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Deutsches Schulsystem

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Hi, und wieder ich 8) Wusste nicht worein das passt, hoffe es stimmt so halbwegs...

Will mal wissen was ihr am deutschen Schulsystem verbessern würdet. Ich hatte letztens eine nette konversation mit einem Schüler aus Russland, die haben eine Stunde länger Schule und das 6 Tage die Woche. Das macht über den Daumen gepeilt über 2 Monate mehr Unterricht im Jahr... da kann doch was nicht stimmen, oder?! Also, was muss her, Ganztagsschulen? Wech mit dem freien Samstag?
 

Atlan

Vorsteher und Richter
10. April 2002
752
Will mal wissen was ihr am deutschen Schulsystem verbessern würdet.
der rest spar ich mir erstmal...

also das erste, was ich ändern würde:

EIN ZENTRALES SCHULSYSTEM!

es kann einfach nicht angehen, dass jedes bundesland eine eigene regelung hat....
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
Wir haben an unserer Schule auch sechs Tage die Woche Unterricht...

Atlan schrieb:
also das erste, was ich ändern würde:

EIN ZENTRALES SCHULSYSTEM!

es kann einfach nicht angehen, dass jedes bundesland eine eigene regelung hat....
Aber das wär mal Vernünftig!
 

Tweedledee

Geheimer Meister
20. Dezember 2002
197
MrMister schrieb:
Ich hatte letztens eine nette konversation mit einem Schüler aus Russland, die haben eine Stunde länger Schule und das 6 Tage die Woche. Das macht über den Daumen gepeilt über 2 Monate mehr Unterricht im Jahr... da kann doch was nicht stimmen, oder?!
Ich kenne das russische Schulsystem nicht, aber für einen Vergleich wären dann doch noch ein paar mehr Angaben nötig, u.a. wieviele freie Tage im Jahr (Ferien und Feiertage), aus welchen Inhalten sich der Unterricht zusammensetzt usw, d.h. man muss schon die tatsächliche Gesamtzahl der Unterrichtsstunden im Jahr vergleichen und nicht nur die von einer Woche aufs Jahr hochgerechnet.
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.185
Na fängt doch schon so an, Kindergartenplätze müssen bezahlt werden und die Kinder bekommen vor dem 6. Lebensjahr sogut wie keine förderung es seidenn die Eltern haben geld dafür und dann wenn sie endlich in der Schule sein haben die Kinder von den Reichen die sich schon für ihre kleinen Förderungen leisten konnten Vorteil.
Dann wird in der 4. Klasse schon aussotiert ob Gymnasium oder Real oder Hauptschule, so nach dem Motto: Du wirst Maurer und du Dr.
Da kennt man die Kinder ja noch überhaupt nicht und weiss noch nicht wo ihre Stärken liegen.
Und wenns einer nicht packt gibts nur den Weg nach unten.
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
MrMister schrieb:
Will mal wissen was ihr am deutschen Schulsystem verbessern würdet. Ich hatte letztens eine nette konversation mit einem Schüler aus Russland, die haben eine Stunde länger Schule und das 6 Tage die Woche. Das macht über den Daumen gepeilt über 2 Monate mehr Unterricht im Jahr... da kann doch was nicht stimmen, oder?! Also, was muss her, Ganztagsschulen? Wech mit dem freien Samstag?
Im Bildungswesen geht Qualität immer und ausnahmslos über Quantität.
 

Killah

Großmeister
14. Juli 2002
80
OTO schrieb:
Dann wird in der 4. Klasse schon aussotiert ob Gymnasium oder Real oder Hauptschule, so nach dem Motto: Du wirst Maurer und du Dr.
Da kennt man die Kinder ja noch überhaupt nicht und weiss noch nicht wo ihre Stärken liegen.
Und wenns einer nicht packt gibts nur den Weg nach unten.
Also...
beim Berliner (und evtl auch bei anderen) Schulsystem(en) wird erst nach der 6. Klasse "aussortiert"...
Finde es sinnvoller, da man bis dahin besser erkennen kann inwieweit sich ein Kind "IQ-Technisch" entwickelt...

So long

Killah
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
Ganztagesschulen find ich auch nicht gut!
Mami und Papi geben ihre lieben Kleinen morgens um 8 an der Schule ab, und bekommen sie abends um 5uhr wieder. Und die ganze Erziehung etc. wird den Lehrern aufgehalst. Find ich garnicht gut nicht.
Für einen Einheitlichen Lehrplan bin ich sehr wohl. Am besten natürlich den bayrischen 8)
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Zum Thema Schule in anderen Laendern kann ich auch was kurzes erzaehlen:

An unsere Schule ( PRIVAT-Gymnasium in Frankfurt am Main, bin in der 11. Klasse ) ist ein neuer Schueler gekommen, ein Serbe. Er kann kaum deutsch, ist mit seinen Eltern hierher gekommen. In Serbien hat er die Schule schon beendet, er ist 16 ( die meisten in der 11. werden jetzt bald 18 ). Und trotzdem ist er weiter als wir. Er versteht unsere Sprache nicht, aber in Faechern, die quasi eine eigene Sprache bilden ( Mathematik ) steckt er locker alle von uns in die Tasche. Und das obwohl er nur 10 Jahre Schule hatte, in Serbien, Rest-Yugoslavien, einem Land, von dem man, anscheinend zu Unrecht, denkt, es waere unterentwickelt in allen Bereichen.

Den Grund dafuer kann ich nur vermuten. Er erzaehlte mir (auf englisch), dass es dort zum Beispiel keine festen Termine fuer Klausuren gab. Hatte der Lehrer Lust auf eine Klausur, schrieb er eben eine. Dadurch ist man gezwungen, wirklich alles gut zu koennen, zu jeder Zeit. Und ich spreche hier nicht von unangekuendigten Vokabeltests, sondern von
K l a u s u r e n.

Soviel dazu. Wir gluecklichen Hessen haben heute uebrigens unsere Zeugnisse bekommen ^^

Was man am deutschen Schulsystem verbesseren koennte? Zentralabitur, 12 Schuljahre (das 11. ist meiner Meinung nach ueberfluessig, ich habe in diesem Schuljahr kaum etwas neues gelernt ), Strengere Versetzungsregeln und, was ich als beste Idee empfinde, kein komplettes Durchfallen mehr.

Wenn zum Beispiel ein Schueler ein Mathegenie ist, in anderen Faechern aber nicht so gut ist, dann faellt er vielleicht durch. Davon hat er aber nicht viel, wenn er zum Beispiel nochmal das gleiche in Mathe durchnimmt.
Ich glaube in Finnland ist das schon so, man wiederholt dann eben nur bestimmte Kurse.
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Ich kenne das russische Schulsystem nicht, aber für einen Vergleich wären dann doch noch ein paar mehr Angaben nötig, u.a. wieviele freie Tage im Jahr (Ferien und Feiertage), aus welchen Inhalten sich der Unterricht zusammensetzt usw, d.h. man muss schon die tatsächliche Gesamtzahl der Unterrichtsstunden im Jahr vergleichen und nicht nur die von einer Woche aufs Jahr hochgerechnet.
Hab mich mal schlau gemacht. Ferientage sind ähnlich wie bei uns, ich glaub sogar ein paar Tage weniger. Außerdem gibt es ne gute Förderung in zukutsorientierten Fächern wie Informatik. Da wird ab der 6. Klasser eine Programmiersprache gelehrt, davon können deutsche Schüler nur träumen... die meiste Zeit in Informatik verbringe ich damit sinnlos irgendwo rumzusurfen weil mein Lehrer kein Plan hat und auch keine Lust, der nutzt die Stunde zum Kaffeetrinken, und die 2 Lehrerin in dem Fach hat noch weniger Ahnung (Schriftänderung? Speicherkapazität auf einer CD-Rom? Von nix ne Ahnung, aber Info-Lehrerin)... also da muss noch was passieren!
 

infokrieger

Geselle
8. Januar 2003
43
Atlan schrieb:
Will mal wissen was ihr am deutschen Schulsystem verbessern würdet.
EIN ZENTRALES SCHULSYSTEM!

es kann einfach nicht angehen, dass jedes bundesland eine eigene regelung hat....
Argh! Die totale Katastrophe! Zentralismus-Sozialismus pur. Pfei Teufel! Es kann nur einen Weg geben: Weg mit den staatlichen Indoktrinationszentren. Endlich den Weg ebnen für mehr private Schulen, Heimunterricht etc. Seit es in den USA ein Bildungsministerium gibt, sank die Qualität der Bildung dramatisch ab. Alles nachzulesen, bereits erwähnt, in "the deliberate dumbing down of america" <- Der Titel ist absichtlich klein geschrieben.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Ich weiss ja nicht auf welcher Schule Du warst, infokrieger, aber auf meiner hab ich gelernt, daß Sozialismus eine Staatstheorie und Zentralismus eine Verwaltungstheorie ist und somit erstmal nix miteinander zu tun haben. Frankreich ist z.B. seit Jahrhunderten ein zentralistisches Land, aber sicher kein sozialistisches.
Ein Bildungsministerium ist wiederum nicht dasselbe wie einheitliches Schulsystem und die U.S.A. sind nicht Deutschland.
 

Nightmare

Geheimer Meister
14. Mai 2002
216
Verbesserungsvorschläge:

1. Individuelle Stundenpläne, am besten in Kursform auch schon in der Grundschule.

2. Lehrerbewertung durch Schüler und Eltern. Wir haben vielzuviele Inkompetenzen unter den Lehrkräften!

3. Einheitliches Schulsystem in ganz Deutschland, jedenfalls was Qualifizierung und Prüfung betrifft.

4. Stärkeres Einbinden der Aktuellen Weltgeschehnisse im Unterricht! Politische Bildung (nicht Propaganda!)

Cu Night
 

infokrieger

Geselle
8. Januar 2003
43
agentp schrieb:
Ich weiss ja nicht auf welcher Schule Du warst, infokrieger, aber auf meiner hab ich gelernt, daß Sozialismus eine Staatstheorie und Zentralismus eine Verwaltungstheorie ist und somit erstmal nix miteinander zu tun haben. Frankreich ist z.B. seit Jahrhunderten ein zentralistisches Land, aber sicher kein sozialistisches.
Ein Bildungsministerium ist wiederum nicht dasselbe wie einheitliches Schulsystem und die U.S.A. sind nicht Deutschland.
ROFL. Auf einer staatlichen Schule war ich - leider! Obwohl einzelne Lehrer immer gerne aus dem System ausbrachen. Lag aber auch an meinem Willen zu hinterfragen.
Das ist ja fein das ihr in Eurer Schule so schön die Worte im Duden geklärt habt, in meinem Text war allerdings ein Gedankenstrich. Sozialimus ist auch immer zentralistisch. Ich kenne jedenfalls keines der "Länderexperimente" in denen das anders gewesen wäre.
Wenn Frnakreich kein sozialistisches Land ist, dann ist Deutschland vermutlich auch keins? Na, lies mal nach bei Roland Baader "Die belogene Generation". Nur so als Ansatzpunkt. Ein zentrales Bildungsministerium das Richtlinien vorgibt führt zwangsläufig zu einem einheitlichen System! Und da ich zum Staat und seien Organen kein Vertrauen habe muß ich das ablehnen. Die Kultusministerien in Deutschland wehren sich ja auch mit Händen und Füßen gegen den Zentralismus.
Deutschland ist nicht die USA, richtig. Aber es kommt alles zurück! Die Schule von Wundt kam in die USA, wurde dort von Dewey und Co. aufgenommen und ist nun auf dem Weg zurück zu uns.

@Nightmare: Punkt 4 kannst Du an staatlichen Schulen vergessen, ich meine ohne Propaganda. Die bekommen die Kids mit dem Trichter verpaßt.
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
2. Lehrerbewertung durch Schüler und Eltern. Wir haben vielzuviele Inkompetenzen unter den Lehrkräften!
Genau das stört mich auch... warum sind Lehrer unkündbar? Ist doch klar, wenn ich machen kann was ich will und trotzdem mein Gehalt bekomme und nicht rausgeworfen werden kann, das die Motivation im Keller ist...
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Das ist ja fein das ihr in Eurer Schule so schön die Worte im Duden geklärt habt, in meinem Text war allerdings ein Gedankenstrich. Sozialimus ist auch immer zentralistisch.
1. heisst das Satzzeichen wenn man es verwendet wie Du es tust "Bindstrich" und nicht "Gedankenstrich". Ein "Gedankenstrich" ist es dann, wenn es benutzt wird um einen Gedanken in einen Kontext einzufügen, aber nicht wenn es benutzt wird um 2 Wörter zu verbinden
2. Ja. Sozialismus ist in der Regel sozialistisch, aber deshalb ist noch lange nicht jeder zentralistische Staat sozialistisch. Vgl auch: Alle reifen Kirschen sind rot, aber nicht alles was rot ist ist deshalb eine Kirsche.


Wenn Frnakreich kein sozialistisches Land ist, dann ist Deutschland vermutlich auch keins?
Nein, weder Frankreich noch Deutschland sind sozialistische Staaten. Die Ausführung warum das so ist, ist mir allerdings zu Off-Topic. Bei Interesse gerne und jeserzeit in einem anderen Thread.

Die Kultusministerien in Deutschland wehren sich ja auch mit Händen und Füßen gegen den Zentralismus.
Wie sich wohl jeder dagegen wehrt, wenn man ihm den Arbeitsplatz wegrationalisieren will.
 

Damage

Geheimer Meister
9. Mai 2002
152
Das Schulsystem ist zur Zeit sehr zweifelhaft.

Ich selber habe in Sachsen mein Abitur erworben: wir hatten Zentralabitur in 12 Jahren, allerdings mit einem qualitativ hochwertigen Standard (ähnlich Bayern).

Ich finde die Regionalen Unterschiede innerhalb dieses Rahmens auch gut: einige Schulen spezialisieren sich auf bestimmte Fächer: da können die Schüler wählen was ihnen besser gefällt, mit dem Zwang die Mindestanforderungen trotzdem zu erfüllen (also Mathe - Schule, Sport - Schule, allerdings muss man in der Sportschule die allgemeinen Regeln auch erfüllen)

Also wenn man eine Zentrale Regelung schafft (sorry wenn ich fremdenfeindlich klinge):
dann bitte mit nem hohen Qualitätsstandart, d.h. wer es nicht schafft muss halt auf eine andere Schule gehen, wenn es "Ausländer" nicht schaffen, weil es am Deutsch hapert: dann sollten sie erstmal Deutsch lernen - sonst bremst es die anderen ungemein!

Man sollte auch nicht versuchen die Anforderungen an das Abitur so weit runter zu schrauben, daß es alle schaffen: das war noch nie, ist nicht und sollte nie so das alle Abitur bekommen: wozu unterscheiden wir denn sonst die Wege?

Eine Trennung der Kinder in nach der 4. ist gerechtfertigt: in der 5. beginnen komplett neue Themen, im Gymnasium (so war es bei uns) wird von Anfang an in einem anderen Tempo gearbeitet. Wenn sich Kinder in der Mittelschule unterfordert fühlen können Sie wechseln - wenn man bestrebt ist schafft man das auch. Die im Gymi zu schlecht sind können ja auch nach unten wechseln.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Lerninhalte: sie sollten aktuell gehalten werden und frühzeitig angefangen werden.

Die Schulen (besonders die höheren) sollten bestrebt sein mit der Wirtschaft zusammen zu arbeiten.

also es gibt einige Punkte...

Allerdings auch eine Geldfrage: aber dazu müsste meiner Meinung nach nur das System bissi entzerrt werden (was allerdings Aufwand bedeuten würde...)

naja ich werd versuchen (sollte ich mal Kinder haben) meinen Kindern die bestmöglichste Schulbildung zu ermöglichen, also nicht hier in FFM, wo ich grad arbeite: Sorry Hessen, das ist meine Meinung.

greetz Damage
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Duftbaum schrieb:
Den Grund dafuer kann ich nur vermuten. Er erzaehlte mir (auf englisch), dass es dort zum Beispiel keine festen Termine fuer Klausuren gab. Hatte der Lehrer Lust auf eine Klausur, schrieb er eben eine. Dadurch ist man gezwungen, wirklich alles gut zu koennen, zu jeder Zeit. Und ich spreche hier nicht von unangekuendigten Vokabeltests, sondern von
K l a u s u r e n.
Sehr vernünftige Regelung. Wäre sofort dafür sie einzuführen. In Bayern ist das mit den Stegreifaufgaben übrigens das selbe.

Soviel dazu. Wir gluecklichen Hessen haben heute uebrigens unsere Zeugnisse bekommen ^^
[offtopic]
Ich bin sieben jahre in hessische Schulen gegangen. Dann zog ich nach Bayern. Glaub mir, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. [/offtopic]
Was man am deutschen Schulsystem verbesseren koennte? Zentralabitur, 12 Schuljahre (das 11. ist meiner Meinung nach ueberfluessig, ich habe in diesem Schuljahr kaum etwas neues gelernt ), Strengere Versetzungsregeln und, was ich als beste Idee empfinde, kein komplettes Durchfallen mehr.
Alles sehr gute Vorschläge, sollten ebenfalls sofort umgesetzt werden

Ich glaube in Finnland ist das schon so, man wiederholt dann eben nur bestimmte Kurse.
jepp, meines wissens nach ja. halte ich ebenfalls für gut.

mannomann wir brauchen wirklich radikale reformer im Schulwesen !!!
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
@semball

Ich habe in Bayern gewohnt! von der 4. bis zur 8. Klasse ging ich auf die Grundschule bzw. das Gymnasium, und ich weiß genau, was du meinst. Das ist ein riesiger Unterschied .. Das Gymnasium hier in Frankfurt (wie gesagt, eine PRIVAT-Schule) ist schlechter ausgestattet als die oeffentliche Bildungsanstalt in Bayern, auf die ich ging. Das Lerntempo ist einfach viel langsamer hier.

Und das mit den Stegreifaufgaben (wir haben die immer 'Ex' genannt, extemporalirgendwas .. ), das waren, zumindest bei uns, immer nur kleine Minitests, Vokabelabfragen und so weiter. Arbeiten (Schulaufgaben) wurden vorher immer angekuendigt!

Und genau das ist in Serbien anscheinend ja nicht so, dort wurde laut unserem neuen Schueler gar keine Arbeit angekuendigt!
 

Franziskaner

Ritter vom Schwert
4. Januar 2003
2.062
Damage schrieb:
Das Schulsystem ist zur Zeit sehr zweifelhaft.
Erst mal vorneweg: Das sehe ich auch so.

Aber:

dann bitte mit nem hohen Qualitätsstandart, d.h. wer es nicht schafft muss halt auf eine andere Schule gehen, wenn es "Ausländer" nicht schaffen, weil es am Deutsch hapert: dann sollten sie erstmal Deutsch lernen - sonst bremst es die anderen ungemein!
Ich hege da die Befürchtung, dass sie auf diese Art eine Ghettoisierung der Schulen noch stärker bemerkbar macht (wie z.Zt. schon in vielen Hauptschulen zu sehen). Es bringt IMHO nichts, unintelligente deutschsprechende Schüler mitzuschleppen und dafür intelligente, aber der deutschen Sprache nur mangelhaft mächtige Schüler "abzuschieben"

Ich wäre für eine einjährige Sprachschule, auf der als Schwerpunkt Deutsch vermittelt wird, und danach die "Wiedereingliederung" in die normale Schule, meinetwegen auch ein Jahr zurückgesetzt. Will heissen, wenn jemand nach D. kommt und seines Alters wegen eigentlich in die 8. Klasse käme, erst einmal ein Jahr intensive Sprachvermittlung, dazu eine Nivellierung der anderen Fächer an den deutschen Lehrplan, und danach erst Einschulung in die 8. Klasse.

Das würde den individuellen Fähigkeiten des Einzelnen IMHO mehr entgegenkommen und hätte den Vorteil, dass ein Hauptschulabschluss nicht mehr mit einem sprachlichen und intellektuellen Stigma behaftet wäre...

Man sollte auch nicht versuchen die Anforderungen an das Abitur so weit runter zu schrauben, daß es alle schaffen: das war noch nie, ist nicht und sollte nie so das alle Abitur bekommen: wozu unterscheiden wir denn sonst die Wege?
Ich wäre sogar dafür, die Ansprüche an's Abi noch hochzusetzen. Alle Abiturienten mögen mir verzeihen, aber wenn ich sehe, was für Allgemeinbildungslegastheniker manchmal ein Abi durch simples Auswendiglernen hinlegen, bin ich schlicht entsetzt. Ein wenig mehr elitäres Denken wäre bei hochwertigen Schulabschlüssen wünschenswert. Vielleicht dafür ein wenig mehr finanzielle Unterstützung sozial schwacher Familien, die hochbegabte Kinder haben, damit auch diese das Maximum an Bildung erhalten können.

Die Schulen (besonders die höheren) sollten bestrebt sein mit der Wirtschaft zusammen zu arbeiten.
Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Noch mehr? Ich wäre dafür, die wirtschaftlichen Interessen (denen in D. meiner Meinung nach sowieso viel zu vieles untergeordnet wird) komplett aus der Bildungspolitik herauszuhalten. Motto: Nicht für die Firma, für das Leben lernen wir.

Es kann nicht Aufgabe einer verantwortungsbewussten und sozialen Gesellschaft sein, mit Steuergeldern Fachidioten und Arbeitsdrohnen auszubilden. (Bitte als dialektische Übertreibung lesen und werten!)
 
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