Dreht sich das Universum nur um mich ?

Heuli

Geheimer Meister
Hallo erstmal und einen schönen Mittwoch, der gar glühend heiß ist, wünsche ich ! :)

In dem ersten Teil der "Multiversum"-Reihe von Stephen Baxter (*mal nebenbei empfehl*) wird folgendes auf Seite 121 erwähnt :

[Anm.: Ein kleiner über-intelligenter Junge, Michael, drehte sich im Kreis um die eigene Achse und beobachtete dieses Gefühl.] "Ich musste auch erst dahinter kommen. Es wird als das Mach'sche Prinzip bezeichnet. Woher will Michael wissen, ob er sich dreht oder ob das ganze Universum sich dreht ?"
Sie ließ sich das durch den Kopf gehen. "Weil er die Zentripetalkraft spürt ?"
"Äh...Man kann beweisen, dass ein rotierendes Universum, ein gewaltiger Materiefluss, der einen umströmt, exakt die gleiche Kraft ausüben würde. Das ist eine fundimentale Erkenntnis der Allgemeinen Relativitätstheorie."
Nun, diese Anmerkung hat mich etwas verwirrt - kann mir kurz jemand erklären, _wie_ (bzw. ob ?) man dies mathematisch beweisen könnte ? Weiterführende Literatur wäre auch nett.

Danke im Voraus, ein sich drehender Heuli :D

[PS: In girum imus nocte et consumimur igni ! ;) ][/quote]
 

RuudschMaHinda

Geheimer Meister
Ich kann dir zwar keinen mathematischen Beweis liefern aber folgendes Gedankenexperiment:
Stell dir vor du bist in einer Kugel eingeschlossen, diese Kugel spiegelt das Universum und die Welt um dich herum so wieder, wie du sie gerade Wahr nimmst, d.h. Du merkst nicht das du dich in dieser Kugel befindest. Da es aber nun mal eine Kugel ist (sagen wir 3m im Durchmesser mit superguten Bildschirmen, die deine Wahrnehmung täuschen [Star Trek lässt grüßen]) gibt es eine Wand, und dahinter die Welt, aus der du in diese Kugel gestiegen bist.
1. Stell dir vor die Kugel in der du dich befindest ist fixiert. Du beginnst jetzt dich in der Kugel auf der Stelle um deine eigene Achse zu drehen. Von aussen betrachtet, drehst du dich in der Kugel um dich selbst.
2. Stell dir vor, die Kugel in der du dich befindest ist auf einer Drehscheibe fixiert. Nun beginnst du wieder mit deinen Drehbewegungen um dich selbst. Nun beginnt aber die Kugel sich um ihre eigene Achse zu drehen. Von aussen betrachtet stehst du immer noch so da wie vor dem Drehen, nur das sich deine Beine ausgleichend zur Drehung der Kugel um dich herum bewegen. D.h. Die Kugel drehst sich jetzt um dich.

1.+2.=
3. Wir kommen also zu dem Ergebnis: egal wer sich nun relativ zur Außenwelt dreht, du brauchst bei 1. wie bei 2. die selbe Energie, um wahrnehmen zu können, dass du dich drehst.


Ich hoffe ich hab mich nicht irgendwo verdacht, oder dich irgendwie verwirrt.
 

Praktiker

Geselle
Nettes Gedanken-Experiment. Dies würde aber nur zutreffen, wenn er auf dieser Welt hier alleine wäre, respektive in der Kugel. Würde sich die Kugel nämlich dann auf einer Drehscheibe befinden, sich also um ihn drehen, würde alle anderen Personen keinerlei Halt mehr haben. Daraus schließe ich, dass man sich lediglich um sich selbst drehen kann.

Irgendwelche Einwände ? *g*

Praktiker
 

RuudschMaHinda

Geheimer Meister
du magst vielleicht recht haben
was aber, wenn wir die Kugel als unser Universum nehmen, bei dem wir ja keinen äußeren bezug haben, und nehmen wir an das Universum dreht sich und wir bewegen uns gegen diese drehung... was dann
*ich bin hier irgendwie ein bisschen durcheinander 8O , ich glaub das ist die Hitze :?
 
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