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Zündkerzen der Friedensbewegten

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
Über das Schlechte im Guten

Die hochgelobte Zeit wischen zwei Kriegen hat wieder eine Bewegung, welche von wahnwitzig bewegten Menschen angeführt wird, beispielsweise von Konstantin Kein Koks für ÖL Wecker oder dem GZSZ-Supermegadoppelgut Star Jeanette Biedermann, die sich in der BILD am Sonntag vom 06.04.03 fragt, wann sich denn President Bush und Kanzler Schröder endlich wieder vertragen? Hinter diesen Frontkämpfern für den Frieden steht nahezu einhellig das kollektive deutsche Bewußtsein - abgesehen von einigen Lichterkettenrauchern der CDU mit Stars an Stripes Schleimspur hinter sich. Dem deutschen Fernsehzuschauer (gibt es überhaupt andere Deutsche) läuft langsam das ausgedünnte Gehirn zu den Nasenlöchern hinaus, während er zwischen Daniel Küblböck aus Eggenfelden und dem intellektuell ebenbürtigen George Walker Bush aus New Haven hin und herzappt. Das Gehirn tropft auf die BILD-Zeitung, die ganz genau die supermodernsten Tötungseinrichtungen der Vereinigten Staaten kennt und sie in den höchsten Tönen loben kann. Streubomben frei nach dem Motto in jedem siebtem Ei ist Demokratie gratis mit dabei Im Auftrag ewig blutend und Beinlosigkeit!

Kurz ist oft das politische Gedächtnis insbesondere das Gedächtnis der friedliebenden schrödersken Demogänger, denn die heutigen politischen Europazifisten Fischer und Schröder waren im Jahre des Herrn 1999 alles andere als christlich, was die Belange des achten Gebots anging, denn freudig nahmen sie das falsche Zeugnis des bulgarischen Geheimdienstes an, obwohl sogar das Deckblatt orthographisch falsch beschriftet war. Desweiteren hielt Fischer geschickt, wie einst der Abwehrspieler Berti Vogts, die finnischen Erkenntnisse der wahren Geschehnisse um die Massaker von Racak zurück und brüllte laut nach Kriegseinsatz, Intervention und out of area Einsatz der Bundeswehr. Trotzig blickt dieser alte Fischer auf den neuen Friedensfischer in trüben Gewässern, wenn dieser weinerlich blickend nach einer UN-Resolution plärrt und attestiert ihm bloße Hodenlosigkeit. Ein UN-Beschluss war nämlich in den Augen des damaligen Angriffskriegskanzlers Schröder und seinen Kriegsministern damals mitnichten vonnöten.

Der Status der Vereinten Nationen ist für die eurodeutsche Führung ein heißes Eisen, welches sie durch gezieltes Hämmern auf dem Amboß der Unschuldigen so zu formen versteht, dass es im Einklang mit wirtschaftlichen und politischen Interessen des eigenen Landes und des (eigenen) Kontinents steht.

Gegen den despotischen Massenmörder Saddam war Slobodan doch ein Friedensengel mit auf dem Hinterteil tätowierten Peace-Sign. Jugoslawien war doch ein mittelmäßig autoritärer Staat, wenn man ihn mit Staaten Afrikas vergleicht, bei denen keiner nach amerikanischer Demokratisierung und Befreiung schreit. Die Frage nach Krieg und Frieden wird nicht nach idealistischen Maßstäben gefällt, sondern nach Interessenlagen.

Aus dem Schlick geheucheltem Kriegsgegnertums kämpfen sich schwitzend zwei Beweggründe für Schröder´s kategorisches >>NEIN<< an die Oberfläche. Zum einen ist das >>Nein<< ein >>JA<< zu einem immer heisser werdenden Wirtschaftskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Dollar und Cent und den Vereinigten Staaten von Euro und Cent. Der deutsch-französische Ruf nach einer gemeinsamen europäischen Stimme tut sein Übriges um die Furcht auf dem Kontinent der Angst (Bowling for Columbine) noch zu steigern. Dieser kalte Krieg spielt sich auf wirtschaftlicher und diplomatischer Ebene ab und war auch schon beim Kyoto-Protokoll zu spüren, wie auch bei der Frage nach einem eigenen europäischen GPS-System. Zum anderen wären noch die hervorragenden Geschäftsbeziehungen zwischen dem Irak und Deutschland zu nennen. Die Spatzen (nun leider auf der roten Liste) pfeifen es doch schon von den Dächern: Saddams Bunker sind aus Oberpfaffenhofen. Doch das ist ja noch lange nicht alles. Bereits in den achtziger Jahren gingen deutsche Rüstungsgüter im Wert von 1.3 Mrd. Deutsche Mark an den Irak. Darunter waren 155 MAN-Panzertransporter, 24 Kampfhubschrauber von MBB und 26 Abschlusslafetten für Scud-Raketen. An der C-Waffen Produktion waren deutsche Firmen nach Expertisen der UN-Inspekteure zu mehr als 80% beteiligt. Die deutsche Firma Telemit aus München lieferte Know-How für Mittelstreckenraketen an den Irak, Iran und Lybien. Desweiteren wurde die Giftgasfabrik im lybischen Rabta von staatsnahen Firmen, wie der Salzgitter Industriebau GmbH mitgebaut. Beim Amtsantritt von Jürgen W. Möllemann (ehemals FDP) als deutscher Wirtschaftsminister wurde der größte Waffendeal der deutschen Nachkriegsgeschichte eingefädelt. Thyssen lieferte Unmengen an Panzern und der Irak mit den Mittelsmännern Karlheinz-Schreiber und Klaus Geerdts zahlte kräftig und sorgte für Aufschwung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt. In diesem Sinne: Kafft´s eich a´ no´ a Maß!
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
Machen wir beim Krieg mit ist es nicht in Ordnung.
Machen wir nicht beim Krieg mit ist es auch nicht in Ordnung.

Und wieso wird immer der Kosovokonflikt zum Vergleich herangezehrt?
Kriege sind manchmal eben nötig! (Im Falle Irak natürlich nicht)

mit verständnislosem Gruss, semball
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.603
semball schrieb:
Machen wir beim Krieg mit ist es nicht in Ordnung.
Machen wir nicht beim Krieg mit ist es auch nicht in Ordnung.

Und wieso wird immer der Kosovokonflikt zum Vergleich herangezehrt?
Kriege sind manchmal eben nötig! (Im Falle Irak natürlich nicht)

mit verständnislosem Gruss, semball
@semball
verständnislosigkeit kann ich nur teilen...

Hab schon in zwei Threads auf deine Kommentare geantwortet (und
ebenso vice versa), jedoch komm dann - nach genauerer Erklärung nichts mehr...
In beiden Fällen wurde auch (unter anderem) das Thema Kosovo angeschnitten...
Also was bitte soll das, keine Zeit, keine Lust oder keine Ahnung vom Thema? Tip: WDR-Film anschauen oder im Netz mal surfen, um ein paar antipodische Informationen zu bekommen...

Ich kann auch sagen: Der Irak -Einsatz war absolut gerechtfertigt und dann auf Gegenargumente nicht weiter eingehen...
Wem bringt das was?
Dir?
Wenn ja, was denn, bitteschön?

auf Antwort in 2 Threads wartend
hives
 

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
Mit der Überschrift >>Das Schlechte im Guten<< wollte ich erkenntlich machen, dass ich gegen diesen Krieg war und bin. Doch eine Kritik an der Friedensbewegung, sowie an den der Interessenpolitik der Bundesregierung muss doch erlaubt sein. Blindes Hinterherlaufen ist nicht zu begrüssen. Schon gar nicht das Hinterherlaufen von Pseudopazifisten, wie sie Schröder und Fischer darstellen.

Folgender thread spiegelt das paradoxe Verhalten der rot-grünen in der Frage Krieg oder Frieden wieder:

http://www.weltverschwoerung.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&p=152722#152722

Würde denn eine pazifistisch eingestellte Bundesregierung solche Verteidigungsrichtlinien zulassen? (vgl. auch die Zusage an die AKW-Betreiber für eine weitere Laufzeit von bis zu 30 Jahren.)
 

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
semball schrieb:
Machen wir beim Krieg mit ist es nicht in Ordnung.
Machen wir nicht beim Krieg mit ist es auch nicht in Ordnung.

Und wieso wird immer der Kosovokonflikt zum Vergleich herangezehrt?
Kriege sind manchmal eben nötig! (Im Falle Irak natürlich nicht)

mit verständnislosem Gruss, semball

Wie Scharping und Co. den Krieg begründet haben war eine politische Frechheit!

Ich empfehle das Buch von Jürgen Elsässer >>Kriegsverbrechen<<, erscheinen bei konkret texte.
 

Abbadon

Großmeister-Architekt
28. Juni 2002
1.295
Ist Pazifismus nicht eine selbstmörderische Form der Passivität? Ob miese Begründung oder nicht, der Kosovokrieg war vollkommen gerechtfertigt, und m.E. hat jeder, der versucht hat, eine internatinale Intervention zu behindern das Blut der Kosovaren an seinen Händen.
Es gibt nunmal Konflikte, die sich nicht mit pädagogischen Gesprächen lösen lassen. Man hätte ebenso viel massiver in Rwanda und im jugoslawischen Bürgerkrieg intervenieren müssen...
 

semball

Großer Auserwählter
26. Mai 2002
1.615
hives schrieb:
@semball
verständnislosigkeit kann ich nur teilen...

Hab schon in zwei Threads auf deine Kommentare geantwortet (und
ebenso vice versa), jedoch komm dann - nach genauerer Erklärung nichts mehr...

hives
Moment mal, ich kann auch nicht hexen.


@abbadon: Stimme dir im Prinzip zu.
 

Paradewohlstandskind

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
10. April 2002
1.014
Abbadon

Erstmal ein herzliches "Welcome back", du altes Haus. Ich hoffe Du erinnerst Dich noch an das PWK.

Deine Definition von Pazifismus ist schon ziemlich provokant. erinnert mich an Joseph Fischer, der sagte nie wieder Krieg, bedeute auch nie wieder Auschwitz und dies auch in Zusammenhang mit dem Kosovo-"Konflikt" (verdammte Euphemismen) über seine Lippen spülen lies.

Nun, Slobodan war ein indikutabler Diktator, der durchschnittlich (im weltweiten) schlecht mit seinem Volke umging. Doch das was Scharping und Co. von KZ´s und Massemorden vorlügten stellte sich im Nachinein als gelogen heraus. Ich habe eine serbische Arbeitskollegin gehabt, deren Haus von Nato-Bombern in Schutt uns Asche gelegt worden war und ausserdem einen serbischen Kumpel, der nicht gut auf sogenannten "Guten" der UCK zu sprechen war, die auch plünderten vergewaltigten und mordeten unter dem Schutzmantel der Nato und dem Kriegskanzler und seinen Kriegsministern.

Doch genug polemisiert... Butter bei die Fische!

1. Die Lügen von Racak

Joschka Fischer: Racak war "für mich der Wendepunkt

William Walker : "Natürlich war die Episode in Racak entscheidend für die Bombardierungen."

Am 17. März 1999 legte eine Kommission finnischer Ärzte unter Vorsitz von Helena Ranta, die im Auftrag von EU-Kommission und OSZE die 40 Leichen aus Racak untersucht hatten, weil das serbisch-weißrussische Team als parteiisch galt, ihrerseits einen gerichtsmedizinischen Bericht vor. Dieser Bericht war vorsichtig und zum Teil vage formuliert ('Es gab keine Hinweise, daß es sich bei den Betroffenen nicht um unbewaffnete Zivilpersonen handelte.'), vermied den Begriff "Massaker", führte aber im Ergebnis dazu, dass große Zeitungen titelten: 'Tote von Racak waren Zivilisten'.

Das an jenem 17. März veröffentlichte Kurzkommuniqué wurde eingeleitet durch die Formulierung "Die Kommentare geben die persönliche Meinung der Verfasserin Dr. Helena Ranta wieder und stellen keine autorisierte Mitteilung im Namen der Fachabteilung für forensische Medizin der Universität Helsinki oder des EU-Teams forensischer Experten dar." Es "umfaßte nur fünf Seiten - die übrigen Ausarbeitungen und Unterlagen der finnischen Forensiker, laut 'Berliner Zeitung' 21 Kilogramm schwer, nahm der damalige EU-Ratspräsident Fischer unter Verschluß.

Die Finnen kamen zu dem Schluss, dass die Verwendung des wortes Massaker Schmarrn sei.

2. Der Quatsch mit dem Hufeisenplan
Hufeisenplan - das Kriegsrätsel
(Hamburger Abendblatt, 21.3.00)

Kein Zweifel: Die Serben haben Gräueltaten im Kosovo begangen. Aber sehr zweifelhaft ist, dass sie dabei nach dem Hufeisenplan vorgegangen sind. Vieles spricht dafür, dass dieser Plan auf der Bonner Harthöhe manipuliert wurde. Um den Kriegseinsatz deutscher Soldaten zu legitimieren.
FRANKFURT A. M., 21. März. Brigadegeneral a.D. Loquai stellt in seinem soeben erschienenen Buch "Der Kosovo-Konflikt - Wege in einen vermeidbaren Krieg" (Nomos-Verlag Baden-Baden) die Frage, ob deutsche Soldaten unter Bezug auf Halbwahrheiten und tendenziöse Darstellungen in den Kosovo-Krieg geschickt worden sind. Der Kriegseinsatz war unter anderem mit einem serbisch-jugoslawischen Plan begründet worden, die albanische Bevölkerung systematisch und nach einem lange festgelegten Plan namens "Potkova" - als "Hufeisen" übersetzt - aus der Region Kosovo zu vertreiben.

Das serbische Wort für Hufeisen laute jedoch "potkovica". "Die offensichtlichen Widersprüche und Ungereimtheiten in den zu diesem ,Plan' verfügbaren Quellen . . . lassen erhebliche Zweifel aufkommen, ob ein solcher Plan tatsächlich existierte und dem Verteidigungsministerium vorlag", teilt Loquai mit.

Jamie Shea lobte noch die Kunst des Lügens unserer Bundesregierung in diplomatischen Worten.
 
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