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Acht europäische Staaten an der Seite der USA

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
Staats- und Regierungschefs aus acht europäischen Ländern haben in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgerufen, die USA bei der Entwaffnung von Irak zu unterstützen.
von diesen acht ländern sind allerdings fünf nicht in der EU.

Die Regierungschefs von Großbritannien, Spanien, Italien, Portugal, Polen, Ungarn, Dänemark und Tschechien unterzeichneten die Erklärung mit dem Titel «Europa und Amerika müssen zusammenhalten». «Die transatlantische Beziehung darf nicht das Opfer der fortgesetzten Versuche Iraks werden, die Sicherheit der Welt zu bedrohen» heißt es in dem Text, in dem Irak beschuldigt wird, «eine Gefahr für die Welt darzustellen».
worauf ich eigentlich hinaus will, ist, das ich das gefühl nicht loswerde, das hier eine bewußte spaltung der EU, was den krieg im irak angeht, betrieben wird. diese erklärung wurde in einer nacht und nebelaktion der öffentlichkeit präsentiert, ohne das die anderen mitglieder vorher informiert wurden.
europa steht jetzt geschwächter als vorher da, eine gemeinsame richtlinie liegt in weiter ferne.

ich weiß nicht, was da für deals unter der hand laufen, aber ich bin mir sicher, das von amerikanischer und vielleicht auch britischer seite, den europäischen ländern, die sich auf ihre seite stellen, gute konditionen für die nachkriegszeit in aussicht gestellt werden. es gibt ja schließlich einiges zu verteilen, und wer zu spät kommt (oder gar nicht...), der geht leer aus bzw. hat mit sanktionen zu rechnen.

mal sehen, wann die anderen europäischen länder umfallen...
die hoffnung auf ein wirklich vereintes europa wird damit ad absurdum geführt und die usa reiben sich die hände.

der ganze artikel: http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=1110&item=224772
 
G

Guest

Gast
Tja. war doch klar. USA arbeiten doch schon die ganze Zeit daran. Mit der Äusserung über ein "altes europa" von Rumsfeld hat die Spaltung doch schon Formen angenommen. Da läuft jetzt ein Internes Machtspiel in europa.
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Die Erklärung ist das Hinterletzte, und die Art und Weise wie und wann sie an die Öfentlichkeit kam ebenso! Mit dieser Erklärung haben sich einige politisch unbedeutende Länder langfristig böse ins eigene Fleisch geschnitten. Das wird genau so ein Rohrkrepierer wie die US-Schützenhilfe für die Türkei.

Nach dem ersten Schock wird auch die Bevölkerung in den betroffenen Ländern diese Erklärung aufarbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zum Beispiel das Volk von Dänemark so eine große Angst vor Saddam Hussein hat - mal sehen wie das Volk auf die Aussagen ihrer Regierungschefs reagiert. Vielmehr beweisen die Unterzeichnerstaaten, dass ihre Angst vor den USA größer ist als ihr Vertrauen in ein geeintes Europa.

Und den USA kann man nur ins Stammbuch schreiben:"So geht man nicht mit Verbündeten um, auch nicht mit Kritischen!" Ich habe mich seit über einer Woche gefragt, warum Powell nicht mit den 12 Namen der Länder herausrückt, die angeblich so fest hinter den USA stehen. JETZT ist alles klar, die lange vorbereitete Kriegserklärung der USA an das friedliebende Europa sollte erst NACH der zum Medienspektakel hochgepushten Bush-Rede verbreitet werden, sozusagen als Sahnehäubchen.

Amerika - Ihr werdet Euch noch wundern! Das war ein Schuss ins eigene Knie.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@bundeskanzler.

JETZT ist alles klar, die lange vorbereitete Kriegserklärung der USA an das friedliebende Europa sollte erst NACH der zum Medienspektakel hochgepushten Bush-Rede verbreitet werden, sozusagen als Sahnehäubchen.
das ist es in der tat - eine kriegserklärung, und die ausmaße der spaltung, die da gerade betrieben wird, ist noch gar nicht abzusehen.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass zum Beispiel das Volk von Dänemark so eine große Angst vor Saddam Hussein hat - mal sehen wie das Volk auf die Aussagen ihrer Regierungschefs reagiert. Vielmehr beweisen die Unterzeichnerstaaten, dass ihre Angst vor den USA größer ist als ihr Vertrauen in ein geeintes Europa.
kein einziges volk in europa hat diese übergroß geschürte angst vor hussein.
das ist ja das perfide daran, das im ach so demokratischen europa die meinung der völker nicht zählt.
während die umfragen zeigen, das der großteil der menschen diesen krieg nicht will, eiern die jeweiligen regierungen rum bzw. versetzen dem europäischen einheitsgedanken, der allerorts propagiert wird, von hinten den dolchstoß.
das wird das vertrauen in die europäische politik ungemein stärken :lol:
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
Bundeskanzler schrieb:
Vielmehr beweisen die Unterzeichnerstaaten, dass ihre Angst vor den USA größer ist als ihr Vertrauen in ein geeintes Europa.
Das ist ein zutreffender Satz. Gut analysiert, mehr bracuht man eigentlich auch nicht dazu zu sagen. :!:
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
Bundeskanzler schrieb:
Nach dem ersten Schock wird auch die Bevölkerung in den betroffenen Ländern diese Erklärung aufarbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zum Beispiel das Volk von Dänemark so eine große Angst vor Saddam Hussein hat - mal sehen wie das Volk auf die Aussagen ihrer Regierungschefs reagiert.
Tja, sieht ganz so aus als ob es in diese Richtung geht! Die Menschen in Europa werden von ihren Regierungen aus politischem Kalkül belogen, das ist eh schon schlimm genug. Und nun wird im Namen der Völker Europas eine Erklärung abgegeben, dem die betroffenen Völker in keinster Weise so eindeutig zustimmen wie die kurzsichtigen Regierungschefs es gerne hätten.

Die ACHT werden es noch schwer bereuen! Insbesondere Polen, denen Schröder letztlich mit zusätzlichen Deutschen Steuergeldern den Eintritt in die EU ermöglicht hat, wird sich noch fürchterlich in den Allerwertesten beißen wollen. Einfach nur darauf zu spekulieren, dass die SPD in drei Jahren durch eine US-freundliche C-Regierung abgelöst wird, reicht nicht aus. Solche Sachen geraten beim Volk längst nicht so schnell in Vergessenheit wie manch einer glauben möchte.

(...)Während Umfragen belegen, dass Europas Bürger den drohenden Angriffskrieg gegen den Irak mehrheitlich ablehnen, bewegen sich ihre Staatenlenker zwischen innenpolitischem Populismus und Hörigkeit gegenüber einem Bündnis mit den USA. (...)
SPIEGEL vom 31.01.2003 - Blair ist neuer US-Außenminister
Der britische Premierminister Tony Blair ist der treueste Gefolgsmann der Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush. Das britische Volk folgt Blair jedoch nicht uneingeschränkt. 84 Prozent der Briten sind gegen einen Irak-Krieg ohne Uno-Mandat.
SPIEGEL vom 31.01.2003 - 84 Prozent der Briten gegen Irak-Krieg
 

fletcher

Geheimer Meister
4. Oktober 2002
434
traurig, natürlich versuchen die usa alle zu kriegen die sie können, das rechtfertigt sie! "die haben auch mitgemacht, a, b, c, ..!die fandens auch in ordnung, a, b, c, ..!wir sind nicht alleinen hin!wir sind also nicht alleine schuld!"
die pisser haben alleine angst!
ich finde die linei die der kanzler im moment fährt gut (wie ich sie halt verstanden hab) und finde es super das auch fr mitmacht!

wer wenn nicht wir!

und was sollen wir unseren kinder erst sagen!
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
fletcher schrieb:
traurig, natürlich versuchen die usa alle zu kriegen die sie können, das rechtfertigt sie! "die haben auch mitgemacht, a, b, c, ..!die fandens auch in ordnung, a, b, c, ..!wir sind nicht alleinen hin!wir sind also nicht alleine schuld!"
die pisser haben alleine angst!
ich finde die linei die der kanzler im moment fährt gut (wie ich sie halt verstanden hab) und finde es super das auch fr mitmacht!

wer wenn nicht wir!

und was sollen wir unseren kinder erst sagen!
Genau! Deshalb, wählt beim nächsten mal die SPD und sorgt dafür das die US-nahe Partei der schwarzen CDU niemals an die macht kommt.
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
psst schrieb:
Tja. war doch klar. USA arbeiten doch schon die ganze Zeit daran. Mit der Äusserung über ein "altes europa" von Rumsfeld hat die Spaltung doch schon Formen angenommen. Da läuft jetzt ein Internes Machtspiel in europa.
wobei man nicht vergessen sollte das Deutschland das größte Land der EU ist und Frankreich das stärkste, die haben nämlich noch Nukleares Waffenpotential ;).
Wir müssen zusammenhalten! Es kann nicht angehen das Bush mit seinen KONSERVATIVEN Republikanern uns Sand in die Augen sträut und unsere EU-Nachbarn allesammt ( bis auf Frankreich udn England ) ebenfalls KONSERVATIV geführt werden.
Gegen die CDU also, das kann nur gut gehn.
 

SentByGod

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.675
fletcher schrieb:
SentByGod schrieb:
Genau! Deshalb, wählt beim nächsten mal die SPD und sorgt dafür das die US-nahe Partei der schwarzen CDU niemals an die macht kommt.
nein!
weil ich mit dem restprogramm nicht zufrieden bin!
Deine Ansicht, trotdem ist es nicht gut der CDU Stimmen in den Rachen zu werfen damit die dann mit den USA kooperieren und uns auf ewig(erneut) versklaven.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Was da geschehen ist, ist tatsächlich merkwürdig und alles, nur nicht demokratisch. Es ist unmöglich, abzustreiten, dass Länder wie Dänemark oder Italien dies unterschrieben haben, ohne dass man ihnen Honig ums Maul geschmiert hat bzw. ohne dass sie jetzt etwas von den USA erwarten. Und warum, warum darf man heute seine Meinung nicht äußern, nur weil die Mehrheit anders denkt? Was soll das? Warum müssen alle das tun, was der Stärkste will? All dies widerspricht doch dem, was uns die USA seit 200 Jahren vorgaukeln, aufs Heftigste.

In was für einer Zeit leben wir, wenn ein Regierungschef sein Gesicht verliert, weil er keinen Krieg will?
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
man mukelt ja das aznar(oder wie der spanische regierungschef heisst)das ganze angezettelt hat.
meiner meinung läuft da was,was nicht öffentlich wird zwischen aznar und bush .bush hatte ja seinen ersten europabesuch auch nur erstmal zum antesten in spanien gemacht. weiss jemand mehr über die spanische regierung?
 

HanzGuckInDieLuft

Geheimer Meister
17. Mai 2002
373
Bundeskanzler schrieb:
Amerika - Ihr werdet Euch noch wundern! Das war ein Schuss ins eigene Knie.
Die werden uns auslachen, sonst nix, was soll denn da passieren ? Die holen sich mit internationaler Unterstützung ihr schönes Öl und eines Tages wird GER Zugeständnisse machen müssen, weil wir abhängig sind.


Ansonsten kann ich nur sagen: "I love my gun, love my gun- Bowling for Comumbine"
 

ducvietnam

Geheimer Meister
31. Januar 2003
152
@HanzGuckInDieLuft
Deine Pessimistische Haltung ist nicht unbedingt aufbauend, aber leider muss ich dir zum Teil zustimmen.
Die amis sitzen zur zeit am längeren Hebel, haben die mit Abstand mächtigste Armee. die einzigen die ihre - ich sag mal Weltbeherrschenden absichten - noch vereiteln könnten (ich nimm mal das schlimmste an: Krieg gegen amerika) wären europa (zerstritten), Russland (kein Geld), und China (haben zwar masse, aber halten sich eher zurück, nach dem Motto: wenn sich andere Streiten, freue ich mich).

Aber die Geschichte hat gezeigt, dass sich meistens doch alles zum guten wendet, und darauf vertraue auch ich, Ich hoffe bloß, dass ich das noch miterleben werde.
 

Bundeskanzler

Auserwählter Meister der Neun
11. April 2002
991
EVO schrieb:
In was für einer Zeit leben wir, wenn ein Regierungschef sein Gesicht verliert, weil er keinen Krieg will?
Völlig korrekt!

Wir leben in einer VORKRIEGSZEIT. All jenen (Deutsche Medien, Politiker, Bosse), die unser Deutschland zur Zeit kaputt reden wollen, sei gesagt, dass es auch wieder eine NACHKRIEGSZEIT geben wird. Und dann werden sich die Überlebenden erinnern, wer alles dem Krieg das Wort geredet hat.

Deutschland lebt im Moment in der LÄNGSTEN Friedensperiode der letzten Jahrhunderte! Ich hätte gerne, dass das so bleibt. Ich möchte nicht einen Kanzler haben, der sich von einem Amerikanischen Analphabeten in einen Krieg manövrieren lässt, nur weil die USA nach der von ihnen angeführten Totalzerstörung Deutschlands während der Besatzungszeit wieder lieb zu uns waren. Das war eine andere Zeit, und Amerika hatte eine andere Regierung.

Die heutige US-Regierung kann eben NICHT in Deutschland illegale Unterstützung für Agressionen einfordern, nur weil sich frühere Deutsche und Amerikanische Regierungen besser verstanden haben.

Die Zeiten haben sich geändert! Deutschland ist ein friedliebendes Land, dass nicht das geringste Interesse daran hat, irgendwo in der Welt Krieg zu führen - und das ist gut so; und keine Schwäche!
 
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