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Balanceismus ist Schutz vor Gesellschaftsprobleme

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.685
Viele jüngere Menschen oder im Westen aufgewachsene Menschen können sich nicht vorstellen, dass die DDR auch gute und schöne Seiten hatte. Das liegt an die übertreibenden negativen Berichterstattungen der heutigen Medien.
Ich habe die DDR gekannt. Hatte sie schöne Seiten? Ja - die Altbauten wurden nicht kaputtsaniert. Man ließ sie einfach nur verfallen. Glücklicherweise ist das bankrotte Unrechtsregime kollabiert, bevor der letzte Altbau das getan hat. Allzuviele stehen heute noch als unsanierbare Ruinen leer.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.685
Da kauft dann jemand Autoreifen, weil es sie gerade gibt, obwohl er gar kein Auto hat. Weil der Tag kommen wird, wo er sie gegen einen Batzen Kinderbekleidung eintauschen kann, die jemand gekauft hat, der überhaupt keine Kinder hat. In gewisser Weise ist auch dieses - durchaus verständliche - Konsumverhalten der Menschen ein Faktor neben anderen, das eine Planwirtschaft auf Dauer von innen aushöhlt.
Die ganze Signal- und Steuerungswirkung der Preise geht halt verloren. Daher der Spott, bei der Weltrevolution müsse man die Schweiz aussparen, damit sich da weiter modellhaft Marktpreise bilden können, an denen sich die Plankomitees orientieren.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.747
Woher weißt du das? Hast du in der DDR gelebt? Bist du ein Ostdeutscher?

Meinen persönlichen Hintergrund als mehrjähriger, sozusagen „angeheirateter“ DDRler habe ich hier in diesem Thread habe ich jetzt schon mehrfach erklärt. Ich habe das Leben dort für die verschiedenen Generationen dieser Familie jahrelang hautnah miterlebt und dabei stets den Vergleich vor Augen gehabt. Das reicht allemal, um sich ein Urteil bilden zu können.

Zweifelst Du da was an - oder was ist der Zweck dieser Frage?
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
103
Meinen persönlichen Hintergrund als mehrjähriger, sozusagen „angeheirateter“ DDRler habe ich hier in diesem Thread habe ich jetzt schon mehrfach erklärt. Ich habe das Leben dort für die verschiedenen Generationen dieser Familie jahrelang hautnah miterlebt und dabei stets den Vergleich vor Augen gehabt. Das reicht allemal, um sich ein Urteil bilden zu können.

Zweifelst Du da was an - oder was ist der Zweck dieser Frage?
hautnah kennengelernt?
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
103
Meinen persönlichen Hintergrund als mehrjähriger, sozusagen „angeheirateter“ DDRler habe ich hier in diesem Thread habe ich jetzt schon mehrfach erklärt. Ich habe das Leben dort für die verschiedenen Generationen dieser Familie jahrelang hautnah miterlebt und dabei stets den Vergleich vor Augen gehabt. Das reicht allemal, um sich ein Urteil bilden zu können.

Zweifelst Du da was an - oder was ist der Zweck dieser Frage?
Ich habe hautnah viele ältere Leute (die über 50 Jahre alt sind) kennengelernt/die mir gesagt haben/ dass es ihn in der DDR besser gefallen hat, wie in der BRD/ weil sie in der DDR besser sozial abgesichert waren* Existenzangst hat sie in DDR nicht/ aber in BRD haben sie ständig Existenzangst* Sie haben ständig Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren und dann nicht mehr ihre Rechnung und ihr Miete für ihre Wohnung nicht mehr bezahlen zu können und obdachlos zu werden* Einer dieser Person war auch schon mal obdachlos/ weil der Vermieter ihn rausgeekelt hat und das alte Haus rechtswidrige abgerissen hat* So dass er ins Obdachlosenheim ziehen musste/wo sein Mitbewohner ihn geschlagen und beklaut haben*
 

Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
693
"Pilz", hast Du jetzt eine soziale Ader bekommen? Natürlich stimmt das! Aber Du darfst nicht vergessen, dass die Mentalitäten zwischen Ost und West unterschiedlich sind. Was die einen nicht schlimm finden, finden die andern schlimm! Für die Leute aus dem Westen ist die Freiheit wichtiger, als die Sicherheit! Viele Obdachlose im Westen möchten lieber frei ohne Geld auf der Straße sitzen, als sicher mit guter Sozialhilfe in einer kleinen Wohnung, wo sie von vielen Leuten betreut werden.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.747
Ich habe hautnah viele ältere Leute (die über 50 Jahre alt sind) kennengelernt/die mir gesagt haben/ dass es ihn in der DDR besser gefallen hat, wie in der BRD/ weil sie in der DDR besser sozial abgesichert waren* Existenzangst hat sie in DDR nicht/ aber in BRD haben sie ständig Existenzangst* Sie haben ständig Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren und dann nicht mehr ihre Rechnung und ihr Miete für ihre Wohnung nicht mehr bezahlen zu können und obdachlos zu werden* Einer dieser Person war auch schon mal obdachlos/ weil der Vermieter ihn rausgeekelt hat und das alte Haus rechtswidrige abgerissen hat* So dass er ins Obdachlosenheim ziehen musste/wo sein Mitbewohner ihn geschlagen und beklaut haben*

Hautnah - so hautnah, wie man eben Angehörige, die man regelmäßig sieht, mitbekommt.

Die Geschichte, die Du da erzählst, ist ein schönes Beispiel von Propaganda - aber eben anders herum. Oder glaubst Du, die Führung der DDR war ehrlich zu ihren Leuten und hat niemanden indoktriniert?

Wir mussten auch recht mühsam dem Cousin meiner besseren Hälfte auseinander setzen, dass sie ihm in der Schule Mist beigebracht haben und wir in Westdeutschland keine Slums haben, in denen die vom Kapitalismus Verbrannten trübsinnig dahinvegetieren, sondern es ein funktionierendes Sozialsystem hat, das niemanden auf der Straße sterben lässt.

Die „Existenzangst“, von der Du berichtest, wurde in der DDR bewusst von der Führung geschürt und ist mithin gerade kein Zeichen, dass in der DDR irgend etwas gut war
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.685
War doch so. Wer nicht aufgemuckt hat, der hatte auch irgendeine Arbeit und irgendeine Wohnung, schlimmstenfalls halt ein Loch in einem zerfallenden Gründerzeitbau. Dann klappte die DDR-Wirtschaft komplett in sich zusammen, und auf einmal waren Zigtausende arbeitslos, das läßt sich doch nicht leugnen. Dr Staat war halt durch und durch bankrott, und zwar aus Gründen.
 

Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
693
Die Geschichte, die Du da erzählst, ist ein schönes Beispiel von Propaganda - aber eben anders herum. Oder glaubst Du, die Führung der DDR war ehrlich zu ihren Leuten und hat niemanden indoktriniert?

Wir mussten auch recht mühsam dem Cousin meiner besseren Hälfte auseinander setzen, dass sie ihm in der Schule Mist beigebracht haben und wir in Westdeutschland keine Slums haben, in denen die vom Kapitalismus Verbrannten trübsinnig dahinvegetieren, sondern es ein funktionierendes Sozialsystem hat, das niemanden auf der Straße sterben lässt.

Die „Existenzangst“, von der Du berichtest, wurde in der DDR bewusst von der Führung geschürt und ist mithin gerade kein Zeichen, dass in der DDR irgend etwas gut war
Ein Paradies hier im Westen scheint das, aber auch nicht zu sein!

 

Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
693
War doch so. Wer nicht aufgemuckt hat, der hatte auch irgendeine Arbeit und irgendeine Wohnung, schlimmstenfalls halt ein Loch in einem zerfallenden Gründerzeitbau. Dann klappte die DDR-Wirtschaft komplett in sich zusammen, und auf einmal waren Zigtausende arbeitslos, das läßt sich doch nicht leugnen. Dr Staat war halt durch und durch bankrott, und zwar aus Gründen.
Ich lebe lieber in einen alten zerfallenden Gründerzeitbau, wie in so einen Bau, was man im Video sehen kann.

 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.685
Keine Sorge, Sie wären Parteisekretär und (erfolgloser) IM gewesen und hätten eine schöne, neue Plattenbauwohnung gehabt.
 

Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
693
Nö. Habe ich das behauptet? Macht das die DDR besser?
Ich habe nur bezweifelt, dass Du viel Ahnung von der DDR hast. Aber viele Leute, die nicht in der DDR gelebt haben, halten sich für Experten. Aber das ist wie bei der Liebe, man kann sie in der Biologie untersuchen, man kann diese in der Literatur und Philosophie sie untersuchen, aber richtig verstehen, tut man sie, nur wenn man sie bekommen hat. Das haben mir ehemalige DDR-Bürger erzählt.
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
22.685
Es sieht allerdings so aus, als hätten Lupo und ich mehr persönliche Erfahrungen mit der DDR als Sie.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.747
Ich habe nur bezweifelt, dass Du viel Ahnung von der DDR hast. Aber viele Leute, die nicht in der DDR gelebt haben, halten sich für Experten. Aber das ist wie bei der Liebe, man kann sie in der Biologie untersuchen, man kann diese in der Literatur und Philosophie sie untersuchen, aber richtig verstehen, tut man sie, nur wenn man sie bekommen hat. Das haben mir ehemalige DDR-Bürger erzählt.

Das ist Quatsch.

Ich halte mich nicht für einen Experten, ich gebe lediglich meine Eindrücke wieder, so wie ich sie erlebt habe und wie ich sie bewerte und ich stelle sie hier zur Diskussion. Wenn Du andere Erfahrungen und Eindrücke beisteuern kannst, nur zu!

Der Standpunkt, man müsse dort sein Leben verbracht haben, sonst "versteht" man es nicht, ist unsinnig.

Was gibt es viel zu verstehen, oder schwierig zu bewerten, wenn die Versorgung nicht oder immer schlechter funktioniert? Wenn man dem Land und Infrastruktur beim rasanten Verfall zuschauen kann? Wenn sich der Staat bis runter zum über Westbesuche Buch führenden Blockwart überall in Dein Leben mischt? Wenn man besser das Fenster zumacht, wenn man sich unterhält, weil der VEB Guck und Horch nicht alles mitkriegen soll?

Muss man in der DDR geboren sein, um erkennen zu können, dass das alles und vieles mehr einfach nur Scheiße ist? Üblicherweise bekommt man als "Wessi" ja vorgeworfen, dass man als Wessidummerchen ja überhaupt keine Ahnung hat, wie ganz außerordentlich schlimm und schlecht das alles wirklich war. Insofern muss ich schon über Dich grinsen, weil Du mit dem Gegenteil kommst. Dabei besteht doch eigentlich auch die Möglichkeit, dass man vielleicht einiges um so klarer sieht, wenn man es auch ganz anders kennt und einen Vergleich hat.

Aber gut. Das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten - und hier resigniere ich gerade.

Ich kenne ein Gespräch so, dass jeder das, was er weiß zum Thema beisteuert. Und irgendwann liegt dann mehr Wissen auf dem Tisch, als jeder Einzelne vorher allein für sich hatte. Und jeder kann mit dem, was er für sich daraus an Neuem gelernt hat, irgend etwas für sich mitnehmen. Das war mal selbstverständlich, aber das gibt es nicht mehr.

Die Vorstellung von einer Diskussion ist jetzt, dass irgend ein "Experte" eine Wahrheit oder Nicht-Wahrheit ultimativ verkündet und die Diskussion nur noch darum geht, ob der Guteste nun glaubwürdig ist oder auch nicht. Und das entscheidet sich daran, ob man das, was der andere sagt, gerne hört oder nicht.

Und so kommt es dann, dass man als Ingenieur auch nichts zu thermodynamischen Aspekten von Klimasimulationsrechnungen sagen darf. Man hat zwar auch als Maschinenbauer eine staatliche Prüfung im Fach Thermodynamik abgelegt, aber das nutzt nichts. Man hat keine "Klimakunde" studiert, was immer das auch sein soll. Gleichzeitig ist eine damals 15jährige Schulschwänzerin, die Co2 Moleküle sehen kann, ein Naturtalent mit einer ganz erstaunlichen Kompetenz. Aha. Nun gut. Und welcher Aspekt das nun ist, der die Simulationsrechnungen ziemlich über den Haufen wirft, ist darüber ganz untergegangen. Interessiert niemand. Thermodynamik beschäftigt sich mit Energieinhalten und Temperaturänderungen auch von Luft, aber das hat ja mit "Klimakunde" überhaupt nichts zu tun.

Passt aber in den großen Rahmen.

In diesem ist es überhaupt kein Problem, wenn ein völlig Unqualifizierter ohne jede Ausbildung vizekanzlert und finanzministert, denn da muss man ja nichts können. Aber selbstverständlich hat kein Lebender auch nur im Ansatz die Kompetenz und Qualifikation, den Mist der linksgrünen Narrative auch nur im Ansatz zu kritisieren. Das ist allenfalls zu zensierender Hass, Hetze und Fakenews. Und auch die DDR als jämmerlich gescheitertes Experiment einer Kollektivierung steht da natürlich auch unter Schutz.

Ja, so wollen sie uns haben, und dieses Sch...-Spiel spielst Du prima mit.

Also, widerleg mich, wo Du kannst, korrigiere mich, wo Du es für nötig findest, erklär mir etwas, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Alles gut. Aber erspar mir bitte Dein ewiges "Ich glaube Dir nicht." und "...aber andere Leute erzählen was anderes.". Damit kann ich nämlich nichts anfangen, und ich kriege nur das Gefühl, dass ich es mir auch schenken kann, auf Dich einzugehen.
 

Pilz

Geheimer Meister
9. Januar 2026
103
Vielleicht hat Greta ganz tief nach Eiskerne gebohrt? Und ist zur Erkenntnis gekommen/ dass es genau ist/ als wenn Du den Druck im Dampfkessel berechnest? :D
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.747
Grins. Nach Pistazienkernen gebohrt? Das ist zwar nicht genauer, aber schmackhafter!
 

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