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Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

WillySchweizer

Geselle
19. März 2013
7
Seit einiger Zeit geistert eine Frage in meinem Kopf rum. Mir fiel auf dass auf vielen alten Gebäuden oberhalb der Fenster abwechslungsweise runde und spitze "Vordächer" sind. Es kann doch kein Zufall sein wenn an so vielen verschiedenen Orten immer die gleiche Symbolik auftritt.

Warum wechseln sich runde und spitzige Fensterbögen ab? Welche Symbolik könnte dahinter stecken?
Der Spitz könnte als Symbol der Freimaurer gewertet werden. Aber was hat der Halbrund auf sich?


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Grubi

Moderator
Teammitglied
1. Juni 2008
6.419
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?


Du müsstest bitte noch die Bilderquellen nachreichen.
Grubi/Mod
 

WillySchweizer

Geselle
19. März 2013
7

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.469
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Hi Willy,

was hat der Himmel da für eine komische Farbe auf den Bildern? Ist zwar völlig irreal, schließlich gibt es ja nur grau, aber sieht nett aus!

Bei allen drei Gebäuden liegen zwar die Ursprünge relativ früh, aber ihre heutige Gestalt erhielten sie Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu der Zeit wurden alle möglichen klassisschen Baustile aus der Antike wieder belebt (Klassizismus mit verscheidenen Unterarten) und mitunter auch nicht ganz stilrein zusammengewürfelt (Ekkletizismus). Bei dem, was Du anfragst, dürfte es sich eher um typische Dekoelemente dieser Architektur als um irgendeine Symbolik handeln.

Ich bin da jetzt nicht der große Experte, aber zu dem Schluss bringen mich drei Überlegungen:

Die Freimaurerei war zum Zeitpunkt, als diese Bauten ihr Gesicht bekamen, schon längst spekulativ geworden und im realen Bauhandwerk nicht mehr präsent. Also sehr unwahrscheinlich, dass die Freimaurerei da direkt Einfluss genommen hat.

In der mir bekannten Symbolik der Freimaurerei kommt kein Rundbogen vor.

Das weiße Haus und der Buckingham-Palace stehen in Ländern, in denen die Freimaurerei sehr populär ist, aber bei irgendwelchen kirchlichen Einrichtungen wie einem Kloster ist sie es jedoch sicherlich nicht. Wenn also nun alle drei Bauten gleichartige Merkmale tragen, würde ich hier ein Indiz dafür sehen, dass da kein freimaurerischer Einfluss dahinter steckt, der wäre zumindest beim Kloster sicherlich unterbunden worden.
 

Klabautermann

Geheimer Meister
24. Februar 2013
418
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Hallo Lupo,

ich weis das diese Art der gestalltung einen Namen hat. Also Rund/spitz/Rund oder Spitz/Rund/Spitz und auch für einen speziellen Arichitektonischen Still stehen. Meine Mutter hat mir das alles einmal Beigebracht aber leider ist es nicht mehr Present in meinem Kopf. Wir brauchen einen Architekten der das genauer Erklärt.
 

Bona-Dea

Gesperrter Benutzer
3. August 2010
5.616
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Hallo Klabautermann;

ich weis das diese Art der gestalltung einen Namen hat. Also Rund/spitz/Rund oder Spitz/Rund/Spitz und auch für einen speziellen Arichitektonischen Still stehen. Meine Mutter hat mir das alles einmal Beigebracht aber leider ist es nicht mehr Present in meinem Kopf. Wir brauchen einen Architekten der das genauer Erklärt.

Ich kann meinen Opa auch nicht mehr Fragen, aber Rundbögen gehören glaube ich noch zur Romantik und Spitzbögen zur Gotik.
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.469
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Moin Bona,

das stimmt. Betrifft aber die Form der Fensteröffnungen (und Traggewölbe) als solche und war ein paar Jahrhunderte vor dem Klassizismus. Hier sind es ja nur die Zierelemente über den ansonsten rechteckigen Fenstern. Diese Zierelemente heißen Verdachungen, und die kommen in ähnlicher Form in vielen Baustilen vor. Und ob die gleichzeitige Verwendung spitz/rund jetzt typisch für einen bestimmten Baustil der Epoche ist, hab ich nicht raus bekommen.
 

Freestone

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
30. Dezember 2011
1.057
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Mit der Gotik zog die Lichtsymbolik in die klerikale Baukunst ein. Die Fähigkeiten war mit den Rückkehrern aus den Kreuzzügen aus Vorderasien nach Europa gekommen.


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Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.962
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Das ist nicht richtig bzw. nicht zu belegen. Die Gotik entstand in Frankreich, und der gotische Spitzbogen ergibt sich zwanglos aus der Überschneidung zweier romanischer Rundbögen.

Solche angedeuteten Giebel (den Begriff Verdachung lese ich zum erstenmal) gab es schon in der Renaissance, offenbar weil die geraden Fensterabschlüsse als zu schmucklos, geradezu amputiert empfunden wurden. Sie machten bis zu ihrem Verschwinden alle Stilentwicklungen mit, also auch die Verdrängung der Rokokoschnörkel durch die geometrische Einfachheit des Klassizismus. Die Dreiecksform entspricht dem klassizistischen Tempelgiebel, mit dem damals alle repräsentativen Gebäude vom Präsidentenpalast über das Kaufmannshaus bis zum Zolleinnehmerhäuschen versehen wurden.
 

Klabautermann

Geheimer Meister
24. Februar 2013
418
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Hallo Freestone,

das war ein guter Tip mit der Gotik :

http://upload.wikimedia.org/wikiped...Fenstermasswerk.jpg/170px-Fenstermasswerk.jpg

Diese Technik der Fenstergestaltung, wir sehen hier in dem Bild Rechts und Links zwei Runde Bögen und in der Mitte einen Spitzen der aussieht wie Kerze, und das Ewige Licht Symbolisiert das uns den Weg leuchten soll. Später wurden diese Baugruppen überall in der Architektur verwendet. In Manheim zum beispiel besonders gerne bei Dachgauben. Wenn man diesen Baustil also in der Gotik entwickelt hat, stammen sie entweder von einem Zeitreisenden Freimaurer oder einem Architekten der seine Religösität in Symbolen Ausdrücken wollte.
 

Freestone

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
30. Dezember 2011
1.057
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

@EwJ
Die Gotik begann im 12. Jhdt. (1100 n. Chr.) , die Renaissance im 15. Jhdt. (Ab 1400 n. Chr.). Also liegt Deine Argumentation etwas schief ;)


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Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.265
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Seit einiger Zeit geistert eine Frage in meinem Kopf rum. Mir fiel auf dass auf vielen alten Gebäuden oberhalb der Fenster abwechslungsweise runde und spitze "Vordächer" sind. Es kann doch kein Zufall sein wenn an so vielen verschiedenen Orten immer die gleiche Symbolik auftritt.

Wie kommst Du eigentlich auf die Idee darin irgendeine "Symbolik" sehen zu wollen?
Symbole in einer losgelösten Form ohne Kontext ergeben keinen Sinn. Als Schmuck an unterschiedlichsten Gebäuden sehe ich kaum Kontext für "Symbole".

Wieso lag für Dich "Symbol" näher als "Schmuck"?
 

Ein wilder Jäger

Barbarisches Relikt
Teammitglied
18. November 2007
17.962
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Ich wüßte jetzt nicht, welche Argumentation gemeint sein könnte.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
27.494
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Mit der Gotik zog die Lichtsymbolik in die klerikale Baukunst ein. Die Fähigkeiten war mit den Rückkehrern aus den Kreuzzügen aus Vorderasien nach Europa gekommen.


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So ist es, laut Ewald Sauter (Templer GM in Österreich) jedoch, entstand die Gotik quasi über Nacht und aus dem "Nichts". Er führt das auf Geheimwissen aus der Bundeslade zurück, welches sich im Besitz der Templer befinde. Welchem Templerorden genau er vorsteht, habe ich nicht herausfinden können. Es sei jedoch angemerkt, er erzählt das in einem Interview mit Jan van Helsing (hüstel), Wolfgang Stark vom York war ebenfalls zugegen.

- - - Aktualisiert - - -

Hallo Klabautermann;



Ich kann meinen Opa auch nicht mehr Fragen, aber Rundbögen gehören glaube ich noch zur Romantik und Spitzbögen zur Gotik.

Romanik ;C))
 
Zuletzt bearbeitet:

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.469
AW: Runde und spitzige Fensterbögen - Freimaurersymbolik?

Eigentlich - ohne jetzt die genaue Herkunft der Gothik zu kennen - erscheint sie mir eher als die konsequente Weiterentwicklung aus der Romanik. Wenn man den Einsturzgefährdeten, mehr oder weniger waagerechten mittleren Teil aus dem Rundbogen weglässt, ergibt sich automatisch der Spitzbogen. Da die Gewichtskräfte nicht so stark "spazieren geführt werden" wie beim Rundbogen, sondern weitegehend senkrecht bleiben, ist diese Bauform viel tragfähiger. Sie kann viel leichter und luftiger gebaut werden und bei gleicher Spannweite strebt das Gewölbe - bei Sakralbauten durchaus erwünscht - in die Höhe. Der gleiche Grundriss wie bei der Romanik mit der gleichen Anordnung von Säulen und Pfeilern ergibt also kein geduckt-dünsteres Gemäuer mehr, das den Blick in die Waagerechte lenkt, sondern ein lichterfülltes aufstrebendes Bauwerk, dass den Blick nach oben zieht.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dazu ernsthaft Nachhilfe aus anderen Erdteilen erforderlich war. Dazu liegt diese Weiterentwicklung einfach zu nahe. Und wenn einem das Holzgerüst beim Aufbau eines Rundbogens zum dritten Mal in der Mitte zusammengefallen ist, dann müsste man als begabter Baumeister eigentlich auch entsprechend ins Grübeln kommen.

@Jäger ... "Verdachung" als Begriff war mir auch neu, und weiter bin ich auch nicht gekommen. Deshalb hab ich ihn ja extra erwähnt, vielleicht findet jemand ja unter dem Begriff irgendwo noch was.
 

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