ChevronTexaco und die Frauen aus dem Nigerdelta

Dieses Thema im Forum "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" wurde erstellt von streicher, 14. August 2002.

  1. streicher

    streicher Ritter Rosenkreuzer

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    Im Nigerdelta in Nigeria zeichnet sich gerade eine harte Auseinandersetzung zwischen Frauen der Bevölkerung und einem Ölunternehmen ab. Die Ölfirma verstösst deutlich gegen die Menschenrechte. Das Militär geht gegen die Protestaktionen der Frauen ohne Rücksicht auf Menschenleben vor.

    ChevronTexaco v. the Women Round II
     
  2. Paradewohlstandskind

    Paradewohlstandskind Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    Mein Tank ist leer und ich muss nach Brunnen einen Kumpel abholen. An welche Zapfsäule kann ich mein Auto noch bedenkenlos stellen?

    Jeder von diesen verdammten Ölfirmen haben Dreck am Stecken, dass der Stecken zu brechen droht. Doch wie schafft man bei denen das Übergewicht? Benzin ist für unsere Gesellschaft, wie die Luft zum Atmen geworden. Kein industriezweig kommt ohne Öl mehr aus.

    Ein neues Bewusstsein müsste sich dort in den Chefetagen breit machen. ein frischer Wind müsste durch die Büros der Schreibtischtäter wehen. Dies funktioniert jedoch leider nur, wenn die Medien diese Themen aufgreifen würden. Wenn die BILD mal dem Volke eine gescheite Meinund BILDen würde.

    Ich sitze hier so hilflos, all dem Unrecht in dieser Welt, verursacht durch meinem Wohlstand gegenüber.

    ich höre mir jetzt "Louie Ramirez" mit "It´s not what you say" um mich wieder aufzurichten.

    Sehr guter Beitrag, streicher. Mein Kompliment!
     
  3. Abbadon

    Abbadon Großmeister-Architekt

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    Shell hat das auch schon gebracht, früher dachte ich immer geld wäre das grösste übel ( :wink: ) heute weiss ich, dass es öl ist... Oh arme perverse Welt.
     
  4. Zerch

    Zerch Prinz von Jerusalem

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    das Öl kann nix dafür dass es wegen Profitgier aus den tiefen(wo es auch hingehört) gesaugt wird.
    Es ist das Geld.

    Klar man könnte sagen wir brauchen Autos und somit brauchen wir Öl.
    Selbst Autos werden gabaut nur um Geld zu verdienen , selbst wenns darum geht so schnell wie möglich am Arbeitsplatz zu sein gehts ums Geld.
    Wenn es "unlukrativ" wäre damit Geld zu machen , hätten wir alle keine Autos , wär unbezahlbar oder nur das militär verfüge über derartiges.
    Natürlich brauchen wir keine Autos um Leben zu können , aber das mal beiseite.
    Wir sind in einem Wirtschaftswahn dessen Antrieb zwar Öl ist , aber Schuld ist das Geld , ohne Geld keine Wirtschaft/Industrie.
    Natürlich trägt Wissenschaft wie sie z.T. betrieben wurde und wird ebenfalls Teilschuld.

    Wissenschaftler: Ich mach doch nur meinen (auferlegten) job

    "machen wir das nicht alle des Geldes wegen?"

    ausserdem ist Öl nicht nur im Auto , sondern in fast allem (Kunststoff,Lacke/Farben,Klebstoff,Kleidung)....wo man hinschaut.
    Und alles sind Hauptsächlich Konsumgüter , zum Profit-machen bestimmt.
     
  5. corry

    corry Lehrling

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    Hallo Streicher,

    ich finde es toll, mit welchen Mitteln die Frauen die Ölfirma unter Druck setzen und für bessere Arbeitsbedingungen ihrer Männer kämpfen, gänzlich ohne Waffen bzw. mit den Waffen der Frauen, denn sie haben ja nackt oder fast nackt das Gelände belgert. Frauen sind eben doch die besten Diplomaten :wink:
     
  6. MARDUK

    MARDUK Großmeister

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    ein beruhigendes gefühl, dass man mit den waffen der frau nicht alles beeeinflussen kann.
    ich bin zwar auch gegen die ölherrschaft, aber titten als argument lehne ich jenseits des balzmarktes trotzdem ab.
    ein permanentes schlechtes gewissen dafür, dass es mich gibt, auch.
     
  7. streicher

    streicher Ritter Rosenkreuzer

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    Warum sollten sie sich auch amerikanisch kleiden, wenn sie protestieren. Das ist ihre Welt und nicht die Welt der Ölgiganten. Unsere Finger sind noch recht sauber, wir sitzen nur irgendwie in dieser Geowirtschaftsmaschine. :wink: Für ChevronTexaco ist es übel, wenn die Welt erfährt, was die Firma dort unten schon lange Zeit getrieben hat und nun auch noch mit Waffengewalt verteidigt.

    @ Paradewohlstandskind

    Danke!
     
  8. streicher

    streicher Ritter Rosenkreuzer

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    Das Nigerdelta ist seit langer Zeit ein zu wenig beachteter Unrechtsherd, darauf weist auch dieser Artikel zu Anfang des Jahres 1999:

    Ölkrieg im Nigerdelta
     
  9. zerbarus

    zerbarus Geselle

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    @zerch:
    Naja, verschreie mal nicht einfach die Autos als Profitmaschine.
    Ich Spiele gerne Handball. Aus Spaß, und bekomme da auch kein Geld für. Stell dir mal vor, ich müsste 100km zu Fuß zu nem Spiel laufen.
    Also die Sache ist wohl geklärt.
    Nichts für ungut,
    Zerbarus
     
  10. Paradewohlstandskind

    Paradewohlstandskind Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn

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    @ zerbarus

    Bedenke bei Deinen nächsten hundert Kilometern auf der Autobahn, was Du alles anrichtest. Erderwärmung somit Flutktastrophe, Geld für Ölscheichs, Tankerunglücke, Smog, Krebs und viele andere unschöne Dinge.

    Aber halt auch Arbeitsplätze als Todschlagargument!

    Nix für ungut, doch die Technologie des Autos müsste doch total veraltet sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir keine bessere technik zustande bringen, als diese Funktionsweise, welche jetzt schon über 100 Jahre alt ist.
     

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