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Faschismus in Indien

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Während die Welt in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ihre Aufmerksamkeit auf Mussolinis Kriege in Afrika und die japanische Invasion in China richtete, kam Adolf Hitler an die Macht. Heute sollte man bei aller Aufmerksamkeit für den Krieg im Irak die Entwicklungen in Indien nicht aus den Augen verlieren, meint die indische Schriftstellerin Arundhati Roy, denn am Subkontinent macht sich der Hindu-Faschismus in immer stärkerem Maße breit.
Arundhati Roy Der aufhaltsame Aufstieg des Hindu-Faschismus

Das ist wirklich eine Gefahr - die Monopolisierung der Blickrichtung auf einen Konfliktherd, welches in anderen Konfliktregionen die Gefahr des Freigangs (militärischer) Gewalt begünstigt. Da existiert ein 'merk'würdiger Zusammenhang des Irak-Krieg-Medienspektakels und rechtsextremistischen Auswüchsen anderswo auf der Welt.
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
ja das ist hart, hab indien bis jetzt immer für zumindest halbwegs zivilisiert gehalten. aber der vergleich zwischen den heutigen zuständen in indien und ns-deutschland damals hinkt gottseidank mindestens auf einem bein. denn:

die damalige aggression in deutschland richtete sich hauptsächlich gegen das ausland und minderheiten in der bevölkerung, während das was in indien vorgeht seine opfer hauptsächlich aus den eigenen reihen fordert, und bei einer solchen aggressivität wahrscheinlich sich selbst vernichten, oder zumindest nicht handlungsfähig sein wird. dazu kommt das indien 1. kein geld hat, und 2. von einem anstiftenden irren an der spitze des staates verschont blieb (bisher) :?
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Tatsächlich gibt es lange Listen von Gewalt, und viele (rechts-)extremistische Gruppierungen, Ordnungskräfte, terroristische Verbände:Indien. Besondere Aufmerksamkeit hat Gujarat verdient, die Ausschreitungen dort fanden in der Presse nicht sonderviel Erwähnung: Instrumentalisierung von Religion. Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht in den Progromen in Indien die Gründe insbesonder in den Kommunalismus. Der Progrom in Gujarat habe die Gesellschaft wachgerüttelt: Indiens säkulare Tradition in Gefahr?. Leider hat Indien nichtsdestotrotz zu wenig Aufmerksamkeit, die Auswüchse sind langjährig.
Die Eindämmung von Rechtsextremismus ist eine Dauerbeschäftigung.
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
:\ egal, ist trotzdem nur bürgerkrieg da
wenn keiner mehr übrig ist, werden wieder (oder weiter) entwicklungsgelder für aufbau reingesteckt
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Und Bürgerkrieg fällt in der Handhabe unter Staatssouveränität... Ich weiss ja nicht, wie Staatsrecht oder Landesrecht in Indien ausschaut. Aber das Kommunalismusproblem müsste von doch eigentlich von oben her angegangen werden. Aber die Regierung hat eine gewisse politische Schieflage, die nicht gerade die innerländischen Spannungen beruhigt. Und eine landesweite gute und funktionierende Nahrungsmittelverteilung kriegt Indien auch nicht hin. Staat ist Staat. Die Kommunen legen sich nicht mit höchster Ebene an, sondern fühlen sich nicht zuständig. Und das fühlt man sich auf der Staatsebene auch nicht. So bringt man Regionen auch in die Krise.
 

Draghkar

Geheimer Meister
29. September 2002
199
ja aber ich mach mir da jetzt keine panik. gibt tausend länder wo das so, oder sogar noch viel schlimmer ist. die essen sich einfach gegenseitig auf, dann ist da wieder ruhe. das einzige was nervt ist, dass dort 1 million menschen leben, was schwierig zu handhaben ist..
 

lu_gal

Großmeister
25. April 2003
68
Üble Sache, das!
Das zivilisierte Indien, das wir kennen, wird hauptsächlich durch den Einfluß des englischen Empire geprägt. Aber dessen Einfluß schwindet, statt dessen bekommt die alte Vielgötterei wieder Auftrieb.
Wer glaubt, das sei doch irgendwie unwichtig braucht sich nur das vorzustellen:
Ein Volk von über eine Milliarde praktiziert den Ritus des Menschenopfers für die Göttin KALI! Da kommt Freude auf... :evil:
 
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