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Kinderwahlrecht

Atlan

Vorsteher und Richter
10. April 2002
752
im folgenden spiegel-online-artikel geht es, um das kinderwahlrecht:

SPIEGEL-ONLINE


leider wird alles hier sehr oberflächlich betrachtet. von den beiden fdp-poliikern, otto holms und klaus haupt, findet man einen artikeln im stern (ausgabe 20/03).

wichtigster punkt:

-> eltern wählen bis das kind 18 ist für die kinder

dadurch soll eine familienfreundlicher politik entstehen, da aufgrund der gesellschaft (mehr ältere zur zeit) die parteien sich auf die "alten" konzentrieren und diese als wählerschaft ausgesucht haben und auch eher dessen ziele verwirklichen wollen.

pro und kontra meiner seite:

pro:

- familien entscheiden eher was ihnen nützt
- bei (wirklich) bessere familienpolitik, werden auch mehr kinder geboren

contra:

- hauptsächlich konservative kreise haben viele kinder (behaupt ich mal... die 3 kkk für die frau :wink: )

ok, mehr fällt mir zu dieser späteren stunde erstmal nicht ein... eine angenehme diskussion!
 

JohnDoe-therealone

Geheimer Meister
24. Dezember 2002
348
halte ich fuer totalen bloedsinn. da wuerden die eltern bis zum 18. also entscheiden, wer gewaehtl wird nene.

ich halte das schon fuer ganz richtig so mit dem wahlrecht ab 18. und die meisten haben selst in dem alter, kein interesse und/oder keine ahnung, wie nun viele studien in der letzten zeit bestaetigt haben.
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
was für eine scheiss idee.
wer soll denn entscheiden mutter oder vater??
oder wird hier davon ausgegangen, dass alle menschen so stark vorgeformt werden und sich so einheitlich und intolerant verhalten, dass sowas nicht vorkommt?
kinder sollen auch nicht selber wählen können. die meisten leute haben ja noch ab 18 und meinetwegen noch mit 99 nicht viel ahnung von politik, gesellschaft, volkswirtschaft , interessieren sich nicht für komplexe zusammenhänge usw..
soll das etwa als anreiz gesehen werden kinder zu zeugen--- was für eine hirnrissige hirnw..xxx arrrg!
- hauptsächlich konservative kreise haben viele kinder (behaupt ich mal... die 3 kkk für die frau )
hmm zumindest können sich finanzstarke menschen eher kinder leisten....und vermutlich tendieren auch menschen mit niedrigerem bildungsniveau zu vielen kindern.
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
ausserdem haben konservative eltern wohl mehr einfluss auf die politische ansichten ihrer kinder.
hab grad mal den stern artikel gelesen. die kinder sollen das mit ihren eltern absprechen und die elternteile sollen abwechselnd wählen.
es soll helfen das die überalternde gesellschaft nicht kinderunfreundlich wird.
aber menschen wählen nicht nur egoistisch sondern auch ideologisch.
so würden zum beispiel finanziell schlecht dastehende junge eltern sich wohl eher von wahlgeschenkversprechungen beeinflussen lassen, während finanziell gutdastehende eltern sich evt. nur von ihren eigenen egoistischen (geldinteressen für sich und nur ihre familie lenken lassen) und sich damit evt sogar gegen die interessen derer stellen ,die noch kinder kriegen wollen , da bei ihnen aus vorrangegangen absicherungsstreben ja schon alles finanziell geritzt ist. und ideologische veranlagte alte sind nicht immer nur für mehr rente und weniger kindergärten. wie wär es wenn die parteien einfach mehr für kinder (kinderhorte usw.)tun würden anstatt erstmal mehr druck von der gesellschaft zu erzeugen.
Das haben sich die Kulturreproduzenten ja schön ausgedacht!!!
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Eine der bescheuertesten Ideen der letzen Zeit. Sie würde doch nur dazu führen, dass Erwachsene mit Kindern doppelt wählen dürften. Oder wie stellen sich die Politiker das vor? Dass der vierjährige Sohn, der gerade ein Spielzeugauto geschenkt bekommen hat, sagt: "Du, Mami, wählst du für mich die Autofahrerpartei?" - "Ja, Schatz, mach' ich". So? Schwachsinn, einfach nur Schwachsinn.
 

Lord_Wind

Geheimer Meister
14. Januar 2003
269
Die Politiker sollten sich lieber um andere Sachen Gedanken machen, und nicht um solch einen schwachsinn.
Wenn 1. April wäre, würd ich drüber lachen.
 

Yoda

Vorsteher und Richter
10. April 2002
781
da ich bei der nächsten bundestagswahl eh über 18 bin, ist mir das relativ egal.
abgesehen davon. auf welches mindestalter sollte man das denn setzten? 17? 16? viele haben in dem alter doch noch gar keine politische meinung
 

Yoda

Vorsteher und Richter
10. April 2002
781
Lord_Wind schrieb:
Mit 18 aber auch noch nicht, manchmal auch nicht mit 80
is auch wieder wahr. aber die wahrscheinlichkeit, eine polit. meinung in diesem alter zu haben,ist größer
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
ja nur dass das wahlrecht dann ab 0 jahre greifen soll!!
und noch ein nachtrag zu den oberen kontraargumenten:
damit werden eltern in zukunft kinder noch mehr politisch erziehen, und zwar nicht mit argumenten, sondern durch verstärktes impregnieren von ideologie.
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
@Atlan

Erstmal zu deiner Theorie, daß konservative Familien eher viele Kinder haben. Das ist nämlich demografisch gesehen Quatsch.
Die einzigen Familien, die heutzutage noch viele Kinder haben, sind im ländlichen oder sozial schwachen Bereich zu finden.

@all

Ich persönlich bin gegen das Wahlrecht unterr 18, da man damit noch mehr Wähler dazuholt, die keine Ahnung haben, was sie da überhaupt tun. Die wenigsten jungwähler sind poltisch auch nur annähernd informiert, man erinnere sich nur mal an die Befragungen im TV, bei der die Leute Westerwelle nicht von Stoiber unterscheiden konnten. Auch die Eltern sollten keine weiteren Stimmen für Kinder erhalten.
Ich denke man sollte ohnehin nur dann Wählen gehen, wenn man weiss, was man da für eine Verantwortung hat, und sich wirklich Gedanken gemacht hat. Sonst kann man ja gleich auswürfeln was man wählt.

Zudem denke ich, das man ohnehin erst mit 21 wirklich erwachsen sein kann, da Erfahrungen und Reife nunmal dauern und das keine Sache von Zahlen sondern individueller Entwicklung ist. Rechte früher zugestehen ist ok, aber wirklich erwachsen? Manche Leute werden ja ihr ganzes Leben lang nicht erwachsen.

Man sollte es so handhaben wie in der Virtuellen Demokratie:
Man kann erst seine Stimme abgeben, wenn man auch über nachgewiesenes Hintergrundwissen verfügt.
 

Konteradmiral

Geheimer Meister
10. April 2002
177
Viel besser fände ich es, wenn man das ursprüngliche britische Klassenwahlrecht hier einführen würde:

"Normale" Leute haben 1 Stimme
Unternehmer haben 2 Stimmen
Universitätsprofessoren haben 3 Stimmen

Aber im Ernst, so schlecht halte ich die Idee mit dem auf die Eltern übertragenen Wahlrecht für Kinder gar nicht.
Die Kinder haben nun mal Bedürfnisse und Interessen, die erfüllt werden sollten. Sie können sie natürlich selbst meist nicht angemessen politisch artikulieren. Also wirken die Menschen, denen das Wohl der Kinder wahrscheinlich am wichtigsten ist, als ihre politischen Stellvertreter. Sonst hat man bei einer weiteren Verscheibung des Durchschnitsalters nach oben noch mehr Probleme durch die nicht zukunftsorientierte Ausrichtung im Gesundheits- und Rentensystem etc.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Abbadon schrieb:
Man sollte es so handhaben wie in der Virtuellen Demokratie:
Man kann erst seine Stimme abgeben, wenn man auch über nachgewiesenes Hintergrundwissen verfügt.

Interessanter Gedanke, abbadon. Ist mir auch schon mal eingefallen.

Denkst du genau wie ich an eine Art "Fahrschule" für Wahlberechtigung?

gruss semball
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
@Abbadon & semball

Prinzipiell eine gute Idee, aber kaum umzusetzen, da zu aufwendig und teuer. Wer sollte das bezahlen? Der Staat? :lol: Der Wähler? Dann würde halt gar keiner mehr wählen.
 

dimbo

Meister vom Königlichen Gewölbe
30. September 2002
1.434
@ semball & Abbadon:

Ich finds süß wie ihr versucht die "Demokratie" zu retten, ich mag halt Euphemismen :wink:.

Ich persönlich bevorzuge da das Learysche Realitätstunnel-Modell in himbeer-rot.



dimbo.
 

happyhippo

Geselle
4. Oktober 2002
35
Re:

:lol:
Man sollte es so handhaben wie in der Virtuellen Demokratie:
Man kann erst seine Stimme abgeben, wenn man auch über nachgewiesenes Hintergrundwissen verfügt.

Ich stelle mir das gerade vor. Bei der nächsten Bundestagswahl werden Stimmzettel ausgegeben, auf denen der 1. Teil ein Multiple-Choice-Test zur Politik ist. Und dann der zweite Teil dann die Stimmabgabe. Nachdem der Stimmzettel abgegeben wurde, wird erst der Multiple-Choice-Test ausgewertet, und wenn der richtig war, die Stimme gezählt.

:arrow: Hat eigentlich einiges für sich :wink:
 

Franziskaner

Ritter vom Schwert
4. Januar 2003
2.062
Für was kassieren unsere Volksvertreter eigentlich ihre Diäten - das ungefähr ist der Satz, der mir bei derlei "Reformvorschlägen" durch den Kopf schiesst...

Wie soll das eigentlich im Detail geregelt sein?

Bei den zigtausend Scheidungswaisen z.B.? Vatta will CDU wählen, Mami die Grünen. Preisfrage: Wer darf die Stimme für's Kinderl abgeben?

Wird jetzt künftig vor deutschen Familiengerichten nicht für's Sorge- sondern für's Stimmrecht gestritten?

Und brauchen unsere Politiker Wählerstimmen von Kindern, um sich mal hinzusetzen und über eine zukunftsorientierte und familienfreundliche Politik Gedanken zu machen?

Noch 'ne Frage: Kann man Politiker irgendwie wegen totaler Unfähigkeit entlassen? So mit der Bemerkung "war stets bemüht" im Arbeitszeugnis?
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Re:

happyhippo schrieb:
:lol:
Man sollte es so handhaben wie in der Virtuellen Demokratie:
Man kann erst seine Stimme abgeben, wenn man auch über nachgewiesenes Hintergrundwissen verfügt.

Ich stelle mir das gerade vor. Bei der nächsten Bundestagswahl werden Stimmzettel ausgegeben, auf denen der 1. Teil ein Multiple-Choice-Test zur Politik ist. Und dann der zweite Teil dann die Stimmabgabe. Nachdem der Stimmzettel abgegeben wurde, wird erst der Multiple-Choice-Test ausgewertet, und wenn der richtig war, die Stimme gezählt.

:arrow: Hat eigentlich einiges für sich :wink:

Nein, nein. :lol: ganz so extrem nicht. Einen Autoführerschein muss man ja auch nicht jedesmal machen, wenn man einkaufen fahren will.

Aber da kommt mir gerade eine Idee:
Wie wärs wenn jemand nur den Führerschein machen kann, wenn er auch die "Wahlausbildung" macht? Das eine hat zwar mit dem andern nix zu tun, wäre aber effizient. :)

Wäre schön wenn wir das hier weiterdiskutieren.
Übrigens, wie steht ihr zu dem Begriff "Politische Schulung"? Ich finde er klingt zu sehr nach DDR :wink:

gruss semball
 
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