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Männliche Entschlusskraft

Markus von Stoiker

Geheimer Meister
20. Mai 2010
278
Ich habe den aktuellen Gespenster-Krimi gekauft. Derzeit erscheinen die alten Romane als Neuauflage. Beim Lesen bin ich stutzig geworden. Ein Auszug:

Er gab keine Antwort, sah sie nur unverwandt an. »Sie haben einen starken Willen, Mademoiselle de Robbin, nicht wahr? Ich spüre es. Sie haben eine fast männliche Entschlusskraft.«
– Gespenster-Krimi Nr.143, Die Gefährtin des Teufels von Rebecca LaRoche, erschienen am 08.06.1976.

Die Wortkombination »männliche Entschlusskraft« habe ich seit langem nicht mehr gelesen oder gehört.

Das Gegenteil von Entschlusskraft ist der »Kleinmut« und bezeichnet den Mangel an Selbstvertrauen und Entschlusskraft.

Bei Wikipedia ist zu lesen: "Bekannte Folgen von Kleinmut sind im individuellen Bereich etwa das oft bedauerte Fehlen von Zivilcourage, Prüfungsängste und Prüfungsverweigerungen, mangelndes Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen, Lebensängste und Hilflosigkeit bei Lebensproblemen."

Kleinmut scheint mir das verbreitetste Phänomen in der Gesellschaft zu sein. »Männliche Entschlusskraft« hingegen wohl ehr ein Mythos - aus einem antiken Epos von Homer. Bestenfalls ein Ideal für Menschen zu sein (um den Geschlechtern gerecht zu werden).

Zunächst eine nicht ganz ernst gemeinte Frage: Habt ihr persönliche Erfahrungen mit der »männlichen Entschlusskraft«? 😂

Ich betrachte Kleinmut, wenn er zur destruktiven Charakterschwäche wird, als eine Ursache für Neid und Missgunst in der Gesellschaft.

»Der Neid kann sich nicht verbergen. Er klagt an und verurteilt, ohne Beweise zu haben; er übertreibt die Fehler; er hat maßlose Namen für die geringsten Irrtümer, und seine Sprache ist voll Bitterkeit, Übertreibung und Mißgunst. Mit unerbittlichem Haß und rasender Wut stürzt er sich auf jedes wirkliche Verdienst; er ist blind, jähzornig, gefühllos, brutal.«
– Luc de Clapiers Vauvenargues

Egal, ob »männliche« oder »weibliche« Entschlusskraft - die Hauptsache ist Entschlusskraft!
 

Sonsee

Großer Auserwählter
1. Juni 2016
1.802
Tja, ob Entschlusskraft männlich oder weiblich sein kann, glaube ich eher nicht. In früheren Zeiten durften Frauen nicht mal Schreiben und Lesen lernen, die Eltern nahmen den Frauen sozusagen alle eigenen Entscheidungen ab, danach war der Ehemann der Gebieter.
Inzwischen studieren mehr Mädchen als Jungen, wir werden gendergerecht erzogen und geprägt, da müsste es eigentlich keinen Unterschied mehr machen, zwischen der Entschlusskraft bei Männern und Frauen.

Das Gegenteil von Entschlusskraft wäre ja Willenlosigkeit, Inkonsequenz, Labilität und Wankelmut. Reine Entschlusskraft ohne Überlegung, würde allerdings zu Machtmissbrauch und vielen falschen Handlungen führen.
Und wehr Entschlussfähig ist, muss auch Kritik einstecken können, derjenige darf sich nicht davor fürchten Fehler zu machen und benötigt ein gutes Selbstwertgefühl.
 

a-roy

Mensch
22. Oktober 2007
10.900
Die Kraft zu haben, sich zu entschließen (etwas zu machen).
Wenn nötig, hab' ich die noch, aber ich kämpfe nicht mehr gegen Windmühlen! :king:
 

Giacomo_S

Ritter vom Schwert
13. August 2003
2.081
In meinem Leben habe ich schon viele entscheidungsschwache Menschen gesehen, vor allem im Arbeitsleben. Das fand ich immer armselig - und die moderne Kommunikation erleichtert auch solchen Memmen das Leben ungemein. Die schicken ihrem Chef dann noch eine mail und fragen, welchen Kugelschreiber sie denn verwenden sollen. Und der hat dann jeden Morgen erst einmal 78 mails abzuarbeiten ...
In gewisser Weise waren sie vielleicht sogar erfolgreicher, denn eine Entscheidung kann auch falsch sein. Aber nachher ist man ja bekanntlich immer schlauer.
O.g. fällen lieber überhaupt keine Entscheidungen und zucken mit der Schulter: Ich habe Sie gefragt, per mail, Sie haben nicht geantwortet, telefonisch habe ich Sie nicht erreicht, sie waren mal wieder im Meeting (auch so eine moderne Unsitte für Entscheidungsschwäche, dann eben auf höherer Ebene) - und dann konnte ich nichts tun (und habe auch nichts gemacht).
Wer nichts macht, der macht eben auch keine Fehler - das sehe ich allerdings anders:

Jahrzehntelang fuhr ich U-Bahn und manchmal, wenn ich währenddessen nichts zu tun hatte, dann malte ich mir aus: Was wäre, wenn ... jemand ins Gleis fiele? Was würde ich tun?
Vor knapp 3 Jahren trat genau dieser Fall dann ein.

Interessanterweise konnte ich ohne Verzögerung sofort handeln, denn ich hatte diesen Fall in Gedanken schon x-mal durchgespielt. Während die Masse nur blöd gaffte (und zwei Idioten aus der Gruppe des in die Gleise gefallenen jungen Mannes idiotischerweise auch noch hinterher sprangen!) drehte ich mich in Sekundenbruchteilen auf der Stelle, rannte auf eine Notsäule zu und brüllte: "Ziehen Sie die Notbremse!" zu denjenigen, die da zufällig standen.

Die Leute da glotzten mich nur an wie ein Auto, völlig handlungsunfähig oder -willig - aber das machte auch nichts, denn zwei Sekunden später war ich an der Säule und zog selbst den Griff.
Am Tag darauf sah ich mir an, wo diese Gruppe am U-Bahnsteig eigentlich gestanden hatte: Direkt neben einer zweiten Notsäule. Da dachte ich mir: Wie doof kann man eigentlich sein - oder wie entscheidungsschwach?
 

Sonsee

Großer Auserwählter
1. Juni 2016
1.802
Ich denke Entschlusskraft ist erlernbar und eine Folge der Resilienz die ein Mensch eventuell hat.

Der Begriff Resilienz hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Früher bezeichnete Resilienz auch eine spezielle Eigenschaft von Personen (besonders Kindern), die ihre psychische Gesundheit unter Bedingungen erhielten, unter denen die meisten Menschen zerbrochen wären. In diesem Sinne wurde der Begriff zum Beispiel von Emmy Werner[2] benutzt. Um ein Kind als „resilient“ zu definieren, wurden oft Merkmale der Lebensführung miteinbezogen. Häufig wurden etwa Kinder so bezeichnet, die – trotz Bedingungen wie Armut oder Flüchtlingssituation in der Kindheit – im Erwachsenenalter eine qualifizierte Berufstätigkeit ausübten, nicht mit dem Gesetz in Konflikt kamen und psychisch unauffällig waren. Später wurde die Bedeutung ausgeweitet. Dies ist mit der Erkenntnis verbunden, dass psychische Widerstandsfähigkeit nicht nur in Extremsituationen, sondern immer von Vorteil ist. Heute werden Menschen mit diesem Merkmal allgemein als resilient bezeichnet. Der Begriff wird nun zum Beispiel auch für Menschen verwendet, die mit Belastungen der Arbeitswelt in angemessener Weise umgehen und so ihre psychische Gesundheit erhalten.
ich persönlich brauche die Herausforderung schnell und selbst Entscheidungen zu treffen, ansonsten wird mir ein Job langweilig. Wahrscheinlich habe ich das durch Lernen am Modell erlernt, denn mein Vater war in dieser Hinsicht mein Vorbild. Meine Mutter hingegen benötigte mich, um wichtige Entscheidungen zu treffen.
Witzig fand ich das immer, wenn ich zum Beispiel mit Freundinnen in einer Disco war, da standen sie da und wussten nicht was sie sich zu trinken bestellen sollten. Sobald ich mir etwas bestellte, nahmen sie immer einfach das Gleiche. Man kann selbst bei einfachen Dingen sehen, wie schwer es manchen Menschen fällt sich zu entscheiden.
 

Giacomo_S

Ritter vom Schwert
13. August 2003
2.081
Witzig fand ich das immer, wenn ich zum Beispiel mit Freundinnen in einer Disco war, da standen sie da und wussten nicht was sie sich zu trinken bestellen sollten. Sobald ich mir etwas bestellte, nahmen sie immer einfach das Gleiche. Man kann selbst bei einfachen Dingen sehen, wie schwer es manchen Menschen fällt sich zu entscheiden.
Da kannst du als Barkeeper auch die Nervenkrise bekommen, es warten noch andere an der Bar. Und am Ende, nach 17x "ich weiß noch nicht" bestellen sie dann doch alle dasselbe (Hugo oder Weißwein).
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.498
In früheren Zeiten durften Frauen nicht mal Schreiben und Lesen lernen,
Frouwen plegent to lesen. Eike von Pepkow, ca. 1220. Mittelniederdeutsch nach Gedächtnis.

Inzwischen studieren mehr Mädchen als Jungen
Und es spricht jetzt für ganz starke Entschlußkraft, den Schritt ins leben noch fünf Jahre hinauszuschieben? Oder irgendeine brotlose Kunst zu studieren, weil man ja doch geheiratet wird?
 

paisley

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Februar 2014
1.037
"Wir konnten beobachten, dass bei Frauen, die genetisch bedingt einen höheren Dopamin-Spiegel im Gehirn haben, tendenziell eine stärkere Neigung zur Prokrastination vorliegt."
"Bei der Prokrastination sei es ja so, dass man ein Ziel verfolgen soll, aber dann andere Dinge dazwischen kämen."
"Die Frage ist: Wie sehr lasse ich andere Handlungsoptionen zwischen mich und meine Ziele kommen? Wie sehr kann ich meine Handlungsziele von anderen störenden Optionen abschirmen? Denn viele neurobiologische Studien zeigen, dass bei diesem Abschirmungsprozess das Dopamin-System eine wesentliche Rolle spielt. Christian Beste, TU Dresden"
"Weniger Dopamin bewirkt kurz gesagt weniger Ablenkung im Gehirn. Es beeinflusst, wie stringent man Handlungsziele verfolgen kann."
"Eine Überraschung gab es trotzdem.
"Mit dem Geschlechtseffekt haben wir aber nicht gerechnet. Wir haben nicht erwartet, dass es ein für Frauen oder Männer spezifischer Effekt ist", sagt die Wissenschaftlerin. Bei der Suche nach dem Grund dafür, habe sich gezeigt, dass da das weibliche Sexualhormon Östrogen eine Rolle spiele."
Quelle

bin grad auf dem Sprung, aber fand es spannend zu lesen
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.830
Hättest dich mal nicht ablenken lassen sollen paisley. Ebenfalls aus deiner Quelle:
Also können manche Frauen gar nichts für ihre Aufschieberitis? Ganz so ist es natürlich nicht, sagt Schlüter. Diese genetische Veranlagung sei natürlich nur ein Einflussfaktor. "Es ist immer eine Mischung. Als Menschen bringen wir häufig genetisch bedingte Eigenschaften mit in unser Leben, die dann aber mit der Umwelt interagieren."
Und so spielen etwa auch Erziehung oder Sozialisation eine Rolle. Das alles auseinander zu dröseln ist manchmal gar nicht so einfach, sagt Biopsychologin Schlüter. Um das genau zu erfahren, wird sie weiter forschen und sich hoffentlich nicht ganz so leicht ablenken lassen.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.830
Und es spricht jetzt für ganz starke Entschlußkraft, den Schritt ins leben noch fünf Jahre hinauszuschieben? Oder irgendeine brotlose Kunst zu studieren, weil man ja doch geheiratet wird?
Ja sicher, alle Akademiker sind stinkefaule Leistungsverweigerer die nicht im Leben stehen. Ich hoffe mal nicht dass Du irgendwann auf einen studierten Arzt angewiesen bist der bei einer wichtigen Operation an dir Entschlusskraft benötigt.
 

Giacomo_S

Ritter vom Schwert
13. August 2003
2.081
Und es spricht jetzt für ganz starke Entschlußkraft, den Schritt ins leben noch fünf Jahre hinauszuschieben? Oder irgendeine brotlose Kunst zu studieren, weil man ja doch geheiratet wird?
Ob etwas ein brotlose Kunst ist oder nicht: Das erfährt man meist erst viele Jahre später.
In meiner späteren Jugend galt Sinologie - Studium der chinesischen Sprache und Kultur - als das Exotenfach schlechthin. Deutschlandweit studierten es vllt. 12 Leute, von denen damals vllt. 9 an diversen Instituten unterkamen.
Heute reisst man sich um solche Absolventen.

Es gibt auf neurologischer Ebene nur wenige Unterschiede zwischen Mann & Frau.
 

Giacomo_S

Ritter vom Schwert
13. August 2003
2.081
Vielen, vielen Dank für diese treffende Analyse :D
Wie isses denn etwa sonst?
Jäger erzählt uns was von Pflichterfüllung, meint aber Militär - Militär geht immer. Klappe halten, später befehlen - das kann jeder lernen. Funtioniert auch immer, seit Jahrtausenden. Dabei kann ich nicht sagen, ich wäre phantasievoller gewesen oder grundsätzlich anders. Kochen ist nämlich nicht grundsätzlich anders: Klappe halten, später befehlen.
Und Sex ist auch nicht grundsätzlich anders: Klappe halten, später befehlen.
 

paisley

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
11. Februar 2014
1.037
„Eine der drei Hauptaufgaben der Motivation ist:
selektive Informationsverarbeitung - was sich in der geringen Ablenkbarkeit, im “passenden” Gedächtnisabruf und im kreativen Problemlösen zeigt, aber auch in der spontanen Wiederaufnahme der Handlung, wenn sie vorher unterbrochen wurde.[...]
Im erlebten Einswerden mit der Tätigkeit fehlt selbst bei objektiv belastenden Aktivitäten (wie beim “free climbing”) das Anstrengungserleben und es kommt sogar zum Verlust des Zeitgefühls.[...]
Erst ab dem 5. Lebensjahr kann über die Einsicht eine gewisse Kontrolle über die eigene Motivation gewonnen werden, und im Laufe des Erwachsenwerdens erwerben Menschen diese zentrale Kulturtechnik, nämlich auch gegen die eigene Motivation handeln zu können. Die Fähigkeit zu Triebaufschub und -verzicht ist sicherlich eine zentrale Voraussetzung für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Die uns am nächsten verwandten Tiere, die Menschenaffen, können dies übrigens nicht.[...]
Neben den situativen Anreizen sind die Motive einer Person die zweite tragende Säule der Motivation. [....]
Auf die Frage, warum man etwas tut, werden häufig Ziele genannt, jedoch nur selten Motive. “
Quelle https://www.bildung.uni-siegen.de/mitarbeiter/sokolowski/publikationen/ein_flowerlebnis.pdf

„life is what happens while making plans“ frei nach John Lennon

Entschlußkraft mit Ziel oder Motiv ?
ich bin unterwegs wie ein zielloser Landstreicher
aber ich habe ein Motiv - einen Beweggrund
und das läßt mich ewig Forschen ohne eine Lösung aus der Westentasche zaubern zu wollen um „das Buch zu zu klappen“, wie ein Arbeitender den Feierabend ersehnt.
Jägers Einwurf zum Begriff Entschlußkraft hat meine Interesse geweckt,
jeden Stein umzudrehen, der mir zum Thema einfällt.
Triebaufschub/Triebverzicht ist sicherlich ein entscheidender Baustein für wirksame Entschlußkraft.
@Viminal
ich hab nur soviel Zeit abgeknappst von meiner betrieblich zugesicherten Pause
daß ich das Eigentliche noch erledigt bekomme, sprich: mir selbst Zeit zu widmen :)
 

die Kriegerin

Ritter Rosenkreuzer
19. September 2017
2.718
Tja, ob Entschlusskraft männlich oder weiblich sein kann, glaube ich eher nicht. In früheren Zeiten durften Frauen nicht mal Schreiben und Lesen lernen, die Eltern nahmen den Frauen sozusagen alle eigenen Entscheidungen ab, danach war der Ehemann der Gebieter.
Inzwischen studieren mehr Mädchen als Jungen, wir werden gendergerecht erzogen und geprägt, da müsste es eigentlich keinen Unterschied mehr machen, zwischen der Entschlusskraft bei Männern und Frauen.
War leider so, lesen durfte nur die Oberschicht lernen. Die Frauen die schon im 20.Jhdt für etwas kämpften hatten es schwer

Die erste Welle der Frauenrechtsbewegung setzte am Beginn des vorigen Jahrhunderts ein (Vorläuferinnen im 19. Jahrhundert). Da gab es Frauen wie Emmeline Pankhurst , die durch Hungerstreiks und Gefangenschaften 1928 das Allgemeine Wahlrecht für Frauen in Großbritannien erkämpfte.
Der Animus symbolisiert männliche Qualitäten wie Aggression, Triebhaftigkeit, Mut, Kampf, Risikobereitschaft, Eigeninitiative, geistige Selbständigkeit, Innovation, Sinn, Gesinnung, Mut, Verstand, Rationalität, Bestimmung, Beherrschung, Unternehmungsgeist, Wahrhaftigkeit, solide Überzeugungen, äußere Kraft, Aktivität, Zielstrebigkeit ,Logische, Aktivität, Entschlussfreudigkeit, Ehrgeiz, Machtstreben.
Ja und diese Damen schauten sich dieKampfbereitschaft von den Männern ab.

Auf die Anima legen die meisten Männer weniger wert

Die Anima symbolisiert weibliche Qualitäten wie Kommunikationsfähigkeit , Anpassungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Beziehungsfähigkeit, der Zugang zu seinem Körper und seinen Gefühlen, Anpassungsfähigkeit, Mitgefühl, Liebesfähigkeit, Intuition, Führung nach innen, Phantasie, Kreativität, Ahnungen, Empfänglichkeit, Irrationalität, Magie, Natursinn, Zartgefühl, künstlerischer Ausdruck, Zentriertheit. Auf kollektiver Ebene ist die Erde weiblich, die große Mutter, Magna Mater, Gaia, Große Göttin, die weibliche Urkraft, der erdhafte Eros, die Natur, die Umwelt, direkter Zugang des weiblichen Körpers durch Empfänglichkeit, Geburt, Gezeiten, den Mond, die Jahreszeiten und v.a.m. verbunden. Dieser Zugang ist durch die aus den Fugen geratene Unbalance von männlichen und weiblichen Werten bedroht.

“Jeder Mann trägt das Bild der Frau von jeher in sich, nicht das Bild dieser bestimmten Frau, sondern einer bestimmten Frau."
 

die Kriegerin

Ritter Rosenkreuzer
19. September 2017
2.718
Ja Kriegerin und umgekehrt und jetzt?

Denkt dran werter IchMagMeinStauder - steht schon in der Bibel so...Die Mutter ist gewiss, der Vater ist immer ungewiss,...

Tja,
Demnach hieße Matriarchat ganz einfach: „am Anfang die Mütter“, oder die Mütter als Anfang, was zunächst nichts anderes bedeutet, als dass alles neue Leben von Müttern kommt und diese sich um diese Tatsache herum organisiert haben.
Patriarchat hieße dann aber nicht mehr Väterherrschaft, sondern: am Anfang die Väter, oder Väter als Anfang des Lebens. Dies wiederum wäre schwer zu verstehen. An welchem Anfang stehen „Väter“? Sie stehen jedenfalls nicht am Anfang des ins Leben tretenden Lebens.
Deshalb gibt es in matriarchalen Gesellschaften auch keinen Begriff für „Vater“.

Männer im Matriarchat sind Brüder, Onkel, Söhne, Geliebte, „Heros“ und Ehemänner.

In dem Moment, als überhaupt von „Vätern“ die Rede ist, stehen sie am Anfang von Herrschaft. Deswegen wird Patriarchat meist mit Herrschaft der Väter übersetzt. Die Sache ist damit aber noch keineswegs erledigt.

und so wird uns das immer noch beschäftigen, doch Frauen mit Entschlusskraft werden gerne als Xanthippen hingestellt, doch das wurde dazumal schon der Frau von Sokrates nachgesagt, vielleicht war er deshalb so gscheit.:mrgreen:
 
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