der Größenordnung von 99,8% U238, 0,2% U235 und 0,006% U234.
Auf diese Weise reduziert sich die Aktivität des "natürlichen" Urans von 25,4 Bq/mg auf 14,8 Bq/mg bei "abgereichertem" Uran.

In der Natur kommt ein metallischer Klumpen reinen Urans allerdings nicht vor. Uran kommt in natürlicher Form in der Erdkruste mit lediglich 2 mg / kg (0,1 - 20 mg / kg) vor. Meist in vulkanischen Gesteinen und verschiedenen Sedimentgesteinen. Durch geochemische Prozesse bildeten sich Uranerze mit 0,1 bis 5 % Uran.

Das "natürliche" Uran, das immer als Vergleich zu DU herangezogen wird und so viel gefährlicher als DU sei, ist bereits ein industrielles Produkt.
http://www.weltverschwoerung.de/redaktion/artikel.php?id=13
 

puerk

Geheimer Meister
11. September 2003
135
das uran hat zusätzlich zur härte den vorteil das wenn es in nen panzer einschlägt und die panzerung durchdringt also in den innenraum gelagt zerstäubt es durch die wucht des durchschlags
und dieser uranstaub ist noch besser brennbar als mehlstaub oder eisenstaub
meisst entsteht genug reibungshitze beim aufschlag um diesen staub zu entzünden, der verbrennt so schnell das sich ne druckwelle entwickelt und der panzer explodiert
 

HaZZe

Geselle
17. November 2003
40
ne, schonmal an eine mischung von metallen gedacht?
v²a titan oder edelstahl.!!
viel härterdurch mischung :!: 8)
 

Ducknail

Großmeister
21. April 2002
84
was der kollege sagen wollte war, das uranmunition nur dazu verwendet wird, um durch panzerungen zu ballern und somit das geschoß im inneren des panzers zur detonation zu bringen und nicht außen an den platten.
Somit hat er eigentlich recht, was die bestimmung der U-Munition betrifft.
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Das Geschoss wird garnicht zur Detonation gebracht, nur kann der enstehende Metallstaub durch die Reibungshitze mit einer Verpuffung reagieren. So wie fast jedes andere Metal bei ausreichender Temperatur auch.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Das Pentagon hat mit seinen Studien probiert. die Gefahr, welche von U-Munition ausgeht oder ausgehen könnte, zu beschwichtigen. Die Hinweise verdichten sich (und sind sie nicht schon lange sichtbar? - "Kinder von Basra"), dass Uranstaub durchaus eine akute gesundheitliche Gefährdung für Zivilisten und Soldaten darstellt.

Wenn man der offiziellen Sprachregelung glaubt, ist der Einsatz von abgereichertem Uran in kriegerischen Auseinandersetzungen keine große Sache. Die Waffen eignen sich ideal, um beispielsweise gepanzerte Fahrzeuge zu zerstören, der beim Aufprall entstehende Uran-Staub kann aber nur über offene Wunden oder die Nahrung aufgenommen werden und wird ohnehin schnell wieder ausgeschieden. So sehen es die militärischen und politischen Führungsriegen in Großbritannien und den USA, die keine Bedenken hatten, abgereichertes Uran im Kosovo, in Afghanistan und in beiden Golfkriegen einzusetzen. Radioaktive Rückstände ließen sich in der Umwelt kaum und im menschlichen Urin überhaupt nicht nachweisen, so die beruhigende Nachricht aus den Schaltzentralen der Macht. Von Wissenschaftlern konnte diese zweifelhafte These bislang nicht eindeutig widerlegt werden.
Kontaminiert!
 

general

Auserwählter Meister der Neun
30. März 2004
982
Hi
Das die Amerikaner die schädliche Wirkung der DU-Muni bestreiten, liegt ja auf der Hand. Die Auswirkungen sind denen eh egal. Uran ist billig und wirkt. Der Rest ist Kollateralschaden.

Die Kinder, welche seit 1991 behindert auf die Welt kommen und früh sterben danken Euch!

Gruss
G.
 

Salomon

Geheimer Meister
10. April 2002
178
hier auch noch ein Beitrag:
:arrow: "So zitierte Mohammed Daud Miraki, der Direktor des "afghanischen DU & Bergung-Fonds" im vergangenen Jahr Jooma Khan aus der afghanischen Provinz Laghman mit den Worten:

"Nachdem die Amerikaner unser Dorf zerstört haben und viele von uns getötet haben, haben wir auch unsere Häuser verloren und nichts zu essen. Trotzdem hätten wir dieses Elend ertragen und es sogar akzeptiert, wenn uns die Amerikaner nicht alle zum Tode verurteilt hätten. Als ich meinen mißgebildeten Enkel sah, wurde mir klar, daß meine Hoffnungen für die Zukunft für immer verschwunden waren, anders als meine Hoffnungslosigkeit während der russischen Barbarei, selbst, obwohl ich damals meinen älteren Sohn Shafiqullah verlor. Dieses Mal aber weiß ich, daß wir Teil des unsichtbaren Völkermordes sind, den uns Amerika gebracht hat, ein stiller Tod, von dem ich weiß, daß wir ihm nicht entkommen werden."

der ganze text:
http://www.freace.de/artikel/200403/280304a.html

saludos
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Mai 2004 Als Ärztin und Teilnehmerin einer Friedensdelegation war ich gerade aus Basra von unserem Besuch des Mutter-Kind-Hospitals zurückgekehrt. Der ZDF-Reporter, der mich interviewte, meinte vorab: „Kommen sie bloß nicht damit, dass die Ursache für die vielen, an Leukämie erkrankten Kinder etwas mit DU, abgereichertem Uran, zu tun haben könnte. Das wird unser Sender auf keinen Fall bringen!“
Vortrag von Dr. Angelika Claußen auf dem IPPNW-Atomkongress
Warum wollte es der ZDF nicht bringen? Sieht er es denn als erwiesen an, dass es überhaupt kein Zusammenhang zwischen DU-Munition und der hohen Rate der an Leukämie erkrankten Kinder in Basra gibt?

(IPPNW - Internationale Ärzte zur Verhingerung eines Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.)
 

LStrike

Geheimer Meister
19. Oktober 2003
208
Ich hänge mich hier mal ran:

Uranmunition, das langsame Sterben

Ist solche Munition eigentlich verboten ?
Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. Auch die Alternative mit Wolframcarbid sollte abgeschafft werden.
Die USA wollen eventuell umsteigen, Deutschland nutzt sie schon.

Weitere Infos zu Uranmunition auf Wikipedia und auch zu Wolframcarbid der nicht minder gefährlichen Alternative.

LStrike
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Mal davon ab, daß der Wiki-Artikel zur Uranmunition nicht weitere Infos liefert, sondern den Artikel von Wagner so ziemlich widerlegt, was ist so schlimm an Wolframcarbidgeschossen?
 

LStrike

Geheimer Meister
19. Oktober 2003
208
Der Wiki-Artikel ist auf jeden Fall nicht so drastisch, wie der Politblog-Artikel. Welcher Artikel nun "Richtig" ist kann ich nicht sagen. Vielleicht sind auch beide falsch.

Wolframcarbid ist sicherlich nicht so schädlich, wie Uran, aber:
...Allerdings ist Wolframcarbid teurer als abgereichertes Uran, schwerer zu verarbeiten und steht im Verdacht karzinogen (krebserregend) zu sein;...
und
Wiki-Artikel Abschnitt Alternativen:
US-Amerikanische Wissenschaftler warnen jedoch, dass Wolfram aggressive Tumore auslösen kann..[...]..Damit simulierten sie eine Verletzung, wie sie Soldaten oder Zivilpersonen erleiden können, die von Splittern eines solchen Projektils getroffen werden. Alle Ratten bildeten innerhalb weniger Monate aggressive Tumore rund um die Metallsplitter aus.
Bei Verletzungen durch Wolframcarbidmunition sieht die Welt schon ganz anders aus.

LStrike
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Im Artikel steht aber auch, daß die Mun kein reines Wolfram, sondern ein Keramik mit Wolframanteil enthält, das Zeug also gebunden ist.

Wenn Uranmunitin so schreckliche Folgen wie Contergan hätte, ließe sich das so einfach unter der Decke halten? Ich habe zumindest Zweifel. Aber vielleicht liefert uns Wagner ja hieb- und stichfeste Beweise.
 
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