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Arachnophobie

Lord_Wind

Geheimer Meister
14. Januar 2003
269
Ich weiss nicht, ob das hier das richtige Forum für diese Frage ist, falls nicht, bitte verschieben.

Die Frege, die mich beschäftigt ist, woher kommt die Arachnophobie (Angst vor Spinnen)? Meines Erachtens nach ist es die häufigste Phobie, die in der westlichen Welt auftaucht. Mal ehrlich, wer bekommt kein seltsames Gefühl, wenn er Spinnen sieht, ob real oder nur im Fernsehen?
Wieso hat niemand ein Phobie vor Hasen?
War früher die Spinne ein natürlicher Feind des Primaten? Ist die Angst von Generation zu Generation vererbt?
 

BeAwake

Geheimer Meister
28. Dezember 2002
144
Ich persönlich find Spinnen ja faszinierend und schön.
Selbst wenn sie noch so groß und haarig sind.
Ich hatte mal eine grössere Hausspinne auf meiner Toilette die sich ein schönes Netz gesponnen hatte.
Oft konnte ich ihr bei der Jagd zusehen...und hab es sehr interessant gefunden.
Ich konnte sogar einige Generationen erleben...
Wie sie bis zur vollen Größe heranwuchs...einen Nachkommen zeugte...und schliesslich nur mehr der Nachkomme zu sehen war.

Als Kind wurde mir schon erzählt das die Kreuzspinne eine Spinne ist von der man sich hüten soll.
Ich glaub damit fängt alles an.Gerüchte und Warnungen die einem erzählt werden.
Manche Spinnen sind so klein und leicht zu übersehen und können trotzdem tödlich sein.
Das löst in einigen Menschen Angst aus.
Dann haben sich diverse Regisseure das Thema zu Nutzen gemacht und Filme wie Arachnophobia,Tarantula(ich glaub so hieß ein Film),Arac Attack usw. gedreht.
Das verstärkt natürlich die vorhandene Angst.
Und grundsätzlich gilt...je grösser die Spinne desto größer die Angst.

Frauen fürchten sich ja am extremsten vor Spinnen und bekommen einen Schreikrampf.
Die besuchen sogar Therapien um ihre Angst vor Spinnen los zu werden.
Oft werden Spinnenfürchtige durch die Reaktionen anderer Personen noch dazu animiert Angst zu zeigen.

Hier noch ein Link von einem Thread der sich mit dem Thema beschäftigt.

Arachnophobie - Wieso?

BeAwake
 

BeAwake

Geheimer Meister
28. Dezember 2002
144
Also ich find folgende Erklärungen für treffend:

Spinnenangst

1. ist annerzogen von den Eltern

2. dient dem Überlebenstrieb da es giftige Sorten gibt

3. Das Verhalten der Spinne ist negativ besetzt (anschleichen, fesseln/einwickeln, aussaugen) und das schnelle, lautlose Krabbeln erscheint uns hinterhältig

4. wird verstärkt durch das Vermeiden von Spinnen

5. der Spinne wird unrealistisches Verhalten zugetraut

6. Filme die Spinnen in einem negativen Bild erscheinen lassen verstärken die Angst zusätzlich

BeAwake
 

Tesla.N

Geheimer Meister
8. Oktober 2002
258
morgen,

schätze die von bewake genannten punkte treffen alle zu und sind die häufigsten.

vielleicht noch ein punkt ein eigenes persönliches erlebnis... biss u.a.! z.b. ein kl. mädchen ca. 13 oda 12 jahr alt fuhr in eine spinnenausstellung und war so mutig eine vogelspinne auf die hand zu nehmen. irgendwas mache es anscheinend dass sich die spinne bedroht fühlte und daher bis sie dem mädchen in die hand. sie hat es ungefähr mit einem bienenstich verglichen.

ich hab zu spinnen ein besseres verhältnis seit dem mich eine gebissen hat (war beim bananenkauf :) ) .

nein keine ahnung was für spinne es war. beim verrücken eines zeltwagens kletterte eine spinne unter mein t-shirt und biss mich 2-3 mal zuerst dachte ich hat mich eine bremse oder gelse gebissen bzw. gestochen dann schaute ich unter mein t-shirt und sah die spinne bisschen über 10 cm durchmesser mit beine. beugte mein t-shirt nach vorne klopfte drauf und die spinne konnte unter schock fliehen. :)

seitdem mag ich spinnen habe meistens eine im meinen zimmer die mir die fliegen vom hals hält. ich lass sie in ruhe und sie mich, stört mich aber auch nicht wenn sie auf mir rumkrabbelt.

heal isöm
 

BeAwake

Geheimer Meister
28. Dezember 2002
144
@TeslaN

Zur Geschichte mit dem Mädchen...
Könnte ja sein das Spinnen auch die Fähigkeit haben die Angst anderer Lebewesen warzunehmen...dadurch fühlte sich die Spinne vielleicht überlegen und folgte einfach ihrem Trieb....hielt das Mädchen für ein Beutetier.

Sozusagen verstärkt die eigene Angst vor Spinnen noch zusätzlich die Bedrohung durch eine Spinne...da diese sich dann überlegen fühlt.

Ich denke das ist das gleiche wie mit Kampfhunden...
Kinder die Angst zeigen werden eher von Hunden attackiert als jene die keine Angst zeigen.

BeAwake
 

fallen_angel

Geselle
26. Dezember 2002
10
ich schätz mal die arachnophobie kommt daher,dass den kindern von klein auf beigebracht wird (von den eltern) was eklig ist und was nicht und das wirkt sich mit der zeit voll auf die psyche aus...das ist meine theorie.
 

BigBang

Großmeister
15. Juli 2002
66
Man könnte das ganze aber auch noch erweitern.
Alles was mehr als 4 Beine hat erscheint einem irgendwie suspekt.
Ob das jetzt ne Spinne ist oder ne Kakerlake etc ist dann eher zweitrangig....
Da ist ja bei vielen Menschen ein gewisses Ekel-Gefühl vorhanden.
 

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
Ja es ist bei den Menschen (besonders Frauen) normal sich davor zu fürchten, dass die Spinne durch die Geschlechtsteile und den Mund in den Körper eindringt.
Kleine Kinder haben davor keine Angst, da sie ihre Ekelgefühle erst etwas später entwickeln
 

JJJK

Geheimer Meister
31. August 2002
195
ich kenne haufenweise menschen die beim anblick einer spinne "iihistdasekeligmachdaswegmachsietot" oder wenn man über spinnen redet "uahichmagkeinespinnenichhabjanichtsgegeninsektenaberbah" sagen...

Ich finde das primitiv.
Wenn man (egal welcher Art von) Tieren bzw Insekten schon nicht begegnen kann ohne dass man sich durch irgendwelche primitiven Instinkte dazu verleiten lässt, nur negatives an ihnen zu sehen, oder dass es sogar damit endet dass man ein Leben auslöscht, ist es unwahrscheinlich dass man auch ehrlich tolerant und offen gegenüber anderen Menschen ist.

Ich hätte Probleme eine Spinne anzufassen bzw Spinnen wecken auch die Urangst in mir, die sie auch in anderen wecken. Aber ich hab dieses Gefühl isoliert und betrachte es mehr von aussen. Und genau so etwas tun zu können ist meiner Meinung nach eine Grundfähigkeit eines modernen Menschen (auch wenn mir die Formulierung etwas doof vorkommt)
 

Niks Te Maken

Geheimer Meister
29. Juli 2002
459
tsuribito schrieb:
Ja es ist bei den Menschen (besonders Frauen) normal sich davor zu fürchten, dass die Spinne durch die Geschlechtsteile und den Mund in den Körper eindringt.
Mir wurde mal erzählt, dass der Mensch in seinem Leben durchschnitlich beim Schlafen 10 Spinnen "isst". Ouellen oder Beweise gibbet aber von meiner Seite nicht (und zum Glück auch keine Erfahrungsberichte :wink: ).
 

WzP

Vorsteher und Richter
2. Juni 2002
735
ich glaube das hat am meisten damit zu tun, dass die Bewegungsabläufe der Spinne für den Menschen kaum nachzuvollziehen sind, sie ist extrem schnell auf kurzen Strecken und sehr wendig, hinzu kommt noch, dass man ihr mangels pupillen nicht ansehen kann wo sie grade hin will.

ich finde "je grösser desto Angst" nicht zutreffend, ich hatte mal eine Vogelspinne (Spatulata), die war ungefähr handflächengross und keineswegs eklig, da sehr übersichtlich, man konnte sehen wie sie sich bewegt und so, leider ist sie an einer Milbenerkrankung verstorben, und geht mal mit einer Spinne zum Tierarzt!!!

ich finde diese ganz kleinen Spinnen viel merkwürdiger weil sie im Verhältnis zur Grösse wirklich unwahrscheinliche Bewegungsmöglichkeiten haben und nicht so leicht zu durchschauen sind.
 
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