Geschichte des Islam

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von H-7-25, 4. Dezember 2002.

  1. H-7-25

    H-7-25 Großmeister

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    Da in der Schule wenig oder garnicht über den Vorteil den der Islam für Europa brachte und viele in immer noch verachten.Habe ich für einige einen kleinen Aufklärungsbericht gepostet.Friede sei mit euch (Asalamou-leikoum)


    Mit der Errichtung des islamischen Staates in Medina durch den Propheten (s.) wurde im Jahre 622 n. Chr. ein neues Kapitel der Weltgeschichte eingeleitet. Dieses Ereignis blieb in Europa zunächst unbemerkt. Doch der noch junge Staat expandierte in rasanter Geschwindigkeit, vor allem unter dem zweiten rechtgeleiteten Kalifen Omar (r.) (Regentschaft: 12-22 n. H. / 634-644 n. C.).
    War der islamische Staat anfangs nur eine Randerscheinung für Europa, stellte er im Zuge seiner Expansion nicht einmal ein Jahrhundert nach seiner Gründung den Kern der Konfrontation auf europäischem Boden dar.
    Bereits 711 setzte der Heerführer Tarik Ibn Ziyad mit 7000 Soldaten seinen Fuß auf die Iberische Halbinsel. Der Ort, an dem er landete, trägt seither seinen Namen, denn Gibraltar leitet sich vom arabischen "Djabal Tarik" ab, d.h. "Berg des Tarik". Nachdem der Westgotenkönig Roderich mit seinem Heer geschlagen war, ergab sich Toledo, die damalige Hauptstadt des Westgotenreiches. Innerhalb von nur vier Jahren gelangte die Halbinsel bis auf einen schmalen Streifen im Norden unter islamischer Herrschaft. Von nun an erhielt das islamische Spanien den Namen Al-Andalus, und Córdoba wurde zu seinem Zentrum.
    Mit Ausnahme der herrschenden Oberschicht wurde das Eintreffen der Muslime von der Bevölkerung nicht nur begrüßt, sondern als Befreiung angesehen, insbesondere von den Juden, die den Muslimen sogar im Kampf zur Seite standen. Vor der Präsenz der Muslime auf der Iberischen Halbinsel hatte man versucht, alle Juden unter Gewalt- und Strafandrohung zum christlichen Glauben zu bekehren. Die Lage der Juden war stets vom Gemütszustand der Herrschenden abhängig und davon, wie streng diese den Befehl zur Judenverfolgung gerade anordneten. Der Islam hingegen schaffte erstmals klare Verhältnisse, denn der Status der Nichtmuslime unter islamischer Herrschaft ist im Islam fest definiert. Wer unter islamischer Herrschaft nicht zum Islam konvertiert, der bleibt unter der Bezeichnung "Dhimmi" Bürger und Schutzbefohlener des islamischen Staates. Der Islam gibt ihm u. a. das Recht, seine Religion weiterhin auszuüben. Ihm wird sogar ein eigenes Gemeinderecht zugestanden, zuständig für innergemeindliche Angelegenheiten, sofern darin keine Muslime involviert sind. So gab es nirgendwo anders in Europa einen Ort, an welchem besonders die Juden so sicher leben konnten wie im islamischen Spanien. Was in den historischen Darstellungen jedoch oftmals irrtümlich mit liberaler Toleranz tituliert wird, darf nicht als solche gesehen werden. Denn den Nichtmuslimen wird etwa die Ausübung ihrer Religion nicht aus Liberalität zuerkannt, sondern weil es sich um ein islamisches Gesetz wie jedes andere handelt.
    Auch der christliche Bevölkerungsteil fügte sich nicht nur den neuen politischen Verhältnissen, sondern strebte eine Annäherung an. Dies zeigt sich insbesondere in der Erlernung der arabischen Sprache, die der christlichen Bevölkerung in Al-Andalus die arabische Bezeichnung "Musta'ribun" einbrachte, d.h. "die Arabisierten". Heute ist der daraus abgeleitete spanische Ausdruck Mozaraber geläufig. Das Arabische wurde somit auch zur Sprache der Nichtmuslime, die sich selbst in ihrer Namensgebung wiederfindet. Hätte man die Muslime als feindliche Invasoren betrachtet, hätte sich dies sicherlich in der Beibehaltung der eigenen Sprache widergespiegelt. Überhaupt hat es seitens des nichtislamischen Bevölkerungsteils keinen namhaften Widerstand gegen die Muslime gegeben. Später sollte sich dieser Umstand, d. h. die Übernahme der arabischen Sprache durch die nichtmuslimische Bevölkerungsgruppe, als Problem für die Rückeroberer herausstellen, die im Prozess der Reconquista feststellen mussten, dass sich ihre Glaubensbrüder nicht einmal mehr derselben Sprache bedienten wie sie.
    Trotz der Sicherheit, die die Nichtmuslime im islamischen Spanien genossen, nahmen viele nach und nach den islamischen Glauben an. Sobald sie dies taten, waren sie jedem anderen Muslim rechtlich völlig gleichgestellt.
    Als die Muslime nach Spanien kamen, brachten sie auch ihr enormes Wissen mit, das in allen Bereichen seine Anwendung fand und das Land zur Blüte brachte. Mit ihrer Bewässerungstechnik machten sie beispielsweise brachliegendes Land fruchtbar, was die Landwirtschaft auf einen hohen Stand brachte. Neue Pflanzen wurden importiert, wie etwa die Orange aus Persien. Wirtschaftlich einträglich war auch die Ausfuhr von Leder, Keramik, Papier und Stoffen, die in Europa als Luxusgüter galten, da man selbst nicht die dafür erforderlichen Kenntnisse besaß.
    Auch die Wissenschaften konnten unter dem Islam aufblühen. Die Einstellung des Islam zur Wissenschaft brachte nicht nur bedeutende islamische Gelehrte hervor, sondern auch hervorragende nichtmuslimische Wissenschaftler. Bei den Juden von Al-Andalus spricht man beispielsweise von ihrem "Silbernen Zeitalter" bzw. der "Goldenen Diaspora", wie es in der jüdischen Geschichtsschreibung heißt.
    Der Rest Europas kam mit einem Fortschritt in Berührung, den er zunächst verteufelte und den er erst Jahrhunderte später nutzte, wie etwa die Straßenbeleuchtung. Die Darstellung der Erkenntnisse, Erfindungen und Errungenschaften sowohl der Muslime als auch der Nichtmuslime in Medizin, Mathematik oder Astronomie im islamischen Spanien würde jedoch jeden Rahmen sprengen.
    Córdoba war um die Mitte des 10. Jahrhunderts zur größten und reichsten Stadt Europas aufgestiegen. Man schätzt die Einwohnerzahl auf 400.000-500.000, und zwar zu einer Zeit, in der mit Ausnahme Konstantinopels keine europäische Stadt mehr als 30.000 Einwohner zählte. Die Stadt wurde zu einem Zentrum der Wissenschaften und konnte auch ein ansehnliches Gesundheits- und Bildungswesen aufweisen. Mit seinen 50 Hospitälern, 80 öffentlichen Schulen, 17 höheren Lehranstalten und Hochschulen und 20 öffentlichen Bibliotheken hätte Córdoba ohne weiteres das restliche Europa ausstatten können. Vor allem der Bücherbestand übertraf alles, was es in Europa sonst gab. Einige Bibliotheken enthielten hunderttausende Bücher, was für damalige islamische Verhältnisse nichts Außergewöhnliches war. Doch vergleicht man dies mit der Bibliothek vom Kloster St. Gallen, die mit einem Bücherbestand von 600 zu der damaligen Zeit eine der größten und bedeutendsten in Mitteleuropa war, dann wird ersichtlich, welchen Schatz die Muslime hüteten. Jeder, der etwas auf sich hielt, hatte zudem seine private Bibliothek.
    Was die Muslime auf der Iberischen Halbinsel so mühselig aufgebaut hatten, machte die Reconquista jedoch barbarisch zunichte. Der Gedanke der Rückeroberung Spaniens existierte seit der Eröffnung der Halbinsel für den Islam. Aber erst 1492 sollte es gelingen, Granada, den letzten islamischen Herrschaftsbereich auf spanischem Boden, zu zerschlagen.
    Nachdem die Muslime innerhalb weniger Jahre fast die gesamte Halbinsel unter ihre Herrschaft gebracht hatten, blieb - wie schon erwähnt - der Norden Spaniens in nichtislamischer Hand. Dahin hatten sich diejenigen geflüchtet, die nicht unter islamischer Herrschaft leben wollten. Dort wurde 718 das Königreich Asturien mit Oviedo als Hauptstadt errichtet, das zum Ausgangspunkt des Widerstandes gegen die Muslime wurde. Im selben Jahr - einige Quellen geben auch das Jahr 722 an - erlitten die Muslime eine Niederlage bei Covadonga, ein Ereignis, das die Historiker in der Regel als Beginn der Reconquista datieren. Die Schlacht war für die christlichen Truppen jedoch weniger von militärischer als von symbolischer Bedeutung. Und so ist das Jahr 718 auch nur als symbolischer Anfang der Reconquista zu begreifen, während das 11. Jahrhundert den eigentlichen Beginn darstellt.
    Außerhalb Asturiens begannen sich weitere christliche Reiche zu bilden - teils durch Teilung, teils durch Vereinigung -, die sich mehr und mehr nach Süden ausdehnten. Als die christlichen Reiche im Norden bemerkten, dass das islamische Gebiet durch Unstimmigkeiten unter den Muslimen geschwächt war, sahen sie ihre Chance gekommen und intensivierten ihre Rückeroberungsversuche. Ihr erster Erfolg war die Einnahme der Stadt Toledo im Jahre 1085 durch Alfonso VI., König von Kastilien-León. Dies war für die Muslime eine gewaltige Niederlage. Dann, mehr als ein Jahrhundert später, erleiden die Muslime im Jahre 1212 eine weitere entscheidende militärische Niederlage bei Las Navas de Tolosa. Der Kreuzzugsgedanke war seit dem Ende des 11. Jahrhunderts in Europa populär geworden, und so rief Papst Innozenz III. 1212 auch zum Kampf gegen den Islam in Spanien auf. Nach den Verlusten im "Heiligen Land" fanden die Ritterorden in Spanien eine neue Wirkungsstätte. Am 20. Juni desselben Jahres brach von Toledo aus ein vereintes christliches Heer auf, dass die Muslime schließlich bei Las Navas de Tolosa schlug. Die Muslime mussten seither immer mehr Gebiete abtreten. 1236 ging ihnen Córdoba, 1238 Valencia, 1246 Jaén und 1248 auch Sevilla verloren. Schließlich blieb ihnen vom 13. bis zum 15. Jahrhundert nur noch Granada an der Südküste Spaniens.
    Der Rückeroberungsprozess befand sich längst in seiner letzten Phase, als sich die beiden größten christlichen Königreiche auf der Halbinsel, Kastilien und Aragón, 1479 zu einem Reich vereinten, und zwar durch die Ehe zwischen Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón im Jahre 1469, womit die Geschichte des spanischen Nationalstaates eingeleitet wird. Nachdem die Reconquista lange Zeit stagniert war, fühlte man sich nun stark genug, auch die letzte Bastion des Islam auf spanischem Boden zu zerschlagen. Nach Jahren des Krieges musste sich das islamische Granada letztlich zu Beginn des Jahres 1492 ergeben, und die Reconquista wurde damit für abgeschlossen erklärt. Isabella und Ferdinand galten als Erretter des Christentums. Ihre Grabinschrift in der Kathedrale von Granada lautet wie folgt:
    "Mohameticae sectae prostatores": die Vernichter der Mohammedanischen Sekte, "et heretice pervicacie extinctores": und Auslöscher der ketzerischen Falschheit, "Ferdinandus Aragonorum et Helisabetha Castelle": Fernando von Aragón und Isabella von Kastilien, "vir et uxor unanimes": Gemahl und Gemahlin, allerseits, "Catolice appellati": die Katholischen geheißen, "marmoreo clauduntur hoc tumulo.": umschließt dieses marmorne Grab.

    Mit der Zerschlagung der islamischen Herrschaft konnte auch die von den Muslimen geschaffene Hochblüte nicht aufrechterhalten werden, und zwar in jeder Hinsicht, was katastrophale Folgen für das Land hatte. Die Ländereien der Muslime gingen völlig in die Hände der Christen über. Diese waren aber nicht imstande, die Bewässerungsstrukturen instand zu halten oder neue Bewässerungskanäle anzulegen, so dass die Ackerböden verödeten. Die christlichen Eroberer waren auch nicht in der Lage, auf wissenschaftlichem Gebiet Ähnliches zu vollbringen wie die verhassten Muslime. Die Universitäten verwahrlosten und die Städte verarmten, so dass das Land seine Anziehung verlor.
    Auf christlicher Seite schien man gar nicht erst den Wert dessen, was die Muslime jahrhundertelang aufgebaut hatten und dann zurücklassen mussten, zu erkennen. 1499 ließ der spanische Großinquisitor Kardinal Ximénez auf dem Marktplatz von Granada Scheiterhaufen errichten, in die man unzählige Bücher aus den islamischen Bibliotheken hineinwarf. Die Werke, die Ximénez ohne Rücksicht auf ihren Inhalt verbrennen ließ, waren so zahlreich, dass das Feuer tagelang brannte. Berichten zu Folge habe es sich um über eine Million Bücher gehandelt. Denn nach Ansicht des Großinquisitors war das Arabische die Sprache von Ketzern einer verachtenswerten Rasse.
    Zunächst hatte man dem Schein nach versucht, die Koexistenz der Religionen - ganz nach islamischem Vorbild - aufrechtzuerhalten. So wurde etwa den Muslimen die freie Ausübung ihres Glaubens nach dem Fall Granadas vertraglich zugesichert. Was jedoch theoretisch auf dem Papier festgehalten wurde, sollte keine Umsetzung in der Praxis finden. Denn Ximénez leitete unter dem Befehl Isabellas und Ferdinands die Zwangsbekehrung der muslimischen Bevölkerung ein. Zudem sollte das Arabische als Umgangssprache verboten werden. Als die Muslime sich dem widersetzten, wurden Unzählige von ihnen getötet und die Moscheen in Brand gesetzt. Man reagierte auf diesen Widerstand der Muslime mit einer Frist, die man ihnen setzte, nach welcher sie entweder den christlichen Glauben annehmen oder das Land verlassen sollten, während ihr Eigentum an die Kirche fallen sollte. Als sich daraufhin Hunderte von Muslimen in der Moschee von Granada verschanzten, brachten die christlichen Spanier die Moschee durch Pulverladungen zum Einsturz.
    Zwar hatte man den Muslimen die Wahl zwischen Taufe oder Auswanderung gelassen, doch konnten die Muslime erst gegen Bezahlung einer bestimmten Summe das Land verlassen. Faktisch hatten sie nur die Wahl zwischen Taufe und Tod. Es konnte auch gar nicht im Interesse der Eroberer liegen, Menschen mit Fähigkeiten und Kenntnissen, wie sie die Muslime vorweisen konnten, gehen zu lassen. So fanden zahllose Zwangstaufen statt, sowohl unter der islamischen als auch unter der jüdischen Bevölkerung. Die zwangsbekehrten Muslime wurden unter dem Begriff Moriscos gefasst, während man die getauften Juden Conversos nannte. Den Bekehrten war es nicht erlaubt, das Land zu verlassen. Aus diesem Grunde verbot man den Moriscos, nahe der Seeküsten zu siedeln, weil dort die Fluchtgefahr zu hoch war.
    Das alles geschah im Zuge dessen, was die Geschichte als Spanische Inquisition kennt, deren Anfänge mit dem Ausbruch des Krieges gegen Granada zusammenfielen. Es ist das, was herkömmlich als das dunkle Kapitel spanischer Geschichte bezeichnet wird. Auf die mehr als fragwürdigen Methoden dieser Einrichtung, die in Denunziation und Folter bestanden, soll hier nicht weiter eingegangen werden. Dieses dunkle Kapitel ist untrennbar mit der Bekämpfung des Islam auf spanischem Boden verbunden. Suspekt bleibt, dass die Spanische Inquisition vor allem von den Conversos getragen wurde. Ihre größten Vertreter waren selbst jüdischer Abstammung, wie etwa der Großinquisitor Tomás de Torquemada, dessen Name sozusagen stellvertretend für die Spanische Inquisition steht.
    Die Hauptaufgabe der Spanischen Inquisition bestand darin, dafür Sorge zu tragen, dass Moriscos und Conversos nicht wieder ihrem alten Glaube verfielen. Durch die gründlichen Zwangsbekehrungen entstanden ganze Moriscos-Gemeinden. Zwar wurden Stimmen laut, die Taufen seien gewaltsam vorgenommen worden, doch das wehrte man damit ab, dass es sich um freie Wahl handle, wenn man zwischen Taufe und Tod entscheiden könne. Man hatte es jedoch versäumt, die zwangsweise Getauften über das Christentum weiter aufzuklären, so dass diese zu einer leichten Beute der Inquisition wurden, da sie die christlichen Bräuche nicht wirklich praktizieren konnten oder wollten.
    Mit der Konversion zum Christentum waren Moriscos und Conversos jedoch keinesfalls den Christen gleichgestellt, so dass es zur Unterscheidung zwischen Alt- und Neuchristen kam. Paradox bleibt, dass man zwar Massentaufen unter Muslimen und Juden vornahm und erzwang, die wachsende Zahl der Neuchristen aber gefürchtet wurde. Die Moriscos konnten somit während ihrer gesamten Präsenz in Spanien keinen gesicherten Status unter christlicher Herrschaft erlangen. Dies mündete letztendlich darin, dass Philipp III. von Spanien 1609 den Beschluss fasste, alle Moriscos des Landes zu verweisen. 1611 nahm man schließlich die letzte Ausweisung vor.
    Das derbe und unerbittliche Vorgehen der christlichen Eroberer wird zudem daran ersichtlich, dass alle Moscheen während des gesamten Rückeroberungsprozesses, sofern man sie nicht niederbrannte, in Kirchen umgewandelt wurden. Beispielhaft für diesen Gewaltakt ist die Veranlassung des Baus einer großen gotischen Kirche inmitten der Moschee von Córdoba, der sogenannten Mezquita. Bei all ihrer Verachtung für die Muslime wussten die Christen, dass die Muslime ihnen in ihrer Bauweise weit voraus waren und sie bautechnisch hervorragende Leistungen vollbracht hatten. Daher erließ der Stadtrat von Córdoba 1523 ein Verbot, das Konzept einer Kirche in der Mezquita weiter umzusetzen, bevor nicht Karl V. über das Projekt entschieden habe. Dieser gab seine Zustimmung, doch später soll er gesagt haben: "Wenn ich gewusst hätte, was ihr da macht, hätte ich nicht erlaubt, die alten Teile zu zerstören. Ihr baut nämlich etwas, das es in vielen Teilen der Welt gibt, und habt etwas zerstört, was in der Welt einzig war!" Noch heute steht die umgebaute Mezquita mit dem barock ummantelten Minarett als stummer Zeuge der Ermordung und Vertreibung der Muslime Spaniens.
    Detail am Rande: 1992 im Gedenken an die Eroberung Granadas und dem Fall der letzten islamischen Bastion in Spanien hat sich König Juan Carlos offiziell beim Staat Israel für das Unrecht entschuldigt, das den Juden während der Spanischen Inquisition widerfahren ist. Eine Entschuldigung für das Unrecht, das noch viel mehr Muslimen während der Inquisition zugefügt wurde, ist jedoch bis heute ausgeblieben.q


    Literatur:
    Atkinson, William C.: Geschichte Spaniens und Portugals. Goldmann 1962
    Hottinger, Arnold: Die Mauren. Arabische Kultur in Spanien. Fink 1995
    Kamen, Henry: Die Spanische Inquisition. Verfolgung und Vertreibung. Heyne 1980
    Lemm, Robert: Die Spanische Inquisition. Geschichte und Legende. dtv 1996
    Wördemann, Franz: Die Beute gehört Allah. Die Geschichte der Araber in Spanien. Piper 1985
     
  2. H-7-25

    H-7-25 Großmeister

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    Islam in Deutschland von 1739 - 1945

    Vielen ist die lange Tradition des Islam in Deutschland nicht richtig bewußt. Der folgende Artikel gibt hierzu einen informativen Überblick. Der Untersuchungszeitraum ist beschränkt auf 1739 bis 1945.

    Die Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte sind auch an den Muslimen nicht spurlos vorbeigegangen.

    1. Deutscher Islam - Islam in Deutschland

    In der Bundesrepublik Deutschland leben gegenwärtig etwa 3 Millionen Anhänger des Islam. Davon sind ca. 400.000 muslimische Flüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien (Bosnier bzw. Kosovo-Albaner), ca. 350.000 Araber aus Nordafrika und den Staaten des Mittleren Ostens und ca. 2.100.000 Türkische Muslime von denen wiederum ca. 200.000-400.000 Aleviten sind. Ihre religiösen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse sind in den letzten Jahren zu einem gesellschaftspolitischen Problem ersten Ranges geworden, das von den Politikern aller Parteien, von den Gewerkschaften und Kirchen oft sehr kontrovers diskutiert wird. Die deutsche Bevölkerung wird sich verstärkt bewußt, daß die muslimischen Einwanderer größtenteils gläubige Menschen sind, die großen Wert darauf legen, auch in einer von der christlichen Kultur geprägten säkularen Umwelt ihren Glauben zu praktizieren .

    Über die augenblicklichen Debatten um die Einordnung der Muslimischen Arbeitnehmer und ihrer Familien wird allzuleicht vergessen, daß die Geschichte des Islam in Deutschland nicht erst zwischen 1965 und 1975 begonnen hat, daß sie vielmehr wesentlich älter ist. Vielen - auch den Kirchen - ist dieses Faktum unbequem. Dennoch: Man kann die Geschichte des Islam in Deutschland zurückverfolgen bis in die Regierungszeit des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I.

    Die Geschichte des Islam in Deutschland ist jedoch zu unterscheiden von der Geschichte der deutsch-islamischen Bewegung. Die letztere reicht zurück auf das Jahr 777, als Karl der Große auf dem Reichstag zu Paderborn den vom Emir von Cordoba vertriebenen Statthalter von Saragossa, Sulaiman al-Arabi, empfängt und mit ihm einen Beistandspakt abschließt. Vierzehn Jahre später kommt es dann zu den legendären Beziehungen zwischen den Frankenkaiser und dem Abbasidenkalifen Harun al-Rashid zu Bagdad, den „Herrscher aus Tausend und eine-Nacht“.

    Geschichtlicher Abriß

    Dagegen beginnt die Geschichte des Islam in Deutschland vor rund 250 Jahren mit jenen zwanzig türkischen „Langen Kerls“, die der Herzog von Kurland dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm dem I. (1713-1740) zur Verfügung gestellt hatte. Der König hatte für sie 1739 in Potsdam einen Saal in der Nähe der neuen Soldatenkirche (Garnisonskirche) am Langen Stall als Moschee herrichten lassen. Er legte großen Wert darauf, daß „seine Mohammedaner“ ihren religiösen Pflichten nachgingen.

    Die Geschichte dieser durch königliches Dekret gegründeten Gemeinschaft ist Teil der preußisch-deutschen Geschichte:

    1739 zu Potsdam gewissermaßen als „Adoptivkind“ der königlich-preußischen Armee gegründet, durchlief sie viel Stationen bis hin zum Tode von Reichspräsident Paul von Hindenburg im Jahre 1934.

    Preußisch-deutsche Muslime als Soldaten in den Feldzügen Friedrich des Großen und in der Schlacht von Preußisch-Eylau am 7. Und 8. Februar 1807 gegen Napoleons Armee, als Kaufleute, Diplomaten, Forscher, Entdecker und Schriftsteller, ausgerüstet mit königlichen Privilegien, stets im Dienste sowohl ihrer deutsche Heimat als auch ihrer Religion Islam. Sie verstanden sich dabei immer und stets auch als „Brücke zwischen Okzident und Orient“.

    Diese Tradition lebt; sie hat die Wirren der Nachkriegszeit unbeschadet überstanden. So heißt es in der reformierten Gemeindeverfassung des Islamischen Weltkongresses Deutschland vom 2. Februar 1985 bzw. I4. Juni 1992.

    „Der Verein Islamischer Weltkongreß Deutschland ist Rechtsnachfolger des am 31. Oktober 1932 gegründeten und am 31. Mai 1933 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Lichterfelde eingetragenen Vereins Islamischer Weltkongreß/Zweigstelle Berlin, der damaligen Spitzenorganisation für alle im Deutschen Reich lebenden Anhänger der islamischen Glaubensgemeinschaft. Damit bekennt sich der Verein Islamischer Weltkongreß Deutschland zur Geschichte, den Traditionen und zum Brauchtum der 1739 durch königliches Dekret zu Potsdam erfolgten ersten islamischen Gemeindegründung auf deutschem Boden, als deren Erbe und Wahrer sich der Verein betrachtet.

    Der Verein Islamischer Weltkongreß Deutschland fühlt sich der Geschichte des Islam in Deutschland verpflichtet und betrachtet sich als Brücke zwischen Deutschland und der islamischen Welt“.

    In den Akten des im Jahre 1927 zu Berlin gegründeten Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland ist der Weg der preußischen und später deutschen islamischen Religionsgemeinschaft in vier Stationen gegliedert worden: 1. bis 4. Gemeindegründung - von 1739 bis exakt 29. August 1985-. Diese Stationen sollen hier skizzenhaft an einigen herausragenden Ereignissen festgehalten werden.

    2. Erste Gemeindegründung

    Der Rechtsstatus der islamischen Gemeinde im Königreich Preußen gründet sich auf die Zusage des Königs, daß das Haus Hohenzollern „die islamische Religion und ihre Ausübung schützen und die den Muslimischen Untertanen angestammte Lebensform sichern“ werde: also auf ein Königswort.

    Als im Juni 1740 dem gerade auf den Thron gelangten Friedrich II. -später „der Große“ genannt- eine Anfrage aus Frankfurt/Oder vorgelegt wurde, ob in der evangelischen Stadt ein Katholik das Bürgerrecht erwerben dürfe, schrieb er an den Rand der Eingabe: „Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sich zu ihnen bekennen, ehrliche Leute sind. Und wenn die Türken (...) kamen und wollten hier im Lande wohnen, dann würden wir ihnen Moscheen (...) bauen“. Unter Friedrich dem Großen kam es zur Aufstellung geschlossener Muslimischer Truppenteile in der preußischen Armee:

    * Im Jahre 1745 stieß eine Einheit Muslimischer Reiter, wenn auch auf sehr skurrile Weise zur preußischen Armee. Der noch immer in der Bevölkerung wirksame „Tatarenschrecken“ hatte den feindnachbarlichen Kurfürsten von Sachsen, seinerzeit auch König von Polen, 1744 auf die Idee gebracht, sich dieser Furcht erneut zu bedienen. Er ließ unter den in Ostpolen siedelnden Tataren eine Reiterarmee ausheben, die brandschatzend in Preußen einfallen sollte. Aber es sollte anders kommen. Der sächsische Kammerherr, der im Auftrage seines Kurfürsten die Lohnung für die tatarischen Reiter nach Polen bringen sollte, kam an den Spieltischen von Warschau nicht vorbei und verlor schließlich das ganze Geld. Und schon damals galt: Kein Geld, keine Tataren. Der albanische Juwelenhändler Stefan Sarkis, der sein ganzes Vermögen in Erwartung reicher Beute in ein „Fähnlein Bosniaken“ investiert hatte, bot angesichts der verfahrenen Situation eine Schwadron leichter Lanzenreiter dem König von Preußen an, der genügend Humor besaß und sich auf den Handel einließ. Die Schwadron stand im Regiment von Ruesch (Schwarze Husaren). Nach Friedensschluß ging Sarkis mit seinen Bosniaken, Albanern und Tataren nach Goldap in Ostpreußen in Garnison.

    * Im Jahre 1760 trat ein für die Geschichte des Islam in Deutschland folgenreiches Ereignis ein. In der zaristischen Armee verbreitete sich das Gerücht, der Sultankalif plane aus Freundschaft zu Preußen den „Heiligen Krieg“ gegen Rußland auszurufen. Dieses Gerücht hatte unter anderem zur Folge, daß zahlreiche in der russischen Armee dienende Muslimische Soldaten zu den Preußen überliefen. Auf Kabinettsordre vom 20. Januar 1762 wurde aus den Überläufern ein selbständiges „Bosniakenkorps“ (9. Husarenregiment „Bosniaken“) zu 10 Eskadronen (1.000 Mann) errichtet. In den Matrikeln dieser Truppe taucht zum ersten Mal der Name eines preußischen Heeres-lmam auf: Es handelt sich um einen Leutnant Osman, Prediger der „preußischen Mohammedaner“.

    * Garnisonsorte der Muslimisch-preußischen Truppen waren Goldap, Lyck, Nikolaiken, Sensburg, Arys, Schirwindt, Johannisburg, Oletzko, Bialla, Stalluponen unter anderen. Die Muslimischen Reiter nahmen an einer Reihe von Gefechten teil, so 1757 bei Groß-Jagersdorf, 1758 bei Zorndorf, 1759 bei Kay, am 8. Juli 1761 bei Lubien, am 21. Juli 1762 bei Burkersdorf und am 16. August desselben Jahres bei Reichenborn. Da die Truppen sich bei Reichenborn mit besonderer Bravour geschlagen hatten, ordnete der König bei der Reduktion von 1763 an daß ein Stamm beibehalten wurde. Wie es in den Urkunden heißt, fanden die Muslimischen Reiter nach der Wiederherstellung des Regiments bei der Revue 1772 „den vollen Beifall des Königs“.

    * 1778 nahm das Regiment am Bayerischen Erbfolgekrieg teil.

    * Als West Preußen 1772 wie später weitere polnische Gebiete (1793/95) an Preußen fiel, traten die dort lebenden kleinadligen Nachkommen der tatarischen „Goldenen Horde“ gerne bei den preußischen Lanzenreitern ein. Am 23. August 1795 gewährte der König den Tataren Neu-Ostpreußens nicht nur freie Religionsausübung und freien Wohnbezirk, sondern ein Korps Leichte Reiterei. „Als Dissidenten in der polnischen Adelsrepublik nur eben geduldet, dienten die Anhänger des Propheten auch in der Katastrophe von 1806/1807 mit Hingabe einem König, der jede Religion anerkannte und auch schützte“, heißt es dazu in einer Urkunde. Auf Ordre von König Friedrich Wilhelm III. vom 14. Oktober 1799 wurde das Bosniakenregiment in ein aus den Muslimischen Kleinen Edelleuten (Oghlanis) von Neu-Ost Preußen bestehendes Regiment „Towarczy“ (Kameraden) umgewandelt und 1807 in ein Regiment Ulanen (von Oghlani = Edelknabe/Junker).

    * Am 7. und 8. Februar 1807 erlitt Napoleons Armee bei Preußisch-Eylau die einzige Niederlage im preußisch-französischen Krieg. Ihr gegenüber standen auch die Muslimischen Einheiten. Die Tapferkeit der Truppe war nach den vorliegenden Berichten aus jener Zeit motiviert, weil sie „ihrem König für die Sicherung ihrer angestammten Lebensformen und die ihnen gewährte Religions- und Glaubensfreiheit danken wollten“.

    * 1808 wurde das Muslimische Regiment geteilt. Es entstanden das Ulanenregiment Kaiser Alexander lll. von Rußland (Westpreußisches Nr. 1) und das Ulanenregiment von Katzler (Schlesisches Nr. 2). Damit endet die Geschichte der Muslimischen Truppen der preußischen Armee, wenngleich in beiden Ulanenregimentern die Tradition der „Bosniaken und „Towarczy’s” bis zum Jahre 1919 fortlebte. So trugen die Ulanen auf ihren Lederhelmen den „Tszhapka“, eine stilisierte tatarische Gebetskappe.

    * In den letzten Jahren seines Bestehens war das Regiment „Towarczy“ was die Religionszugehörigkeit seiner Soldaten anging, eine „ökumenische Truppe“. Von den 1320 Regimentsangehörigen waren 1220 Muslime und 100 Christen.

    * Die Vorfahren der preußischen Oghlanis waren aus der Tatarei geflohen, als es im 14. Jahrhundert zu Kämpfen zwischen Timur und der Goldenen Horde kam. Sie hatten sich in Ostpolen niedergelassen und 1410 auf polnischer Seite an der Schlacht gegen den Deutschen Orden bei Tannenberg teilgenommen. Ihre Nachfahren leben heute noch in den Dörfern Bohomiki und Kruszyniany in den Wojewodschaften Bialystok und Zielona Gora.

    * Der erste islamische Grundbesitz auf deutschem Boden war ein Friedhof. Als am 29. Oktober 1798 der türkische Gesandte und Botschafter am Berliner Hof, Ali-Aziz-Effendi starb, erwarb König Friedrich Wilhelm lll. vom Grafen Podewils ein Gelände in der Hasenheide (Blucherstraße), das als Gräberfeld dienen sollte. Eigentümer dieses Friedhofes war von Anfang an das Osmanische Reich.

    * Der Bau der Kaserne des Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2 erforderte im Jahre 1866 eine Verlegung des Begräbnisplatzes. Seither befindet sich der „Türkische Friedhof“ gegenüber dem „Dennewitz-Friedhof“ am Columbiadamm. Inmitten des Gräberfeldes erhebt sich eine kulturhistorisch wertvolle Türbe: eine acht Meter hohe halbmondgekrönte Gedenksäule, ein Geschenk des Sultankalifen Abdul Hamid ll. Khan.

    Vor dieser ersten islamischen Gemeindegründung auf deutschem Boden ist das Schicksal der türkischen Kriegsgefangenen aus den Jahren 1686 bis 1698 anzusiedeln. Ihre Zahl ging in die Tausende. Aber wir wissen über sie kaum etwas oder nur sehr wenig. 1964 veröffentlichte der deutsche Orientalist Otto Spieß einen Aufsatz zu diesem Thema, in dem es heißt, unter den Gefangenen sei es zu Konversionen zum Christentum gekommen. Diese Türken seien schließlich ganz im deutschen Volkstum aufgegangen und hatten sich in Franken, Bayern, Sachsen und in Niederdeutschland niedergelassen. Gleichwohl seien die meisten Gefangenen ihrem islamischen Glauben treugeblieben und später in ihre Heimatländern zurückgekehrt.

    In diesem Zusammenhang muß auch die sogenannte „Rote Moschee“ im Schloßpark zu Schwetzingen erwähnt werden. Sie war von 1780 bis 1785 im Auftrage des pfälzischen Kurfürsten Carl- Theodor als Mittelpunkt eines „Türkischen Gartens“ erbaut worden. Wenngleich nicht als Sakralbau konzipiert, wurde sie dennoch nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 von Kriegsgefangenen Zuaven und Türkos, die in einem Lazarett in Schwetzingen gesundgepflegt wurden, dankbar als Gebetsstätte angenommen.

    * Kaiser Wilhelm II. hatte am 8. November 1898 am Grabe Saladin des Großen in Damaskus gegenüber dem Sultankalifen erklärt: „Möge seine Majestät der Sultan und die 300 Millionen Mohammedaner, welche auf der Erde verstreut leben und in ihm ihren Kalifen verehren, dessen versichert sein, daß zu allen Zeiten der Deutsche Kaiser ihr Freund sein wird“. Als dann im Jahre 19I4 in Wunsdorf bei Zossen, nahe Berlin, ein „Mohammedanisches Gefangenenlager“ angelegt wurde, löste der Kaiser sein Versprechen ein. Im Winter 1914 ließ er eine Moschee für die Gefangenen bauen, die mit einem 23 Meter hohen Minarett versehen war. Für die in der Gefangenschaft verstorbenen Muslime wurde eine Wegstunde von Zossen entfernt, in Zehrendorf, ein Soldatenfriedhof angelegt, auf dem sich das einzige Mohammaddenkmal der Welt befand.

    * Der Friedhof liegt heute inmitten eines Panzerübungsgebietes der GUS-Streitkräfte. Die Gräber und Grabbauten sind von den übenden Panzern niedergewalzt und zerstört worden. Das Lager wurde 1922 aufgelöst, nachdem es mehrere Jahre russischen Muslimischen Emigranten als erste Zufluchtsstätte gedient hatte. Auch bei ihnen hatte es sich mehrheitlich um Angehörige tatarischer Stämme gehandelt.

    3. Zweite Gemeindegründung

    Die Wunsdorfer Moschee diente nach dem Ersten Weltkrieg den Berliner Muslimen als erste Gebetsstätte. In der damaligen Reichshauptstadt lebten Angehörige des Islam aus 41 Nationen. Sie hatten sich 1922 zur „Islamischen Gemeinde Berlin“ zusammengeschlossen. 1924 mußte schließlich die aus HOLZ gebaute Wunsdorfer Moschee wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Sie wurde 1925/26 abgebrochen.

    * Von organisiertem islamischen Gemeindeleben in Deutschland kann man vom Jahre 1922 an sprechen, als der indische Imam Maulana Sadr-ud-Din aus Lahore in Berlin-Charlottenburg eine deutsche Muslimgemeinde gründete. Zwei Jahre später konnte diese Gemeinde in Berlin-Wilmersdorf eine Moschee eröffnen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945, Mittelpunkt des islamischen Lebens in Deutschland und auch für die Länder Ost- und Südosteuropas sein sollte. Ab dem Jahre 1930 führte die Moscheegemeinde den Namen „Deutsch-Muslimische Gesellschaft. Mit dieser Umbenennung war gleichzeitig ein für die damalige Zeit ungewöhnliches Programm verbunden: Die neue Gemeinschaft nahm auch Christen als Mitglieder auf.

    * Ebenfalls in Berlin wurde im Jahre 1927 das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland gegründet, das heute in Soest seinen Sitz hat. 1942 erhielt das Archiv den Rechtsstatus eines eingetragenen Vereins. Das Zentralinstitut ist nach wie vor die einzige unabhängige islamische Einrichtung im deutschsprachigen Raum.

    * Im Jahre 1932 entstanden schließlich zwei weitere islamische Institutionen in Berlin, die heute ebenfalls noch bestehen:

    a) am 31. Oktober 1932 gründeten 60 Muslimische Flüchtlinge aus der Sowjetunion gemeinsam mit deutschen Muslime eine deutsche Sektion des islamischen Weltkongresses, unter deren Dach sich am 27 Mai 1933 alle Muslimischen Vereinigungen im damaligen Deutschen Reich zusammenschlossen;

    b) die deutsche Sektion des Islamischen Weltkongresses richtete mit einem „Islam-Kolloquium“ die erste Muslimische Bildungseinrichtung auf deutschem Boden ein, der auch die Erteilung eines islamischen Religionsunterrichtes an Muslimische Kinder übertragen wurde. Das Islam-Kolloquium ist heute Teil des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland.

    Zum Islam bekannten sich in jenen Jahren etwa 300 Deutsche. Die Gesamtzahl der Muslime belief sich auf rund 1000. Zum Vergleich: In der preußischen Armee hatten ständig bis zu 1500 Soldaten islamischen Glaubens gedient.

    Viele deutsche Muslime sind im Zweiten Weltkrieg gefallen, andere blieben verschollen. Viele der Überlebenden wanderten ins islamische Ausland ab, andere resignierten und zogen sich aus dem bekennenden Gemeindeleben zurück. Vorsichtige Erhebungen um das Jahr 1947/48 sprechen von rund 150 deutschen Islamanhängern; davon rund 50 in Mitteldeutschland.

    4. Muslime unterm Hakenkreuz

    Islam - Archiv schließt letzte Lücken

    In diesen Tagen konnten im Hauptarchiv des Zentralinstituts in Socat die letzten Urkundenlücken geschlossen werden. Dabei handelte es sich um Jahrgänge von 1933 bis 1945. Jeder von uns, der daran gearbeitet hatte , war besonders gespannt auf die uns zugänglich gemachten Situationsbeschreibungen aus der Zeit des Nationalsozialismus.

    Nun soll hier den endgültigen Ergebnissen der Sichtung der etwa 3.000 Dokumente vorgegriffen werden. Jedoch kann bereits heute folgendes gesagt werden:

    * Im Deutschen Reich lebten seinerzeit rund 3000 Muslime ; davon waren etwa 260 bis 300 deutschstämmig.

    * Die größte islamische Vereinigung war seinerzeit mit 167 Mitgliedern die “islamische Gemeinde zu Berlin”, gefolgt von der “Deutsch-Muslimischen Gesellschaft” mit 48 Mitgliedern und vom “Islamischen Weltkongreß” mit 39 Mitgliedern.

    * An Gemeinschaften bestanden damals die “islamische Gemeinde zu Berlin”, der “Islamische Weltkongreß”, die Deutsch-Muslimische Gesellschaft”, die “Sufi-Bewegung”, der “Verein für islamische Gottesverehrung”, die “Ahmadiyya-Mission” (Qadian), eine Reihe von Studentengemeinden, muslimischer Landsmannschaften aus Osteuropa und Zentralasien sowie einige arabische politische Parteien wie etwa die “Ägyptische Nationalpartei”.

    Zu den politischen Einstellungen kann gesagt werden :

    * Die Muslime , die aus den britischen und französischen Kolonien nach Deutschland gekommen waren, standen dem Nationalsozialismus positiv gegenüber. Sie sahen in ihm einen natürlichen Verbündeten im Kampf um die Befreiung ihrer Völker von der Kolonialherrschaft;

    * Zu dieser Gruppe kann auch die im damaligen Indien ansässige Ahmadiyya-Anjuman-i-Ishaat-i-Islam gerechnet werden;

    * Die ab 1941/42 in der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS dienenden muslimischen Soldaten aus Südosteuropa, Osteuropa und Zentralasien hatten sich deshalb anwerben lassen , weil ihnen versprochen worden war, sie würden zur Befreiung ihrer unterjochten Heimatländer eingesetzt; 1

    * Die Mehrheit der deutschstämmigen Muslime hat sich mit der Ideologie der NSDAP nie anzufreunden vermocht. Die deutschstämmigen Muslime wurden ständig von der Gestapo überprüft und beobachtet;

    * Eigentliche Opfer der Rassenideologie waren die den Islam bekennenden “Weißen Zigeuner” aus Bosnien. Die teilten größtenteils das Schicksal der Juden.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb der seinerzeit in Damaskus lebende Dr. Mohammed Raschid el-Kuzbari über die Muslime und die Juden in Deutschland zwischen 1933 und 1945 u.a. :

    “Eines der scheußlichsten Kapitel innerhalb der europäischen Zivilisation ist die Ausrottung von etwa sechs Millionen Juden während der Jahre von 1933 bis 1945...Die Geschichte der Juden in Europa war ein einziger Leidensweg....”

    Ein Beispiel für die Lage, in der sich die deutschstämmigen Muslime im Dritten Reich befanden, vermag ein Brief der Reichsleitung der NSDAP vom 13. April 1937 an den Polizeipräsidenten in Berlin zu vermitteln. Dort heißt es :

    “In der oben bezeichneten Angelegenheit teilen wir ihnen mit, daß sich die Gesellschaft (Deutsch-Muslimische Gesellschaft, d. Red.) aus Angehörigen der verschiedensten Rassen und Völker zusammensetzt. Die Zusammenkünfte finden meist in zwangloser Form statt. Besucher sollen vor allem Professoren, ehemalige Offiziere usw. sein. Bei diesen Zusammenkünften sollen , sofern die Teilnehmer glauben unter sich zu sein, abfällige Bemerkungen über den Nationalsozialismus und seine Führer gemacht werden. Es handelt sich bei der Gesellschaft mehr oder weniger um einen Unterschlupf für reaktionäre Elemente.

    Im übrigen gehören mehrere Juden zur Gesellschaft. Die Gesellschaft war insbesondere in den Jahren 1933/34 Unterschlupf und Absteigequartier für Kurfürstendammjuden. Gegen das Weiterbestehen der oben bezeichneten Gesellschaft bestehen demzufolge hier erhebliche Bedenken., sowohl in formaler als auch in weltanschaulich-politischer Hinsicht. Die uns übersandten Unterlagen - 1 Band Akten Nr. 8769 sowie die Satzungen- erhalten Sie anliegend wieder zurück. Heil Hitler!

    I.V. Schäfer”.

    Bereits am 10. April 1934 wurde die Reichsregierung von Übertritten deutscher Juden zum Islam unterrichtet. Der Text lautet :

    “Die persische Zeitung `Schafagh-es-Sorkh` meldet, daß vier Deutsche nach dem Studium der verschiedenen Religionen sich für den Islam entschieden und die nötigen Schritte unternommen hätten, um in diese Religionsgemeinschaft einzutreten. Nach den weiteren Angaben der Zeitung handelt es sich um die aus Vater, Mutter und zwei Kindern bestehende Familie Süßmann...Herr Süßmann war bisher Jude. Er hat mit seiner Konvertierung den klassischen alten persischen Namen Shapour angenommen.

    gez. von Blücher” (ZI IAD Dok. II/0-4,2. Gmdgr.).

    Das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland (seinerzeit “Islamisches Zentralinstitut”) war zumindest ab 1942 von der Propaganda der NSDAP instrumentalisiert worden. Zwar beliefen sich die seinerzeitigen Betreiber ausdrücklich darauf, daß das Institut ganz im Sinne seines Gründers aus dem Jahre 1927 weiterarbeiten werde, eingelöst wurde dieses Versprechen jedoch erst nach dem Wiederaufbau in Saarbrücken und Soest ab dem Jahre 1962.Die Geschichte des Islam im Dritten Reich offenbart, daß die damals hier lebenden Anhänger des Islam das Schicksal der einheimischen Bevölkerung voll geteilt haben. Das Spektrum reicht von bedingungsloser der NS-Politik, von Mitläufern bis zum passiven Widerstand , von Ablehnung bis Anbiederung. Bliebe letzlich noch zu erwähnen , daß die mit großen Versprechungen angeworbenen Soldaten islamischen Glaubens einen hohen Blutzoll entrichtet haben, zumal die Mehrheit von ihnen nach der Kapitulation 1945 von den Briten an die Sowjets ausgeliefert und damit in den sicheren Tod getrieben worden waren.

    Über das Schicksal der muslimischen Roma in deutschen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkrieges ist nur wenig bekannt. Dieses Thema war bis heute sowohl für die deutsche als auch für die ehemalige jugoslawische Seite tabu. Unser Institut wurde nun mit der Abfassung einer Studie betraut, die dieses Tabu durchbrechen soll. Mit der Studie soll aber auch den ermordeten “ Weißen Zigeunern” - wie die Roma muslimischen Glaubens genannt wurden - ein Denkmal gesetzt werden.

    Wir sind dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sehr dankbar für die Bereitschaft , unsere Arbeit zu unterstützen. In einem Schreiben vom 2. Januar 1995 heißt es unter anderem: “ Leider enthält das von unserer Einrichtung herausgegebene Gedenkbuch `Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau` keine Hinweise auf die Religionszugehörigkeit der inhaftierten und ermordeten Roma, allerdings ist auch uns bekannt, daß sich darunter wohl auch muslimische Roma befanden”. Ganz am Anfang unserer Dokumentierung können wir von folgenden erstaunlichen Fakten ausgehen:

    * Während des Zweiten Weltkrieges hat sich der damalige Ra’is al-Ulama von Jugoslawien, Fehim Efendi Spaho, für die Roma eingesetzt. Durch seine persönliche Intervention bei der deutschen Besatzungsmacht gelang es ihm, die Roma weitgehend vor der Vernichtung in den Konzentrationslagern zu bewahren;

    * Im Kosovo wurden die Roma gezwungen, gelbe Armbinden zu tragen und Zwangsarbeiten zu verrichten. Die Muslime unter ihnen konnten in der Anfangszeit relativ geschützt leben. Da die Roma im Kosovo nicht als Randgruppe sondern integriert lebten, wurden sie von der übrigen Bevölkerung vor Deportationen und Erschießungen immer wieder geschützt. Nach Mitrovica, wo ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung Roma waren, kamen am 6. Mai 1942 SS-Tuppen mit Lastwagen und requirierten alle Schafe. Später wurde der Befehl zur Festnahme der Roma gegeben, der durch die Verzögerungstaktik der lokalen Polizei nicht sofort durchgeführt wurde. Im Spätsommer 1942 wurden 300 Roma in Mitrovica zur Zwangsarbeit verpflichtet. Sie mußten zu Fuß mehrere hundert Kilometer für die deutschen Truppen Schafe und anderes Vieh nach Griechenland treiben. Einige konnten flüchten. Zusätzlich wurden die Roma von bewaffneten Einheiten der faschistischen albanischen “ Balli kombetar “ verfolgt.Als die deutschen Truppen im Herbst 1943 Teile der ehemals italienisch besetzten Gebiete Jugoslawiens einnahmen, setzten sie ihre Vernichtungspolitik gegen die Roma auch dort fort. Roma wurden in Konzentrationslager in Jugoslawien eingewiesen, aber auch in Buchenwald, Mauthausen und in andere Konzentrationslager im Deutschen Reich deportiert;

    * Hohe islamische Würdenträger in Bulgarien haben sich aktiv gegen die Deportation von Juden, Sinti und Roma gewandt.

    Das Zentralinstitut Islam-Archiv-Deutschland ist für jeden Hinweis dankbar, der uns bei unseren Untersuchungen unterstützen könnte.

    Quelle: Dunia-Hochschulzeitschrift
     
  3. agentP

    agentP Ritter Kadosch

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  4. MederKoenig

    MederKoenig Großmeister

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    Hehe! So schnell wie der Islam im Iran kam wird er auch so schnell sich verpissen! 90% der Iraner sind 100% gegen den Islam! Und rufen eine Demokratischen Staat aus. Mit Verbot des Islams und die wiederaufrichtung der Zardosht Religion! Hehe gut das bald alle Iranischen Stämme so denken. Hmm für den Islam sieht das net gut aus! :lol:
     
  5. H-7-25

    H-7-25 Großmeister

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    Danke für deine Wunschliste an den Weihnachtsmann mederkönig aber behalte deine negativen Einstellung anderen gegenüber bitte für dich.
     
  6. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    @Meder......

    Oh du Idiot, halt doch einfach deine ver***** Klappe, du bist so dumm irgendwie, mit dir darf man gar net reden aber des regt mich so auf :!:

    Musst du jeden Thread in ein Iran Thread machen :?:

    Des ist einfach nur DUMM :!:

    Ich hab kein Bock mit dir zu reden also cya!

    @Mod

    Es tut mir leid, dass ich so reden muss, aber Meder... soll auch wissen wie man sich benehmen muss! Deswegen..... Es tut mir gegenüber euch auch leid, gegenüber Meder.... NICHT!!!!

    Gruß an alle (außer Meder)
     
  7. MederKoenig

    MederKoenig Großmeister

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    Ey Türke! Schau mal mein Land an. Es ist Wirtschaftlich und Militärisch sehr inordnung. Aber schau dir die Geselschaft an! Sie ist gefangen!
    Und dieser tolle Islam hat heh nichts auf die Beine gestellt!
    Der Islam ist primitiv! Das sieht man schon am Namen.
    Die ganze ach so tolle Baukunst und alles andere kommt von uns Iranern.
    Und die Araber wollen sich damit ausschmücken. Dafür gibts richtig viel Dünnshit!

    Ahuraja ahj ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! Ahuraja ah ahura! :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
     
  8. Technoir

    Technoir Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Meder ist entweder:

    [] - fanatisch
    [] - nur dumm
    [] - will nur provozieren
    [] - hat ein Ego Problem
    [] - alles vom obigen


    zutreffendes bitte ankreuzen :wink:
     
  9. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    Hab ich je behauptet ich bin Türke?

    Wirtschaftkich naja, aber militärisch auch naja, aber nicht so wie du denkst, naja du musst sowieso zu Psychater!

    Ja sie ist Gefangen! Ist in der Türkei die Gesellschaft gefangen(so wie in den Iran) :arrow: Nein, denn Staat und Religion sind ja getrennt! In den Iran nein, hat das was mit dem Islam zu tun? Nein, nur mit dem Iranischen Volk, wären die so Klug und würden eine Revolution machen könnten sie den Staat stüzen, und es so machen wie sie es wollen, sie machen es aber nicht!

    Der Islam ist nicht primitiv, DU und das iranische Volk sind primitiv, wieso?-Steht oben, also, laber keine Scheiße!

    Jaja, und ich bin Jesus! HAHAHAHA :lol: :D :p :twisted: :twisted: :twisted:

    Nicht die Türken, also laber keine Scheiße und halts maul!

    JA und den kannst du in der Toilette ablassen!(Habt ihr sowas überhaupt, oder kackt ihr auf die Straßen?)

    Zuliebe H-7-25 werde ich HIER nicht mehr mit dir argumentiren, damit sein Thread nicht noch geschlossen wird! Also: Woanders können wir weiterlabern! Obwohl mit dir zu labern ist blöd also Leben Wohl(schon zum zweiten male)

    NAJA CYA DESERTEAGLE
     
  10. MederKoenig

    MederKoenig Großmeister

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    Ach komm! Hören wir auf mit dem Kinderquatsch. :wink:
     
  11. MederKoenig

    MederKoenig Großmeister

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    Komm mein was du willst!
    Aber sage mir was der Islam so tolles auf die Beine gestellt hat???
     
  12. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    @Mederkönig
    Eine Weltreligion! Und vieles mehr!

    @Technoir

    [x] - fanatisch
    [x] - nur dumm
    [x] - will nur provozieren
    [x] - hat ein Ego Problem
    [x] - alles vom obigen

    irgendwie alles :D :lol: :twisted:

    CYA
     
  13. agentP

    agentP Ritter Kadosch

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    Zum Glück kenn ich noch ein paar anderer Iraner, den würde ich von Mederkönig auf alle schließen, dann würde ich wahrscheinlich vermuten, ich hätte die psychologische Müllkippe dieser Galaxis entdeckt.
    Ich werde bis auf weiteres in keinen Thread mehr posten in dem er auch schreibt, da ich dieses ständigen besudeln von guten Diskussionen nicht mehr ertrage.
    Vielleicht schliessen sich ja ein paar andere an, dann kann er alleine vor sich hinmedern und verpisst sich irgendwann.
     
  14. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    @agentp
    Ich veruche es, aber er regt mich so sehr auf, dass ich dann doch was schreibe!
     
  15. MederKoenig

    MederKoenig Großmeister

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    Was ist euer Problem! Fakt ist. Meine Vorfahren haben zur Bracht des "Islams" beigetragen. Ihr wollt mir nicht sagen irgend welche Araber die Nomaden waren. Nichts von Baukunst wussten haben den Islam so toll gemacht. Tztz! Iranische Stämme und paar andere Hoch Kulturen haben erst das daraus gemacht. Die ganzen schönen Moschen. Iranische Baukunst! Große Teil der Islamischen Wissenschaft. Iranisch. Ich kann das vortführen. Aber ist unnötig!
     
  16. Don

    Don Großer Auserwählter

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    Anmerkung Moderator

    @Mederkönig

    Da Du schon einmal von Kai vorgewarnt worden bist, Dich stur weigerst Dich an den allgemeinen Ton zu halten bewegst Du Dich auf sehr dünnen Eis hier.
    Deine Art bewegte mnich schon zum schließen zweier Threads. Dieser jedoch ist von Wissen sehr gut aufgearbeitet worden und dieser wird nicht von Dir VERSAUT!
    Sollten beleleidigende Beiträge deinerseits erscheinen werden sie gelöscht oder editiert.


    Don
     
  17. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    Also wieder zurück zu Thema:

    Aus dem arabischen entlehnte Wörter(Diese Wörter und Gegenstände kommen aus dem Arabischem!):

    Admiral, Algebra, Alokohol, Aprikose, Arsenal, Banane, Benzin, Chemie, Damast, Diwan, Drogerie, Gitarre, Laute, Jacke, Kaffee, Karussel, Kittel, Kümmel, Limonade, Matratze(früher haben die Europäer auf Strohsäcken gepennt!), Marzipan, Mütze, Muskat, Musselin, Natron, Orange, Pantoffel, Safran, Scheck, Soda, Sofa, Spinat, Syrup, Tarif, Tasse, Trompete, Ziffer, Zimt, Zucker, Zwetschge.

    Ja, das sind einige von vielen Wörtern und Gegenständen die aus dem Arabischen kommen!!!


    Gruß DESERT

    ----------------------------------------------------
    Nachtrag: Natürlich sind diese Wörter aus der Zeit in der Arabien dem Islam angehörte, dass heisst: Diese Wörtter kommen im Prinzip vom Islam!
     
  18. Technoir

    Technoir Meister vom Königlichen Gewölbe

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    @Moderkönig

    Hier gehts aber nicht um den Iran sondern um die Geschichte des Islam.
    Es interessiert an dieser Stelle niemanden, ob der Iran dies oder jenes toll kann oder hat.
    Du hast uns ja schon in anderen Threads die Vorzüge des Iran in ALLER AUSFÜHRLICHKEIT, OBJEKTIVITÄT UND SACHLICHKEIT :lol: aufgezählt.
     
  19. H-7-25

    H-7-25 Großmeister

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    Ich frag mich auch wieso soviel deutsche Wörter aus dem Arabischem kommen,wo man doch das Volk und deren Kultur so verachtet hatte.Oder wussten damals einige Leute die wahre Herkunft der Germanen?
    Hier habe ich eine interessante Theorie aus einem anderem Forum:
    Assalamu alaikum

    Im Einklang mit meinen derzeitigen Forschungen ist es mir heute gelungen, die wahre Herkunft der germanischen Namen unserer Wochentage zu entschlüsseln.

    Hielt man uns bisher in dem Glauben, die Wochentage seien nach einer Vielzahl von vermeintlichen Gottheiten der alten Germanen benannt worden, stellt sich nun wieder einmal heraus, dass diese Behauptungen offenbar im Zuge der antigermanischen Propaganda aufgestellt worden sind.

    Dies ist eine Liste mit den bisherigen "Forschungsergebnissen" der Linguisten und Historiker:

    1. Sonntag (Sonne)
    2. Montag (Mond)
    3. Dienstag (Gottheit "Thinsus")
    4. Mittwoch (Mitte der Woche)
    5. Donnerstag (Gottheit "Donar")
    6. Freitag (Gottheit "Frija")
    7. Samstag (Shabbat, jüdischer Wochentag)

    Wir sollen glauben, die alten Germanen benannten die sieben Wochentage nicht nur nach der Sonne und dem Mond sondern auch nach drei ihrer unzähligen Gottheiten, denen sie angeblich gedient haben sollen.

    Nach sorgfältiger Überprüfung der WÖrter und ihrer "Geschwister" in anderen europäischen Sprachen bin ich zu dem Ergebnis gelangt, dass dies nicht richtig sein kann, da diese Wörter entsprechend der alten Transkriptionsregeln vollkommen identisch sind mit uns bekannten arabischen Wörtern.

    Ohne nun auf die detaillierte Erläuterung der Konsonantenkonfiguration einzugehen, ergibt sich folgende Aufstellung:

    1. Sonntag [زهد zuhd + Tag] - "Tag der Enthaltsamkeit"
    2. Montag [منّ mann + Tag] - "Tag der Wohltat"
    3. Dienstag [دين dîn +s+ Tag] - "Tag des Glaubens"
    4. Mittwoch [Mitte + Woche] - siehe unten
    5. Donnerstag [ثناء thanâ' +s+ Tag] - "Tag der Lobpreisung"
    6. Freitag [وعي wa'y + Tag] - "Tag der Besinnung"
    7. Samstag [سبت sabt +s+ Tag] - "Tag der Einhaltung"
    {Anm.: Bei dem s handelt es sich um ein Binde-s}

    Was den Mittwoch anbelangt, so lesen wir im Herkunftswörterbuch des DUDEN-Verlags:

    "Diese Bezeichnung wurde von der Kirche an die Stelle einer älteren Bezeichnung gesetzt, um die Erinnerung an die heidnischen Gottheiten auszulöschen. Die ältere Bezeichnung ist in anderen germ. Sprachen bewahrt: niederl. woensdag, engl. Wednesday, schwed. onsdag, eigentlich 'Wodans (Odins-)Tag'..."

    Wie wir sehen, behauptet der DUDEN, "die Kirche" habe den alten Namen des Mittwochs ersetzt, um den Namen der angeblichen Gottheit Odin bzw. Wodan auszumerzen. Mit dieser Auslegung disqualifiziert sich der DUDEN jedoch selbst, da "die Kirche" demnach auch die Namen Dienstag, Donnerstag und Freitag ersetzt hätte, ganz zu schweigen von Sonntag und Montag.

    Einen Tag nach der Sonne oder dem Mond zu benennen, wäre absurd, da diese beiden Himmelskörper schließlich nicht nur an jenen Tagen zu sehen sind. Die Historiker müssen ob diesem vermeintlichen Tatbestand so verwirrt gewesen sein, dass sie sogar andere Himmelskörper mit den Wochentagen in Verbindung brachten, was jedoch in den romanischen Sprachen stärker zum Ausdruck kommt. Den Germanen warfen sie dann vor, diese Planeten-/Götternamen entlehnt zu haben.

    Dass die alte Bezeichnung des Mittwochs tatsächlich ersetzt worden ist, beweist seine arabische Herkunft. Demnach liegt dem niederl. woensdag, dem engl. Wednesday und dem schwed. onsdag das arabische Wort wathn (Götzenbildnis) zugrunde. Anscheinend hatten sie sich wie die Israeliten für Gott einen Götzen gebaut, den sie anbeteten, bis jemand sie daran hinderte oder überzeugte, es zu unterlassen.

    Was die Herkunft der beiden Wörter "Sonne" und "Mond" betrifft:

    1. Sonne [سناء sanâ'] - Glanz, Licht, Schein
    Das männliche arabische Wort ist wegen seiner â-Endung fälschlicherweise "feminisiert" worden, d.h. mit einem weiblichen Artikel versehen worden, weshalb es heute "die Sonne" heißt anstatt "der oder das Sonne".

    2. Mond [مهد mahd] - Wiege, Schaukel
    Damit war offenbar lediglich die Mondsichel gemeint. Für den Vollmond und den Mond im allgemeinen muss es ähnlich wie im heutigen Arabisch spezielle Namen gegeben haben, die leider in Vergessenheit geraten sind.

    In Anbetracht dieser Tatsachen erscheint es noch klarer, warum niemand auf die Idee kam, zwei Wochentage nach den beiden Himmelskörpern zu benennen.

    Alles Gute
    Wassalam
     
  20. DesertEagle

    DesertEagle Geheimer Meister

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    @H-7-25

    Nun, mein Geschichtslehrerhat das so erklärt:
    Nachdem die Araber Jerusalem erobert hatten, startete der Papst(mit anderen Gründen) einen Kreuzug. Nachdem sie dann Jerusalem erobert hatten, übernahmen die Europäer die arabische Kultur und lebten dort, oder sie gingen zurück nach Europa und brangen die Kultur, somit auch Gegenstände und Wörter nach Europa.
    Tja und so in der Art wird es wohl gewesen sein!

    CYA
     

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