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Die Unilever Group

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
Wer kennt die Unilever Group?

Fast unbekannt ist eine Firma mit einem Umsatz von 47 Milliarden Euro im Jahre 2000 und einem Gewinn vor Steuern von 2,7 Milliarden Euro. (auch im Jahre 2000) (Quelle: Financial Times 10.05.2001)

Doch die Produkte dieser Gruppe hat sich wohl jeder von uns mal gekauft, von denen unter anderem folgende zu nennen sind:

BiFi, Becel, Bresso, Calvé, Colman´s, Du darfst, Iglo, Knorr, Langnese, lätta, Lipton, Magnum, Rama, Coral, Domestos, Omo, Sunil, Viss, Axe, Calvin Klein, Dove, Elizabeth Arden, Lagerfeld, Lux, Mentadent, Organics, Rexona, Signal, Timotei, Vaseline...

Hier jetzt alle Produkte und Marken zu nennen würde den erträglichen Rahmen sprengen.

Unillever entstand 1930 aus einer Fusion der niederländischen Margarinefirma >>Unie<< mit der englischen Seifenfabrik >>Lever Brothers<<. "Alles aus einem Grundstoff." galt lange Zeit als das Motto des Konzerns. Abfallprodukte, wie Ölkuchen wurde zu Viehfutter verarbeitet. Glycerin, ein Nebenprodukt der Seifenherstellung, fand Verwendung in der Sprengstoffindustrie.

Schon ab 1911 war der Konzern in der an der kolonialen Ausbeutung Afrikas beteiligt. Im belgisch besetzten Kongo, wurden der lokalen Bevölkerung grosse Flächen Land für die Palmölgewinnung zum Zweck der Seifenproduktion für Lever einfach entrissen. Später kamen Plantagen in zahlreichen afrikanischen ländern hinzu. (Quelle: >>Wegweiser durch den Supermarkt<<, Broschüre der Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt Läden, Darmstadt 1992, Seite 16)

Zusätzlich wird, laut www.corporatewatch.org.uk/magazine/issue9/cw9cm2.html, diesem Konzern kooperation mit dem südafrikanischen Apartheid Regime vorgeworfen. (leider in englischer Sprache)

U. gilt als der größte Plantagenbetreiber Afrikas. Dort verfolgt der Konzern einen beinharten Verdrängungswettbewerb und ist damit für die Zerstörung zahlreicher lokaler Betriebe und Ausbeutung von Landarbeitern verabtwortlich.

So hat die U. einen enormen Preisdruck auf die Teeindustrie in Kenia und Tansania 8aber auch in Indien) ausgeübt, die zum Grossteil in der hand dieses brit. Konzerns ist. Die Folge davon: sehr niedrige Löhne und katastrophale Arbeitsbedingungen. (Quelle: Ebda)

Im März des Jahres 2001 machten Aktivisten von Greenpeace auf lebensbedrohende Umweltverschmutzungen durch eine Konzerntochter in Indien aufmerksam. im Ferienort Kodaikanal protestierten die Umweltschützer mit Gasmasken und Gummihandschuhenvor dem vor ihnen abgeriegelten Gelände, auf dem eine Tochterfirmades Reinigungs- und Nahrungsmittelmultis Quecksilberabfälle und zerbrochene Thermometer in offenen Tonnen und Säcken illegal entsorgt hatte. (Quelle: Greepeace-Pressemitteilun vom 07.03.2001)

weiter Infos über zum Himmel stinkende vorwürfe gegen diesen Riesekonzern auf

www.mcspotlight.org/beyond/companies/unilever.html

(leider widerum in englischer Sprache)

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Das
Paradewohlstandskind
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wärmstens kann ich den Jahresbericht 2001 von amnesty international empfehlen. Der Wert der Arbeit von aiund greenpeace ist kaum vorstellbar gross. Die Erzwingung der öffentlichen thematischen Behandlung solcher Machenschaften ist dringend erforderlich. Vielleicht sollten solche Firmen in der Zukunft direkt angeschrieben werden, wobei jedoch der Briefwechsel öffentlich verfolgt wird (oder öffentlich zugänglich gemacht wird). Keine Antwort ist auch eine schlüssige Antwort. Ansonsten: Bewusstseinsarbeit.
 

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
Wie kann man solche Misstände eigentlich anprangern? Gibt es eine Möglichkeit so etwas einer breiten Öffentlichkeit klar zu machen und die Firmen durch Imageverlust dazu zu zwingen ihr Verhalten zu ändern?

Warum existiert kein Gericht, dass dem Gericht in Den Haag ähnelt. Dieses Gericht sollte für Menschenrechtsfragen der Wirtschaft zuständig sein und solche Dinge bestrafen.

Ich weiss, dass ich naiv formuliere, dies ist beabsichtgt um die Simplizität des von mir gefordeten Vorgehens zu deklarieren.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Den Haag wird sich nicht zuständig fühlen. Staatliche Gerichte prangern keine Ölunternehmen an. Die Probleme sind vielerlei: die Zuständigkeit, die Verstrickung staatlicher Amtsinhaber mit den Konzernen, Staatssouveränität. Es ist damit ein vernetztes Problem. Eine riesige Herausforderung, ist diese Zusammenhänge herauszustellen und der Öffentlichkeit klarzumachen. Aber die weltweite Beobachtung und das Eingreifen von Aktivisten usw. dürfte in letzter Zeit zugenommen haben - Tendenz steigend. :wink:
 

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