Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

Gab es das Christentum vor Jesus?

Talyessin

Geselle
10. Juli 2002
32
Hallo Zusammen,

schon länger stell ich mir die Frage, ob Jesus von Nazareth wirklich der Begründer des Christentums ist. Es gibt wohl Schriften, die behaupten, die "hlg. drei Könige" wären der Schüssel. Nach dem ich versucht habe das zu überprüfen, bin ich nur auf das gestossen, das es eine relativ große Christengemeinde in sehr kurzer Zeit gab. Damit meine ich die Armenier und die Galater. Könnte es sein, daß Jesus nur bestehende Ideen aufgegriffen hatte um das Judentum zu ändern. Solltet ihr dazu was wissen, so gebt mir Hinweise.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Tja, was ist eigentlich Christentum? Es ist eine Erlöserreligion - und eine Erlöserreligion ist in der Geschichte, auch damals, nichts neues gewesen. Markant dürfte sein, dass das Wort Christus von christos abgeleitet ist, das griechische Wort für Messias (Erlöser). Wir haben unter den Evangelienschreibern einen etwas 'griechisch' angehauchten oder hellenistischen: den Lukas. Der berichtet auch von einer Apotheose ( :arrow: Himmelfahrt). Die Himmelfahrt eines Gottes ist jedoch kein neues Phänomen: Attis, Kybele, Mithras fuhren gen Himmel. Im AT übrigens war es Elia, von dem ein vergleichbares Ereignis beschrieben wird; übrigens wird im NT vermerkt, dass das Volk Jesus anscheinend mit dem Elia verglich oder ihn als Reinkarnation oder Wiedergekehrter Elia oder ähnliches verstanden.
Die Juden warteten tatsächlich auf eine Art Messias und dementsprechend entwickelten sich Kulte und Bewegungen. Es soll laut einigen Quellen sogar Personen gegeben haben, die mehr Anhang hatten als Jesus. Eine Person davon war Bar Kochba, der durch sein politisches Engagement eher dem messianischen Vorstellungen entsprach und wirkte nach Jesus.
Dass sich das Christentum so ausbreitete, jedoch Abwandlungen der Verkündigungen, wie Jesus sie predigte, lag insbesondere an den Personen, die nach Jesu 'Verschwinden' aktiv wurden. Im NT kann man davon ein wenig lesen, wenn auch die Darstellungen manchmal etwas abgewandelt worden sein dürften. In welche Richtung die Religion lief, das deuten die Briefe an.
Jesus selber verstand sich als jemand, der die verlorenen Schafe Israels wieder zu Gott zurückführt und sah in Israel viel Bosheit und Lüge und eigentlich eine Entferntsein von Gott. Ausserdem verstand er sich als jemand, der den Weg zurück zu Gott vorlebt und sich von Gott gegeben.
 

LtHinterheimer

Geheimer Meister
7. Januar 2003
494
das weis ich nicht, ob es vor "jesus" ein christentum gab. aber es gab mit sicherheit schon volkslenkungsparolen, welche auf dem selben dualistischen irrtum basierten. mit jesus ist der zwar aufgleockert, aber noch nicht ganz abgeschafft. konzentiret euch auf die eine intelligenz, die weder gut, noch böse ist. :wink:
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Talyessin schrieb:
schon länger stell ich mir die Frage, ob Jesus von Nazareth wirklich der Begründer des Christentums ist. Es gibt wohl Schriften, die behaupten, die "hlg. drei Könige" wären der Schüssel. Nach dem ich versucht habe das zu überprüfen, bin ich nur auf das gestossen, das es eine relativ große Christengemeinde in sehr kurzer Zeit gab. Damit meine ich die Armenier und die Galater. Könnte es sein, daß Jesus nur bestehende Ideen aufgegriffen hatte um das Judentum zu ändern. Solltet ihr dazu was wissen, so gebt mir Hinweise.
Vielleicht kann ich dir helfen!

Johannes der Täufer gehörte der jüdischen Sekte der Essener an, Jesus höchstwahrscheinlich auch. Diese waren römerfeindlich, mochten die Tempelpriester nicht und lebten zurückgezogen in verschiedenen Festungen in der Wüste. Sie sympathisierten mit den terroristisch-antirömischen Zeloten (denen z.B. Judas Ischariot angehört haben soll). Die ersten christlichen Gemeinden waren wahrscheinlich essenisch, aber Klarheit könnten uns in diesem Punkt nur die Qumranrollen geben. Aber die werden vor der Öffentlichkeit zurückgehalten...

Auf jeden Fall bestanden die Essenergemeinden seit ca. 100-120 v.Chr. und vertraten verblüffend ähnliche Lehren wie Jesus.

Von einer Verbindung zu den hl. drei Königen weiß ich aber nichts.
 

AEBA666

Geselle
27. März 2003
10
Jesus war Jude und das Christentum ist aus ihm heraus entstanden bzw aus Petrus und Paulus Saulus.
 

geschmackloss

Geheimer Meister
11. Dezember 2002
384
naja eigentlich kann man doch jesus und luther gut vergleichen denn beide haben eine mehr oder weniger neue religion geschaffen

das christentum gab es meines wissens erst kurz nach jesus
ebenso wie die protestanten erst nach luther
 

jadawin

Geheimer Meister
25. Januar 2003
207
.....Luther hat keine neue Religion geschaffen.
Er hatte nur an der damaligen Auslegung und der Art der Kirchenoberen etwas auszusetzen....

--------------------

Die Juden warten auf den prophezeiten Messias.
Jesus wurde von einigen für diesen gehalten, für andere war er ein Prophet.
Also sind die Christen im Prinzip eine jüdische Sekte die davon überzeugt sind das der Messias in Gestalt Jesu bereits erschienen ist.
 

shabbel

Lehrling
28. März 2003
1
Also,

Jesus Christus ist nicht als Religionsstifter zu sehen, sondern als Erlöser. Sein Auftreten auf der Erde war so großer Wichtigkeit, daß viele Sehende auf sein Kommen hingewiesen haben.

Viele Eingeweihte unserer Zeit gehen davon aus, daß Jesus erst in seinen letzten drei Lebensjahren zum Christus geworden ist. Damit meinen sie die Einfindung des spirituellen Impulses, der die Welt verändern sollte. Er wurde damit zur ersten Seele, die unsterblich werden konnte.

Jesu ursprüngliche Aussagen sprechen von Reinkarnationzyklen, denen die Wesen der Erde unterworfen sind. Ich zitiere Trevor Ravenscroft: Der Christusimpuls hat eine Ausstiegsklausel aus den Reinkarnationszyklen eröffnet.

Damit ist gemeint, daß seit seinen Verschwinden aus der Welt den Menschen die Möglichkeit gegeben ist, dies ebenfalls zu tun. Die Geheimlehren in allen Teilen der Welt geben Anleitungen, die ein Praktizierender einhalten muß, um die Ausstiegsklausel nutzen zu können.

Die Wichtigkeit von Jesus in der Realwelt liegt in seiner neuen Ethik. Dem Auge um Auge, Zahn um Zahn des alten Testamentes stellt er radikal Nächstenliebe und Vergebung entgegen. Nur das Christentum hat in der heutigen Zeit diese Ethik enthalten. Nicht das Judentum und nicht der Islam. Hier gelten immer noch die alten Aussagen.

Zur Frage nach den Christen vor Jesus:

Es hat sie gegeben. Jesus übernahm Ihre Bräuche und Aussagen in vielerlei Hinsicht. Als eigentlicher begründer des Christentums gilt aber Paulus. Er war ebenfalls ein Heiler und Seher wie Jesus und hat sein Leben in die Verbreitung der Lehre Jesu gestellt. Man kann sagen, die Geheimlehre der Christen hat vor Jesus bestanden. Eine christliche, exoterische Kirche gab es erst seit Paulus.
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
könnte es sein dass jesus stelzen benutzt hat um über das wasser zu gehen.
in einer zeit als noch keine stelzen erfunden waren muss das doch eindruck gemacht haben.
vielleicht war er schauspieler und das christentum vor ihm waren die vorbereiter seines "auftritts".
was in dem kontext noch interessanter ist :gab es ein protestantentum vor martin luther?
 

lemonstar

Großmeister
23. Oktober 2002
87
jadawin schrieb:
.....Luther hat keine neue Religion geschaffen.
Er hatte nur an der damaligen Auslegung und der Art der Kirchenoberen etwas auszusetzen....
Jesus hat keine neue Religion geschaffen.
Er hatte nur an der damaligen Auslegung und der Art der Kirchenoberen etwas auszusetzen (es war nur das Judentum und nicht die katholische Kirche).
 

deLaval

Auserwählter Meister der Neun
13. März 2003
914
Es widerstrebt mir sehr Jesus mit Luther gleichzusetzen, denn Jesus war eher auf die Befreiung der Menschlichen Seele aus, während Luther sie eher knechten wollte.
Was glaubt ihr, warum war er gegen den Ablaßhandel? Die Kirche hat auch vorher und nachher (auch die protestantische) den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen. Ich zitiere mal die erste seiner (ich glaube es waren 95) Thesen:
"Der Mensch soll sein ganzes Leben lang Buße tun."
Der Vergleich zu Paulus liegt da näher.

Nun zum Christentum.
1.Das Prinzip des sterbenden und auferstehenden (bzw. wiedergeborenen) Gottes gab es schon vorher (Dumizi, Adonis, Dionysos, Mithras,...)

2.Das Prinzip des geboren werdenden Gottes wird seid etwa 4000 Jahren (am 25.12. Mithras) gefeiert.

3.Das Prinzip der Nächstenliebe gibt es auch schon länger.

4.Das Prinzip des Dualistmus (Gott (gut) hier Teufel (böse) da) besteht seid Zaroaster (oder auch Zaratustra), also auch schon etwas länger.

5.Das Prinzip des Kanibailismus (nehmt, das ist mein Leib, trinkt das ist mein Blut) gibt es eigentlich schon immer. Die Vorstellung, daß man sich Eigenschaften eines Anderen aneignet, indem man ihn verspeißt (im Fall des Christentum seine Heiligkeit) ist so alt wie die Menschheit selbst und man findet sie in fast allen Kulten (vor allem Naturkulten, Indianer etc.).

Also im Prinzip hat es das alles vorherschon gegeben, wenn vielleicht auch nicht unter dem Namen.
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
struppo_gong schrieb:
könnte es sein dass jesus stelzen benutzt hat um über das wasser zu gehen.
in einer zeit als noch keine stelzen erfunden waren muss das doch eindruck gemacht haben.
Versuch du doch mal, das nachzustellen...ausserdem waren die Juden dadoch keine Idioten...
 

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
Hehe immer versuchen die Leute die Wunder zu erklären.
Dabei wird doch immer übertrieben und aus Mücken werden Elefanten gemacht. Statt Stelzen zu benutzen, ist Jesus vielleicht GAR NICHT übers wasser gegangen?
Die Leute benutzen diese Symbolik wahrscheinlich , um Jesus zu verherrlichen.
 
Oben Unten