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Evolutionstheorie - die Lüge des Materialismus

milktoast

Geheimer Meister
1. Dezember 2002
201
@angel
dann sage mir bitte warum sich einige Hai-Arten im Laufe von millionen von Jahren so gut wie gar nicht verändert haben, weil sie anscheinend so perfekt sind, dass jegliche Umweltänderung keine Auswirkungen auf ihre Evolution hat?
Es gab schlicht und ergreifend keine Umweltveränderung die eine Veränderung nötig gemacht hätte. Sonst würden diese Arten heute nicht mehr Existieren. Mutation ist schließlich kein Muß.
cu milktoast
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Angel
ich habe mich nicht eingehend mit dem Thema Hai und ihre Entwicklung in den letzten jahrhunderten, befaßt und verstehe nicht warum das ein argument sein soll.
Wenn es Arten gibt die sich nicht verändert haben .... warum muß ich dir das dann erklären? Ich habe ja nicht gesagt ...und die ET sagt auch nicht .... das immer eine Veränderung stattfinden muß ...sondern sie versuchtr die stattfindenden Veränderungen zu erklären und zu untersuchen.
Welchen Schluß kannst du daraus ziehen das die sich nicht verändert haben? Es war nicht nötig.
Ich bin kein Unterwasserforscher .... aber ich sehe auch keinen Wiederspruch zur ET darin .... das sich manche Arten seit langer zeit nicht verändert haben, also keine notwendigkeit dazu hatten.

Ein Beispiel das die Dynamik der Mutation und Selektion vielleicht besser erklärt.
Das wohl bekannteste Beispiel für dieses Wechselspiel von Mutation und Selektion ist das des Birkenspanners, einer Schmetterlingsart im englischen Industriegebiet. Ursprünglich waren diese Birkenspanner weißlich, weil sie damit auf den weißen Birkenstämmen die beste Tarnfarbe hatten. Alle Mutanten (also die von der Normalität abweichenden Birkenspanner) waren besonders auffällig und konnten leicht von Vögeln entdeckt und gefressen werden. Es gab folglich kaum nicht-weiße Birkenspanner. Wegen der Verschmutzung durch die Industrialisierung war dann irgendwann einmal die schwarze Farbe die bessere Tarnfarbe - und es überlebten die schwarzen Mutanten, die sich dann auch fortpflanzten. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts stieg so der Prozentsatz der schwarzen Birkenspanner von 1 % auf 99 %. Weniger Kohleverwendung und bessere Filter haben in den letzten vierzig Jahren die Umwelt nun wieder sauberer werden lassen - und so kehrten die Birkenspanner wieder zu ihrer ursprünglichen Farbe zurück.

Namaste
Lilly
 

danny77

Geheimer Meister
26. November 2002
417
Angel of Seven schrieb:
sillyLilly schrieb:
ich versuche endlich mal einen ansatzpunkt zu finden was genau denn gelogen sein soll.
deswegen die Fragen.

Was ist denn mit meiner Hai-Frage? :(

gehts darum, warum sich haie seit ewigkeiten nicht "weiterentwickelt" haben? naja, es gibt keinen grund, sie haben keine natürlichen feinde!

nachtrag: nach ein bisschen nachdenken ist mir erst der sinn deiner frage (von der ich annehme, daß sies ist :wink: ) aufgegangen. immerhin gibt es verschiedene haiarten, kleine katzenhaie in der oststee, tigerhaie in den großen ozeanen, walhaie, die bis 14m lang werden und sich wie manche wale nur von plankton ernähren... das sind doch alles anpassungen an unterschiedliche bedingungen. wobei man auch noch beachten sollte, daß das meer als ökosystem auf änderungen nur extrem langsam reagiert. ich weiß nicht, ob dus mitgekriegt hast, aber als kürzlich der öltanker vor spanien gesunken ist, wurde in einer tv-reportage erklärt, daß sich die betreffende region im meer erst in etwa 5000 jahren von den folgen erholt haben wird. in der "richtigen" tiefsee sind die zeiträume sogar noch größer. haie stehen, wie gesagt, am ende der nahrungskette und sind den bedingungen somit ziemlich optimal angepasst.
 

zeskwetsch

Geheimer Meister
27. Dezember 2002
238
Der übliche Irrtum: Die Existenz von so genannten Lebenden Fossilien ist kein Beweis gegen die Evolutionstheorie. Wenn doch, so erkläre mir bitte, warum.

Die Behauptung, Haie haben sich nicht verändert ist ja noch nicht einmal korrekt. Dies bezieht sich nämlich nur auf den Grundbauplan.
Aber die Evolution der Haie lässt sich auf vielfältige Weise beobachten:

Mehrfach erschienen in der Naturgeschichte Süßwasserhaie. Diese konnten sich aber nicht gegen die ansässigen Räuber durchsetzen und starben wieder aus.
Riesenformen sind erst aus jüngster Zeit bekannt, so etwa ein gigantischer Verwandter des Weißen Hais, der erst vor 10.000 Jahren ausstarb (vermutlich durch das Ende der Eiszeit).
Schließlich gibt es eine gewaltige Änderung im Bauplan zweier Haigruppen.
Beide Gruppen erhielten einen flacheren Körperbau und nach oben verlagerte Augen. Die eine Gruppe, die Sägefische, bildete ein extremes Rostrum aus und behielt ihre Rückenflosse.
Die andere verlor ihre Rückenflosse und entwickelte sich zur Ordnung der Rochen, die sich daraufhin ebenfalls in viele Formen aufspalteten (Stachelrochen, Manta etc.)
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
danke zeskwetsch


So nu ist das ja beantwortet ... und wir können zu der Entwicklung der Zellen zurück kommen.
Wie sieht da denn die andere Theorie aus, die gegen die Evotheorie spricht.
Wie ist das mit den prokaryoten und eukaryoten ....?
ich hatte ja auch einen link in meinem posting mitgereicht.

Namaste
Lilly
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
sillyLilly schrieb:
danke zeskwetsch


So nu ist das ja beantwortet ... und wir können zu der Entwicklung der Zellen zurück kommen.
Wie sieht da denn die andere Theorie aus, die gegen die Evotheorie spricht.
Wie ist das mit den prokaryoten und eukaryoten ....?
ich hatte ja auch einen link in meinem posting mitgereicht.

Namaste
Lilly

Ähh, nicht ganz:

Die heutigen Haiarten stammen vermutlich aus dem Zeitraum von der Jura bis zur Kreide (vor 245 bis 65 Millionen Jahren). Da die heutigen Haie noch immer nahezu genau so aussehen wie ihre Vorfahren aus eben dieser Zeit, ist davon auszugehen, dass die Haie, wie wir sie heute kennen, eine Art Schlußpunkt ihrere Evolutionslinie bilden. Sie müssen also fast perfekte Sinnesorgane und fast perfekte anatomische Eigenschaften besitzen, die keine weitere Anpassung benötigen oder besser in den letzten Millionen (!) Jahren keiner Anpassung bedurften. Auch scheint die Evolution des Hais unabhängig von der Evolution anderer Tierarten gewesen zu sein.
Aufgrund des Knorpelskeletts der Haie können kaum brauchbare Fossilien gefunden werden, denn das Knorpelskelett zersetzt sich in Kontakt mit atmosphärischer Luft sehr schnell. Die häufigsten Fossilien sind daher nur Zähne oder Stacheln, also Bausteine, die nicht aus Knorpel aufgebaut sind.
Quelle: www.haiwelt.de

Klingt irgendwie anders als das weiter oben beschriebene! :lol:
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
ich dachte mir der einfachheit halber stelle ich mal in grundzügen den Grundgedanken der Evolutionstheorie hier rein.
Darwins Begründung der Abstammungslehre geht von folgenden Tatsachen aus:
Die Lebewesen erzeugen viel mehr Nachkommen, als zur Erhaltung der Art nötig wäre;
die Nachkommen sind unter sich nicht gleich, sondern sie variieren.
Die Lebewesen ringen miteinander um Nahrung, Lebensraum und Geschlechtspartner. In diesem Kampf ums Dasein überleben die geeignetsten und die weniger tauglichen werden allmählich weniger . Diese natürliche Zuchtwahl führt durch eine sich ständige vervollkommnende Anpassung an die Umweltverhältnisse zu einer allmählichen Umbildung der Arten. Aus dieser nie erlahmten Selektion der Varianten geht die Veränderung und Anpassung der Tiere und Pflanzen an die Umgebung hervor.
Unter Darwinismus ist diese Auslesetheorie zu verstehen. Erst im 20. Jh. konnte Darwins Theorie auch durch Erkenntnisse der Genetik und Molekularbiologie bestätigt werden.http://www.schloss-hamborn.de/gentech/darwin.htm

Wenn die Selektion an sich nicht angezweifelt wird ... suche ich krampfhaft nach dem Knackpunkt .... was du anzweifelst.
Die "Schubkraft Gottes" wurde bis jetzt noch nicht genauer definiert, obwohl ich schon danach gefragt hatte.

Ich sehe in der Evotheorie keine Wiederspruch, das man deswegen nicht mehr an gott glauben kann. Sie macht ihn doch nicht unmöglich wenn man an ihn glauben will.

Namaste
Lilly
 

zeskwetsch

Geheimer Meister
27. Dezember 2002
238
Angel of Seven schrieb:
Die heutigen Haiarten stammen vermutlich aus dem Zeitraum von der Jura bis zur Kreide (vor 245 bis 65 Millionen Jahren). Da die heutigen Haie noch immer nahezu genau so aussehen wie ihre Vorfahren aus eben dieser Zeit, ist davon auszugehen, dass die Haie, wie wir sie heute kennen, eine Art Schlußpunkt ihrere Evolutionslinie bilden. Sie müssen also fast perfekte Sinnesorgane und fast perfekte anatomische Eigenschaften besitzen, die keine weitere Anpassung benötigen oder besser in den letzten Millionen (!) Jahren keiner Anpassung bedurften. Auch scheint die Evolution des Hais unabhängig von der Evolution anderer Tierarten gewesen zu sein.
Aufgrund des Knorpelskeletts der Haie können kaum brauchbare Fossilien gefunden werden, denn das Knorpelskelett zersetzt sich in Kontakt mit atmosphärischer Luft sehr schnell. Die häufigsten Fossilien sind daher nur Zähne oder Stacheln, also Bausteine, die nicht aus Knorpel aufgebaut sind.
Quelle: www.haiwelt.de

Klingt irgendwie anders als das weiter oben beschriebene! :lol:
Nicht wirklich. Die Rochen (Rajiformes) haben ihren Ursprung in der Kreidezeit, ebenso die Sägefische. Wieso dies der Evolutionstheorie widersprechen soll leuchtet mir absolut nicht ein.
Im Vergleich zur gesamten Naturgeschichte der Haie sind 65 Millionen Jahre zudem nicht gerade viel.

Übrigens ist der Übergang von Haien zu Rochen sogar mit heute noch lebenden Zwischenformen erhalten, vor allem den Teppichhaien und Geigenrochen.
 

Angel of Seven

Großer Auserwählter
23. Juli 2002
1.924
sillyLilly schrieb:
Angel
Und ?
wo ist jetzt der Wiederspruch zur ET zu sehen, in dem was du da über Haie schreibst?

Ich sehe gar keinen Wiederspruch, auch zweifele ich die ET gar nicht an (manche Teile sehe ich etwas anders), nur ist die ET ungeeignet den gesamten Schöpfungsmechanismus zu erklären.
Mit den Haien wollte ich nur klarmachen das einige mit ihren Anschauungen schon ziemlich festgefahren sind und nicht mehr offen für Neues.

"Der übliche Irrtum: Die Existenz von so genannten Lebenden Fossilien ist kein Beweis gegen die Evolutionstheorie. Wenn doch, so erkläre mir bitte, warum. "

Ich wollte überhaupt keinen Beweis gegen die Evolutionstheorie erbringen, nur sagt man etwas entgegen den üblichen schulmeisterischen vorgeformten Ansichten, wird man gleich in eine gewisse Schublade gesteckt :(
ET Gläubige und Kreatonisten sind gleichermaßen verbohrt, zur Strafe gibt es keine Wahrheit über die wirklichen Zusammenhänge (Naturgesetz!) :twisted:


lichtvolle Grüße


Angel of Seven

jetzt könnt ihr ruhig mit euren "Zellkulturen" weitermachen, die es ja von selbst ohne Intelligenz/Geist/Bewußtsein bis zum Menschen geschafft haben! :lol:
 

zeskwetsch

Geheimer Meister
27. Dezember 2002
238
Angel of Seven schrieb:
Mit den Haien wollte ich nur klarmachen das einige mit ihren Anschauungen schon ziemlich festgefahren sind und nicht mehr offen für Neues.
Das Problem kenne ich (Kugelblitze u.ä.)

"Der übliche Irrtum: Die Existenz von so genannten Lebenden Fossilien ist kein Beweis gegen die Evolutionstheorie. Wenn doch, so erkläre mir bitte, warum. "

Ich wollte überhaupt keinen Beweis gegen die Evolutionstheorie erbringen, nur sagt man etwas entgegen den üblichen schulmeisterischen vorgeformten Ansichten, wird man gleich in eine gewisse Schublade gesteckt :(
Das liegt daran, dass man hinter einer Frage gewöhnlich auch eine Absicht vermutet. Führt jemand etwa die Existenz lebender Fossilien in die Argumentation ein, so steht gewöhnlich ein kreationistischer Hintergrund dahinter - wieso sollte man auch sonst darauf zu spechen kommen?

jetzt könnt ihr ruhig mit euren "Zellkulturen" weitermachen, die es ja von selbst ohne Intelligenz/Geist/Bewußtsein bis zum Menschen geschafft haben! :lol:
Einverstanden Engelchen.
Also, was findest du daran seltsam oder unerklärlich?
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Angel

"wird man gleich in eine gewisse Schublade gesteckt "

"jetzt könnt ihr ruhig mit euren "Zellkulturen" weitermachen, die es ja von selbst ohne Intelligenz/Geist/Bewußtsein bis zum Menschen geschafft haben!"


Wer steckt in Schubladen? Habe ich gesagt das sie das ohne Intelligenz /Geist /Bewußtsein gemacht habe?
Wer hat das überhaupt hier gesagt??
menno :( list du die Postings ? oder überfliegst du sie nur?
Also ich habe das Gefühl du hast meine nicht gelesen. :?

Namaste
Lilly
 

danny77

Geheimer Meister
26. November 2002
417
Angel of Seven schrieb:
jetzt könnt ihr ruhig mit euren "Zellkulturen" weitermachen, die es ja von selbst ohne Intelligenz/Geist/Bewußtsein bis zum Menschen geschafft haben! :lol:

wer weiß, vielleicht ist der "Zufall", mit dessen Hilfe aus unintelligenten/geistlosen/bewusstseinslosen geschöpfen der mensch entstanden ja das, was manche Leute als "Gott" personifizieren...?!?
:wink:

davon ab, wo kam eigentlich gott her...?
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@danny77:
Daß man solange über Resistenzen streiten kann! :lol: Die einzig mir bekannten wissenschaftlich belegten Mechanismen zu Entstehung von Resistenzen sind Konjugation, Transformation und Virusinfektion. Ein weiterer für Resistenzen vermuteter Prozeß ist die intrachromosomale Rekombination, ahnlich wie bei der Produktion von Antikörpern in unserem Immunsystem. So gibt es ja Millionen verschiedener Immunglobuline. Würe man hochrechnen wieviel DNS nötig wäre, wenn jedes Immunglobulin ein eigenes Gen bräuchte, so käme man auf in etwa unsere normale DNS Menge...
Die Entstehung von Resistenzen durch Neumutation ist lediglich eine vage Vermutung. Genauer gesagt nur eine Theorie. Und hier werden scheinbar Theorien auf Theorien gebaut. Damit hab ich mein Problem.

Wir wissen nicht mal wo wir herkommen. Und du fragst woher Gott kommt?

@silly lilly:
Konnten in einem Reagenzglas aus Prokaryonten Eukaryonten gezüchtet werden? Es ist wohl auch hier wieder nur eine Theorie.
Ich glaube den Birkenfalter hatten wir durch. Oder hattest du meine weiße Birke mit den schwarzen Borken drauf vergessen?
Weniger Kohleverwendung und bessere Filter haben in den letzten vierzig Jahren die Umwelt nun wieder sauberer werden lassen
Hä, hab ich da was verpennt? :roll: Wo lebst du? Also bei mir gehen bald alle drauf vor lauter Dreck. :cry:

Du willst, daß ich die göttliche Schubkraft näher erläutere: Ich kann mir die Evolution anhand von Zufall nicht erklären. Zu perfekt und komplex ist sie mir dafür. Selbst wenn man sagt: Das sind einfach Naturgesetze. Woher kommen die, wer hat die definiert?

Grüße fumarat
 

danny77

Geheimer Meister
26. November 2002
417
fumarat schrieb:
@danny77:
Daß man solange über Resistenzen streiten kann! :lol: Die einzig mir bekannten wissenschaftlich belegten Mechanismen zu Entstehung von Resistenzen sind Konjugation, Transformation und Virusinfektion. Ein weiterer für Resistenzen vermuteter Prozeß ist die intrachromosomale Rekombination, ahnlich wie bei der Produktion von Antikörpern in unserem Immunsystem. So gibt es ja Millionen verschiedener Immunglobuline.
Die Entstehung von Resistenzen durch Neumutation ist lediglich eine vage Vermutung. Genauer gesagt nur eine Theorie. Und hier werden scheinbar Theorien auf Theorien gebaut. Damit hab ich mein Problem.

Wir wissen nicht mal wo wir herkommen. Und du fragst woher Gott kommt?

Grüße fumarat

das ist doch kein streit, ich bitte dich! :wink:
mit Konjugation, Transformation und Virusinfektion entstehen keine resistenzen, sie werden so nur übertragen. das scheint dir nicht klar zu sein. du gibst zu, daß manche zellen resistenzen besitzen und manche nicht. woher hat dann die zelle peter hefe die resistenz, die zelle heike hefe nicht hat? hat gott sich die mühe gemacht, jedem einzeller eine palette individueller eigenschaften zu geben? und warum können diese dann übertragen werden?

die "intrachromosomale rekombination", die du erwähnst, auch als "crossing over" bekannt, führt auch nicht zu resistenzen, es ist vielmehr der grund dafür, warum das kind zweier eltern nicht wie entweder genau die mutter oder genau der vater aussieht, salopp gesagt.

fumarat schrieb:
Würe man hochrechnen wieviel DNS nötig wäre, wenn jedes Immunglobulin ein eigenes Gen bräuchte, so käme man auf in etwa unsere normale DNS Menge...

das möchte ich aber mal vorgerechnet haben... :D

fumarat schrieb:
Die Entstehung von Resistenzen durch Neumutation ist lediglich eine vage Vermutung. Genauer gesagt nur eine Theorie. Und hier werden scheinbar Theorien auf Theorien gebaut. Damit hab ich mein Problem.

diese "theorie" habe ich, wie gesagt, schon selbst nachgestellt und dabei bewiesen. wenn du damit ein problem hast, wieso hast du dann kein problem damit, das ganze mit gottes macht zu erklären?


fumarat schrieb:
Wir wissen nicht mal wo wir herkommen. Und du fragst woher Gott kommt?

ja, find' ich eine sehr interessante frage!
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@danny77:
Ich möchte diesen "Streit" rein wissenschaftlich, nicht persönlich verstehen. :lol:
Ja bei diesen drei Mechanismen besteht das Resistenzgen schon, wurde zuvor jedoch offensichtlich nicht ausgeprägt. Durch verschiedene Möglichkeiten wird es aber plötzlich transkribiert und die Resistenz entsteht.
Wenn man nun weiß wie ein solches Resistenzgen aussieht, dann wäre es ja kein Problem unresistente Bakterien durchzuscannen, und mal zu schauen ob es überhaupt ein theoretisches "Vorläufergen" gibt, welches durch eine einfache Mutation auch wirklich zu einem Resistenzgen mutieren könnte.
Dazu bist du mir immer noch eine Antwort schuldig. :)

danny77 schrieb:
die "intrachromosomale rekombination", die du erwähnst, auch als "crossing over" bekannt
Da muß ich dir leider widersprechen. Crossing-over könnte man als interchromosomale rekombination bezeichnen. Dies ist nämlich ein Austausch homologer Genloci zwischen nicht-Schwester-Chromatiden. Ich rede aber von Austausch innerhalb eines Chromosoms (intra).

das möchte ich aber mal vorgerechnet haben...
Gerne. Da es gegen jedes Antigen einen Antikörper gibt, werden einige Millionen verschiedene Antikörper vermutet. Ein Antikörper besteht aus ca. 600 Aminosäuren. Dazu wären rund 4000 Nukleotide pro Molekül notwendig. Das mal einer Minimalzahl von einer Million verschiedener Möglichkeiten gibt: 4*10^9 notwendige Basenpaare
Tatsächlich haben wir aber nur 3*10^9. Dazu haben wir einen noch nicht allzulang bekannten Mechanismus, die intrachromosomale Rekombination. Früher vermutete man übrigens auch hier erhöhte Mutationsraten bei Antikörper-produzierenden Plasmazellen.

Grüße fumarat
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Andere Bezeichnungen für intrachromosomale Rekombination: somatische Rekombination, Transposition oder Rearrangement
 

danny77

Geheimer Meister
26. November 2002
417
fumarat schrieb:
@danny77:
Ich möchte diesen "Streit" rein wissenschaftlich, nicht persönlich verstehen. :lol:
Ja bei diesen drei Mechanismen besteht das Resistenzgen schon, wurde zuvor jedoch offensichtlich nicht ausgeprägt. Durch verschiedene Möglichkeiten wird es aber plötzlich transkribiert und die Resistenz entsteht.
Wenn man nun weiß wie ein solches Resistenzgen aussieht, dann wäre es ja kein Problem unresistente Bakterien durchzuscannen, und mal zu schauen ob es überhaupt ein theoretisches "Vorläufergen" gibt, welches durch eine einfache Mutation auch wirklich zu einem Resistenzgen mutieren könnte.
Dazu bist du mir immer noch eine Antwort schuldig. :)

okay, dann bin ich beruhigt! :wink:
warum sollte es nicht ausgeprägt sein? konjugation ist, wenn zelle a mittels des sex-pilus sein chromosom in zelle b überträgt. rein theoretisch ist es so möglich, daß zelle a das komplette genom von zelle b "überschreibt". meistens wird der konjugationsprozess jedoch durch störung (z.b. erschütterung) unterbrochen. dennoch ist das genom schon vorher in zelle a aktiv und somit aus etwaige resistenzen. im falle der übertragung durch virusinfektion ist es nur dadurch nicht aktiv, als das ein virus aufgrund der fehlenden "infrastrukur" (ribosomen) sowieso selbst keine proteine herstellt. insofern wird das gen wirklich erst nach einbau der virus-dna in die wirtszelle wirksam. bei der transformation (einbau von losen dna-stücken) strammt das resistenzgen auch aus spenderzellen (zumindest die matrix, nach der es kloniert wurde) und war somit auch schon aktiv.

das mit dem "durchscannen" ist theoretisch wirklich möglich, schätze ich, aber der aufwand ist doch sehr hoch: man müsste bei einem gen von z.b. 300 basen ja schon jeweils 300² verschiedene markierte (z.b. radioaktiv) matrizen pro zelle die man überprüft benutzen, um nur auf eine mögliche punktmutation (eine base) hin zu überprüfen. wenn man jetzt auf die möglichkeit der mutation von 3 basen hin überprüft, wird der aufwand offensichtlich unrealisierbar. da es aber wesentlich einfacher ist, 10 milliarden zellen zu einer zufälligen mutation zu bewegen und HINTERHER auf resistenz zu prüfen, als vor der mutation nach einem potentiellen gen zu suchen (wobei ja im grunde jedes gen geeignet ist, es kommt halt nur auf den grad der mutation an), lässt sich das ganze dennoch überprüfen.

fumarat schrieb:
danny77 wrote:
die "intrachromosomale rekombination", die du erwähnst, auch als "crossing over" bekannt


Da muß ich dir leider widersprechen. Crossing-over könnte man als interchromosomale rekombination bezeichnen. Dies ist nämlich ein Austausch homologer Genloci zwischen nicht-Schwester-Chromatiden. Ich rede aber von Austausch innerhalb eines Chromosoms (intra).

das möchte ich aber mal vorgerechnet haben...

Gerne. Da es gegen jedes Antigen einen Antikörper gibt, werden einige Millionen verschiedene Antikörper vermutet. Ein Antikörper besteht aus ca. 600 Aminosäuren. Dazu wären rund 4000 Nukleotide pro Molekül notwendig. Das mal einer Minimalzahl von einer Million verschiedener Möglichkeiten gibt: 4*10^9 notwendige Basenpaare
Tatsächlich haben wir aber nur 3*10^9. Dazu haben wir einen noch nicht allzulang bekannten Mechanismus, die intrachromosomale Rekombination. Früher vermutete man übrigens auch hier erhöhte Mutationsraten bei Antikörper-produzierenden Plasmazellen.

Grüße fumarat

okay, mit dem crossing-over hast du absolut recht, mein fehler, und ich muss zugeben, von INTRAchromosomaler rekombination habe ich fast keine ahnung. ebenso scheint die rechnung zu stimmen. die antigene scheinen ja sache der lymphozyten zu sein. trotzdem versteh' ich nicht, was deiner meinung nach gegen die neuentstehung von resistenzen bei bakterien spricht. ich meine, wenn du intrachromosomale rekombination als möglichkeit in betracht ziehst, wieso dann nicht "stinknormale" mutation?

puuh, langsam wir der "quote/quote"-kram unübersichtlich! :wink:
 

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