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Gibt es Antiverschwörungstheorien, die gegen die Verschwörungstheorien ankämpfen?
AW: Gibt es Antiverschwörungstheorien, die gegen die Verschwörungstheorien ankämpfen?
Nein, ist es nicht. Wenn das, was ein einzelner Mensch denkt, im Widerspruch zu objektiv nachprüfbaren Fakten steht, dann ist es vielleicht "seine" aber nicht "die" Realität.
Aber ist es nicht in sich widersprüchlich? Wie kann jemand, der die Existenz einer objektiven Realität außerhalb seines Kopfes abstreitet, überhaupt darauf bestehen, auch außerhalb seines eigenen Kopfes recht zu haben?
ES gibt einen Roman, "Per Anhalter durch die Galaxis". Der Titel wird relativ zu Anfang erläutert: Ein Ausserirdischer evakuiert einen Erdling auf ein fremdes Raumsschiff, woraufhin dieser erstaunt darüber ist, dass der Ausserirdische kein eigenes Schiff hat.
Der Ausserirdische erläutert daraufhin die "Fopper-Theorie", sinngemäss:
"Fopper haben Zugriff auf unglaubliche Möglichkeiten. Sie haben Spass daran, diese zu benutzen, um irgendeinem Ausserseiter Etwas zu beweisen, von dem sie sicher sind, dass dem Opfer keiner glauben wird, wenn er Leuten sagt, was er gesehen hat, und dies zu erklären versucht, mit ihm bekannten Wissen und Gedanken. "
Die Leute, die Spass daran haben, sich daran zu beteiligen, denjenigen zu verspotten, der von Foppern übelst 'gaslighted' wurde, suchen nicht nach rationaleren Erklärungen für das, was das Opfer gesehen und erlebt hat, sondern widerlegen ( wie von den Foppern beabsichtigt ) dessen wirre Erklärungsversuche.
Die nächste Antiverschwörungstheorie ist die von der Kriegslist, im Kampf gegen die Mehrheit opportunistischer Schadenfroher. In der SF-Erzählung "Poor Superman" ( zu deutsch: "Bedauernswerter Übermensch" ) aus dem Jahr 1954 geht es um eine (zwangsläufig) geheime US-Behörde, die darauf spezialisiert ist, die eigenen Wähler dh die US-Bevölkerung professionell und mit viel Kapitalaufwand zu täuschen, da, wenn die Bevölkerung die Wahrheit inkl rationaler Erklärung kennen würde, etliche davon aus Spass besserwisserischerweise dem Feind die Info in die Hände fallen lassen würde.
Der "Übermensch" ist ein Hauptverantwortlicher in der Behörde, ein "Übermensch" ist per definition jemand, der sich moralisch und fair verhält, zum Wohle der Allgemeinheit, statt seine überlegene Machtposition auszunutzen, wobei in einer geheimen Behörde eben nicht eine demokratische Übermacht da ist, die "moralisches und ethisches Verhalten gemäss des Urteilsvermögens der öffentlichen Meinung/Lynchmob" erzwingt, sondern er allein seinem durch sein Wissen um die eigene Fairness aufgebautes Vertrauen in die eigene Urteilskompetenz und -befugnis verpflichtet ist.
Der Titel deutet es schon an: Nachdem er gegenüber dem US-Präsidenten für die Zulässigkeit der Behörde gebürgt hat, um vom Rechnungshof die Gelder zu erhalten ( in der Realität wurde die NSA im Jahr 1952 gegründet, wovon allerdings nur die oberste Regierungsinstanz und die Mitarbeiter von deren Existenz wussten, und das Geld für einen Posten namens "No Such Agency" ohne weitere Fragen bewilligt werden musste ).
Man beachte die zeitliche Übereinstimmung zwischen dem Erscheinungsjahr einer SF-Erzählung und der Gründung der NSA.
Wer aus kriminaltheoretischer Sicht sich mit verschwörungstheorien befasst, der sagt sich: "Verschwörungstheorie ist bis zum Beweis des Gegenteils eine in verleumderischer Absicht in die Welt gesetzte Information. Wer profitiert davon (cui bono), bzw wer hatte die Machtmittel und kein Alibin (means-motive-opportunity)? "
Übrigens lässt sich der Ursprung der populärsten Verschwörungstheorie ( vorgetäuschte Mondlandung ) zu dieser Kurzgeschichte zurückverfolgen...
Dadurch fragt man sich: Falls eine Abteilung der NSA genau diesen geheimen Auftrag hätte, wie würde sie möglichst viele Leute möglichst nichtnachweisbar manipulieren? Naja: Es gibt eine Kurzgeschichte eines Autors namens Richard McKenna, "They were not robbed", in der "ausserirdische Musen" wie aus dem Nichts erscheinen, um vielversprechenden Autoren eine Idee zu geben, die die Betreffenden in verdaubare Form bringen sollen. Falls die Geschichte den Zweck zu erfüllen scheint, wird die Geschichte gehypet, andernfalls wird sie vergessen.
Und natürlich, der historisch zwingende Grund für "Geheimdienste müssen so nachweisbar und öffentlich wie möglich vorgehen": Die deutsche Regierung 1933 bis 1945, geben wir in den Namen "Prisoner #18", konnte die Bevölkerung vor allem deswegen so erfolgreich gegen die Alliierten aufstacheln, weil sie deren "grosse Verschwörung" als heimtückisch darstellen konnte. Wenn also die alliierten Regierungen nachweisen können: "Wir haben euch faire Chancen gegeben, indem wir unsere ( bzw eure, von uns verdammten ) Vorgehensweisen in möglich lächerlicher aber umso öffentlicherer Form euch bekanntgegeben haben, könnte ihr uns nicht ernsthaft vorwerfen, 'von nichts gewusst zu haben'. Es lag in eurer Hand, den Ursprung verrückter Ideen zu deren jeweiliger Quelle zurückzuverfolgen, und entsprechend unschuldigen Bürgern Schutz vor 'Foppern' zu geben, was natürlich Geld und Personal gekostet hätte, wobei ihr euch aber auf Seiten der Profiteure gestellt habt, die dieses im kleinen Massstab praktizierte Gaslighting benutzen, um die Opfer entmündigen zu lassen, um um deren Vermögen zu bringen. 'Fopper' setzen darauf, ungestört Erfolg zu haben, indem sie sich auf die vom "bpb" etc staatlich durchgesetzte Diskreditierung von Gaslighting-Opfern verlässt, um in deren Windschatten unbemerkt ihre Sache zu betreiben. Witzig ist, wenn man das in möglichst öffentlicher Form anprangert, wie im Mel Brooks Film "High Anxiety", da geht es um eine kriminelle Organisation, die das professionell und in grösserem Umfang betreibt. "
"Der Junge, der Wolf rief", war vor 2000 Jahren eine Warnung an Leute, die ohne hinreichende Befugnis Alarm schlagen. Ein, zwei Generationen später wurde aus der Idee für Opportunisten eine Strategie, mittels derer man unerwünschte Leute als Panikmacher diskreditieren konnte, Pastor Paracelcus sagt: "Impfung ist eine Frage der Dosis des Gifts".
Fazit: Ein Übermensch verteidigt eine Weltverschwörung, im Vertrauen darauf, dass irgendwann möglichst die absolute Mehrheit der Weltbevölkerung bettelt: "Herrje! Warum haben die Regierungen nicht rechtzeitig eine Verschwörung gemacht, um grosse Kriege rechtzeitig abzubrechen, die von einer Minderheit populistischer Machthaber aus Profitgier verschuldet wurden, weil diese darauf vertrauten, sich im Worst-Case als kleine und unwichtige Lichter in der Kausalitätskette herausreden zu können. "
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