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Die 'Heilige Stadt'

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Waren/Wurden (bewaffnete) Konflikte nicht dadurch vorprogrammiert, dass sich drei Weltreligionen Jerusalem als Heilige Stadt ausgewählt haben?
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
Kann es nicht daran liegen, dass Jesus in dieser Stadt gestorben ist??

Aber natürlich ruft das Konflikte hervor, wenn Tausende von Gläubigen in eine Stadt strömen, die für sie eine teife Verbundenheit zu ihrer Religion bedeutet.
Die Religionskonflikte sind schon vorprogrammiert!
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Warum sollte es daran liegen, dass JC da geboren wurde?

Viele religiös wichtige Ereignisse fanden dort statt. Da hat sich niemand was ausgesucht. Was mich aber schon ein bisschen wundert. Vielelicht sind die Ereignisse dort absichtlich symbolisch eingetreten....
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
das problem liegt nicht daran, dass drei religionen dieselbe heilige stadt haben, sondern daran, dass jede von den dreien behauptet, die einzig wahre religion zu sein.
weil alle drei religionen nicht in der lage sind, selber zu tun was sie anderen lehren...

liebe grüsse
zauberweib
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
Abbadon schrieb:
Warum sollte es daran liegen, dass JC da geboren wurde?

Es könnte daran liegen, dass Jesus für die besagten Religionen eine hohe Bedeutung hat.
Zumindest die Kreuzzüge hätte dann einen anderen Grund gebraucht! :evil:
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Als was betrachtet Ihr die drei genannten Weltreligionen?

Ich betrachte sie als politische Konstrukte. Der Anspruch der alleinigen Wahrheit ist ein gezielter politischer Zug. Das birgt die Gefahr von Konflikten in sich. Die Wahl derselben Stadt (was natürlich eine historische Legitimation braucht) ist ein äusserst gezielter Zug. Die Brisanz ist eine andere: es handelt sich bei Jerusalem um einen konkreten Ort, um den sich seit Jahrtausenden aus ... Gründen bekriegt wird. Ein vorprogrammierter Krisenherd, wie wir es auch heute sehen.
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Nein, fast alles soziale Handeln ist auch poltisches Handeln. Streicher bezieht sich hier allerdings auf die Kirchen, denn nur die haben sen "alleinseligmachendenanspruch".
Die Stadt wurde von den Religionen nicht bewusst gewählt, sondern durch deren Mythologie dazu "auserkoren", sprich: Wichtige religionsbildende Ereignisse alelr drei haben dort stattgefunden.
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
Soziales Handeln kann aber auch problemlos als religiöses Handels gedeutet werden...

Politik und Religion haben doch so viel gemein:
In der Politik ist jemand von etwas überzeugt und versucht, andere durch Wahlkampf oder ähnliches davon zu überzeugen.
In der Religion glaubt jemand etwas und versucht, andere durch predigen oder vorleben davon zu überzeugen...

Politisches Handeln ist also auch immer religiöses Handeln und umgekehrt... auch wenn wir von den Kirchen reden!
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
"Politisches Handeln" fängt viel früher an... sobald du etwas sagst oder tust, um zu überzeugen, deine Position zu bessern, deinen Status zu ändern ist das bereits alles politisches Handeln.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Jeder Religion wird gerne ein Wahrheitsanspruch zugedeutet, die die anderen Religionen als eine falsche Religion hinstellt. Man könnte sagen: Toleranz sei gefordert. Wozu dann aber drei Religionen? Und wozu waren sie dann Jahrhunderte, ja Jahrtausende da? Und wozu wurden sie dann gebraucht/missbraucht? In der Hand des Religionsführers ist Religion etwas anderes als in der Hand eines Gläubigen. Eher sind die Gläubigen doch auch "in der Hand" des Religionsführers.

Wie löst man jetzt das Problem "Jerusalem"?
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Jerusalem: Neutrale Zone unter U.N. Aufsicht. Ansonsten ist halt das problemen, die Emschen, die an unterschiedliche Dinge glauben ein Forum bieten soll, oft von Leuten wie Papst und Kirche missbraucht wird...
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die Trennung von Religion, äh, Kirche und Staat. Stimmt: wie neutral werden sich die Glaubenslehrer verhalten?
 

Weltenbummler

Großmeister
24. Juni 2002
69
hmmm ...

unabhängig von der Religion: Zwei verschiedene Staaten erheben Anspruch auf dieselbe Stadt als Hauptstadt ihres Staates. Jerusalem ist das religiöse und politische Zentrum Israels, das sie in dieser Funktion nicht mit den Palästinensern, die den Ostteil der Stadt für sich beanspruchen, teilen wollen. Es geht also nicht nur darum, dass die beiden Religionen (Judentum und Islam, das Christentum ist in dieser Region seit den Kreuzzügen ja nur noch friedlicher Beobachter) von beiden Seiten offen ausgeübt werden dürfen, da könnte man sich womöglich einigen, sondern dass beide Seiten unnachgiebig diese Stadt als politisches Zentrum für ihren Teilstaat beanspruchen ...
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Ja, aber beide stellen diesen Anspruch auch mit religiösen Hintergründen, das Problem ist halt auch, dass die Motivation beider Seiten teilweise religiös und kulturell bedingt ist. Sinnvoll wäre Ostjerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaats vom rein administrativen Standpunkt bestimmt nicht.
 

Giro

Geheimer Meister
10. April 2002
191
Das Problem ist auch, daß die ganze islamische Welt also jeder Moslem freien zutritt zu Al-Aksa und den Felsendom haben muß und das wäre wohl unter einer Israelischer Regierung eher unwahrscheinlich.

Deshalb hat Arafat in punkto Felsendom gar keine alleinige Endscheidungsgewalt er muß in diesen Punkt die ganze islamische Gemeinschaft mit einbeziehen.
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Das ganze wäre durchaus möglich, wenn die Fronten zwischen den Völkern abgebaut werden. Unter einem UN-Protektorat halte ich das für am wahrscheinlichsten. Solange sie sich so benehmen, wie jetzt, arbeiten die Palästinenser jedoch nur für ihre eigene Auslöschung.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@zauberweib

*das problem liegt nicht daran, dass drei religionen dieselbe heilige stadt haben, sondern daran, dass jede von den dreien behauptet, die einzig wahre religion zu sein.
weil alle drei religionen nicht in der lage sind, selber zu tun was sie anderen lehren... *

so sehe ich das auch :wink:
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
Abbadon schrieb:
"Politisches Handeln" fängt viel früher an... sobald du etwas sagst oder tust, um zu überzeugen, deine Position zu bessern, deinen Status zu ändern ist das bereits alles politisches Handeln.

Aber genauso kannst Du sagen, dass die Diskussion mit jemandem oder über etwas eine religiöse Handlung ist. Du verbesserst Deine Position auch, indem Du versuchst, Deine Meinung zu vertreten, Du änderst Deinen Status bei Ende der Diskussion in "recht haben" oder "unrecht haben"....
 

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