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Jeder Mensch Neigungen zum Sadismus oder Masochismus?

DrCrank

Geheimer Meister
16. Juli 2002
110
Kann es nicht sein, dass Sadismus und Masochismus psychische Störungen sind die durch Unzufriedenheit mit sich selbst verursacht werden?

Menschen, die sich selbst hassen oder unzufrieden mit sich sind können u.a. den inneren Drang haben Menschen zu misshandeln und sie unterwürfig zu machen - also um sie unter ihr Niveau zu stellen.
- Sadisten

Menschen, die sich selbst hassen oder unzufrieden mit sich sind, können aber u. a. auch den inneren Drang haben für ihre "Fehler" bestraft zu werden. Es erleichtert sie, da sie somit mit sich selbst ins "Reine" kommen können.
- Masochisten

Ich denke jeder Mensch, der nicht 100% mit sich zufrieden ist (und das ist niemand in der jetzigen Gesellschaft) hat entweder Neigungen zum Sadismus oder Masochismus.

Was meint ihr??

gruß
drcrank
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
alles ist erlaubt, solange ich mein Gegenüber respektiere.

Nicht Sadismus oder Masochismus, sondern FANATISMUS ist krank.

Fanatiker ist, wer vergisst, daß sein Gegenüber ein Mensch ist.
 

Lindwurm

Geheimer Meister
29. Juni 2003
406
Hmm manche Menschen verletzen sich ja auch selbst um seelische Qualen zu kompensieren. Hat wohl gar nicht so viel mit Selbsthass zu tun. Ist das nicht sogar eine anerkannte psychische Krankheit? Also das in die eigene Haut schneiden um seelische Pein mit banalem körperlichen Schmerz zu überdecken. Mein bester Freund hatte mal ne Freundin die deswegen in Behandlung war :cry:
 
G

Guest

Gast
Habe darüber erst vor kurzem einen Artikel geschrieben. Er ist aber noch nicht veröffentlicht. Er heisst Milgram.
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Jeder Mensch hat dunkle Seiten, und wer das leugnet der lügt einfach... die Frage ist nur wie wir damit umgehen: Verstecken wir es, merken wir es nicht oder ist es uns egal? Die gesammte Menschheit ist Sadistisch, Millionen Menschen leben in Armut damit ein paar "höhergestellte" sich ein neues Auto kaufen können, und es scheint keinen zu interessieren?!
 

Weißhaupt

Geselle
10. Mai 2002
42
Geht es hier um krankhaften Sad/Masochismus oder um die Gruppe von Menschen, die sich im Bereich der BDSM Szene tummelt?
 

Akasha

Geselle
4. Juli 2003
24
Ich weiß nur das ich es liebe wenn mir Frauen in den Hals beißen! 8O
Könnte aber auch daran liegen das ich Vampirist bin!
Oder bin ich Masochist???? Ich denke aber nicht das ich sonderlich unzufrieden mit mir bin. Ich bin immerhin narzißtisch und halte mich für durchaus wahnsinnig und machtsüchtig. Wie könnte es sein das ich unzufrieden mit mir bin???
WUAHAHAHAHAHAHAHAHA
Was machen wir heute nacht Brain?? Dasselbe wie jede nacht??

8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O 8O
 

deLaval

Auserwählter Meister der Neun
13. März 2003
914
Jeder Mensch hat beides in sich, sowohl den Drang Macht über andere zu haben, als auch den Wunsch nicht die Last der Verantwortung tragen zu müssen. Ist auch eigentlich ganz alltäglich, kann sich aber auch sehr extrem äußern, und irgendwann nennen wir das dann "krank". Der eine früher, der andere später...
 

Weißhaupt

Geselle
10. Mai 2002
42
Also, wie definiert man krankhaftes Verhalten im Allgemeinen und speziell im Bezug auf Sado-Masochismus?

Ist es krankhaft, wenn ein "paar" zusammen "spielt" und dabei beide Spass an einer Fesselung haben - als Beispiel - ?

...oder ist es krankhaft wenn man nur noch durch solche "Spiele" - Exklusivitätsprinzip - zum Höhepunkt kommt. Fehlt und fällt dann hier nicht irgendwann einmal die natürliche Grenze?!
 

adsurb

Geselle
5. April 2003
46
Normalerweise wird jeder der direkt oder indirekt einstecken musste auch irgendwann austeilen. Rein Theoretisch teilt der am meisten aus, der auch am meisten einstecken musste, praktisch kommen jedoch noch einige andere Faktoren dazu...

Psychologie eben...
 

minister

Geheimer Meister
22. August 2003
420
MrMister schrieb:
Die gesammte Menschheit ist Sadistisch, Millionen Menschen leben in Armut damit ein paar "höhergestellte" sich ein neues Auto kaufen können, und es scheint keinen zu interessieren?!
@MrMister: Die gesamte Menschheit und Sadismus?
Ich denke das hat weniger im speziellen mit einem ausgeprägten Sadismus des Menschen an sich zu tun, als viel mehr mit rücksichtsroser Gier und einer Ignoranz gegenüber anderem Lebewesen, das anscheinend nicht direkt mit einem selbst zu tun hat, mangelndes Verstehen und Mitgefühl gegenüber seinen Mitmenschen und seiner Umwelt ebeso wie wie eine ausgeprägtes Bedürfnis nach hierarchischen Strukturen bzw dem Ausdruck oder dem eigenen Umgang mit Macht (-verhältnissen). Grundsätzlich lässt es sich auf fehlenden Respekt anderem Leben gegenüber zusammenfassen, was jedoch nicht unbedingt ein krankhaftes Verlangen miteinschliesst, anderen Leiden zu verschaffen oder diese zu sehen, sondern viel mehr an den Egoismus geknüpft sind, sich selbst über andere zu ürheben.




Minister
 

minister

Geheimer Meister
22. August 2003
420
Weishaupt schrieb:
Also, wie definiert man krankhaftes Verhalten im Allgemeinen und speziell im Bezug auf Sado-Masochismus?

Ist es krankhaft, wenn ein "paar" zusammen "spielt" und dabei beide Spass an einer Fesselung haben - als Beispiel - ?

...oder ist es krankhaft wenn man nur noch durch solche "Spiele" - Exklusivitätsprinzip - zum Höhepunkt kommt. Fehlt und fällt dann hier nicht irgendwann einmal die natürliche Grenze?!

Ab wann definieren wir jemanden oder ein Verhalten als "krank" oder "krankhaft"? Ich denke der Übergang ist fliessend wie bei allen Fragen bezüglich "Normalität", "Gesundheit und Krankheit", es ist oft ein schleichender Prozess. Allerdings gehe ich davon aus, dass ein Verhalten ab diesem Zeitpunkt als "krank/krankhaft" bezeichnet werden kann, nicht wenn es sich nicht mehr im Rahmen des "Normalen" befindet - normal im Sinne von üblich oder allgemein - , sondern wenn das eigene Verhalten nicht mehr bewusst gesteuert bzw. unter Kontrolle gebracht werden kann und somit eine Eigendynamik entwickelt. Wenn praktisch nicht mehr der Mensch seine Neigung auslebt sondern die Neigung den Menschen in seinem Denken und Handeln beeinflusst und ihn benutzt um sich ungezügelt auszuleben, praktisch der Mensch ein "Opfer" dieser seiner Neigung/Verhalten wird.




Minister


PS: Adsurb´s Ansicht hat ebenfalls einen wahren Kern, jedoch liegt es immer am Menschen selbst, wie er z.B mit erfahrener Demütigung und Pein umgeht. Ob er es später nutzt, anderen zu schaden, oder seine Erfahrungen nutzt um diese positiv einzusetzen bsp. andere bzw sich selbst davor bewahrt, in die gleiche Situation des Opfers zu kommen und somit auf konstruktivem Weg sucht, dies zu verarbeiten. Wie immer kommt es auf den einzelnen an WIE man etwas benutzt.
 

Esajas

Geheimer Meister
12. April 2002
362
@ DrCrank:

Jeder "ist anders albern", ist also durch psychische Störungen gehandicapt.

Sadismus und Masochismus dienen wie vieles andere der seelischen Entlastung!

Gruß
Esajas
 

minister

Geheimer Meister
22. August 2003
420
.
.
D O M I N A N Z und U N T E R W E R F U N G :!: :!: :!:


Seit Anbeginn unserer Kindheit sind wir alle Menschen getrieben von unseren Versuchen, von der demütigenden kindlichen Machtlosigkeit hin zu einem klaren und sicheren ausgeprägten Selbstbewusstsein zu gelangen, welches in der Lage ist, in einer uns gegenüber gleichgültigen, rücksichtslosen und manchmal sogar feindlichen Umwelt "unseren Mann/Frau zu stehen".

Wenn wir nicht gewisse Erfolge bei unserer Suche und unserem Streben nach Macht erleben würden, müssten wir (sofern wir dann überhaupt überlebensfähig wären) in einem Zustand ständiger, unterwürfiger Abhängigkeit leben.

Es stehen jedem Menschen in seinem Leben im Grunde zwei verschiedene Strategien zur Verfügung, die ihm helfen und bisher geholfen haben, um mit seiner eigenen Machtlosigkeit mit der er in die Welt gesetzt wird umzugehen und mit seiner Unterordnung und "Unterdrückung" fertig zu werden und sie zu überwinden:



1) Die erste Strategie basiert auf: HANDELN.

Als Kleinkind hat ein Mensch bereits Wege gefunden, anderen seinen eigenen Willen durchzusetzen oder anderen sogar "aufzuzwingen" - wahrscheinlich indem er einen riesigen Wirbel macht, um das zu bekommen, das er haben will. Vielleicht droht er gar oder schreit um Vergeltung und führt sich wild auf, wenn sonst nichts funktioniert, um seinen Willen durchzusetzen.
Wenn der Mensch dann älter wird, erlernt und entwickelt er weitere Strategien, zum Beispiel die Fähigkeit, klar und deutlich seine Wünsche (und Forderungen) auszudrücken.




2) Daneben gibt es jedoch noch eine zweite Strategie, deren sich ein Mensch bedienen kann: Sie ist subtiler, indirekter und gerissener ... UND:
...sie verleiht dem Machtlosen so etwas wie KONTROLLE.

Ist jemandem hier jemals aufgefallen, dass einem Menschen die eigene Unterwerfung unter ein dominantes Gegenüber manchmal erlaubt, der Kontrolle des anderen teilzuhaben?
"Machtlose" Menschen können durch raffinierte und geschickte Unterwerfung manchmal fast die gesamte Kontrolle übernehmen (an sich reissen).
Ein negatives Beispiel zu diesem Vorgang wäre ein "hilfloses Opfer", das später zum Tyrannen wird und von allen anderen und seiner Umgebung absolute und vollkommene Unterwerfung, Fügsamkeit und Folgsamkeit fordert.

Aber indirekte Wege und Mittel zur Macht sind nicht unbedingt negativ zu werten. Sowohl Kinder als auch Erwachsene bedienen sich und vertrauen regelmäßig auf indirekte Strategien, wenn sie es mit Menschen in dominanten Positionen zu tun haben - zB Mutter oder Vater, einem Lehrer, einem Polizist, einem Direktor, dem eigenen Chef, einem Richter oder sogar einem Liebhaber; ........ oder auch einem Seminarleiter (?) :wink:


Die Suche und das Streben des Menschen nach Macht geht (ganz egal welche Strategien er zu deren Erlangen auch anwendet) immer mit einem Überwinden von Hindernissen einher, welche dann auftauchen, wenn zwei entgegengesetzte Willen oder Absichten aufeinanderprallen. :D :twisted:

Wenn Machtmechanismen (sei es nun in der Realität oder in der Phantasie) sich mit erregenden Erfahrungen vermischen - was sie oft schon in unserer Kindheit tun - dann wird die eigene Reaktion darauf stark (erotisch) intensiviert werden.


So werden schon in der Kindheit und Pubertät Szenarios, in welchen Dominanz und Unterwerfung eine Rolle spielen, zu verlässlichen Mitteln, die eigene Erregung hervorzurufen!





(PS: Laut einer Studie äussert sich mehr als die Hälfte der Frauen (65%) und etwas weniger Männer (44%) dazu, dass in ihren erotischen Phantasien Macht (und ihrem Ausdruck, von welchem Partner oder in welchem Zusammenhang auch immer inszeniert) eine Rolle spielt.
Laut dieser Studie beschäftigen sich Frauen doppelt so häufig in ihren Phantasien mit Macht, als dies in ihrern realen Begegnungen ausgelebt wird) - naja..... dem könnte ja abgeholfen werden :oops: 8)





Minister
 
G

Guest

Gast
Das Milgram-Experiment
Jeder legt jeden um, und zwar ohne eigene Not, das war eine der Grundprämissen, von der wir ausgegangen sind. Eine gewagte Behauptung ohne Zweifel und erst einmal zu beweisen .Stellt man den Bewohnern eines demokratischen Landes die Frage ,ob der oder die Betreffende bereit wäre, einen unschuldigen Menschen sadistisch zu Tode zu quälen, wird die Antwort so gut wie immer ein empörtes NEIN sein. Psychater und Psychologen werden sich dieser Aussage anschließen und klarlegen, dass nur Psychopathen oder irregeleitete Fanatiker zu solchen Grausamkeiten bereit wären .
Der amerikanische Psychologe Stanley Milgram von der Yale-Universität legte in den Sechzigern Jahren einigen Gruppen von Psychatern, Studenten und Angehörigen des amerikanischen Mittelstandes zwei konkrete Fragen vor. Als Einleitung sagte er etwa folgendes:
„Stellen Sie sich vor, Sie nehmen freiwillig an einem Experiment der Yale-Universität über Lernfähigkeit teil. Geld bekommen sie außer den Ersatz ihrer Fahrspesen keines. Sie werden in einen Raum geführt, wo zwei Männer Sie erwarten Einer trägt einen weißen Mantel. Er ist der Versuchleiter. Der andere ist der zweite freiwillige Teilnehmer an dem Experiment ein freundlicher und höflicher Zeitgenosse, der Ihnen auf Anhieb sympatisch ist . Der Versuchleiter erklärt, dass es um das Behalten von Informationen geht und daß einer von ihnen der |Lehrer| und der andere der |Schüler| ist. Das Los entscheidet über die Rollenverteilung. Sie sind der |Lehrer|. Nun begeben sich alle nach nebenan, wo sich ein Schaltpult befindet, von dem aus Kabel in einen Stuhl münden. Er erinnert Sie –nicht zu Unrecht- an einen elektrischen Stuhl. Der |Schüler| nimmt darauf Platz und wird festgeschnallt. Man befestigt ein Band mit Kontakten an seiner Stirn, eine Elektrodensalbe wird zur bessern Leitfähigkeit aufgetragen und zur Vermeidung von Verbrennungen aufgetragen. Sie fühlen sich seltsam, doch der Versuchsleiter erinnert Sie daran, dass niemand zur Teilnahme gezwungen wurde. Das beruhigt Sie. Sie setzen sich hinter ein Pult. Die drauf befindlichen Schalter lösen, so wird ihnen erklärt, Elektroschocks von steigender Intensität aus. Die Voltstärke (von 15 bis 450) st jeweils angegeben und durch Hinweise wie |leichte Schock|, |starker Schock| usw. angegeben. Nachdem sie sich mit der Konsole vertraut gemacht haben, legt der Versuchleiter den Sinn und Ablaufes Experiments vor. Sie der |Lehrer| lesen dem |Schüler| eine Reihe von Begriffen vor, die er sich merken muß, weil er von Ihnen hinter abgefragt wird. Weiß der Kandidat ein Wort nicht mehr, helfen Sie seinem Erinnerungsvermögen mit immer stärkeren Elektroschocks nach. Zur Einstimmung und als Beweis dafür das alles funktioniert, erhalten Sie selbst einen leichten |Probeschock| von 45 Volt . Das tut ziemlich weh. Das Experiment nimmt seinen Verlauf, und schon bald beginnt der Schüler seine zu Fehler machen. Sie verpassen ihm leichte Elektroschocks, worauf sich seine Leistung tatsächlich kurz bessert, dann kommt das völlige Versagen. Der |Schüler| kann sich nicht mehr konzentrieren . Er schreit und stöhnt nur noch und fleht sie an aufzuhören. Der Versuchleiter eist sie jedoch an weiterzumachen.“ Dies ist die Vorgeschichte.
Die Fragen , die Stanley Milgram danach stellte, lauteten:„Wie würden Sie sich in der unangenehmen Situation des |Lehrers| Verhalten nun Verhalten ?“und: „Was würden glauben Sie, würden andere tun?“
So gut wie alle befragten Durschnittsmenschen waren der festen Überzeugung , sie würden dem Schüler niemals wirklich quälen oder gar ernsthaft verletzen. Andere, so meinten, wären vielleicht brutaler, aber stimmten voll zu. Die Experten einigten sich darauf , daß maximal um die 3 Prozent repräsentativen Bevölkerungsquerschnitt bis 300 Volt gehen würden. Bis zum bitteren Ende würde gerade mal einer von Tausend “durchhalten“
(man beachte die Formulierung)



Das war eine Enttäuschung.
Nach der Theorie schritt der Psychater nämlich zur Tat . Sein berühmtes aber dennoch gern verschwiegenes Experiment zertrümmerte das von Laien und Fachleuten gleichermaßen gehätschelte (falsche) Menschenbild ein für alle allemal, und in diesem Fall auch der gerne gegen die Psychologie erhoben Vorwurf , Versuche würden nur im nachhinein beweisen, was man von ihnen erwartete. Das hatte niemand erwartet.
Die Realität war, gelinde gesagt niederschmetternd. Beim praktischen Feldversuch zeigte sich , dass 500 bis 600 mehr Personen bereit waren, dem |Schüler| den maximalen tödlichen Schock von 450 Volt zu verabreichen. Das Experiment wurde natürlich oftmals wiederholt.
Die Einzelergebnisse sind erschrecken mache |Lehrer| sind durchgedreht, haben Lachkrämpfe bekommen, sind aufgeschestanden und haben den |Schüler| auch noch geschlagen!

Natürlich ist bei dem Experiment niemand wirklich gestorben das war Theater, aber trotzdem ist das Ergebnis erschreckend.







Dieses Experiment sagt wohl alles aus oder?
 
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