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Kein Beamtentum mehr !?

Ring

Geheimer Meister
29. Juli 2003
296
Steht heute in der BAMS:
Umweltminister Jürgen Trittin fordert die Abschaffung des Berufsbeamtentums. Außerdem ist er dafür, das Rentensystem auf eine Bürgerversicherung umzustellen. Er ist sich sicher, dass die Zustimmung zu einer Bürgerversicherung in allen Parteien zunehmen wird. Auch in der Rentenversicherung komme man daran nicht vorbei. Ein erster Schritt wäre für Trittin die Aufhebung des Berufsbeamtentums. Die Beamten würden dann zu neuen Beitragszahler.

Was ist Eure Meinung dazu und kommen wir wirklich ohne Beamte aus :?: :?: :?:

MfG

Ring
 

Atlan

Vorsteher und Richter
10. April 2002
752
nun beamte kann man wohl kaum abschaffen, wohl aber den beamtenstatus. es ist aber schon heute gang und gebe bei berufen, wo man früher gleich beamter wurde, jetzt die leute als angestellte einzustellen.
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
ich bin für die sofortige abschaffung des beamtenstatus!
warum benötigt ein sachbearbeiter in einer stadtverwaltung beamtenstatus?
unsinn und geldverschwendung.
einzig bei der polizei währe es zu überlegen, andererseits ist polizist auch nur eine dienstleistung und beamtenprivilegien überflüssig.
 

DrJones

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
21. Mai 2002
1.006
Der Beamtenstatus wird wohl erhalten bleiben.
Dafür wrd scho gesorgt werden.
Wenn man mal laut drüber nachdenkt ob die bematen nicht ein oder
zwei Stunden mer pro Woche arbeiten könnte, wird sofort dagegen
demonstriert (Obwohl der Berufszweig der Beamten soetwas wie ein
Protestverbot hat..).

Wenn man denen androht ihren Beamtenstatus wegzunehmen
da ist die Hölle los. Die fühlen sich dann minderwertig oder so :lol: .
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
den typ beamter, den gibt es meiner meinung auch in der freien wirtschaft. außerdem denke ich, mit einer sinnvolleren verwaltung und verteilung von steuergeldern und staatseinnahmen, muss man nicht solche milchmädchenrechnungen aufmachen. schade herr trittin, das löst das problem ja nun nicht wirklich, oder?

dafür bringen ich nachher erst mal die plastikpfandflaschen weg ...

am besten ich spül mal die fahrradflasche aus, ist fast überall nachfüllbar :wink:
 

Fantom

Erhabener auserwählter Ritter
9. August 2002
1.198
man KANN das beatentum gar nicht abschaffen, die beamten sind auf lebenszeit verbeamtet worden, dieser status ist ihnen nicht zu nehmen.

die einzige möglichkeit wäre, wie oben beschrieben, einfach keine beamten mehr einzustellen.
 

Gestreift

Vollkommener Meister
12. Juli 2003
516
Also, wenn mann mehr Beitragszahler in der Sozialversicherung hat, dann hat man auch mehr Anspruchsberechtigte. Ich sehe daher keinen Sinn in dieser Maßnahme.
Ein Fehler, der von der politischen Kaste begangen wurde, war der, das man am Anfang der neunziger Jahre zuviele Menschen in ein Sozialversicherungssystem aufgenommen hat, die niemals eingezahlt haben.
Ein weiterer Fehler der politischen Kaste war es, den Personalkörper im öffentlichen Dienst aufzublähen und nicht gleichzeitig entsprechende Rücklagen für die Altersversorgung der Mitarbeiter zu schaffen.

Wenn Trittin tatsächlich die Abschaffung des Beamtentums gefordert hat, ohne zwischen den Bereichen, wo hoheitlich gehandelt wird und denen wo die Verwaltung privatrechtlich handelt, zu unterscheiden, ist er inkompetent und sollte zurücktreten. Ich kann doch wohl von einem Bundesminister eine genaue Analyse der Problematik erwarten. Wieso wird der denn bezahlt?

Imho bezahlt Herr Trittin als Bundesminister keine Beiträge, soll er sich mal an die eigene Nase fassen. Weiterhin wäre zu erwähnen, dass er Versorgungsleistungen in einer Höhe erhalten wird, für die ein normaler Beamter oder Arbeitnehmer sehr, sehr sehr lange für arbeiten muss. Dafür wird eine durchschnittliche Lebensspanne kaum ausreichen.

Aber was rege ich mich auf? Ist mir eigentlich egal.
 

Atlan

Vorsteher und Richter
10. April 2002
752
Wenn man mal laut drüber nachdenkt ob die bematen nicht ein oder
zwei Stunden mer pro Woche arbeiten könnte, wird sofort dagegen
demonstriert (Obwohl der Berufszweig der Beamten soetwas wie ein
Protestverbot hat..).

beamte arbeiten 38,5 stunden pro woche, teilweise mehr als andere arbeitnehmer. jedoch häufig mehr als diese bis zu 40 stunden oder mehr. dabei haben die beamten teilweise gar keinen anspruch auf auszahlung der überstunden.
leute mit beamtenstatus bzw (richtige) beamte dürfen demonstrieren, ausser soldaten. meiner meinung nach sollte keiner das dürfen.
was die aufblähung angeht, da gebe ich recht, dass man damals zu oft und zu schnell verbeamtet hat...
 

Kobalt

Großmeister
11. August 2003
61
Atlan schrieb:
beamte arbeiten 38,5 stunden pro woche, teilweise mehr als andere arbeitnehmer. jedoch häufig mehr als diese bis zu 40 stunden oder mehr. dabei haben die beamten teilweise gar keinen anspruch auf auszahlung der überstunden.

Naja, dafür werden sie die Überstunden halt abfeiern dürfen.
 

speedywolli

Geselle
28. Mai 2003
21
Hallo Leute,

was ich als Beamter immer schon wissen wollte: Was versteht ihr unter Privilegien, die die Beamten haben sollen? Zählt sie bitte auf. Ich werde nach bestem Wissen und Gewissen euch darauf antworten. Eins vorweg, ich hatte meine Gründe, warum ich in den öffentlichen Dienst gegangen bin. Meine innere Einstellung passt garantiert nicht zu einem Beamten.
1. Ich kann Hierarchien irgendwie nicht vertragen.
2. Meine Kreativität bleibt im Dienst auf der Strecke.
3. Scheuklappendenken ist mir ein Gräuel
4. Fast alle Kollegen sind Sicherheitsfanatiker
5. Ja-Sager und Schleimer bereiten mir körperliches Unbehagen.

Mein Selbstverständnis sagt mir, dass nicht das Volk für die Beamten da ist, sondern es ist genau anders herum. Falls in einer Amtsstube ein Beamter sich herab lassen sollte, mich zu bedienen, weiß er noch nicht, was auf ihn zukommen wird, mit anderen Worten, arrogante A****löcher treiben mich schnell auf die Palme und garantiert zum Vorgesetzten dieses Beamten. Wenn ich freundlich bin, erwarte ich das auch von meinem Gegenüber und schlechte Laune betrifft nur einen selber, die kann und darf ich nicht am Anderen auslassen.

Ich bitte um rege Postings und im Voraus vielen Dank
 

newknow

Geheimer Meister
3. April 2003
158
...diese Maßnahme würde 90% des Staatshaushaltes freistellen.
Is ja eigentlich gut, denn den Münthefering z.B. finde ich persönlich, viel zu Dürre
. :mrgreen:
 

DrJones

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
21. Mai 2002
1.006
Na zum Beispiel das Hitzefrei das sich die Beamten bei dieser
Affenhitze gegönnt haben.
Tja da wurde dann hier bei uns in der Gegend einfach Feierabend gemacht!
Gibt denke ich eh nix wichtiges zu tun bei den Leuten im Rathaus,
also isses egal ob die da rumsitzen oder net.

Ich meine schon an der Schule gabs in der Oberstufe kein Hitzefrei
mehr.
Und bei mir an der Uni im Labor haben wir auch bei 37 Grad
noch weitergemacht.

Und solcherlei kleine Sonderbehandlungen stören mich schon.
 

Anemi

Großmeister
10. April 2002
77
@ all
Geht´s in diesem Tread gegen die Beamten oder - entgegen den Anfangspost - pauschal gegen den ganzen öffentlichen Dienst?

Zum Vergleich Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst:
Beamte haben in NRW seit neuesten 41 Wochenstunden zu arbeiten, Angestellte 38,5 (andernorts kämpfen Arbeiter und Angestellte der ach so notleidenden freien Wirtschaft um die 35-Stunden-Woche!) und ihnen wurde dieses Jahr ein Urlaubstag weggekürzt. Die "Gegenleistung", eine magere Gehaltserhöhung bekommen die Beamten erst 6 Monate nach den Angestellten im öffentlichen Dienst, der freie Tag war allerdings schon gleichzeitig weg.

Und es ist nachgewiesen, dass ein Staatsdiener, der Beamter ist, seinen Arbeitgeber ca. 5% weniger kostet, als einer im Angestelltenverhältnis (z.B. wegen der Krankenversicherung).
Und genau dieser Kostenfaktor ist der Grund, warum es außer bei der Polzei und der Justiz auch anderswo noch Beamte gibt.
 

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