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Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.647

Ein-Zimmer-Wohnung in München. Sehr sympathische junge Bewohnerin.

Aber. Das ist doch faszinierend, wie Menschen gleichzeitig so wenig besitzen und soviel Krempel haben können. Kein Rechner, keine Bücher, kein Porzellan, kein Schreibtisch, keine Bilder, keine Akten, und deshalb auf 32 m² noch Platz für einen Haufen Kissen und Dekokrempel.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.703
Das scheint allerdings auch eine Lebensauffassung bzw eine Frage der Mentalität zu sein.

Man kann eine solche Wohnung sicherlich sehr schön gestalten, aber sich selbst darin entfalten kann man nur sehr begrenzt. Also kann das nur klappen, wenn die Wohnung gar nicht der Raum ist, in dem sich das eigene Leben abspielt, sondern allenfalls als Pausenzone und Rückzugsgebiet genutzt wird.

Das trifft allerdings typischerweise auf junge Menschen zu und ist etwas, was mit zunehmenden Lebensjahren weniger wird - man wird einfach häuslicher. Schon, wenn man nicht mehr Single ist, ist eine solche Wohnung nicht mehr gut geeignet, und wenn Kinder da sind, dann erst recht nicht mehr.

Also, ich würde sagen: eine sehr hübsche Studentenbude - in der man sich sicherlich sehr wohlfühlen kann, so lange es passt. Die man aber auch genauso gerne verlässt, wenn sich das eigene Leben verändert und weiter entwickelt. Nichts für die Ewigkeit.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.366
Aber. Das ist doch faszinierend, wie Menschen gleichzeitig so wenig besitzen und soviel Krempel haben können. Kein Rechner, keine Bücher, kein Porzellan, kein Schreibtisch, keine Bilder, keine Akten, und deshalb auf 32 m² noch Platz für einen Haufen Kissen und Dekokrempel.

Thema kein Porzellan:
Wir haben festgestellt das Jüngere (also so ab Baujahr 1990) kaum noch unterscheiden können zwischen billigem Mensa Geschirr und Besteck und hochwertigem Porzellan oder Silber. Da entsteht dann so ein diffuses Gefühl das der Tisch irgendwie fein gedeckt ist es bleibt im Kopf aber unklar woran das genau liegt. Gleiches gilt für Tischdecken. Da wird registriert das eine Leinendecke irgendwie anders ist aber auch da wird kein ZUsammenhang zwischen Qualität und Tischgefühl hergestellt.
Der Vorteil davon ist das man bei Kleinanzeigen ganze Geschirre bekommen kann.

Keine Bücher und keine Musik ist tragisch, da ballern Menschen 15€ im Monat raus für Musik und besitzen dann nach Jahren der Zahlung N-I-C-H-T-S.
Die Abbofalle, viel zahlen und nichts besitzen.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
14.366
Man kann eine solche Wohnung sicherlich sehr schön gestalten, aber sich selbst darin entfalten kann man nur sehr begrenzt. Also kann das nur klappen, wenn die Wohnung gar nicht der Raum ist, in dem sich das eigene Leben abspielt, sondern allenfalls als Pausenzone und Rückzugsgebiet genutzt wird.

Das war die erschreckenste Erkenntnis aus CoVid: Viele Menschen haben sich kein schönes zu Hause geschaffen und sind zu 100% von externer Infrastruktur abhängig. Dies ist besonders im urbanen Kontext festzustellen. Ohne Clubs und Bars fällt die Decke nach wenigen Tagen auf den Kopf und die Beziehung geht den Bach runter.




Also, ich würde sagen: eine sehr hübsche Studentenbude - in der man sich sicherlich sehr wohlfühlen kann, so lange es passt. Die man aber auch genauso gerne verlässt, wenn sich das eigene Leben verändert und weiter entwickelt. Nichts für die Ewigkeit.

Urbane Dekadenzlinke wollen das auch im Alter so und dann am liebsten müssen es alle toll finden.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.703
Urbane Dekadenzlinke wollen das auch im Alter so und dann am liebsten müssen es alle toll finden.

Das ist wohl die eigentliche Tragik: Dass eben so durchgeknallte Gestalten wie z.B. die Vorstände der jungen Grünen ihre Vorstellungswelten für allgemeingültig halten und jedem überstülpen wollen.
 
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