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Die CIA bezahlt die Warlords

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
SPIEGEL ONLINE: Afghanistan ist politisch noch immer völlig zersplittert, die Zentralregierung in Kabul ist machtlos gegenüber den vielen Regionalfürsten und Warlords. Ist das Zögern des Westens da nicht verständlich?

Farhang: Aber wodurch sind die Warlords denn so stark geworden in den vergangenen Monaten? Durch die Bomben und das Geld der Amerikaner! Die CIA bezahlt doch die Warlords, damit ihre Truppen am Boden gegen al-Qaida und Taliban kämpfen. Die USA müssten die Warlords entmachten, bevor es zu spät ist. Doch das tun sie nicht, denn sie brauchen sie noch im Krieg gegen den Terror. Das verhindert den Aufbau Afghanistans: man kann ein Land nicht gleichzeitig als Zielscheibe benutzen und es wieder aufbauen.
So ähnlich war es doch vor dem Angriff und den Anschlag auch schon. Die Aufrüstung der Warlords aus gegensätzlichen Lagern funktionierte. Das können viele Augenzeugen aus Afghanistan glaubhaft berichten.

SPIEGEL ONLINE: Was bedeutet das für die Menschen in Afghanistan?

Farhang: Wir wollen Strassen bauen, Schulen und Krankenhäuser. Das wird Arbeitsplätze für die Menschen hier schaffen. Aber solange aus dem Ausland kein Geld für den Wiederaufbau kommt, haben die Menschen kaum eine andere Wahl, als Waffendienst für die Warlords zu leisten.
Afghanistan-Krise

Die Afghanistan-Krise besteht nicht etwa seit dem 11.9.2001 oder seit dem 7.10.2001, sondern seit Jahrzehnten. Nicht unvergessen sollte die Tatsache bleiben, das bin Laden dereinst von der CIA 'gegen' Russland eingesetzt worden ist, wie es im Westen nicht nur die verschiedenste Medien berichtet haben, sondern Afghanistan-stämmige Bürger auch berichten können. Es sieht nach einem sehr alten Spiel aus.
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
ja das ist sicher ein altes spiel.. das beschissene daran ist, dass sie vor der ganzen welt so tun, als würden sie ihre hände in unschuld waschen und nur das beste wollen, während sie auf der anderen seite die zerissenheit des landes fördern...

was afghanistan braucht ist eine feste regierungsarmee, die zusammen mit einer einheitlichen polizei in ganz afghanistan dafür sorgt, dass eben nicht jeder dahergelaufene hans kriegsherr spielen kann...

dazu müßten gelder eben an jene regierung fließen, die die armee errichten soll.. die afghanen brauchen schulen und krankenhäuser und müssen die ursache für unzufriedenheit beenden...

durch dieses ewige sclachtfeld afghanistan hab ich doch eigentlich den idealen nährboden für immer neue rebellen und terroristen...

möge hirn vom himmel regnen und bush treffen...
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
Genau da kommen wir an einen Punkt, der mir auch schon seit Monaten durch Hirn geistert...

Warum hat den der fanatische, extreme Islam so einen regen Zulauf?
Wir bekommen es einfach nicht auf die Reihe, den Menschen die in Entwicklung/Schwellenländern "leben", ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Wenn ein Junge in Dreck, Elend, Bombenhagel aufwächst dazu noch ohne eine vernünftige schulische und ethische Bildung haben es so extreme Strömungen es einfach, dieses junge Leben nach ihrem Gutdünken zu formen. Das gilt sowohl für die Lager im Gazastreifen als auch für Länder wie Pakistan, Afghanistan, Algerien, Ägypten etc...

Es müsste sowas her wie ein Marshallplan für die Länder, die sich vom Terror lossagen und es müssten unter UNO-Aufsicht geregelte Aufbaumassnahmen her ----->

- die sogenannte erste Welt hätte sehr viel mehr Beschäftigung, dazu noch sinnvolle
- der Welthandel wäre endlich ein echter Welthandel und nicht nur der Handel zwischen den Industrienationen
- die Menschen in solchen Ländern ständen wieder in Lohn und Brot

Damit würde man dem Terror schonmal ein gutes Stück Nährboden entziehen. Klar juckt das einen Saddam oder OBL nicht, aber es wäre schonmal ein Anfang. Ansonsten entwickelt sich der Terror über kurz oder lang zu einem Aufstand/Krieg der Armen gegen die Reichen.

Ich frage mich, warum die UNO nicht auch ein paar Pioniereinheiten nach Afghanistan schickt zwecks Brücken und Brunnenbau bzw. zum Aufbau einer generellen Infrastruktur.
Die Bundeswehr hat doch z.B. den Dachs. Schneller als mit diesem netten Gerät kann man kaum ein Feld von Minen räumen. Ist der da unten im Einsatz? Soweit ich weiss nicht :cry:
 

forcemagick

Ritter der Sonne
12. Mai 2002
4.641
Warum hat den der fanatische, extreme Islam so einen regen Zulauf?
Wir bekommen es einfach nicht auf die Reihe, den Menschen die in Entwicklung/Schwellenländern "leben", ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Wenn ein Junge in Dreck, Elend, Bombenhagel aufwächst dazu noch ohne eine vernünftige schulische und ethische Bildung haben es so extreme Strömungen es einfach, dieses junge Leben nach ihrem Gutdünken zu formen. Das gilt sowohl für die Lager im Gazastreifen als auch für Länder wie Pakistan, Afghanistan, Algerien, Ägypten etc...
jeps... genau das ist es... die menschen sehnen sich danach einen gewissen wohlstand zu haben... sicherheit.. genug zu essen und irgendwie das gefühl, dass sie nicht die letzten eumel sind...

kapitalismus und verwestlichung heißt aber in jenen ländern nicht viel mehr, als dass man verarscht wird, dass man eher in armut lebt und manchmal eben nicht weiß was man noch essen soll, dass nebenher auch noch die letzte eigene kulturelle leistung auf der strecke bleibt bei der cocacolasierung der welt....

wenn man sonst schon nicht mehr viel hat, dann ist aber genau diese kultur oftmals das an was man sich noch zu klammern versucht... islam wird radikalisiert und zur kampflehre gegen die "peinigende" weltsicht des westens gewandelt....

anstatt nun in rekordgeschwindigkeit dabei zu helfen die mißstände zu beheben fördern die westlichen nationen aber eben jene mißstände auch noch... wir helfen gern mit nahrung aus.. aber wir verschenken sie nicht.. wir gewähren kredite, aber die müssen halt zurückgezahlt werden... bis dahin sind die staaten verschuldet bis über die ohren.. manchmal gewähren wir gönnerhaft einen erlaß, aber das ist eigentlich nur wieder eine weitere demütigung....

einen zufriedenen menschen bekommt man aber nur schwer von seinem heim weg damit er sich mal eben ein bisschen im namen des großen gottes in die luft sprengt.. einen grantigen und frustrierten menschen jedoch bekommt man verhältnismäßig leicht dazu...

nun sollte man also denken, dass im rahmen dieser erkenntnis endlich dafür gesorgt wird, dass die menschen zufrieden werden... aber anstatt dessen werden sie mit dem unterstützt was sie eigentlich am wenigsten brauchen, obwohl sie in ihrer wut immer mehr danach schreien... waffen...



Ich frage mich, warum die UNO nicht auch ein paar Pioniereinheiten nach Afghanistan schickt zwecks Brücken und Brunnenbau bzw. zum Aufbau einer generellen Infrastruktur.
Die Bundeswehr hat doch z.B. den Dachs. Schneller als mit diesem netten Gerät kann man kaum ein Feld von Minen räumen. Ist der da unten im Einsatz? Soweit ich weiss nicht
die antwort ist so traurig

weil es einfach nicht lohnt... schließlich herrscht krieg.. wie etwas aufbauen, wenn es gleich wieder zerstört wird...

was das minen räumen angeht.. da sind viele dabei die minen zu räumen .. zum großen teil in irrsinnig gefährlicher handarbeit....

doch buddelst du 30 minen aus und riskierst dein leben, dann buddeln ein paar nette nachbarn nur wenige kilometer weiter wieder 300 ein....

doch woher kommen die minen?

warum liefert man diesen scheiß auch ständig aus?

warum produzieren "friedliebende" nationen minen die sie selbst ja gar nicht brauchen?

es sollte z.b. ein generelles verbot für die produktion von minen geben...
 

Technoir

Meister vom Königlichen Gewölbe
29. April 2002
1.452
was das minen räumen angeht.. da sind viele dabei die minen zu räumen .. zum großen teil in irrsinnig gefährlicher handarbeit....
Ja deswegen ja meine Frage nach dem Dachs.
Mit dem Teil kann man innerhalb von einer guten Stunde ein Fussballplatzgrosses Feld von Minen räumen. Keine Gefahr für Leib und Leben.

Es gab da mal eine gewisse Diana, Princess of Wales...die Dame hat sich sehr gegen den Export von Minen engagiert. Dummerweise kam sie ja bei einem Autounfall 8O ums Leben.

Aber mal zurück zum Thema Aufbau:

Grosses Problem ist auch, dass man kaum kontrollieren kann, was mit z.B. den 100 Hacken und Schaufeln passiert, die eine Firma der afghanischen Regierung zu Wiederaufbauzwecken spendet.
Die sind schneller zu AKs umgegossen als man gucken kann. Das müsste dann sehr genau kontrolliert werden. Wer soll diese Aufgabe übernehmen?
Würde eine internationale Schutztruppe das können? Wie lange würde sie von der Bevölkerung im Land geduldet werden? Die Siegermächte waren schliesslich mehr als 40 Jahre in Deutschland und wir waren bei weitem nicht so schlimm dran wie zur Zeit Afghanistan.
Wie bekommt man alle Splittergruppen und Warlords dazu an einem Strang zu ziehen und die Regierung zu stützen anstatt sich gegenseitig beim Kampf um Posten und Provinzen zu zerreiben?

Die Probleme sind ebenso vielfältig wie schwer zu lösen....
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Eine Regierungsarmee? Und wie soll der Regierung erklärt werden, welche Vorgeschichte das Ganze hat und wie es zu dem Anschlag (mit Rücksicht auf den Titel). :wink: Oder anders herum: wie soll sie es erklären? Wie kann sie sich dann selber rechtfertigen? Jede Splittergruppe dort hat doch eine blutige Vorgeschichte, es sei denn, es sind Kräfte, die sich wirklich für die Menschenrechte einsetzen...
 
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