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Kapitalistische Anarchie weltweit!

Gilgamesch

Großmeister-Architekt
6. Mai 2002
1.290
Ist euch aufgefallen, was der Zusammenschluß von Staaten( z.B. Eu), Freihandelszonen oder die Globalisierung so mit sich bringen?

Es sieht ganz so aus, als seinen die "Verbraucher" als Freiwild für alle und jeden freigegeben.

Jeder versucht irgendwie durch Lügen, Wehklagen oder Monopolisierung den Verbraucher bestmöglich das Geld aus den Taschen zu ziehen.
Jeder schlägt zu und erhöht, wo er kann! Seien es Steuern, Abgaben auf Öl, die Ölfirmen selbst, Lebensmittel, Dienstleistung usw...
Es gibt sogar sehr dreiste Abzocke! Man denke an die 0190er Dialer!

Sogar das Geldleihen wird einem leichtgemacht! Easy Credit und so...
Es sieht nicht nur so aus, als wenn alles teurer wird, es ist alles teurer geworden. Und die Schrauben werden stetig weiter angezogen.
Solange keiner auf die Straße geht, werden sie es wohl alle haben!

Ab wann schreien wohl die Leute? Ab 30% netto ?

Wirtschaftsanarchie ?

:arrow: Gilgamesch
 

TheLiberalist

Geheimer Meister
5. November 2002
130
Endlich mal ein Thema in diesem Forum, das ganz auf meiner Linie liegt - wenn auch leider in der falschen Richtung.

Als Liberaler bin ich für eine freie Marktwirtschaft weltweit. Dennoch bin ich weder der Ansicht, dass der Verbraucher als "Freiwild" gilt, noch, dass er als solches gelten darf. In einer freien Marktwirtschaft bestimmt die Nachfrage das Angebot und nicht umgekehrt! Somit ist auch der Kunde König und keinesfalls Untertan - natürlich nur in der freien Marktwirtschaft. Das aber, was Du als "Kapitalistische Anarchie" bezeichnest, ist aber in Wirklichkeit keine freie Marktwirtschaft, sondern planwirtschaftliche Globalisierung.

Bislang bestimmen im "globalen Dorf" nämlich staatliche und privatwirtschaftliche Gewaltmonopole über die Marktpreise - nicht der Markt selbst. Staatliche Regelwerke und unfaire Wettbewerbskonditionen tun ihr übriges, um weitere Marktverzerrungen herbeizuführen. Was da meist als freie Marktwirtschaft verkauft wird, ist dann in Wirklichkeit global-sozialistische Planwirtschaft. Die kleinen und mittleren Unternehmen erhalten in der derzeitigen Globalisierung keine Chance, irgendwo Fuss zu fassen. Die das Geschäft belebende Konkurrenz - eigentlich der wichtigste Faktor einer freien Marktwirtschaft - wird so schrittweise aufgelöst - was den Markt weiter monopolisiert und verzerrt. Hinzu kommen die Bildungen von marktgefährdenden Staatsunionen wie der EU, die das Bankgeheimnis abschaffen und die ohnehin viel zu hohen Steuern unter dem Stichwort der "Steuerharmonisierung" noch zusätzlich erhöhen wollen. Die Überversorgung des Sozialapparats führt ebenfalls zu Steuererhöhungen und zu weiterer staatlicher Gängelung. Die Globalisierung ist somit ein Teufelskreis, der die sozialistische Planwirtschaft nur noch näher treibt.

Eine freie Marktwirtschaft weltweit ist folglich durch die heutige Form der Globalisierung nicht gegeben. Eine marktwirtschaftliche Globalisierung würde nämlich einer Maxime folgen, die nur eine Regel kennt: so wenig Staat als möglich. Das heisst keine weitere Gängelung der Wirtschaft durch den Staat. Keine weiteren unfairen Wettbewerbsbedingungen durch staatliche Interventionen und keine weitere Aufblähung des Sozialapparats.

Die Abschaffung der Binnenzölle in der EU und die geforderte Personenfreizügigkeit sind ebenso ein Instrument staatlicher Gängelung. Nie hat das europäische Volk über die Abschaffung der Grenzen mitbestimmen können und die Wirtschaft wurde erst gar nicht befragt. Alles wurde und wird von Brüssel aufoktroyiert - von freier Marktwirtschaft kann da keine Rede sein.

Als moderner Liberaler muss man folglich gegen eine Globalisierung in dieser Form kämpfen. Jede Globalisierung, die sich nicht über den Weg der freien Marktwirtschaft realisieren lässt, ist zu unterbinden.
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Entschuldigung, ich muss kurz für eine Begriffsklärung unterbrechen.

Wenn du "Anarchie" sagst, meinst du doch sicherlich einen Darwinismus, oder? Eine "Recht-des-Stärkeren"-Gesellschaft? Wenn du den Begriff in Verbindung mit dem Kapitalismus nennst, liegt dieser Gedanke jedenfalls nah!

ABER: Anarchie ist nicht Darwinismus! Anarchie und Darwinismus schließen sich genauso aus wie Anarchie und Kapitalismus! Darwinismus bedeutet: Der Stärkere (wie auch immer man Stärke definiert) hat die Macht. Kapitalismus bedeutet: Der Reichere hat die Macht.

An-archie bedeutet aber: Es gibt überhaupt niemanden, der irgendeine Art von Macht ausübt! (von an griech. nicht, nicht da, nicht vorhanden, fehlend, nicht benötigt und archein griech Herrschaft, Macht, Unterdrückung, also nicht vorhandene, nicht benötigte Herrschaft)
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
Wow, wenn das ist was die Liberalen vertreten, muss ich meine Ansichten überdenken und revidieren.

Schonmal überlegt warum es gut ist das es keine Zölle mehr zwischen EU Staaten gibt? Nun das ist gut weil Staaten immer wieder Zölle auf ausländische Waren erhoben haben, damit lässt sich der Import ins eigene Land hervorragend der Wind aus den Segeln nehmen. Die Menschen kaufen dann nur die eigenen Waren (das produziert Arbeitsplätze etc.), hört sich gut an was? Macht das aber jeder Staat und es muss jeder Staat mitmachen wenn er nicht ins hintertreffen geraten will, führt das in eine Katastrophe, jeder bekämpft dann den anderen, mit welchen Mitteln auch immer. Der Staat muss von Zeit zu Zeit eingreifen, sonst fusionieren sich Unternehmen früher oder später zu einem Monstrum das alles verschlingt und monopolisiert. Keine Zölle mehr bedeutet ein verbesserter Wettbewerb, deswegen erscheint mir, dass was du schreibst als völlig widersprüchlich! Der wahre Feind sind in meinen Augen nicht die Politiker, die entwickeln sich sowieso immer mehr zu sabbernden Idioten die alles sagen von dem sie meinen, dass es ihnen eine winzige Mehrheit verschafft (siehe die FDP!). Die wahren Feine sind Konzerne, die noch massiver am Drücker wären bei einer "freien" und absolut unkontrollierten Marktwirtschaft. Die CEOs sind die Hitler, Mussollini und Stalins von heute, den sie können über Jahre hinweg Planen, ihre Macht ausbauen etc.

Wenn ich dich richtig verstanden habe sind die Liberalen die besser verdienenden die sagen "zum Teufel mit den sozialen Unterstützungen, verdammt, ich hab Kohle, die will ich behalten, scheiß egal wenn andere nichts zu beißen haben, ich bin der Mittelpunkt des Universums! Ich müsste nur Prozente abgeben? Egal, es ist meins, sollen die anderen doch verrotten!". Zumindest kommt es mir so vor wenn ich deinen Beitrag lese. Übrigens, danke für eine neue Hassikone, "die jungen Liberalen". Möglicherweise hast du aber auch was missverstanden und du bist überzeugter Republikaner, zumindest hörst du dich für mich wie einer an.

Für eine brauchbares System muss man Kompromisse eingehen, sicher stellt das nicht alle zufrieden, aber ein "reines", kompromissloses System würde immer nur eine bestimmte Gruppe bevorzugen. Purer Kapitalismus und absolut freie Marktwirtschaft ist genau so ein Wahnsinn wie Nationalismus, Kommunismus usw. Eine kompromislose Demokratie würde sich auch selbst außer gefecht setzen. Deswegen muss man das beste auswählen und umsetzen und nicht nur stur auf eine Karte setzen. Manche entscheidungen kann man der "dummen" Masse eben nicht verkaufen, z.b hätte Frankreich niemals mit Deutschland zusammen gearbeitet nach dem 2. Weltkrieg. Alle wären viel zu hasszerfressen gewesen, aber trotz allem wurde erreicht das sich alle die Hände reichen!
 

astraton2001

Großmeister
9. Mai 2002
98
da fragt man sich doch warum das volk dann wieder spd und cdu fast zu gleichen teilen gewählt hat.
zumal diese beiden parteien ja eigentlich aufgelösst gehören, nach dem was sie sich mit ihren spendenaffairen geleistet haben. aber was ist heute? heute steht komischerweise nur noch die fdp als schwarzes schaf da, dabei waren die die einzigen die konstruktive vorschläge zur kriesenvermeidung gemacht haben. stoiber hat die argumente natürlich freudig übernommen, um der spd wenigstens etwas paroli bieten zu können. was wäre wohl passiert, wenn er gesagt hätte, ja genau das was die spd vorhat, machen wir auch? so wäre es nämlich gekommen, wenn die cdu ans ruder gekommen wäre. oder hat die cdu schon irgendwann mal in ihrer langjährigen vernichtungspolitik als sie noch an der macht waren, die steuern gesenkt? (OHNE eine andere entsprechend anzuheben um den verlust auszugleichen ???)

also eigentlich kann man ja nur noch, sollte man die möglichkeit haben, dieses land schleunigst verlassen. und am besten noch die ganz EU.
am besten nach neuseeland, oder australien, da gibts wenigsten anständiges bier. :)
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
Wie ich sie liebe, diese "ich würde natürlich alles (!) anders machen und genau deswegen wäre es besser!" einstellung, aber vielleicht ist ja wirklich einer dieser Leute der ultimative "bringer", obwohl ich es eher bezweifle...

Gestern haben die FDPler mit dem Finger auf CDU/CSU und SPD gezeigt, heute ist es genau umgekehrt, shit happens.

Wenn die Steuern runter sollen, wie will man das finanzieren? Wenn es wirklich geht und finanzierbar ist, warum sind dann nicht schon diejenige die zur zeit das sagen haben und denen wohl die besten verfügbaren Berater zur verfügung stehen noch nicht darauf gekomm? Können sie wirklich so dumm sein, inkompetent, oder geldgeil? Meint ihr nicht das alle (!) ausnahmslos gerne die Steuern senken würden, wenn sie könnten, weil das für eine unheimliche popularität sorgt? Aber was solls ist wohl einfacher zu sagen "so, wir senken jetzt die Steuern auf Teufel komm raus, dann sehen wir erst mal weiter".
 

astraton2001

Großmeister
9. Mai 2002
98
@I3leach:

sag ich doch gar nicht das ich es besser könnte, ich wäre auch der letzte der sich frak und krawatte anlegen würde... :)

und die besten verfügbaren berater????? seit wann denn das???
sie haben doch in den letzten jahre (cdu wie spd) immer wieder zugeben müssen, das viele gesetze die sie verfasst haben, einfach schlecht ja falsch waren. und das trotz der dollen berater!

ich kann mich noch gut an die 90er-jahre erinnern, als plötzlich ein gewisses gesetz den verleih von cds verbot. war glaube ich von der eu beschlossen oder so.
hat ungefähr bis 2001 gedauert bis so ziemlich alle cd-verleihe von der bildfläche verschwunden waren.
jedenfalls, hat sich anscheinend keiner gedanken darum gemacht was das für auswirkungen auf die wirtschaft hat. von der musikindustrie gar nicht zu reden.
rechnet mal hoch, wieviele cds alle cd verleihe in einem jahr so gekauft haben, und wieviele arbeitsplätze durch den wegfall der verleihe plötzlich verschwunden sind. oder wieviele geld ein cd verleih in einem jahr erwirtschaftet hat.
heute jammert die musik-industrie um fehlende absatzzahlen.
ich will ja nicht sagen das die nur durch die cd-verleihe kommen, aber es ist schon ein gewisser teil. rechnet es euch aus, wieviel geld dem staat dadurch jährlich fehlen.
zum glück gibts ja heute das internet, da kann man sich das ganze völlig kostenlos ziehen. so kriegt weder der staat, noch die musikindustrie geld.
höchstens die telekom für die online-kosten. :)
haben unsere politiker doch klasse hingekriegt, so ein gesetz zuzulassen.

denkt nur mal was passiert wenn sie das verbot für jugendliche in internet-kaffees durchbringen. was wird wohl passieren? wo doch die meisten besucher jugendliche sind...
wer wir da wohl bald seine pforten schliessen dürfen?

ich hab diese parteien jedenfalls nicht gewählt. was auch immer im nächsten jahr passiert, haben sich die spd und auch die cdu wähler selbst zuzuschreiben.
(wahrscheinlich war die wahl eh gefaket)

jedenfalls hätte meiner meinung nach die fdp mal ne chance verdient, auch das zu tun was sie immer grosspurig von sich geben.
aber wahrscheinlich wäre es auch mit der fdp nur schlimmer geworden.

wie dem auch sei,
aber steuererhöhung ist das dümmste was man machen kann um eine krise zu verhindern.

wenn man die steuern senkt, so bleibt den leuten mehr geld, und das geben sie aus, und so fliesst es zurück in die staatskassen, die betriebe müssen mehr produzieren, weil eben mehr gekauft wird.
wirtschaft gehts gut.

erhöht man die steuern, bleibt den leuten weniger geld für spielerein, also sparen sie, und kaufen weniger. die betriebe produzieren weiter wie vorher, aber es gibt weniger abnehmer, also fliesst weniger in die firmen.
diese entlassen leute, weil sie weniger gewinn machen, diese entlassenen leute haben natürlich noch weniger geld zum ausgeben usw.
folglich kriegt der staat bald gar nichts mehr von denen, sondern muss im gegenteil plötzlich sozialhilfe und arbeitslosengeld zahlen.

überlegt mal was wohl passieren wird, wenn in einer krisensituation wie der unseres die steuern erhöht werden.

wieviele geschäfte haben in euren städten schon pleite gemacht? bei uns gibt es bereits an jeder strasse ein leeres geschäft mit plakat: GÜNSTIG ZU VERMIETEN

ja wer soll das denn mieten, wenn alle arbeitslos sind, es kaum noch staatliche förderung gibt, und keiner die hohen steuern zahlen kann?
und wie soll man den leuten etwas verkaufen, wenn sie kein geld haben?
wo soll das hinführen?

schätzt euch glücklich wenn ihr noch nen job habt.
aber glaubt ja nicht, der wäre sicher.
hab es selbt erlebt wie ein relativ grosser betrieb (ca.40-50 mitarbeiter), praktisch über nacht völlig leergefegt wurde. jetzt arbeiten da nur noch 3-5 man.

wenn ich solche sprüche wie SPARKURS von unseren politikern höre, dann wird mir spei-übel.
wie stellen die sich das nur vor? wenn alle firmen in deutschland plötzlich sparen müssen und deswegen ein paar leute endlassen. was passiert dann wohl mit den arbeitslosenzahlen? und wo sollen die leute arbeiten, wenn doch überall die firmen nur endlassen? und wieviele jahre soll das so bleiben? wieviel reserven hat der durchschnittsbürger auf seinem konto? soweit mir bekannt ist, hat der grösste teil der bürger eher rote zahlen auf seinem konto...


ich lass mich ja gerne überzeugen das es nicht so ist...
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
An-archie bedeutet aber: Es gibt überhaupt niemanden, der irgendeine Art von Macht ausübt!
Das wäre aber völlig widernatürlich, da die Natur sich immer selbst ordnet.

Und in den meisten Fällen im Tierreich eben nach der Darwinistischen Ordnung.

Wenn man diese Darwinistische Ordnung durch Bildung einer Gesellschaft und Gesetze verhindert, gilt eben das Recht des Hinterhältigeren, des Korrupteren etc....

Ganz ohne Ordnung geht nicht, weil sich irgendeine Ordnung immer von selbst herstellt.
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
WzP schrieb:
Tarvoc schrieb:
An-archie bedeutet aber: Es gibt überhaupt niemanden, der irgendeine Art von Macht ausübt!

Das wäre aber völlig widernatürlich, da die Natur sich immer selbst ordnet.

Das stimmt, aber erstens ist Macht nicht dasselbe wie Ordnung und zweitens: Wenn die Natur sich schon selbst ordnet, brauchen wir doch keine ordnenden Menschen mehr!
Ausserdem: Es ist widernatürlich, na und? Computer sind auch widernatürlich! Es ist auch widernatürlich, dass wir in Häusern wohnen - Höhlen, DAS wäre natürlich! Und Supermarkts sind unnatürlich! Selber jagen heißt die Devise.

WzP schrieb:
Und in den meisten Fällen im Tierreich eben nach der Darwinistischen Ordnung.

Man sollte doch meinen, es gibt einen _geringen_ Unterschied zwischen den meisten Tierarten und dem Menschen.
Ansonsten wäre es ja auch moralisch wohl kaum verwerflich, einen Menschen zu töten - schließlich schlachten wir auch Rinder.

WzP schrieb:
Ganz ohne Ordnung geht nicht, weil sich irgendeine Ordnung immer von selbst herstellt.

Also nochmal: ORDNUNG IST NICHT DAS SELBE WIE HERRSCHAFT!!!

Auch in einer Anarchie gibt es eine Ordnung. Nur kommt die nicht von aussen zu den Menschen, sondern aus den Menschen heraus.
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Das stimmt, aber erstens ist Macht nicht dasselbe wie Ordnung
Es ging hier nur darum, dass eine Darwinistische Ordnung sich in jedem Fall selbst erhebt, wenn keine andere Ordnung dies verhindert.
Wer auch immer diese Ordnung definiert und kontrolliert, Mensch oder Gewissen ist egal.

Wenn die Natur sich schon selbst ordnet, brauchen wir doch keine ordnenden Menschen mehr!
Theoretisch ja, dann hilft dir aber keine Sau wenn ich dir all dein Hab und Gut wegnehme und dich fürchterlich Quäle...weisst ja, Darwin und so.

Computer sind auch widernatürlich!
? Nicht, das Materie ist, kann widernatürlich sein.
Nur Verhaltensweisen wie z.B. Menschen in eine Form zu pressen.


Supermrkt -> Supermärkte (Plural)
Sind übrigens nicht an sich widernat., denn sie sind nur eine weiterentwickelte Form von Handel, was in der Natur als Symbiose gesehen werden kann, ich bekomm was von Dir, du von mir...
Unnatürlich, erbärmlich und widerlich wird es erst, wenn Menschen von einer Supermarktkultur abhängig geworden sind und ohne die allgegenwärtigen Konsummöglichkeiten nicht mehr existieren können.


Man sollte doch meinen, es gibt einen _geringen_ Unterschied zwischen den meisten Tierarten und dem Menschen.
Ausser dass wir einander ohne Sinn und Zweck töten...wüsste ich grade keinen.

Ansonsten wäre es ja auch moralisch wohl kaum verwerflich, einen Menschen zu töten - schließlich schlachten wir auch Rinder.
Wenn du in einer Situation bist, die es dir nicht anders zulässt, und du tötest einen Menschen um ihn zu essen, würde ich das nicht verwerflich finden.
Aber der Mensch hat sehr sehr viele andere Möglichkeiten sich zu ernähren um zu überleben, deswegen wird keiner von euch jemals diese Möglichkeit in Betracht ziehen.
Und falls du es je doch tust- vermeide die Leber.

Auch in einer Anarchie gibt es eine Ordnung. Nur kommt die nicht von aussen zu den Menschen, sondern aus den Menschen heraus.
Falsch, denn die Menschen werden vom Leben geordnet.
Eine Seuche bricht aus, er verreckt, ich lebe, also hat die Natur mich zum Besseren erklärt. Du findest nichts zu essen, ich nage an der Baumrinde, das sind Situationen, die die Natur, das Leben uns aufzwängt, nur hast DU zu entscheiden und die VOLLE VERANTWORTUNG zu tragen!!!

Das unterscheidet das ganze hauptsächlich von den heutigen Systemen.

Heute, wenn du Scheisse baust, gibt es tausend Möglichkeiten dich da raus zu winden.
In einer Anarchie, wo keiner dir gegenüber verantwortlich ist...gehts anders ab.
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
WzP schrieb:
Wer auch immer diese Ordnung definiert und kontrolliert, Mensch oder Gewissen ist egal.

Stimmt! Und in der Anarchie ist es eben kein Einzelner, keine kleine Minderheit und auch keine Mehrheitsdiktatur (wie hier in unserer "Demokratie"), die die Ordnung aufrecht erhält, sondern die Gesamtheit der Individuen, jedes Einzelne aus freiem Willen, nur durch ihr gewissen.

WzP schrieb:
Ausser dass wir einander ohne Sinn und Zweck töten...wüsste ich grade keinen.

- Wir haben die Fähigkeit, gut und böse zu unterscheiden (gemeinhin als "Gewissen" bezeichnet), und uns für eine Handlungsweise zu entscheiden. Tiere können dies nicht, sie sind vollkommen instinktgesteuert.
- Wir haben die Fähigkeit, aus Bestehendem Neues zu erschaffen, und somit Dinge zu "erfinden". Tiere können dies offensichtlich nicht, sonst hätten wir nicht nur eine "Technologie-Spezies" auf diesem Planeten.
- Wir haben die Fähigkeit, zu reflektieren und zu abstrahieren und so über unsere Umwelt und uns selbst nachzudenken. Soweit wir wissen, haben Tiere diese Fähigkeit nicht.

WzP schrieb:
Aber der Mensch hat sehr sehr viele andere Möglichkeiten sich zu ernähren um zu überleben, deswegen wird keiner von euch jemals diese Möglichkeit in Betracht ziehen.

Es gibt auch Raubtierarten, die töten, obwohl sie schon satt sind. Allein aufgrund des Instinkts.
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
Stimmt! Und in der Anarchie ist es eben kein Einzelner, keine kleine Minderheit und auch keine Mehrheitsdiktatur (wie hier in unserer "Demokratie"), die die Ordnung aufrecht erhält, sondern die Gesamtheit der Individuen, jedes Einzelne aus freiem Willen, nur durch ihr gewissen.
Ja, und diese Ordnung ist das "Ich tu Dir nix, solang Du mir nix tust"-Verhalten.
Wenn jetzt aber einer aus dem Verhalten ausbricht und das "Ich nehm mir was ich will" Verhalten anlegt, siéht es schlecht aus für das einzelne Individuum.

Deswegen halte ich die meisten Anarchie-Schreier auch für ziemlich blöde, weil sie nicht die erste Woche überleben würden.

Die, die keine Staatsform fordern sind meist die, die so sehr von ihr verwöhnt wurden, dass sie ihre Vorzüge garnicht mehr sehen und glauben, dass sie bis heute überlebt haben sei ihr eigener Verdienst.


- Wir haben die Fähigkeit, gut und böse zu unterscheiden (gemeinhin als "Gewissen" bezeichnet), und uns für eine Handlungsweise zu entscheiden. Tiere können dies nicht, sie sind vollkommen instinktgesteuert.
Tiere können nichts "böses" tun, weil alles was sie tun natürlich und damit gerecht ist.

- Wir haben die Fähigkeit, aus Bestehendem Neues zu erschaffen, und somit Dinge zu "erfinden". Tiere können dies offensichtlich nicht, sonst hätten wir nicht nur eine "Technologie-Spezies" auf diesem Planeten
Irgendwann haben Termiten angefangen ihre Burgen zu bauen, irgendwann begannen Ameisen einen Staat zu konstruieren..
Das, was uns davon unterscheidet, ist, dass die meisten Tiere sich mit ihrem Leben zufrieden geben.

- Wir haben die Fähigkeit, zu reflektieren und zu abstrahieren und so über unsere Umwelt und uns selbst nachzudenken. Soweit wir wissen, haben Tiere diese Fähigkeit nicht.
Glaubst du das wirklich, wenn du die Welt da draussen siehst?
Die Menschen haben einige Exemplare, die das können, aber die Masse ist dumm.

Du hast noch vergessen, dass viele Tiere in der Lage sind, in einem symbiotischen Verhältnis mit anderen Tieren friedlich zu leben...

Es gibt auch Raubtierarten, die töten, obwohl sie schon satt sind. Allein aufgrund des Instinkts.
Ja, könnte sein, zur Aufrechterhaltung der Fähigkeiten vielleicht.

Der Mensch tötet aus Überfluss und Langeweile...ja, das unterscheidet.
 

prof.dr.weiss nich

Geheimer Meister
7. Mai 2002
136
marktwirtschaft

dem "Liberalisten"stimme ich KEINESFALLS zu....er verbreitet bewusste Lügen oder eben Halbwissen.-Beides ist ihm noch nicht bewusst oder eben doch ..dann kann man von Bösartigkeit sprechen...aber:was wäre wenn die freizügigkeit der Personen.-Arbeitskräfte aus dem Osten von heut auf Morgen eintreten würde??Dann würden sich aber einige Leute sehr schnell ne neue Arbeit (dies net gibt)suchen müssen weil so Typen mit ner "liberalen"Einstellung das halt fordern bzw fördern...wie wärs denn wenn man das was man sich erwünscht selbst am eigenn Leib auf sich wirken lässt..also zb mal nach Polen oder Bulgarien arbeiten geht und da lebt..und dann noch von dem dort erarbeitetn (nach unseren Masstäben)Hungerlohn lebt???Hmm da bleibt man doch lieber hier....kassiert lieber Bundestagskohle und heult mit im Reigen der hungrig bestochenen Dreckspolitiker..aber nja wir werden sehen... :evil: der evolutionsfitteste setzt sich (IMMER)durch... :D
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
das ideal eines freien und globalen marktes, der sich selbst regulierend zum wohle aller marktteilnehmer entwickelt, finde ich wirklich klasse... wir könnten auf staaten verzichten, weil, voll der vernunft und intelligen seiner teilnehmer, der markt selbst soziale dienstleistungen entwickelt und sicherheitsnetze erzeugt.. zum wohle des konsumenten, der ja die grundlage des marktteilnehmers produzent ist....

wie schön

nur.. leider... ist das eben nicht so... oft genug beweisen entfesselte oder teilentfesselte märkte, dass sie ungerecht sind.. bestes beispiel usa.. diesem markt ist es scheißegal was mir den unteren schichten geschieht.. sollen sie sich doch waffen kaufen und sich in bürgerkriegsähnlichen ausschreitungen wegmachen.. ja ja..

bedauerlicherweise ist es mit vernunft und intelligenz in den managementetagen nicht all zu weit her.... da ist nicht das verantwortungsgefühl und das wissen, das nötig wäre um den freien märkten sein leben anzuvertrauen.

leider sind wir deshalb auf staaten angewießen, die uns mehr oder weniger gemeinnützig einen gewissen schutz gewähren.... zugegeben das klappt auch nicht so toll...bzw... mit fortschreitender marktbefreiung immer schlechter....

freie märkte konsolidieren sich bis es eben wieder monopolisten und institutionen gibt, die mehr oder weniger planwirtschaftlich vorgehen... da wird nicht innovation a erfunden und wirkt sich segensreich aus auf alles mögliche.. da wird erfindung a aufgekauft und im tresor versteckt damit nie einer davon erfährt, weil die erfindung das eigene kerngeschäft gefährdet... na wenn das nicht eine form von planwirtschaft ist... nix mit freiheit .. auch bei den banken nicht die spur von freiheit... wenn der markt seine eigene gesetze schaffen würde säßen wir in tiefstem faschismus... die banken würden betriebe stützen oder bewußt vernichten ( machen sie ja eh schon... auch wenns noch nicht ganz so leicht ist wie es mal sein könnte ) da würden bürokraten in privatbesitz mithilfe von halb und ganz dekadigen plänen eine welt zusammenwursteln in der es deutlich ekelhafter wäre als jetzt..

nein.. also.. freie globale märkte mit riesigen global playern und vielen kleinen filialen in china so lange bis die westliche bevölkerung so weit runtergewirtschaftet ist, dass sie wieder "konkurrenzfähig" zu den billigen arbeitskräften in asien.. ach danke schön... das könnte eh schon früh genug kommen....
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
Hat eigentlich jemand den Frontal 21 Bericht über "Bundestagsabgeordnete die sich ein Extraverdienst verschaffen, indem sie als Berater fungieren" (hieß wohl nicht wirklich so, sollte es aber in etwa treffen) gesehen? Darum ging es darum das Politiker teilweise wohl garnicht anders können und in ihrem eigenen interesse handeln (und in dem ihrer "Arbeitgeber"), entscheidungen treffen, durch den Bundestag boxen etc. weil sie ein doch ansehnliches Honorar für ihre Job als "Berater" kassieren.

Meiner Meinung nach ist das schon ein Schritt in die falsche richtung, wenn jemand Politiker ist, dann sollte er nur dem Volk dienen und nicht nebenbei in solche zwielichtigen Geschäfte verwickelt sein. Glaube sogar mitbekommen zu haben das in den USA so etwas verboten ist (zumindest offiziell, es fällt mir aber schwer so etwas zu glauben, wenn ich Meldungen über die Vergangenheit gewisser Politiker lese...).
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
tja ich weiß was du meinst....

das spricht natürlich auch ne ganz deutliche sprache.. von wegen interessengruppen und freies gewissen....

ich denke auch dass der hunzingerskandal viel zu wenig beachtet wurde.. schließlich scheint mir das ein schönes beispiel für das mafiöse geflecht zu sein in das unsere "volksvertreter" eingebunden sind...

aber andererseits... inwieweit ist da wirklich der wunsch das aufzuklären bei unseren "erwählten"?

özdemir sagte ja auch, dass er den tollen tip von einer vielzahl seiner kollegen bekommen hat, die alle schon bei hunzinger waren wenn sie mehr geld brauchten für "koks und luxus" oder whatever sie wirklich brauchten und wollten... ich will ja niemandem was untertstellen :-) ... gegangen ist der grüne aber recht einsam... die anderen hatten nicht den mut sich der frage zu stellen ob da noch alles in ordnung ist...
 

TheLiberalist

Geheimer Meister
5. November 2002
130
Ja, meine lieben Antiliberalisierer:
Irgendwie erscheint mir Eure Argumentation einfach nicht nachvollziehbar. Ihr wollt einen mächtigen Staat, der das Marktgeschehen steuert. Ihr wollt einen Staat, der zahlreiche Sozialleistungen aufbringen muss. Ihr wollt einen Staat mit weitreichenden Kompetenzen, der überall und jederzeit eingreifen kann.
Auf der anderen Seite aber seid Ihr gegen Bürokratie, gegen korrupte Volksvertreter, gegen hohe Steuern und Steuerverschwendung.
Meine Damen und Herren, einen Sozialstaat ohne Bürokratie, ohne Korruption, ohne weitere Steuererhöhungen, das geht einfach nicht!

Wenn der Staat die Wirtschaft kontrollieren soll, dann erhält der Staat einfach zuviel Macht, als dass das Volk ihn noch kontrollieren kann.
Wenn der Staat die Macht über die Wirtschaft inne hat, dann kontrolliert er ja nicht nur die Unternehmen, sondern auch deren Gewinne und Verluste. Von denen aber hängt ja gerade der Arbeitsmarkt ab. Wenn ein Unternehmen Verluste macht, werden meist keine weiteren Arbeitnehmer eingestellt; in Extremfällen kommt es zum Abbau von Arbeitsplätzen. Wenn aber der Staat über den Gewinn von Unternehmen entscheidet, steuert er ja gerade den Arbeitsmarkt und nimmt somit massiven Einfluss auf den kleinen Mann. Der Staat muss aber nie auf die Regel von Angebot und Nachfrage achten. Folglich muss er auch nie darauf achten, welche Produkte das Volk fordert. Er kann jederzeit die Nachfrage durch Verbote künstlich nach unten treiben, was das Angebot und damit auch die Produktion schmälert. Weniger Produktion bedeutet aber weniger Arbeit; folglich weniger Arbeitsplätze. Da aber die Nachfrage in Wirklichkeit genau gleich hoch bleibt, das Angebot aber reduziert wird, treibt das den Preis zusätzlich künstlich in die Höhe. Die Folgen dieser erzwungenen Verteuerung sind dann aber gerade für die Armen und Einkommensschwachen von grossem Nachteil : die Produkte können sich aber nur noch die Reichen leisten. Die Reduktion an Arbeitsplätzen führt dann aber auch zu verminderter Kaufkraft: die Nachfrage sinkt plötzlich, es entsteht eine Überversorgung des Marktes; die Unternehmen erhalten weitere Gewinneinbussen. Weitere Arbeitsplätze werden gestrichen. Ein Teufelskreis entsteht - es kommt zum Marktsterben.

Ein weiterer Nachteil, den die staatliche Kontrolle der Wirtschaft mit sich bringt, sind die ungeheuren Kosten, die die Wirtschaftskontrolle mit sich bringt. Eingriffe in die Wirtschaft bedeuten mehr Staatspersonal, mehr Staatsbeamten bedeuten mehr Bürokratie; mehr Bürokratie bedeutet aber auch immer Verschwendung wichtiger Ressourcen seitens des Staates. Der Staat hat ja keine Konkurrenz. In seiner Arbeit muss nicht so sehr auf Effizienz geachtet werden wie bei privaten Unternehmungen. Folglich gibt ein Staat, der zuviele Befugnisse hat auch zu viel Geld aus - was die Steuern noch weiter in die Höhe treibt. Wieder ist der einfache Bürger, der kleine Mann der Benachteiligte.
Verbunden mit dem Marktsterben, ist die Bürokratie und die Erhöhung der Steuern das schlimmste, was einem Volk passieren kann.

Was dann noch hinzu kommt: Wer schützt dann das Volk vor Korruption der Volksvertretung? Etwa eine weitere Behörde? Die würde der Bürokratie nur zu noch mehr Macht verhelfen.

Die Folgen der Verstaatlichung: Korruption, Armut, Arbeitslosigkeit.
Normalerweise entsteht bei solchen Verhältnissen die Forderung nach einem Sozialstaat. Aber auch das bringt keine Verbesserung! Im Gegenteil: die Mehrkosten für weiteres Staatspersonal in der Sozialhilfe, die gesteigerte Bürokratie, die verringerte Effizient führen letztlich nur zu weiteren Steuererhöhungen, Staatsverschuldung und zu weiterer Verarmung. Letztlich und endlich, muss man aus diesen Gründen einfach folgende Maxime wählen: so wenig Staat als möglich!
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
@ TheLiberalist

Könnte es sein das du mit deinen großen Worten den Kommunismus meinst? Falls ja, sind wir uns hoffentlich einig, dass das 70 jährige Experiment Kommunismus gescheitert ist! Die Sowjetunion ist zerfallen, China schwenkt immt weiter auf Westkurs, sie sind sogar ziemlich clever, wenn jemand mit ihnen Geschäfte machen will, dann muss derjenige ihnen möglichst das recht einräumen es selbst zu produzieren. Und Kuba? Who f... shit is Kuba?

Was du meinst ist etwas das genau so falsch wäre wie der Kommunismus. Ok, nehmen wir an der Staat ist korrupt, wer beschützt den Bürger? Natürlich die "guten" Kapitalisten! Und wer achtet darauf was die eifrigen Kapitalisten machen in deinem Ultra-liberalen-Geschwür? Wie gesagt CEOs sind noch größere Verbrecher als Politiker, den sie sind nur sich selbst und ihrem Unternehmen rechenschaft schuldig, wenn jemand auf der Strecke bleibt, dann ist er eben selbst schuld, dann hätte er eben nicht die Liberalen wählen dürfen! Die wichtigsten Entscheidungsinstanzen werden mehr oder weniger direkt vom Volk gewählt (merke, alle macht geht im idealfall vom Volke aus). Aber wer wählt Firmenbosse? Wählst du sie? Wähl ich sie? Falls du sie wählst, garantierst du den 80 Millionen Menschen in diesem Land das du nur zu ihren gunsten entscheidest?
 
Oben Unten