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Ein paar Feststellungen

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die BRD scheint in den Fokus einiger politischer Kräfte geraten sein.

Die BND warnte vor Terroranschlägen in der BRD, jetzt kam auch eine Warnung aus der französichen Presse (aber ist ja eigentlich nichts neues, meinte das Innenministerium). Als Beweis diene ein Tonband mit der angeblichen Stimme von bin Laden, dem die US-Regierung natürlich sofort seine Glaubwürdigkeit ausspricht - könnte ja den Interessen dienen der kriegstreibenden Kräfte dienen... Was soll damit erreicht werden, wenn doch sonst nicht mit offenen Karten gespielt wird? Immerhin haben wir es hier mit geheimdienstlichen Infos zu tun. Wer bewacht denn den Wächter?

Die kriegstreibenden Russen wendeten sich drohend gegen die ARD, da sie die Politik Russlands diffamiere und zu wenig wohl die Terroristen schärfstens kritisiere (die Infiltrationslager in Tschetschenien sind nicht vergessen: Tschetschenien-Report. Wollen sie nicht lediglich weiterhin freie Hand für ihre Massaker und Folterei in Tschetschenien? Was ist denn eigentlich mit dem Giftgaseinsatz - wer hat die Zivilisten umgebracht? Konsequenzen?

Perle, Berater des amerikanischen Verteidigungsministeriums (also ein Kriegsminister) wandte sich gegen die Haltung der BRD mit folgenden Wörtchen:
"Deutschland ist in einen moralisch abstumpfenden Pazifismus verfallen", sagte Perle, der eine der treibenden Kräfte hinter der harten Haltung der USA zum Irak ist
Neue Breitseite aus Washington gegen Berlin Naja, so pazifistisch ist unsere Regierung auch wieder nicht. Die war doch anfangs im Terrorkrieg freundschaftlich zur Seite und ist es doch immernoch.

Wir erinnern uns an den Versuch der Einflussnahme der US-Administration auf die deutschen Bundestagswahlen. Könnte es sein, dass die das Zielobjekt tatsächlich die Presse und Bevölkerung in Deutschland ist? Ist man hierzulande den wahren Interessen in der Weltpolitik zu sehr auf die Schliche gekommen? Wird die Machtpolitik der USA zu öffentlich enthüllt? Was wollen sie denn, dass nicht mehr gegen den Krieg demonstriert wird und der Bürger der amerikanischen Regierung alles von der Hand in den Mund glaubt? Wer seinen Enron-Skandal vertuschen will, der soll in aller Öffentlichkeit ein glaubwürdiger Mensch sein? Man kann schon fast getrost den Schluss ziehen, dass man der Regierung von hüben nicht glauben braucht, und die Lüge, Verdrehung, Zwielichtigkeit und Vertuschung ist ihr Aktionsraum.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
Deutschland ist in einen moralisch abstumpfenden Pazifismus verfallen
mmmmpppff...uuaahhuuaahaha... :lol: also eins muss man ihnen lassen, wenn vielleicht auch unfreiwillig, aber humor haben sie...
diese ewigen bin laden bänder, die sie an den abstrusesten orten finden, diese ewige terrorleier... ich glaube, das hier kaum noch jemand drauf reinfällt. das bezieht sich auf die bevölkerung hier, die dem ganzen wohl eher kritisch gegenübersteht. die bundesregierung hingegen wird wohl früher oder später einknicken, spätestens wenn die airbasen hier benötigt werden...und wenn nicht, dann durch einen "terroranschlag" forciert, der dann auch die hiesige bevölkerung auf den "richtigen" weg bringen wird.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Der Hammer ist ja, dass Pazifismus als unmoralisch degradiert wird. Die eigenen Massaker dürfen nicht mal angegriffen werden! Eine Verdrehung der wahren Werte, wie es stärker fast doch nicht mehr geht. Übrigens: die Gunst der Terroranschläge in Amerika haben einige radikalen politischen Kräfte hierzulande versucht zu nutzen. In München waren mit einem Male in den Monaten September bis November (meine ich, mich erinnern zu können), organisierte Rechte auf den Strassen zu sehen. Einige Personen griffen öffentlich sehr schnell zur Kriegspropaganda - besonders in München sich aufhaltende Bushisten. Beiderlei fiel einigen auf, natürlich auch den ausländischen Mitbürgern und kritischen Institutionen.
Zum Pazifismus: anscheinend ist Deutschland ein schwerer Griff für die Falken dort drüben. Das Tonband spielte ihnen ein vermeintliches Argument in die Hand. Aber wir hier kennen nicht wenige mittlerweile Die verbotene Wahrheit.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
zum angeblichen bin laden video mal wieder eine brilliante analyse aus der berliner zeitung, die eigentlich alles sagt:

Analyse

Stimmen aus dem Dunkel
Alle Monate wieder: Al Dschasira sendet eine Botschaft Bin Ladens, doch der Terrorchef bleibt unsichtbar
Andreas Förster

BERLIN, 13. November. "Ihr werdet ermordet werden so wie ihr mordet", droht die Stimme auf dem Tonband. Sie gehört, so raunen Regierungskreise in Washington Journalisten zu, "wahrscheinlich" dem Terroristenboss Osama Bin Laden. Prompt purzeln die Aktienkurse, referieren Sicherheitsexperten über bevorstehende Anschläge, verbreiten die Medien Warnungen vor neuem Terror. Muss man die Tonbandbotschaft aber wirklich so ernst nehmen? Nein.
Denn noch ist nicht geklärt, ob das vom TV-Sender Al Dschasira ausgestrahlte Tonband authentisch ist. Die letzte datierbare Videoaufnahme, die den lebenden Osama Bin Laden zeigt, stammt vom November vergangenen Jahres. Seitdem gibt es keinen sicheren Beweis dafür, dass der Terroristenchef am Leben ist. Nur Vermutungen und Hinweise, die von den Geheimdiensten eifrig unters Volk gebracht werden. Dahinter steckt Kalkül: Für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus, der auch ein Propagandakrieg ist, stellt ein "wahrscheinlich lebender" Bin Laden allemal ein besseres Argument dar als ein "vermutlich toter" El-Kaida-Führer. In diesem Propagandakrieg kommt den westlichen Diensten die Schützenhilfe von Al Dschasira sehr gelegen. Sicherheitsexperten vermuten daher, dass der angebliche Bin-Laden-Sender längst von der CIA unterwandert ist - doch auch dabei handelt es sich nur um Geraune.
Fakt ist, dass der Sender aus Katar in schöner Regelmäßigkeit die Weltöffentlichkeit mit Video- und Tonbandschnipseln der El Kaida überrascht, die irgendwann und irgendwo von irgendwem aufgenommen und zusammengebastelt wurden. Zum Beispiel im vergangenen September: Damals wurde ein Video präsentiert, auf dem angeblich die Stimme des - ebenfalls unsichtbaren - Bin Laden die Anschläge vom 11. September lobt.

Oder im Oktober: Da zeigte Al Dschasira eine angeblich von Bin Laden handschriftlich unterzeichnete Erklärung, in der die Anschläge von Bali und auf den französischen Tanker vor der jemenitischen Küste gepriesen werden. Kurz zuvor war ein Video ausgestrahlt worden, auf dem Aiman al-Zawahiri, Vizechef von El Kaida, ankündigt, die "Dosis" gegen Frankreich und Deutschland zu erhöhen. Auch hier aber ist das Wort "angeblich" angebracht - auf dem Video ist al-Zawahiri nicht zu sehen.

Und nun also - wir haben schließlich November - veröffentlicht Al Dschasira wieder eine Stimme aus dem Dunkel. Sie verteidigt die Attentate von Djerba, Karatschi, Jemen, Kuwait, Bali und Moskau, bei denen Menschen aus den USA und mit Amerika verbündeten Staaten ums Leben kamen, als "die Antwort von Moslems, die ihre Religion verteidigen und dem Befehl von Gott und ihrem Propheten gehorchen". Gleichzeitig droht sie den USA und ihren Freunden - "ich nenne insbesondere Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada, Deutschland und Australien" - weitere blutige Vergeltungsschläge an.

Aber wenn die Stimme wirklich Bin Laden gehört und es ihm ernst ist mit dieser Kriegserklärung - warum spricht er sie nicht en face in die Kamera? Und wie will er seine Anhänger in aller Welt mobilisieren und motivieren, wenn er sich ihnen, die seit einem Jahr auf ein Lebenszeichen von ihm warten, nicht zeigt?

Gelegen kommt die mysteriöse Ansprache auf jeden Fall den Amerikanern, die ihre oftmals zaudernden Verbündeten auf die zentrale Botschaft des Textes hinweisen werden: Der Krieg der El Kaida wird nicht nur gegen die USA geführt, er ist vielmehr gegen die gesamte westliche Welt gerichtet. So manche Regierung wird dieses Argument sicher dankbar aufnehmen, um damit Zweifler im eigenen Land zu übertönen und weitere Sicherheitspakete zu rechtfertigen, mit denen demokratische Freiheiten eingeschränkt werden.
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
streicher schrieb:
Was soll damit erreicht werden, wenn doch sonst nicht mit offenen Karten gespielt wird? Immerhin haben wir es hier mit geheimdienstlichen Infos zu tun. Wer bewacht denn den Wächter?
vom Volk gewählte Vertreter, die in dem zuständigen Ausschuß sitzen. Und das man den BND nicht einfach machen lässt, wurde IMO auch schon mehrmals demonstriert.

streicher schrieb:
Die kriegstreibenden Russen wendeten sich drohend gegen die ARD, da sie die Politik Russlands diffamiere und zu wenig wohl die Terroristen schärfstens kritisiere (die Infiltrationslager in Tschetschenien sind nicht vergessen: Tschetschenien-Report. Wollen sie nicht lediglich weiterhin freie Hand für ihre Massaker und Folterei in Tschetschenien? Was ist denn eigentlich mit dem Giftgaseinsatz - wer hat die Zivilisten umgebracht? Konsequenzen?
hoffen wir mal, das die ARD das zum Anlass für investigativeren Journalismus nimmt und mal so einige Dinge zeigt, die die Russen nicht gezeigt haben möchten. Wenn das erfolgreich ist, könnten sie vielleicht auch mutig werden und kritikfähig gegenüber den USA werden... ach ja, was wäre das schön...
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Nun, die kriegstreibenden Kräfte müssen sich ernsthaft Gedanken um die Medien machen, insbesondere das Internet. Das Internet ist das Unding, dass ihnen aus der Hand gleitet. Sehr brisante und kritische Infos werden hier in null komma nichts von einem Eck der Welt in das andere generiert - und dafür werden sie wohl eine Lösung suchen müssen. Wir dürfen gespannt sein, zu welchem Eklat das führen wird / werden muss. Was sind denn die Ergebnisse des Europäischen Vorbereitungstreffens für den UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft? Zahlreiche Vertreter ziviler Organisationen beraten sich übrigens auch im 'Gegenzug'.
Nachzulesen auf telepolis: Das Gerangel um Information
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
8) Funktioniert ja genauso wie in der Irak-Frage. In der Öffentlichkeit werfen sich die Regierungen Floskeln an den Kopf und verunsichern die Bürger, während die Flugzeugträger gezielt ihren Weg zur Konfliktregion finden.
Die Lösung BigBrother wird also vor der 'kritischen' Auseinandersetzung mit ihr fertiggestellt (und was nicht an Probeläufen schon alles lief - wir wollen uns ja nicht beim Namen der konkreten Lösung festhalten).
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
streicher schrieb:
Nun, die kriegstreibenden Kräfte müssen sich ernsthaft Gedanken um die Medien machen, insbesondere das Internet. Das Internet ist das Unding, dass ihnen aus der Hand gleitet. Sehr brisante und kritische Infos werden hier in null komma nichts von einem Eck der Welt in das andere generiert - und dafür werden sie wohl eine Lösung suchen müssen.
das Internet wird einfach wie bisher als Sammelpunkt für böse Hacker, Kinderpornohändler und so weiter in den alten Medien dargestellt. Dadurch braucht man sich gar nicht weiter darum kümmern.
Wenn ich mir überlege, wie ich oft von Bekannten den Spruch höre "jaja, was du wieder im Internet auf irgendwelche dubiosen Seiten gelesen hast...". Solange das weiterhin die Einstellung vieler Menschen ist, wird sich das Internet nicht wirklich als Instrument der Wahrheitsfindung etablieren.
Ist halt leichter im Internet irgendwelchen Mist zu verbreiten, als ohne.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
zian: das Internet wird einfach wie bisher als Sammelpunkt für böse Hacker, Kinderpornohändler und so weiter in den alten Medien dargestellt. Dadurch braucht man sich gar nicht weiter darum kümmern.
Wenn ich mir überlege, wie ich oft von Bekannten den Spruch höre "jaja, was du wieder im Internet auf irgendwelche dubiosen Seiten gelesen hast...". Solange das weiterhin die Einstellung vieler Menschen ist, wird sich das Internet nicht wirklich als Instrument der Wahrheitsfindung etablieren.
Ist halt leichter im Internet irgendwelchen Mist zu verbreiten, als ohne.
Leider ist das Internet pool für äusserst viele krumme Machenschaften. Von den Möglichkeiten will man eigentlich garnicht erst erzählen...
Meine Erfahrungen sind etwas anders als deine. Ich bekomme diese Kommentare nicht. Vielen ist auch bekannt, dass ich im Internet mich äusserst gerne mit Politik und gesellschaftlichen Themen, etc. beschäftige. Teilweise sind sie selber auf Foren aktiv. :->

Die kriminellen Machenschaften im Internet eignen sich natürlich als Vorwand für Kontrolle. Doch wer bewacht den Wächter? Welche Garantie haben wir, dass nicht auch manch Polizist sich auf dubiosen Seiten aufhält, wenn er nicht im Dienst ist? Diese Probleme hängen eben auch an Personen. Und somit werden sie vor dem Staat keinen Halt machen.

Wie sehr kriminelle Machenschaften sogar zugelassen werden, zeigt das Beispiel der "Krummen 13".
 
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