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Cuba si

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
den artikel habe ich heute in einer zeitung entdeckt. ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich cuba von anderen süd/mittelamerikanischen ländern unterscheidet.
liegts vielleicht daran, das die usa, seit fidel am ruder ist, keinen einfluss mehr haben?
keine straßenkinder, schulbildung für alle und jetzt machen sie aus der not eine tugend.
respekt!

Buena Vista Öko Club
In Krisenzeiten setzt Fidel Castro auf grüne Konzepte. Auf der Zuckerinsel boomen Biolandwirtschaft, Alternativmedizin und Solarenergie.

Comandante Pancho am Nationalpark-Zentrum. Mit strengem Blick überwacht der General, wie seine Männer Kaffee-Setzlinge pflanzen. Direkt auf das Korallenriff. Zwischen weißen Steinen liegt schwere, dunkle Erde. Vor Millionen Jahren schwammen hier Fische. Dann hob sich das Riff aus dem Meer und bildete eine Insel: Kuba. "Der Boden ist äußerst nährstoffreich", sagt der General. "Damit er fruchtbar bleibt, müssen wir ihn gut pflegen." Er lässt Mulch gegen das Austrocknen streuen und Bananenbäume Schatten spenden. Steinwälle verhindern, dass die tropischen Regenfälle die fruchtbare Krume fortspülen.

General Francisco Gonzalez Lopez, Gebirgskämpfer und "Held der Republik Kuba", ist unter die Biolandwirte gegangen. Über 400 Quadratkilometer erstreckt sich die Farm "Los Lirios", unter seiner Leitung werden Kaffee und Kakao, Yams und Maniok, Bananen und Gewürze angebaut. Einige Flächen reserviert er dem Naturschutz, dort wird weder Holz geschlagen noch gejagt. "Wir wollen die Finca so artenreich gestalten wie möglich", sagt der General, "das stabilisiert langfristig auch unsere Erträge." Und die seien, insbesondere bei Kaffee, hervorragend. "Wir könnten ganz Kuba nur mit Biolandwirtschaft ernähren", meint Lopez, "wir brauchen die ganzen Pestizide und Kunstdünger gar nicht."

Grüne Revolution dank Krise

Das klingt wie Pfeifen im dunklen Wald. Derzeit sind die Zutaten einer intensiven Landwirtschaft für Kuba sowieso unerschwinglich. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks fielen auf einen Schlag die meisten Lieferanten und Kunden weg. Zudem verstärkten die USA ihr Wirtschaftsembargo gegen das Regime Fidel Castros. Beides zusammen führte zu dramatischen Mangelsituationen. Große Teile der Bevölkerung mussten Anfang der neunziger Jahre regelrecht hungern. Doch ihr Selbstbehauptungswille lässt die Kubaner aus der Not eine Tugend machen, und viele der neuen Konzepte bringen ökologische Fortschritte: Auf der Zuckerinsel boomen Biolandwirtschaft, Solarenergie, Kräutermedizin und Ökotourismus, davon profitieren Natur und Umwelt. Aus der Krise heraus zettelt Kuba eine grüne Revolution an.

Landwirtschaftliche Kooperativen und Privatbauern produzieren mittlerweile die saubersten Nahrungsmittel der Welt. Sie bekämpfen Schädlinge nicht mit chemischen Mitteln, streuen keinen Kunstdünger. Und wegen der geringen Industrialisierung der Insel fehlen auch solche Rückstände, die über die Luft in die Nahrungskette gelangen könnten. "Unsere Bauern müssen umdenken", sagt José Rodriguez Oruna vom Umweltministerium, "und sich mit bislang unbekannten Dingen beschäftigen." Sie rücken Schädlingen mit biologischen Methoden zu Leibe, etwa indem sie Ameisen auf den Süßkartoffel-Bohrer loslassen. Mischkulturen, Fruchtwechsel oder Wurmkulturen für nährstoffreicheren Naturdünger sind heute weit verbreitete Techniken.

Die Erfolge können sich sehen lassen. Niemand muss mehr hungern. In den vergangenen Jahren wurden bei zehn wichtigen Grundnahrungsmitteln Rekordernten erzielt. Einen wichtigen Anteil daran hat das Regierungsprogramm "Agricultura Urbana". Wie effektiv Landbau in der Stadt sein kann, macht Havanna vor.

In der Metropole drängen sich 2,5 Millionen Menschen, rund ein Fünftel aller Kubaner. Wegen der Benzinkrise können Lebensmittel kaum von außen kommen. Heute sind offiziell 8.000 städtische Gärten registriert, in denen 30.000 Habaneros ihre eigenen Salate, Tomaten, Bananen und Kartoffeln ziehen - hundertprozentig schadstofffrei. Kubas Umstellung auf organischen Landbau erregt auch international Aufsehen.

Im vergangenen Jahr erhielt die Grupo de Agricultura Organico (GAO) in Stockholm den Alternativen Nobelpreis, den Right Livelihood Award. Die Jury lobte, dass die Organisation darauf hinarbeitet, die Umstellung auf Bio endgültig zu machen. "Wir wollen auch dann noch organisch wirtschaften, wenn die Krise vorüber ist und Chemikalien wieder ins Land fließen könnten," verkündet GAO-Präsident Dr. Fernando Funes-Aguilar.

In kaum einem anderen Entwicklungsland wäre diese Kehrtwendung so schnell möglich gewesen wie in Kuba. Basis dafür ist das hohe Bildungsniveau. Analphabetismus ist unbekannt, Kuba stellt elf Prozent der Wissenschaftler in der Karibik, obwohl es nur zwei Prozent deren Bevölkerung zählt. Neue Ideen werden vor allem über Radio und Fernsehen schnell bis in die kleinsten Dörfer verbreitet. Und die Bauern nehmen begierig alles auf, was eine Linderung der gegenwärtigen Notlage verspricht.

Medicina Verde

Medicina Verde: Über 100 Präparate werden in Apotheken angeboten. So auch im Gesundheitswesen. Noch funktioniert es außergewöhnlich gut, nicht nur für karibische oder mittelamerikanische Verhältnisse. Auf 100 000 Menschen kommen 301 Ärzte, das sind weit mehr als in den USA oder Schweden. In jeder Gemeinde sichert ein "Consultorio", ein Gesundheitsposten, kostenlos die Behandlung der Familien. So erreichen Kindersterblichkeit und Lebenserwartung ungewöhnlich gute Werte.

Was dagegen an allen Ecken fehlt, ist das Handwerkszeug der Ärzte, Medikamente und technische Geräte. Chemische Arzneimittel, die der Ostblock bis 1990 billig lieferte, sind für die meisten Patienten unerschwinglich.

Auf der Suche nach Ersatz besann sich die Regierung auf alte, verschüttete Traditionen. "Medicina Verde", die natürliche Medizin, wurde zum nationalen Programm erhoben. Auf der "Granja estatal de plantas medicinales" bei Guantánamo etwa wachsen Aloe Vera, Zitronengras, Oregano und Pfefferminzarten. Rund 13 Tonnen solcher Heilpflanzen liefert die Staatsfarm an Laboratorien oder Apotheken, die daraus über 100 verschiedene Präparate herstellen. Im ganzen Land entstehen neue Produktionsstätten, medizinische Fakultäten erklärten "grüne Medizin" zum Pflichtfach. "Sicher, wir müssen noch genauer erforschen, welche Substanzen medizinisch wirksam sind und welche nicht", räumt Marlenis Cala Cala vom Wissenschafts- und Umweltministerium CITMA ein. "Die Kräuterpräparate haben jedoch einen entscheidenden Vorteil: Sie sind in ausreichenden Mengen lieferbar."

Medicina Verde wurde zum Oberbegriff für die verschiedensten medizinischen Methoden. Die "Clinica Medicina Tradicional y Natural" von Guantánamo bietet, wie viele andere kubanische Polikliniken auch, eine Mischung westlicher und östlicher Praktiken an. Dazu zählen Akupunktur und Massage, Bachblütentherapie und Kneippkuren, Homöopathie und Hypnose. Über Heilerfolge ist, wie in dem dirigistisch geführten Land üblich, allerdings wenig zu erfahren.

Die Patienten reagieren zwiespältig. "Ich habe viel über schädliche Nebenwirkungen der chemischen Präparate gelesen", meint die siebzigjährige Maria Antonia, die an Arthritis leidet, "deshalb finde ich gut, sanftere Methoden auszuprobieren." Dagegen fürchtet ein 38-jähriger Mann, der kurz vor einer Hüftoperation steht: "Akupunktur anstatt Betäubung, ob das gut gehen wird?" Seine Begeisterung für alternative Methoden hält sich in Grenzen, weil er sie nicht freiwillig wählen kann. Für ihn sind sie Kinder einer Not, die erfinderisch macht. Aber eben nur Ersatz. Nicht anders empfinden sie die von oben verordnete Verkehrswende. Schweren Herzens steigen die Kubaner von spritfressenden Oldtimern wie dem Chevrolet Belair auf die "Flying Pigeon" um. "Brieftaube" ist der irreführende Markenname für immerhin 24 Kilogramm schwere Fahrräder, made in China. Als Antwort auf den anhaltenden Benzinmangel ließ Fidel Castro mehr als eine Million Stück einführen und propagierte fortan Trampeln statt Tanken. Oder, in seiner revolutionären Rhetorik: "Den Gebrauch des Fahrrades auszuweiten ist ein Indikator für den kulturellen Fortschritt." Mit einer Beherztheit, von der deutsche Kommunalpolitiker träumen, wurden in der Hauptstadt 25 Kilometer Fahrradwege ausgewiesen und Tempolimits für Autos verhängt. Und die Bürger fanden tausenderlei Wege, die "Brieftauben" zu Lasteneseln und Drei-Personen-Taxis umzubauen.

Cubasolar

Weil Benzin und Kohle zu wertvoll zum Verfeuern und Verstromen sind, entdeckt die Karibikinsel nun die Sonne als Energiequelle. Angeregt durch den Bonner Verein Eurosolar gründete der Staat die Agentur Cubasolar. Sie rüstet vorrangig Schulen und Gesundheitsposten, die weit entfernt von den Stromnetzen liegen, mit Photovoltaik-Anlagen aus.

Die Zellen auf dem Dach können lebenswichtig sein. "Bevor wir Strom hatten, musste ich nächtliche Unfallopfer beim Schein einer Petroleumlampe untersuchen. Mir tränten die Augen vom Ruß, oft konnte ich nicht einmal eine Diagnose stellen", erzählt die Ärztin Mayra de la Cruz. Ihr "Consultorio" hat heute nicht nur Sonnenstrom, sondern auch ein Funkgerät, mit dem sie in Notfällen einen Krankenwagen herbeirufen kann. Allein in der Provinz Guantánamo, deren Bergdörfer besonders unzugänglich sind, wurden 70 solcher Familienpraxen mit Solarzellen ausgerüstet, in ganz Kuba rund 250.

Noch kommen die Bauteile für Photovoltaik aus dem Ausland und werden auf der Insel nur montiert. Die Regierung plant jedoch, selbst in die Produktion der Siliziumzellen einzusteigen.

Welche der grünen Konzepte Kubas beruhen auf gewachsenem Umweltbewusstsein? Und welche entspringen lediglich der "período especial", wie die Notlage aufgrund des US-Wirtschaftsembargos auf Amtskubanisch heißt? Beobachter sehen Anzeichen, dass Fidel Castro aus echter ökologischer Einsicht handelt. So stoppte der "maximo lider" persönlich das Projekt eines geplanten Staudamms in Ostkuba. Dessen Bau hätte eine der artenreichsten Naturlandschaften der Insel zerstört. Der dortige Nationalpark "Alejandro de Humboldt", mit deutscher Hilfe gegründet und eingerichtet, hätte wichtige ökologische Zonen eingebüßt.

"Das Engagement Castros kann man nicht hoch genug bewerten", sagt Professor Manfred Niekisch, Vorstandsmitglied der deutschen Tropenwaldstiftung OroVerde, "denn hier verzichtet ein Land mit großen Energieproblemen darauf, Wasserkraft zu nutzen, um Natur zu erhalten."

Seit 1996 hilft OroVerde, den 70 000 Hektar großen Nationalpark zu sichern. Wegen seiner hohen biologischen Vielfalt - allein 1300 Pflanzenarten wurden entdeckt, davon existieren 70 Prozent nur auf Kuba - gilt der Park als "karibisches Galapagos". Niekisch hält es für extrem wichtig, "hier nicht nur Naturschutz zu betreiben, sondern gleichzeitig der Region neue Einnahmequellen zu erschließen. Nur wenn der Park sich wirtschaftlich rechnet, hat er eine Zukunft."

OroVerde setzt große Hoffnungen auf den Ökotourismus. Ein Teil der mehr als 1,5 Millionen Ausländer, die auf der Karibikinsel Urlaub machen, soll sich zukünftig von den Naturschätzen anlocken lassen: Nur dort leben noch so exotische Tiere wie der Schlitzrüssler, ein kleines Pelztier, oder die bunt gefiederte Kuba-Amazone.

Für den Humboldt-Nationalpark engagiert sich auch Biofarmer und General Francisco Gonzalez Lopez. "Trotz der Armutsprobleme, die wir haben, gibt es keine Wilderei oder illegales Holzfällen, auch keine Sabotageakte wie Brandstiftung. Der Park wird akzeptiert." Mit der gleichen Entschiedenheit, mit der er gegen Invasoren vom Festland kämpfen würde, befürwortet der General strengsten Naturschutz: "Im Reservat lebt eine einzigartige Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Die werden wir gegen jeden Eindringling verteidigen."
Michael Gleich
www.oroverde.de
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
in Diktaturen scheint alles ja sooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo einfach
ist das alles, was dir dazu einfällt?

während in anderen "dritte welt" ländern durch weltbank, iwf und multis massiv die umwelt und die lebensgrundlage vieler menschen zerstört wird, worüber sich hier kaum jemand aufregt, geht cuba einen anderen weg, der anerkennenswert ist.

es geht mir hier nicht darum, cuba, bzw. die regentschaft castros in rosarot darzustellen (zum thema diktatur solle man vielleicht einen extra thread eröffnen...) sondern um einige fakten. und fakt ist, das cuba im gegensatz zu allen anderen ländern in der region ein funktionierendes schul- gesundheits-und sozialsystem hat.
egal wie schlecht es dem land in der vergangenheit (und gegenwart) auch ging/geht, daran wurde nie gerüttelt.
 

Viva Che

Geselle
10. April 2002
47
achtung 100% objektive Meinung :wink: :

Dieses Beispiel zeigt doch nur ein weiteres mal wie stark diese kleine insel doch ist. obwohl auch klar sein muss das dort wahrscheinlich niemand was auf die umwelt geben würde hätten sie eine andere wahl. doch würde kuba "fair" behandelt werden wäre das längst kein dritte welt land mehr. hätte es auch nie werden können den der hauptgrund für die armut dieser welt ist sicherlich nicht das sozialistische system. aber da uncel sam ja den kleinen sozilistischen schandfleck vor der haustür nicht in ruhe lassen kann wird es wohl kaum gerechtigkeit für kuba gegben.
 

Tarvoc

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.559
Das wäre mir neu! Soweit ich weiß sind die Länder der AoE nach Bush doch Nordkorea, Afghanistan, Irak und Iran, oder?
 

Deimos

Geheimer Meister
23. September 2002
341
kuba gehört sicher nicht zur achse des bösen! das sehen höchstens ein paar unverbesserliche antikommunisten à la mccarthy so.

ansonsten ist kuba zwar eine diktatur, aber keinesfalls eine bedrohung für die westliche welt wie beispielsweise iran, irak oder n korea.

und stellt euch vor, die sanktionen gegen kuba würden aufgehoben! dann hätten die leute neben einer überdurchschnittlichen schulbildung (für südamerikanische verhältnisse), minimer kriminalitätsrate (als touristin um mitternacht allein durch havannas strassen ziehen: kein problem) auch noch genug zu essen. damit würde ja das ach so böse antlitz dieser "schrecklichen kommunistischen diktatur" erheblich relativiert werden...

deimos
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
Deimos schrieb:
und stellt euch vor, die sanktionen gegen kuba würden aufgehoben! dann hätten die leute neben einer überdurchschnittlichen schulbildung (für südamerikanische verhältnisse), minimer kriminalitätsrate (als touristin um mitternacht allein durch havannas strassen ziehen: kein problem) auch noch genug zu essen. damit würde ja das ach so böse antlitz dieser "schrecklichen kommunistischen diktatur" erheblich relativiert werden...
Das wird nur leider niemals passieren.
So unwahrscheinlich ist es aber gar nicht, das man Cuba noch mit auf die Achse des Bösen setzt. Schließlich ist es ein Schandfleck direkt vor der eigenen Haustür und erinnert dauernd an die eigene Unfähigkeit diesen Schandfleck zu beseitigen.
Wenn die SU schon damals Atomraketen auf Cuba stationieren wollte, dann könnte doch jetzt die Al Quaida und Überreste der Taliban dort ihre Stellungen beziehen. Vielleicht wollen sie ja die Gefangenen befreien oder von dort in die USA einsickern (die Grenze wird ja überhaupt nicht überwacht...)
Ich fürchte, ein Großteil der Amis würde das sogar kommentarlos schlucken
 

I3leach

Geheimer Meister
16. August 2002
337
Viele sind der meinung das Castro garnicht mehr an der macht wäre, wenn die CIA nicht so oft versucht hätte ihn umzubringen.

Aber wenn ich mich nicht täusche ist es das selbe Cuba auf dem ein Internetzugang nur eingeschränkt zur verfügung steht (wenn man überhaupt zu den privilegierten gehört). Ist aber wohl in allen undemokratischen Staaten so und durch filterung könnte das selbe auch den demokratischen Staaten passieren. Ansonsten dürfte in Cuba alles so sein wie in allen vergleichbaren Systemen. Die Währung ist der Dollar, für ihn bekommt man alles (angeblich gibt es in Cuba extra Läden, wo man nur mit Dollar bezahlen kann, dafür aber auch wirklich alles bekommt). Strom gibt es nur zu bestimmten zeiten (wie in den meisten kommunistischen Ländern die was auf sich halten). Amerikanische Touristen dürfen nur nicht "direkt" nach Cuba reisen, wenn sie das ganze über einen nicht amerikanischen Anbieter buchen geht es in ordnung.

Tourismus ist die einzige wirklich zukunftsträchtige einnahmequelle und die korruption ist meiner meinung nach nur im ersten moment bedenklich, den in welchem Land geht es schon mit rechten dingen zu? (in diesem zusammenhang würde ich gerne einen schon älteren Spiegelartikel erwähnen, in dem es darum ging das der chinesische Geheimdienst schon fest mit der hong konger Unterwelt kooperierte, als Hong Kong an China zurückging, sollte jemand wissen wovon ich spreche kann er ja die Ausgabe posten)
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
@ samhain

ob bewundernswert oder nicht, es ist eine Diktatur und sowas darf nicht toleriert werden. oder gar "Bewundert" !!!!!!!!!
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
SentByGod schrieb:
ob bewundernswert oder nicht, es ist eine Diktatur und sowas darf nicht toleriert werden. oder gar "Bewundert" !!!!!!!!!
weil?

btw: viele Ausrufezeichen machen eine Aussage nicht richtiger
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
ob bewundernswert oder nicht, es ist eine Diktatur und sowas darf nicht toleriert werden. oder gar "Bewundert" !!!!!!!!!
ich habe es schon einmal gesagt- und ich wiederhole mich nicht gern-wenn dir soviel daran liegt, mach einen extra thread auf.
wobei ich cuba unter den diktaturen dieser welt bestimmt nicht auf den vorderen plätzen sehen würde, was bereicherung der oberschicht, verslummung und terrorisierung der bevölkerung, ausbeutung der ressourcen und was es da noch so gibt, angeht. im gegenteil, manch ein land das sich "demokratisch" nennt, könnte sich in einigen bereichen von diesem land sogar noch eine scheibe abschneiden...

bis jetzt bist du übrigens null auf den eigentlichen artikel eingegangen.


und welche meinung ich haben darf oder nicht, bestimme immer noch ich.
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
Nun denn ... lass uns philosophieren ;)

Diktatur is grundsätzlich Schlecht. Denn wo die Meinung eines Individuums über dem der Masse steht gibts keine Freiheit.
Monarchie geht von einer 2Klassengesellschaft aus, das Volk und "Die blauen Blutes" also die Adeligen die die Macht über andere haben und sie beherrschen. In der Diktatur im Gegensatz ist es jedem möglich allein durch Macht und Kraft die herrschende Position zu erlangen.

Nun es mag Diktaturen in denen der Führer zum Wohl des Volkes handelt ... in den meisten Fällen der Geschichte handelte es sich hierbei um eine monarchische Form. Allerdings geht das nur solange gut für das Wohl des Volkes wie der Herrscher auch an der Macht ist und sich nicht durch irgend eine Äußere oder Innere Kraft bedroht sieht, richtig? Wenn es dazu kommt muss er mit Gewalt durchgreifen was dem Volk gegen die Freiheit schlägt.

Selbst wenn dieser Fall nicht eintreten sollte ( Was dank der Menschlichen Natur unwahrscheinlich ist ) kann eine Diktatur nur so lange für das Volk gut sein, wie die führende Macht ihre Position hält. Ich meine wenn ein Diktator/Alleinherrscher stirbt wird es niemals jemanden geben der seine Ideale genauso vertritt.

Demokratie ist ständiger Wechsel der Machthabenden und das ist gut und beständig.
 

Deimos

Geheimer Meister
23. September 2002
341
nun, lieber eine "gute diktatur" als eine "schlechte demokratie".

tatsache ist, dass sich die verwirrte masse in einer freien demokratie stehts nach den offiziellen bzw. mehrheitsfähigen dogmen und gesetzen ausrichtet. die demokratie lässt soviele unterschiedliche meinungen und glaubensgrundsätze zu, dass die menschen nach festen werten beinahe betteln.

grundsätzlich, wenn wir von einer aufgeklärten, intelligenten menscheit ausgehen, wäre die demokratie klar das beste system.

doch manchmal (wie die geschichte zur genüge gezeigt hat), wenn eine aufgewiegelte, aufgeputschte masse unter anscheinend demokratischen umständen zu verbrechern wird, wäre es vielleicht gescheiter gewesen, ein weiser könig oder diktator hätte die masse zur vernunft gebracht.

ich möchte also dem zitat von sentbygod "diktatur ist grundsätzlich schlecht" heftigstens widersprechen.
 

zian

Geheimer Sekretär
14. April 2002
664
SentByGod schrieb:
Demokratie ist ständiger Wechsel der Machthabenden und das ist gut und beständig.
in einer Diktatur sind aber notwendige wirtschaftliche und soziale Veränderungen um einges leichter und vor allem effektiver durchzuführen, als in einer Demokratie.

Da man in einer Monarchie in erster Linie durch die Blutlinie an die Macht kommt, liegt es nahe sich eine entsprechende Blutlinie zu züchten. Was natürlich oftmals Beziehungen zwischen Geschwistern und dergleichen nötig machen kann.
Da die herrschende Klasse auch kaum ihre Stellung verlieren kann, besteht IMO ein recht hohe Gefahr, das diese Klasse sich in Dekadenz verliert. Dekadenz ist aber sehr schlecht für das Volk.

In einer Diktatur hingegen sieht sich die herrschende "Klasse" hingegen einer Art dauerndem Kampf ausgesetzt. Das könnte doch dazu führen, das diese "Klasse" sich dann nur durch geschicktes Taktieren an der Macht halten kann. Ok, der böse Diktator wird das natürlich durch reine Gewalt und Gewaltandrohnung sicherstellen.

Ich weiss nicht so recht, irgendwie hat beides Vor- und Nachteile
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
@ deimos

gut das nichtmal die dümmsten der dummen daran denken eine wahrhaftige diktatur wieder anzuschaffen. demokratie ist und bleibt das nonplusultra allein weil sie niemals so vollkommen durchdacht ist wie eine diktatur.

"zur vernunft bringen" sehr schwammige aussage ... tote revolutionisten sind auch zur vernuft gebracht worden oder?! :D

@ zian

blutslinie = inzucht ... schau die die vögels aus den adelshäusern heute an und schau in den akten woran die vorfahren verreckt sind ... alles organische missbildungen die bei inzucht auftreten.

klar ist alles in der diktatur einfacher, wenn einer was bestimmt wie es geschehen soll ... aber wer garantiert das dieser eine genau in diesem sinne handelt? niemand!

hmm dikatatur ohne gewalt ... da bliebe dann noch gehirnwäsche und einschüchterung ... keine sonderlich zivilisierten methoden ... aussderdem wenn dikatur wirklich besser als demokratie wäre ... warum wurden dann alle alleinherrscher gestürzt und durch parlamente ersetzt ? :)
 
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