Balanceismus ist Schutz vor Gesellschaftsprobleme

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Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
617
Das stimmt nicht! Das ist Quatsch! Die schlimmsten Leute sind die Rechtsradikalen und Rechtsextremisten.

 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.685
Nein, selbstverständlich sind die Linksradikalen und die Linksextremen die allerschlimmsten.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.685
Die? Hüstel.

Um wieder zurück zum Balanceismus zu kommen: Ich halte den Ansatz für unausgegorenen Quatsch.

Eine merkwürdig klingende Frage zu Anfang: Was für eine „Struktur“ hat eine Gesellschaft? Und was für eine „Struktur“ muss eine Sache haben, damit man sie ausbalancieren kann?

Eine Sache muss von Hause aus starr und unveränderlich sein, damit man sie überhaupt ausbalancieren kann. Ein Haufen Sand etwa lässt sich nicht ausbalancieren - bzw nur, wenn man ihn vorherein in eine feste Form zwingt und den einzelnen Sandkörnern jede eigenständige Bewegung unmöglich macht.

Eine Gesellschaft wird aus Menschen gebildet und der individualistischen Natur des Menschen nach kann sie weder materiell noch ideell „starr“ sein. Menschen gehen nicht restlos in der Gemeinschaft auf, sondern verfolgen ihre eigenen Interessen. Damit ist auch die Gesellschaft hoch dynamisch und auch aus sich selbst heraus veränderlich, auch ohne konkrete, nachvollziehbare oder gar steuerbare Einflüsse. Und Menschen lassen sich nicht gerne ihren Individualismus nehmen und durch die Gegend schubsen, nur damit irgendwelche abstrakten, sie gar nicht direkt und persönlich betreffenden Ideale von „Balance“ erfüllt sind. Sie gehen sehr schnell in die innere Kündigung, insbesondere, wenn sie aus Gründen der angeblichen „Ausgewogenheit“ zwangsweise verordnete, handfeste Limitierungen und Nachteile erfahren müssen. Meist verweigern sie dann alles, was man nicht erzwingen kann.

Und damit liegt bereits auf der Hand, dass Balanceismus nur ein weiteres Weltbeglückungskonzept ist, das ohne Zwang nicht auskommt und selbst dann nur schlecht funktioniert, weil es allenfalls widerwillig ausgeführt wird. Einfach, weil es für den einzelnen keinerlei Anreiz bietet. Die Gerechtigkeit, als die Nutzlosigkeit von Neid, weil es Allen gleich schlecht geht, bietet dem Einzelnen, sofern er noch alle Latten am Zaun hat, keinerlei Anreiz zu Engagement, sondern zu Fatalismus und Resignation.

Ganz im Gegensatz zu dem, was passiert, wenn man dem Einzelnen ermöglicht, von seinem Engagement selbst grundsätzlich unlimitiert zu profitieren und Nachteile zu überwinden und ihn nicht ab einer gewissen Vermögensgröße zum Volksfeind erklärt. Denn, wenn er so viel Erfolg hat und während er sein Vermögen sammelt, zahlt er Abgaben, schafft Arbeitsplätze, erzeugt technischen Fortschritt, kurz, er bringt die Gesellschaft voran. Die große Villa, die nach 100 Jahren von so jemandem noch bleibt, repräsentiert dann nur einen winzigen Bruchteil dessen, was er wirklich für Land und Leute geleistet hat.

Und es ist albernste und dümmste Kleinlichkeit, wenn links glaubt, mit dem Enteignen dieser Villen und Erschießen der 1% Reichen irgend etwas Dauerhaftes erreichen zu können. Wie nachhaltig so etwas ist, lässt sich schön auf Kuba sehen. Alles enteignen, die Gesellschaft zu einer unveränderlichen, homogenen Masse einfrieren und den Mangel gerecht, also gleichmäßig an an alle verteilen. Und dann 60 Jahre Stagnation und langsamen Verfall genießen, an dem aber dann selbstverständlich nicht die selbst verschuldet lausige eigene Wirtschaftsleistung, sondern nur der böse Kapitalismus schuld ist.
 

Pilz

Geselle
9. Januar 2026
19
Eine Sache muss von Hause aus starr und unveränderlich sein, damit man sie überhaupt ausbalancieren kann. Ein Haufen Sand etwa lässt sich nicht ausbalancieren - bzw nur, wenn man ihn vorherein in eine feste Form zwingt und den einzelnen Sandkörnern jede eigenständige Bewegung unmöglich macht.
Wo steht da was von einen Sandhaufen im Balanceismus?
 

Bunter Hund

Geheimer Sekretär
2. Juni 2025
617
Eine Gesellschaft wird aus Menschen gebildet und der individualistischen Natur des Menschen nach kann sie weder materiell noch ideell „starr“ sein. Menschen gehen nicht restlos in der Gemeinschaft auf, sondern verfolgen ihre eigenen Interessen. Damit ist auch die Gesellschaft hoch dynamisch und auch aus sich selbst heraus veränderlich, auch ohne konkrete, nachvollziehbare oder gar steuerbare Einflüsse. Und Menschen lassen sich nicht gerne ihren Individualismus nehmen und durch die Gegend schubsen, nur damit irgendwelche abstrakten, sie gar nicht direkt und persönlich betreffenden Ideale von „Balance“ erfüllt sind. Sie gehen sehr schnell in die innere Kündigung, insbesondere, wenn sie aus Gründen der angeblichen „Ausgewogenheit“ zwangsweise verordnete, handfeste Limitierungen und Nachteile erfahren müssen. Meist verweigern sie dann alles, was man nicht erzwingen kann.
Wo steht, dass der Balanceismus starr ist?

Und damit liegt bereits auf der Hand, dass Balanceismus nur ein weiteres Weltbeglückungskonzept ist,
Warum keine Weltbeglückung? So wir weiter unter dem Kapitalismus leiden?

Die Gerechtigkeit, als die Nutzlosigkeit von Neid, weil es Allen gleich schlecht geht, bietet dem Einzelnen, sofern er noch alle Latten am Zaun hat, keinerlei Anreiz zu Engagement, sondern zu Fatalismus und Resignation.
Welchen Beweis hast Du darüber?
Und es ist albernste und dümmste Kleinlichkeit, wenn links glaubt, mit dem Enteignen dieser Villen und Erschießen der 1% Reichen irgend etwas Dauerhaftes erreichen zu können. Wie nachhaltig so etwas ist, lässt sich schön auf Kuba sehen. Alles enteignen, die Gesellschaft zu einer unveränderlichen, homogenen Masse einfrieren und den Mangel gerecht, also gleichmäßig an an alle verteilen. Und dann 60 Jahre Stagnation und langsamen Verfall genießen, an dem aber dann selbstverständlich nicht die selbst verschuldet lausige eigene Wirtschaftsleistung, sondern nur der böse Kapitalismus schuld ist.
Der Kapitalismus ist die Diktatur des Kapitals! Der kleine Mann (wenn er nicht viel Geld oder ein Familienclan hat) muss alles machen, was die Behörden und die Unternehmen wollen, ansonst lade er auf der Straße und muss unter der Brücke schlafen.
Ganz im Gegensatz zu dem, was passiert, wenn man dem Einzelnen ermöglicht, von seinem Engagement selbst grundsätzlich unlimitiert zu profitieren und Nachteile zu überwinden und ihn nicht ab einer gewissen Vermögensgröße zum Volksfeind erklärt. Denn, wenn er so viel Erfolg hat und während er sein Vermögen sammelt, zahlt er Abgaben, schafft Arbeitsplätze, erzeugt technischen Fortschritt, kurz, er bringt die Gesellschaft voran. Die große Villa, die nach 100 Jahren von so jemandem noch bleibt, repräsentiert dann nur einen winzigen Bruchteil dessen, was er wirklich für Land und Leute geleistet hat.
Das ist die Frage, ob der technische Fortschritt im Kapitalismus alle Menschen voran.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.685
Wo steht, dass der Balanceismus starr ist?

Habe ich nirgends geschrieben. Ich schrieb, dass eine Gesellschaft nichts Starres ist.

Warum keine Weltbeglückung? So wir weiter unter dem Kapitalismus leiden?

Weltbeglückungen haben den Nachteil, das man nachher meist Leichenberge oder Trümmerberge oder beides wegräumen muss. Ich sehe auch nicht, wo wir unter dem Kapitalismus „leiden“.

Welchen Beweis hast Du darüber?

Nun, wir hatten doch im anderen Thread des Langen und Breiten über die DDR gesprochen. Dieses System ist nach knapp 40 jährigem Siechtum von den genervten Bürgern gekippt worden.

Der Kapitalismus ist die Diktatur des Kapitals! Der kleine Mann (wenn er nicht viel Geld oder ein Familienclan hat) muss alles machen, was die Behörden und die Unternehmen wollen, ansonst lade er auf der Straße und muss unter der Brücke schlafen.

Au weia. Wie hättest Du Dir unter diesen Prämissen Dein Dasein im Arbeiter- und Bauernstaat vorgestellt? Glaubst Du, Du hättest da irgendwo auch nur im Ansatz irgend ein Verständnis gefunden, wenn Du Dich wie ein trotziges Kind aufführst? Werde mal erwachsen.

Das ist die Frage, ob der technische Fortschritt im Kapitalismus alle Menschen voran.

Diese Frage überlegst Du am Besten, wenn Du auf dem Zahnarztstuhl liegst und Dir vorstellst, wie die Behandlung vor 100 oder 150 Jahren abgelaufen wäre.
 

Lupo

Ritter Kadosch
3. Oktober 2009
6.685
Der kleine Mann muss alles machen, was die Behörden und die Unternehmen wollen, ansonst lade er auf der Straße und muss unter der Brücke schlafen.

Nach einer Nacht drüber schlafen scheint mir hier bei diesem Satz der eigentliche Knackpunkt zu sein der noch ein paar Zeilen mehr verträgt.

Leben ist schon einmal von Hause aus nicht einfach. Auch dann, wenn es völlig schnörkellos und nur ums reine Leben geht, ohne den Anspruch, irgendwelche historischen Großtaten oder Missionen zu erfüllen oder die Gesellschaft in einem für den Einzelnen völlig irrelevantem Zustand einer besonderen Balance zu halten.

Wer schon ein Problem damit hat, einfach nur 8 Stunden am Tag für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten und sich dabei natürlich an das zu halten, was der Arbeit- und Geldgeber von Einem erwartet, der wird erst recht ein Problem haben, wenn der Regent oder die Elite der Gesellschaft darüber hinausgehende Erwartungen und Anforderungen stellt, die Dich Mühe, Zeit oder Geld kosten, von der Frage, ob Du damit einverstanden bist, ganz abgesehen.

Also, wenn der Regent etwa mit einer schönen, großen Pyramide unsterblich gemacht werden möchte, die Dir, obwohl Du keinerlei eigenen Nutzen von dem Ding hast, so viel Lebensleistung abverlangt, dass für Dich selbst kaum noch etwas bleibt. Oder eben eine besonders ästhetisch und feinsinnig veranlagte Elite, die es sich in den Kopf setzt, dass alles irgendwie „ausbalanciert“ sein muss, was immer das auch heißen mag. Wobei, wie Jäger schon ausgeführt hat, ja noch nicht mal geklärt, ob eine Ausbalanciertheit überhaupt notwendig oder sinnvoll ist. Es ist eben ein schönes, wohlklingendes Buzzword ohne jeden Inhalt.

Ein Buzzword, von dem auf dem ganz einfachen Daseinslevel nur so viel übrig bleibt, dass wieder irgend jemand irgend einen Scheiß von Dir will, und Du gerne unter der Brücke schlafen darfst, wenn Du es nicht erfüllst. Du bist im Irrtum und in grüner Propaganga gefangen, wenn Du das dem Kapitalismus anlastest. Der größte Zerstörer individueller Freiheit ist die grüne Ideologie und genau nicht der Kapitalismus.

Um es mal an einem Beispiel durchzuexerzieren: Nehmen wir einfach mal eine der größten Gemeinheiten und Niedertrachten in unserer Gesellschaft: Wohnraum.

Wir haben mit der Falschbehauptung „Wir haben Platz!“ Millionen von Migranten aufgenommen und haben jetzt genau keinen Platz mehr. Dennoch wird trotz hohem Bedarf nichts mehr gebaut, weil der Staat den Bausektor zu Tode reglementiert hat. Statt dessen schielt man nach alten Leuten, die in „viel zu großen Wohnungen sitzen“. Die Frage, ob es sich um Wohneigentum handelt, ist dabei egal und wird nicht gestellt. Man darf gespannt sein, wann alte Menschen enteignet und in zugeteilte kleine Wohnungen gepfercht werden.

Es war nicht der Kapitalismus, der diese Millionen von Menschen mit vollmundigen Sprüchen ins Land geholt hat, ohne auch nur Wohnraum bieten zu können. Es war auch nicht der Kapitalismus, der es nahezu unmöglich macht, neuen Wohnraum zu bauen. Es ist auch nicht der Kapitalismus, der sich anmaßt, zu spezifizieren, wieviel Wohnraum wem in welcher Lebenssituation zusteht. Und es wird nicht der Kapitalismus sein, der mit Enteignung und Zuweisung von Wohnraum Zwangsmaßnahmen ausübt - und Dich gerne unter der Brücke schlafen lässt, wenn Du da was zu meckern hast.

Das ist alles links-grüne Politik und Du könntest mit Deiner Kapitalismusschelte nicht weiter daneben liegen. Und das gilt auch für Deine strikte Ablehnung der Politik, die versucht, die Allmacht von links-grün zu brechen.

Aber an dem Spruch, dass die dümmsten Kälber ihre Schlächter selber wählen, ist schon was dran.
 

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