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Thema: Grundsatzfrage und keine Antwort?

  1. #25
    Auserwählter Meister der Neun
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?


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    Taschenrechner...
    Kleinstes R = 1/ (10 potenz A)
    A für unendlich
    damit erhält man 0,00...001 Zahlenwert
    Geändert von Aurum (06.09.2016 um 14:04 Uhr)

  2. #26
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Zitat Zitat von Giacomo_S Beitrag anzeigen
    Überhaupt: Was ist denn eigentlich eine Zahl?

    Wir sind fest davon überzeugt, dass 2 + 2 = 4 ... aber was bedeutet es? Zwei Äpfel und zwei Äpfel sind vier Äpfel - aber bringe ich Birnen ins Spiel, dann funktioniert es schon nicht mehr. Denn zwei Äpfel und zwei Birnen sind ... vier Früchte und wir sehen ein: Es musste eine neue Kategorie her, damit die Rechnung aufgeht.

    Mit dem abstrakten Zahlbegriff ist das so eine Sache. Betrachtet man den Zahlbegriff genauer, dann ist er untrennbar mit einer Kategorie verbunden.
    Man beachte, dass die Operationen in formalen Systemen immer definiert sind. D.h. was z.B. der Plusoperator mit zwei Zahlen macht hat weniger mit Überzeugung zu tun sondern mehr damit was das Regelwerk für die Operation vorsieht. Es stimmt aber, dass die Operanden (hier die Zahlen) i.d.R. einen passenden Typ haben müssen.
    Man kann aber z.B. die Plusoperation auch so definieren, dass auch dann ein Ergebnis rauskommt wenn die Typen nicht passen.
    Am Beispiel mit dem 2 Äpfeln und 2 Birnen könnte man z.B. sagen dass das Ergebnis einer solchen Addition 0 ist - oder man denkt sich ein weiteres Zeichen aus, welches keine Zahl ist sondern eben einen solchen Sonderzustand darstellt. Die Informatik hat dafür den NULL-Wert geschaffen, der das fehlen eines richtigen Wertes darstellt.

    Die Mengenlehre ist dazu übrigens auch recht interessant: Sieht man die Anzahl der Elemente einer Menge als deren Mächtigkeit, dann kann man sagen: Die ganze Zahl 4 wird repräsentiert durch die Menge aller Mengen deren Mächtigkeit 4 ist. Also man hat eine Menge, die alle Mengen mit der Mächtigkeit 4 enthält - die Menge von 4 Birnen, die Menge von 4 Äpfeln, von 4 Euro usw. Jedes Element dieser Menge ist also eine Ausprägung der Zahl 4.

  3. #27
    Auserwählter Meister der Neun
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Algebra mit Variablen und Zahlen.
    2 Äpfel + 2 Birnen
    =2a + 2b
    =2(a + b)
    Saurer Most

    hat aber nichts mit der kleinsten reellen Zahl zu tun...

  4. #28
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    Benutzerbild von enothep
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Um nochmal auf meine Ausgangsfrage einzugehen, habe ich versucht darüber nachzudenken, wie ich die kleinste reelle Zahl rechnerisch erreichen könnte.

    Schnell bin ich auf 1 minus 0,9-Periode gekommen. Probleme hatte ich dann jedoch beim Aufschreiben des Ergebnisses. Wie stelle ich das Ergebnis aus 1 - 0,9-Periode = .... dar?

    Komischerweise ist es einfacher die letzte Zahl vor der eins abzubilden, als die erste reelle Zahl nach der Null! Nämlich 1/9-Periode.

    Enothep

  5. #29
    Insubordinate
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Die Art wie wir heute Mathematik betreiben hat genau so Ihre Grenzen wie die Art vor Newton (und Leibnitz) (etwa dort liegt der Umbruch).
    Die verschiedenen Zahlenräume sind Darstellungsmodelle und eben das was Du darstellen möchtest ist damit schlecht möglich.

    Die Kreiszahl PI lässt sich ja auch nicht abschließend mit Zahlen darstellen, Geometrisch jedoch schon.
    4|9|2
    3|5|7
    8|1|6

  6. #30
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Zitat Zitat von enothep Beitrag anzeigen
    Schnell bin ich auf 1 minus 0,9-Periode gekommen. Probleme hatte ich dann jedoch beim Aufschreiben des Ergebnisses. Wie stelle ich das Ergebnis aus 1 - 0,9-Periode = .... dar?
    gar nicht, respektive 1 - 0,9-Periode = 0.
    Denn 0,9-Periode = 1.

    Beweis (0,9p = 0,9-Periode):

    Zunächst setzen wir:

    x = 0,9p

    Wir multiplizieren mit 10:

    10 x = 0,9p x 10
    10 x = 9,9p

    wir subtrahieren rechts wie links x resp. 0,9p

    10 x - x = 9,9p - 0,9p
    9 x = 9
    x = 1

    - - - Aktualisiert - - -

    Und das ist sogar im Prinzip der "strengere" Beweis, denn wir vermeiden andere periodische Zahlen und verschieben in Zeile 3 nur eine Dezimalstelle. Erlauben wir uns, auch andere periodische Zahlen ins Spiel zu bringen, dann wird der Beweis noch simpler. Außerdem kommen wir allein mit der Multiplikation aus:

    0,3p = 1/3
    0,3p x 3 = 1/3 x 3
    0,9p = 3/3
    0,9p = 1
    Arbeite, als ob das Geld nicht brauchst.
    Liebe, als ob du nie verletzt worden wärst.
    Tanze, als ob niemand zusieht.

    Herr, lass mich ein guter Mensch sein. Aber bitte nicht sofort.

  7. #31
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    Standard AW: Grundsatzfrage und keine Antwort?

    Immer die 1, egal wieviele Nullen dazwischen sind.
    Informiere dich unzensiert!
    http://www.net-news-global.net/

    <<<>>>http://pizzagate.wiki/Main_Page<<<>>>

    "If you thought 2016 was a big WikiLeaks year 2017 will blow you away."
    https://twitter.com/wikileaks

    Berühmt zu werden, ist nicht schwer, / man darf nur viel für kleine Geister schreiben. / Doch bei der Nachwelt groß zu bleiben, / dazu gehört schon etwas mehr. Christian Fürchtegott Gellert

  8. #32
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    Zitat Zitat von Giacomo_S Beitrag anzeigen
    gar nicht, respektive 1 - 0,9-Periode = 0.
    Denn 0,9-Periode = 1.
    Du hast völlig richtig, die Differenz ist Null. Der Mathematiker liebt aber Eindeutigkeit in der Zahlendarstellung und lässt einen Dezimalbruch mit Neuerperiode gar nicht erst zu. Es gibt also nur die 1.

    Bei deinem Beweis hat kann man sich in beliebig vielen Schritten o,9 ... 0,99 ... 0,999 ... der 1 annähern, 1 ist dann der Grenzwert.
    Den Grenzwertbegriff hat übrigens die Antike nie gekannt. Ein bekanntes Beispiel für Paradoxin ist das von Achilles und die Schildkröte. Achilles holt die Schildkröte nie ein,was aber falsch ist. Achilles und die Schildkrote – Wikipedia

    Um das Problem mal zu weiten: Bestimme die kleinste oder die größte Zahl im offenen Intervall (a,b) - Die gibt es aber nicht. Es gibt kein Mninimum oder Maximum. Dafür aber die Grenzwerte a und b, genannt Limit inferium oder Limit superium (unterste und oberste Grenze).

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