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Bolivien: Die Gaskrise

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die Regierung in Bolivien will ihr Gas-Exportprojekt fortsetzen. Bei der Bevölkerung stösst dies auf starken Widerstand. Die Auseinandersetzungen laufen nicht gewaltfrei ab, der "Krieg ums Gas" wurde ausgerufen. Das Gas beweist sich damit nicht nur als Heizstoff oder Treibstoff, sondern als gefundener Zündstoff. Mexiko und USA sind die gefunden Importeure.
In Bolivien eskaliert der "Krieg ums Gas"
Wie unfriedlich auf der Welt gefällt es den Feilschern um das Gas und das Öl am Besten?
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Sanchez ist nach anhaltenden Protesten der Bevölkerung widerwillig zurückgetreten und will sich laut Radioberichten in das Land zurückbegeben, in dem er als Politiker ausgebildet worden war: in die USA. Sein Stellvertreter Mesa, parteilos, ist in La Paz (übersetzt: "Der Friede") vereidigt worden. Das Volk feiert auf der Strasse. 65 Tote haben die Unruhen gefordert. Volksfeststimmung in Bolivien
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
es schwirrt einem schier der kopf, wenn man nachliest, welche verquickungen es zwischen politik und konzernen gibt, hier am beispiel bolivien:

>>Strukturen des Neoliberalismus in Bolivien Soziopolitik - Ökonomie -Internationale Verflechtungen von Regierung und Kapital......<<

http://de.indymedia.org/2003/10/63447.shtml
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Mesa ist an der Macht - und entlässt fleissig Minister. Der Streit um die Verwendung der Gasvorkommen flammt noch. Es soll das Volk befragt werden.
Insgesamt berief Mesa drei neue Minister. Wichtgste Änderung ist die Entlassung des Energieministers Antonio Arabinar, dessen Amt nun Xavier Nogales übernimmt. Arabinar hatte die Ausfuhr von Gas befürwortet. Nogales ist bereits der dritte neue Minister auf diesem Posten binnen eines halben Jahres. In dem angekündigten Referendum sollen die Bürger über die Verwendung der Erdgasvorkommen abstimmen. Ein Datum für die Volksbefragung nannte der Präsident jedoch nicht.
Bolivianische Regierung umgebildet
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Der Nachfolger von Gonzalo Sánchez de Lozada, Carlos Mesa, bietet seinen Rücktritt an. Zunder liefert noch immer das Gas Boliviens. Der Führer der Koka-Bauern ist im ständigen Konflikt mit Mesa. Bolivien hat die Eigenheit, dass es flüssige Energieträger importiert, jedoch reiche Erdgasvorkommen besitzt, aus denen für die armen Bauern wenig Gewinn ausgeschlagen wird.
Rücktritt angeboten
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Heute kam in den Nachrichten, dass der Kongress den Rücktritt nicht annehmen wird und er damit in seinem Amt bestätigt dann gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Neue Krise

Und Mesa tut sich weiterhin schwer. Er will bis 2007 im Amt bleiben. Viel Volk ist wieder auf den Strassen und Militärs drohen, dem Präsidenten die Treue zu entziehen.
Auslöser der chaotischen Proteste ist das neue Erdöl- und Erdgasgesetz. Im ärmsten Land Südamerikas fördern zwei Dutzend ausländische Konzerne die kostbaren Rohstoffe. Das neue Gesetz verpflichtet sie, künftig 32 Prozent ihres Umsatzes und 18 Prozent ihres Gewinnes an den Staat abzuführen. Die von Evo Morales, dem Chef der Kokabauern, geführte und vor allem aus Indios bestehende Protestfront will 50 Prozent Gewinnabgabe und die Verstaatlichung der Konzerne. Die Ex-Vizeministerin Gimena Costas erklärte: "Im Grunde sind diese Naturschätze und das Land das Thema unserer politischen Tagesordnung". Es gehe darum, die Herrschaft der politischen und wirtschaftlichen Elite zu brechen, die 20 Jahre die Bodenschätze des Landes ausgebeutet hätten. Steht ein Staatsstreich bevor?
 
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