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moderne atommüllbeseitigung

Imion

Auserwählter Meister der Neun
13. April 2002
940
Aus: http://www.3sat.de/nano
"Transmutation" von Atommüll in ungefährliche Substanzen
Langlebige Spaltprodukte wie Plutonium, Neptunium oder Americium sollen nach dem Verfahren der nuklearen Transmutation in einem Neutronenstrahl physikalisch zerstört werden. Umstritten bleibt, ob Transmutation in Zukunft das Problem der Atommüllendlagerung lösen wird.

Jedes Jahr entstehen allein in deutschen Kernkraftwerken 450 Tonnen hochradioaktive, abgebrannte Brennelemente: ein gefährlicher Mix aus Uran-238, dazu ein Prozent Plutonium und drei Prozent Spaltprodukte mit Halbwertszeiten von mehreren Hunderttausend Jahren. Physiker wollen so lange die großen Atomkerne beschießen, bis alle radioaktiven Elemente in kleinere, ungefährliche Stoffe umgewandelt sind. Die nukleare Transmutation ist ein Plan, der von Anfang an heftige Kritiker und glühende Befürworter fand.
"Wir haben im Labormaßstab klar gezeigt, dass es im Prinzip machbar ist", erläutert Roland Schenkel vom "Joint Research Center" der Europäischen Kommission. "Dieses Labor und auch andere Labore auf diesem Gebiet müssen jetzt zeigen, ob auch die großtechnische funktioniert."
Die entscheidende Rolle in dem Konzept spielt ein Linearbeschleuniger. Er bringt in einem Magnetfeld Protonen - also Wasserstoffatomkerne - auf ihrem 800 Meter langen Flug durch das Vakuum nahezu auf Lichtgeschwindigkeit. Am Ende des Tunnels prallen diese hochenergetischen Teilchen auf einen dicken Bleizylinder. Durch diese plötzliche Abbremsung kommt es Spallationsprozessen (engl. "spall" bedeutet zerbröckeln oder absplittern).
"Dort verdampfen die angeregten Bleikerne dann zu Neutronen", erläutert Dietrich Hilscher vom Hahn-Meitner-Institut (HMI). Die Reaktionskaskaden erwachsen schließlich zur gigantischen Neutronenlawine, die auf den Atommüll prasselt. Bei einem sehr hohen Neutronenfluss steigt die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Neutronen mit einem Atomkern reagieren.
"Strahlenkatzen als Lösung" : http://www.3sat.de/nano/cstuecke/15556/index.html

Eine noch weiter reichende Idee propagiert seit Jahren der italienische Physik-Nobelpreisträger Carlo Rubbia: den Energieverstärker. Der Wissenschaftler vom Europäischen Teilchenforschungs-Zentrum CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire) bei Genf will dabei den Neutronenstrahl auf Thoriumkerne lenken. Thorium wandelt sich unter dem Neutronenbombardement zu 233Uran, das bei Energiefreigabe weiter zerfällt. "Der Energieverstärker ist ein Kraftwerk, das weniger brisanten Atommüll produziert als Kernkraftwerke, die mit einem Gemisch aus 235Uran und 238Uran funktionieren", sagt HMI-Forscher Hilscher.
Zudem sei das Prinzip sicherer als herkömmliche Konzepte zur Kernspaltung, da die benötigten Neutronen extern durch den Beschleuniger und nicht im Reaktor selbst erzeugt werden. "Den Beschleuniger kann man im Notfall einfach abschalten, und die Kettenreaktion bricht sofort zusammen!" Bislang existiert die Anlage jedoch nur auf dem Papier.
Das "Joint Research Center" wurde im Herbst 2002 für zehn Millionen Euro eingerichtet. Abgeschirmt durch einen halben Meter Wasser und eine Bleischicht sollen die Arbeiter aus den Brennstäben die Bestandteile herauslösen, die später der Transmutation zugeführt werden. Niemand kann aber sagen, wann die Gesamttechnologie zur Herauslösung und Transmutation großtechnisch zur Verfügung stehen wird. Im Abschlußbericht des Arbeitskreises Endlager, Ende Dezember an Umweltminister Trittin übergeben, wird die Transmutation deshalb gänzlich verworfen.
Eine Technologie, die heute langsam in die Entwicklung kommt und deren Entwicklung ungefähr 30 bis 50 Jahre dauern wird, passt nur in eine Landschaft, die von der Kernenergie bestimmt wird", so Wernt Brewitz vom "Arbeitskreis Endlager".
"Der Arbeitskreis hat dies sehr gründlich untersucht und ist der Meinung, dass für ein Ausstiegsmodell Kernenergie, wie wir es in Deutschland gewählt haben, diese Technologie nicht in Frage kommt." Dagegen gibt es bei der Europäischen Kommission einen Zehnjahres-Plan mit insgesamt einer Milliarde Euro, bis 2012 eine Pilotanlage zu bauen.
"Wir glauben, dass wir zusammen mit den einzelnen Forschungen in Frankreich, Belgien und Deutschland, die bestmögliche Technologie aus den verschiedenen Ansätzen bekommen werden", so EU-Forschungskommissar Philippe Busquin. "Wir haben in unserem Forschungsprogramm 90 Millionen Euro, um untersuchen zu können, welches die beste Technologie ist."
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
MOND??

Spätestens in Hundert Jahren wird man das bereuen, man denke nur an Futurama und den damaligen "Garbage Ball"! :D :D
 

SimoRRR

Meister vom Königlichen Gewölbe
10. April 2002
1.419
Genau das haben die bei Futurama auch gemacht und dann kam das Teil aber leider zurück! :lol: :lol: :lol: ......irgendwann halt.....
 

Imion

Auserwählter Meister der Neun
13. April 2002
940
nichs mond:

Langlebige Spaltprodukte wie Plutonium, Neptunium oder Americium sollen nach dem Verfahren der nuklearen Transmutation in einem Neutronenstrahl physikalisch zerstört werden.
wenns funktioniert, super oder ?
 
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