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Gotteserfahrungen - Segen oder nur ein Streich der Fantasie?

Gotteserfahrungen sind -

  • ich möchte mich deinem abwertenden ton bezüglich diesem thema nicht anschliessen >_<

    Stimmen: 0 0,0%
  • jeder war mal klein und dumm.. :]

    Stimmen: 0 0,0%
  • großer hokuspokus! das traurige ist nur, dass manche damit auch noch geld machen

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    257

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
:o Segen oder Anzeichen sozialer Verarmung?

Wenn Leute mich daran teilhaben lassen, warum sie denn an Gott glauben, krieg ich auch manchmal zu hören, ja sie hätten ja schoneinmal eine "Gotteserfahrung" gemacht. in einer situation damals hätten sie ganz genau gespürt ,wie er ihnen geholfen hat.

nun! ich hatte leider bisher noch das zweifelhafte pech, von so einer erfahrung verschont zu bleiben.
ich will zwar nicht voreigenommen auftreten, und vielleicht liegts an der art der leute, die sowas bisher erzählt haben, aber ich halte solche erfahrungen für großen hokuspokus, der vor allem auf schwäche zurückzuführen ist, auf die notwendigkeit, die aus konformitätszwang entstandene gläubigkeit irgendwie zu rechtfertigen. :wink:

hatte schonmal jemand dieses glück einer gotteserfahrung? :)
 

Lazarus

éminence grise
10. April 2002
1.280
Man hätte die Überschrift doch bestimmt ein wenig sachlicher gestallten können, oder? Lass dir da bitte mal was einfallen....


Lazarus
 
D

deLaval

Gast
Was stellst du dir denn unter einer Gotteserfahrung vor?

Ich denke nicht daß man da so pauschal rangehen kann.
Wenn einer erzählt, er habe den heiligen Hokuspokulus gesehen, der ihm sagte er solle Veltins in Krombacher verwandeln, halte ich das für ziemlichen Unsinn. Wenn sich aber jemand mit irgendeiner Fundamentalen Frage beschäftigt, und sich das Hirn zermatert, und feststellt, daß objektiv keine der von ihm erdachten Lösungen bis zum Ende haltbar ist, und zu zweifeln anfängt, und plötzlich ohne daß sich etwas verändert, die ultimative Lösung, die es gar nicht gibt, zu akzeptieren beginnt, ohne zu verzweifeln, kann man das schon als reale Gotteserfahrung bezeichnen.

mfg
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
@Lazarus

hoffe ,es ist nun sachlich :)

@deLaval

ja unglaubliches geschieht immer wieder, das ist schon wahr. aber selbst wenn zb. was ganz ganz ganz unglaubliches passiert,wie du schreibst, kann man ja trotzdem nicht recht annehmen, "Gott" hätte eine rolle bei dieser angelegenheit gespielt.


um etwas konkreter zu werden: im reliunterricht hat zb. jemand erzählt, auf einer klassenfahrt wäre er auf der straße von rabiaten herrschaften angemacht worden, die hätten ihn ziemlich übel zugerichtet bzw. wollten dies tun, aber seltsamerweise war am ende geradezu unverletzt. er erzählt, er habe geradezu gespürt, wie gott hier eingegriffen habe.
nun, ich will das mal respektieren, aber ich denke ,dass die tatsache, dass die herren asis eben ausversehen daneben gehauen haben, gaben ihm eine gute möglichkeit, von nun an einen 'beweis' zu haben, dafür dass es gott gibt. ich kenn zwar seine familiären umstände nicht, aber wenn man sonst keinen hat, der für einen da ist (das will ich nicht runtermachen, aber man muss den tatsachen ja schliesslich ins auge sehen können), dann ist das ja doch recht fein, wenn man sagen kann, dass der liebe gott einen beschützt etc etc
dann wird ein solche gotteserfahrung schon gleich viel wahrscheinlicher
 

LordGosar

Geheimer Meister
29. März 2003
463
Und nu wieder ich: Wie der Name schon sagt, hat da Glauben viel mit zu tun.
Sicherlich wäre es einfacher,wenn Gott vor uns als riesengrosser Kopf erscheint und uns was erzählt, nur dann ist das nicht das, was Gott will.
Er will Menschen, die an ihn glauben, nicht wegen einer Erscheinung.
An die Liebe glaubt man auch ohne dass man sie sieht.
Gott will, daß wir ihn "erkennen" ohne ihn zu sehen. Und dazu braucht man Glauben (bitte hier wieder von vorne beginnen zu lesen, oder anders: Endlosschleife).
Was hätte er denn davon, wenn er nur dumme Leutz um sich hätte? Sorry, aber so gesehen, hat er ja nu schon die Engel, da sie keinen freien Willen haben. Der Mensch hat ihn jedoch, er soll selbst entscheiden.
Kleines Beispiel: Wenn Du Frauen beeinflussen könntest mit Dir beispielsweise ins Bett zu steigen, wäre Dir dann nicht die lieber, die es on sich aus wollen?
Falls jemand fragt, nein, ist nicht abseits des Themas, denn es geht eben um Glauben. Und somit auch um Gottes Hilfe. Entweder Du siehst es so, daß Gott Dir half oder Du glaubst es eben nicht.
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
@Lazarus

*sniiif* ey das find ich aber echt nich fair jetzt.. :cry: war ja auch kaum sachlich vorher. naja habe mir erdreistet meine postingüberschrift zu ändern, dann siehts man nicht auf der 1. seite..
 
D

deLaval

Gast
@Draghkar

hältst du Gott für einen alten Mann mit Bart auf einer Wolke? :?: :twisted: :?:
 
D

deLaval

Gast
Florian wrote:
Was ist Gott ??????


hatten wir schon viele diskussionen, nimm mal die suchmaschine her
Ja die Frage gab es schon oft, die allgemeingültige Antwort läßt aber noch immer auf sich warten.
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
@deLaval

nein eher nicht. wenn es darum darum geht, weise ich gerne auf die belief-o-matic aus dem anderen thread hin :)

aber dass bei einer überraschenden angelegenheit, um es mal so zu nennen, gleich ""gott"" seine finger im spiel hat, ist deshalb anzuzweifeln, weil derjenige einfach keinen wirklichen grund hat, das anzunehmen. da war eher der wunsch vater des gedankens.
 
D

deLaval

Gast
@Draghkar

Wenn wir nicht wissen was Gott ist, wissen wir auch nicht, wann er/sie/es seine Finger im Spiel hat. Ist es denn richtig, bloß weil wir es nicht wissen, anzunehmen, daß Gott seine Finger nicht im Spiel hat?
 

LtHinterheimer

Geheimer Meister
7. Januar 2003
494
Gotteserfahrungen sind ausdruck der Lebenskraft wie alles andere auch. Im speziellen nenen wir das phantasie und vorstellungskraft. Im allgemeinen Vision, Realität. -> Illusion.

Die formen und namen bestimme ich selbst, mittels den dingen und themen, mit denen ich mich präge, udn wie ich sie stehen lasse oder ändere.
 
D

deLaval

Gast
@Draghkar

korrekt, DU HÄLST es für gescheiter, aber laß doch den Leuten, die es andersrum halten auch ihre Entscheidung, und erklär die nicht für bekloppt.

mfg
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Meine Meinung ist die: Gotteserfahrung ist Selbsterfahrung, wobei das Selbst hier als identisch mit dem Kosmos angesehen werden muss. Individualität alleingenommen ist nur eine Illusion, aber die Einheit mit dem Kosmos ebenfalls. Besser gesagt, Individualität und Einheit mit dem Kosmos ergeben nur zusammen Sinn. Besser gesagt, Individualität und Einheit mit dem Kosmos sind nur zwei Seiten ein- und derselben Medallie. Weswegen es ja auch kein einzig korrektes Menschenbild gibt, sondern alle Menschenbilder, die es gab, gibt und geben wird, zusammengenommen das Korrekte ergeben. Das Selbe gilt für unser Bild vom Kosmos und von Gott.
Ich glaube, dass ich Gott bin, aber dieses "ich" ist nicht rein separierend gemeint.

Versteht das jetzt jemand?
 

Shiva2012

Vollkommener Meister
17. Januar 2003
565
Versteht das jetzt jemand?
ist ein gängiges New Age Konzept (Holofeeling)

Tendiere in ähnliche Richtung, bin aber vorsichtig :
Die mentale Ebene nehme ich als eigenständig war.
Theorien, Logik und Gesetztmässigkeiten funktionieren hier sehr gut.
Es klingt meiner Meinung deswegen so einfach und logisch, weil es sich um ein reduziertes Wirklichkeits-/Denkmodell handelt, das auf der logischen Ebene funktioniert - unabhängig von einer Phänomenologie.
Dann gibt es aber für mich eine Ebene der Erfahrung. Worte, Begriffe sind verglichen dazu eine second-Hand-Abstraktion, die an manchen Erfahrungen völlig scheitert.
So bleibt die mentale Ebene eine kleine Teilmenge, die sich der Wirklichkeit annähern kann, sie aber aufgrund ihrer Natur nicht umfassen, vollständig erklären kann.
 

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