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ein gedankenspiel: was wäre wenn es gott nicht gibt...?

Dieses Thema im Forum "Glaube und Religion" wurde erstellt von Anonymous, 24. Mai 2002.

  1. Anonymous

    Anonymous Gast

    ave !
    ich möchte zunächst meinen eigenen bezug zu dem glauben außen vor lassen. ich möchte ein gedankenspiel machen, denn es erscheind mir bei genauer betrachtung sehr erschütternd ! angenommen:
    es gibt gott nicht. es gibt keine engel, es gibt keinen himmel, keine hölle und es gibt keine wunder. was haben die menschen denn dann die letzten 2000 jahre gemacht ?!?
    sie gingen in kirchen, beteten tag und nacht, lebten fromm, gaben ihren glauben an ihre kinder weiter, sie ließen sich konfermieren, sie hängten sich kreuze um, baten um hilfe wenn es ihnen schlecht ging.
    UND DAS ALLES FÜR NICHTS !!!
    welch eine verschwendung der so kostbaren zeit die für jeden menschen begrenzt ist. was hätte man in der zeit alles machen können.
    was studieren die heutigen theologen an den unis ?!?!
    sie studieren imaginären quatsch !
    sie studieren etwas dass es nicht gibt...
    was physiker studieren kann bewiesen werden in der praxis aber was theologen machen is ( wenn man davon ausgeht dass es gott nicht gibt ) schwachsinn !
    naja man kann warscheinlich das ganze noch weiter stricken nur leider is meine zeit ja auch begrenzt :D
    ich weiß es werden heftige reaktionen kommen und das freut mich !
    cYa amiziras
     
  2. Anonymous

    Anonymous Gast

    was is noch hinzufügen möchte:
    ich bin ein atheist.
     
  3. metropolis

    metropolis Geheimer Meister

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    25. April 2002
    Ich bin auch Atheist und sehe das ganz genauso! Wozu das ganze?? Nachher habt Ihr viele schöne Stunden Eures Lebens für nichts vergeudet! Toll!
     
  4. Diskordias Legionär

    Diskordias Legionär Geheimer Sekretär

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    Der Mensch braucht etwas, an dem er sich fest halten kann....oder nicht??? Es war immer so, und wird immer so sein... :cry: :cry: :cry:
     
  5. insurgent_angel

    insurgent_angel Geheimer Meister

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    ich seh das anders: nicht der mensch BRAUCHT braucht etwas zum festhalten; der mensch wird von etwas UMGEBEN, an dem er sich festhalten kann.

    und wenn hundert wissenschaftler sagen, es gibt nur das was man sieht, ich finde mich damit nicht ab. es gibt auch dinge die man nur fühlt und sind sie deshalb weniger wahr?

    es scheint modern zu sein, den mensch auf die ratio beschränken zu wollen; in meinen augen ist das eine große gefahr für das menschsein ansich. erst unsere träume und hoffnungen machen uns zu dem was wir sind.

    wäre ich jetzt paranoid, würde ich ja sagen, das ist ein schachzug der illus. denn nur wenn wir völlig unserer übersinnlichen fähigkeiten beraubt sind, kann man uns auch 100% kontrollieren...............


    licht und liebe
    angel
     
  6. Gilgamesch

    Gilgamesch Großmeister-Architekt

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    Das ganze mag uns vielleich sinnlos erscheinen, weil unser Wissen über uns und das Universum explosionsartig wächst, aber zu jener Zeit und noch früher gab es für die Menschen kein anderes Weltbild. Und zu dieser Zeit waren die Dinge nunmal so. Es hat zwar vielen Menschen Schaden zugefügt aber auch vielen Halt gegeben. Es gibt heute noch vielen Menschen halt. Nicht jeder weiß mit der Relativitätstheorie was anzufangen und Deep-Space-Aufnahmen weit entfernter Galaxien-Kluster verstehen die einfachen Leute auch nicht.
    Gott wurde ja nicht aufgehoben. Sein Wirkungskreis wurde nur eingeengt.
    Das er uns aus Lehm erschaffen hat wirkt unwarscheinlich. Und? Das eine Intellegenz hinter für unser Universum verantworlich ist, halte ich persönlich für sehr warscheinlich. Dafür halte ich die Wichtigkeit des Menschen im gesamten Universum für sehr unwarscheinlich.
     
  7. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    *grins* als gläubige kann ich nur sagen: WENN es gott nicht gäbe, DANN gäbe es auch kein leben. nichts. gar nichts. punkt. :-)

    die wissenschaft versucht die welt auch nur zu erklären - so wie es der glaube auf einer anderen ebene mach. die wissenschaft hält sich fast ausschliesslich an die materielle (erfahrbare, begreifbare, ebene), die spiritualität ist die wissenschaft des geistes. genau dasselbe, nur eben auf einer anderen ebene.

    jeder versucht sich die welt so zu erklären, dass es für einen selber sinn macht. für den einen isses wissenschaft, für den anderen zufall, für den nächsten gott. eine art davon als besonders gut oder besonders schlecht zu bewerten, steht niemanden zu, da jeder seine eigene art als massstab nehmen wird. und an den eigenen massstäben gemessen, schneidet der-die-das andere ja meistens schlechter ab :-)

    es grüsst
    das zauberweib
     
  8. Gaara

    Gaara Meister vom Königlichen Gewölbe

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    *grins* als gläubige kann ich nur sagen: WENN es gott nicht gäbe, DANN gäbe es auch kein leben. nichts. gar nichts. punkt.

    Wollte ich auch sagen :)
     
  9. metropolis

    metropolis Geheimer Meister

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    Als Nicht-Gläubiger kann ich nur sagen: Gott gibt es nicht, die Welt ist durch Zufall entstanden, es lohnt sich nicht an ihn zu glauben! :wink:
     
  10. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    also kann man sagen: du glaubst an den zufall.
    somit ist dein "gott" eben der zufall - der "rest" der wissenschaftlich nicht erklärbar ist.. :-)

    grinsende grüsse
    das zauberweib, die nicht an gott glaubt, sondern weiss dass es diese kraft gibt. :-)
     
  11. Tizian

    Tizian Großer Auserwählter

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    Ich glaube nur, was zu 100% bewiesen werden kann! Und dann glaube ich nicht, dann weiß ich! :wink:

    Mal im ernst, wieso gibt es Gottesbilder, wenn keiner je bewiesen in gesehen hat. Das einzige Positive an der Religion ist, dass sie . . . uups, es gibt also gar nichts Positives? Außer vielleicht die Grundintension, eine harmonische Gemeinschaft zu schaffen, nur um hundert Jahre später Un- und Andersgläubige zu bekriegen!

    Tizian Rèvat

    "Die Welt ist nicht schwarz und weiß, sondern ein buntes Spektrum, das solch reine Farben ausschließt!" (Tailiàkane)
     
  12. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    hmmm.. um deine gedanken logisch zu vollenden:
    du glaubst also nicht, dass die erde - das gesamte universum - existiert?
    weil, bislang wurde noch nicht 100% nachgewiesen wie es entstanden ist - ergo: es existiert nicht... ?

    :-)

    sorry, kleiner scherz am rande :-) ich hab festgestellt, dass sich nur auf den verstand zu verlassen auch keine garantie für irgendwas ist. und ich habe im laufe meines lebens erfahren, dass es klug ist, auf die stimme / das gefühl in meinem bauch zuhören, wenn es sich meldet. ungeachtet dessen, welche meinung der kopf dazu hat. mein bauchist da einfach schlauer..

    von daher "muss" ich an die existenz einer übergeordneten kraft glauben -irgendwoher muss mein bauch seine infos ja auch haben. und das ist mir eigentlich schon beweis genug. ebenfalls 100% :-)

    es grüsst
    das zauberweib
     
  13. Tizian

    Tizian Großer Auserwählter

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    Nein, kein Scherz! Finde dich damit ab, dass deine Sinne dich täuschen können. Woher willst du wissen, was wahr und was falsch ist. Ich weiß es nicht und niemand anderes weiß es (weiß nicht ob es stimmt).

    Was machst du wenn dich deine Sinne belügen? Du stehst im Nichts! :twisted:

    An meiner Seite und der hundert anderer! Und du bist frei! :wink:

    aus der Tailiàkane

    Tizian Rèvat
     
  14. Diskordias Legionär

    Diskordias Legionär Geheimer Sekretär

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    25. April 2002
    Sorry...*aufknienumverzeihungbettel* aber jetzt kommt ein Onkelz-Zitat:

    "Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott!!!!"

    Was hat Gott für mich getan...wer arbeitet, erreicht was...wer nichts tut, geht unter... Gott ist NICHTS...NICHT EXISTEND!!!!!!! (damit meine ich auch jegliche andere Höhere oder Göttliche Lebensform....
     
  15. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    tizian:
    Was machst du wenn dich deine Sinne belügen? Du stehst im Nichts!
    --------

    und was machst du, wenn du dich irrst?

    auch der geist kann trügen :-)

    es grüsst
    das zauberweib
     
  16. Tizian

    Tizian Großer Auserwählter

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    14. Mai 2002
    Ich weiß, aber was ist mit deinem Geist?! :D

    Tizian Rèvat

    Zweifel sind der erste Schritt zur Erkenntnis! (Tailiàkane)
     
  17. Ehemaliger_User

    Ehemaliger_User Beatus ille, qui procul negotiis.

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    10. April 2002
    *grins* auch mein geist kann trügen, logo :-)

    sinne können uns ebenso täuischen wie verstand und wie gefühl.

    es gibt keine sicherheit, keinen gesicherten weg.

    deine unterschrift kann ich nur bestätigen. wer zweifelt, stellt fragen, wer fragen stellt, begreift..

    und um das zu bewerkstelligen, möchte ich alle sinne und infoquellen einsetzen. ALLE.

    es grüsst
    das zauberweib
     
  18. abulafia

    abulafia Geheimer Meister

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    11. April 2002
    Guten Tag.

    Die letzten Sätze sind sehr schön formuliert. Und auch der übrige Beitrag bewegt zum Nachdenken.

    In der Tat, Religion ist gefährlich und hat vielen Menschen geschadet. Dies spricht mE aber nicht gegen die Religion, sondern ist typisch für diese Welt.

    Alles schadet und nutzt. Deswegen ist der Mensch mit der Fähigkeit zum Denken und zum Empfinden ausgestattet. Waffen zu erdenken schadet in der Regel, Liebe zu empfinden ist in der Regel gut. Aber auch die Liebe kann terrorisieren und schaden ("Ich liebe Euch doch alle!" rief glaubhaft Mielke; und wer kennt nicht besitzergreifende Liebesunterdrückung?).

    Wenn eine Religion also die Liebe predigt, kann aus diesem Inhalt auch Missionierungswahn entstehen, kann intensivster Eingriff in die Würde des Einzelnen als gottgefällig sich darstellen. Alles menschlich, nicht aber deswegen entschuldbar. Aber zu erklären. Diese Irrtümer sind also Ausdruck fehlerhafter Abwägung verschiedener Glaubensgebote, nicht Fehler des Glaubens.

    Gott hat diese Welt (und andere?) geschaffen, ob aus Lehm ist doch wirklich nicht wesentlich. Und der Gott der Bibel, an den ich glaube, hat uns das Leben gegeben, und die Verantwortung dafür, was wir daraus machen.

    Neulich las ich irgendwo: Gott macht es uns sehr einfach, ihn zu verpassen. Und, so sage ich: Gott macht es uns sehr einfach, mE, nicht an ihn zu glauben. Und darin sehe ich ein Merkmal seiner Liebe.

    Gute Wege allen.
     
  19. Tizian

    Tizian Großer Auserwählter

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    14. Mai 2002
    @ zauberweib: Viel Glück! :wink:

    @abualafia: Schöne Argumente, Kompliment! Aber du glaubst auch im Besitz der Wahrheit zu sein. Deine Theorie ist ja schön für alle Gläubigen, aber willst du ncoh daran glauben, wenn unsere Welt in 50-150 Jahre zusammenbricht. Klimaveränderung, Umweltverschmutzung und der ganz alltägliche Wahn der Menschen wird dafür sorgen! (@ zauberweib: Ja, ich kann mich irren und ich hoffe es, aber ich weiß es glaube ich besser :cry: )

    Wenn du mit deiner Theorie leben kannst, will ich dich nicht davon abbringen, sie klingt vernünftiger als die meisten! Aber sie ist keine Garantie, dass es wirklich so ist! :twisted:

    Tizian

    Wo ein Wille ist, ist nur ein Weg, wenn er anderem Willen nicht entgegensteht! (aus der Tailiàkane)
     
  20. Anonymous

    Anonymous Gast

    tag zusammen. interessantes thema.
    ich würde das so sehen: alles woran man glaubt existiert auch und zwar im geist und in den träumen. träume sind doch was schönes. selbst wenn es uns schwerfällt das zu glauben. es ist nicht schlecht oder auch keine zeitverschwendung, an etwas zu glauben, auch wenn es physikalisch nicht existiert.glauben ist so wichtig für die menschen. es geht ja dabei nicht nur um irgendwelche götter, sondern um die existenz an sich.
    und da sollte auf jeden fall jeder für sich selbst entscheiden, was richtig ist und was nicht. irgendwie steht es uns ja nicht zu darüber zu urteilen, denn das sollte jeder mit sich selber ausmachen. ich glaube nämlich, dass diese entscheidung allein schon schwer genug ist.

    viele grüße...eure liebesgöttin :lol:
     

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