Giacomo_S
Ritter der Sonne
- 13. August 2003
- 4.792
Hört man sich Radio und Charts an, dann fühlen die meisten Menschen primitives Utzeutzeutze bumbf Holziholzi Holz.
Diese große Menge an unkultivierten Massenkonsumenten kann man wunderbar mit KI bedienen und sie zu einem teuren Abbo verleiten.
Nur weil viele Menschen blöd sind, heisst dies nicht, alle Menschen seien blöd.
Die Radiosender scheinen auch nicht nur nach den Charts zu spielen, sondern auch danach was am seichtesten ist und am wenigsten Ärger macht. Als z.B. die Rockband Rammstein ihren Song "Deutschland" veröffentlichte, war dieser bald in 22 Ländern auf Platz 1. Im Radio gesendet hat ihn aber überhaupt nur ein einziger Sender (RockAntenne), alle anderen haben ihren dümmlichen Schlager-Pop rauf und runter gespielt, den sie immer spielen.
Trotzdem kann künstliche Intelligenz keinen Menschen ersetzen.
Wie sich aktuell zeigt, gilt dies sogar für die Bereiche, von denen man sich zunächst wahre Wunder erwartet hat, wie z.B. der Software-Entwicklung. Nach einer anfänglichen Euphorie für die KI rudern bereits die ersten, großen Software-Entwickler wieder zurück und stellen wieder vermehrt menschliche Programmierer ein. Denn die von KI entwickelte Software hat sich als zu instabil erwiesen. Zuviele Fehler, zu große Sicherheitslücken, der fehlende Blick auf das große Ganze, Kontinuitätsprobleme, Sackgassen-Lösungen, zu propietär.
Selbst die Annahme, weniger menschliche Programmierer könnten nur noch kontrollieren und korrigieren, was die KI an Software erstellt, hat sich als Fehlschluss erwiesen. Denn der Aufwand hierfür erwies sich als höher, als gleich alles von Menschen erstellen zu lassen - wenn Menschen überhaupt in der Lage sind, das zu durchschauen, was die KI mal wieder verbockt hat. Windows 11, nach vollmundigen Ansagen von Microsoft selbst "zu 30% von KI erstellt", ist aktuell das beste Beispiel. Jedes neue Update schafft neue und andere, vor allem aber gravierende Störungen, bis hin zur völligen Funktionslosigkeit des Betriebssystems.