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Mitgefühl durch Mitdenken

Dieses Thema im Forum "Philosophisches und Grundsätzliches" wurde erstellt von Feuerseele, 9. Juni 2018.

  1. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Wie glaubst du entsteht Mitgefühl?
     
  2. Robotobor

    Robotobor Geheimer Meister

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    Durch Empathie und Verständnis.
     
  3. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Wie entsteht Verständnis?
    Empathie ist das Mitgefühl, das Einfühlen.
    Du meinst also durch Mitgefühl ist das Mitgefühl möglich? Meine Frage ist aber wie das Mitgefühl entsteht.

    Gefühle entstehen durch die Außenwelt und durch Gedanken.
    Der Körper hat die Fähigkeit Gefühle und Gedanken zu entwickeln wärend der menschliche Körper in der Welt der Erscheinungen lebt und diese erlebt.
     
  4. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Du fragst im Grunde wie Gefühlen entstehen?
    Beispiel Neid: man möchte etwas was andere haben für sich selbst.
    Die Außenwelt ist das was andere haben, die Gedanken drehen sich darum, dass man das auch will.
    Mitgefühl entsteht unter anderem dadurch, dass man in der Lage ist sich gedanklich vorzustellen, man wäre der andere. Man fände das nicht so toll und wünscht das dem anderen nicht.
    Hier unterscheiden sich Menschen ja auch durchaus, weil es wiederum Menschen gibt, die eher denken, dass es nunmal nicht sie getroffen hat und sie für des Elend des anderen nichts können und sich lieber dem eigenem Glück zuwenden.

    Das ist übrigens ein Thema über das sich Philosophieren liese. Unter Beachtung von Kants Regeln.
    Wie wichtig ist Mitgefühl?
    .
     
  5. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Nun ja, Worte..eigentlich ist es mehr als ein Gefühl, eines der Gesichter von Nächstenliebe. Es entsteht also nicht unabhängig, sondern als "Ableger" von etwas größerem, hat auch mit Gefühl zu tun, ist aber mehr. Denken allein tut da gar nichts, wenn nicht eine positive Einstellung zum Mitmenschen vorhanden ist. Von der ausgehend, führt es dann aber (unter Anderem) zu Mitgefühl.
     
  6. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Ja, ich versteh schon.
    Ich wollte auch der Frage nachgehen, wie Gefühle entstehen- also was da im Gehirn stattfindet, wenn man zB Mitgefühl hat.
    Feuerseeles Frage beantworten.
    Warum hat das überhaupt der eine, der andere aber nicht?
    Die Entwicklung von Mitgefühl hat sicher auch mit kindlicher Prägung zu tun, ist also etwas was einem vermittelt wurde( durch Vorbild)
    Nur das die einen mehr davon haben( emphatiefähiger sind) als die anderen. Also kommen noch persönliche Erfahrungen dazu, die zu der postiven Einstellung zu den Mitmenschen führen, die Du erwänst.
    Nur ist jetzt jemand der schlechte Erfahrungen gemacht hat weniger mitfühlend oder eher noch mitfühlender, wenn er Situationen am eigenen Leib erlebt hat? Ich denke dass das ganz unterschiedlich ist, was dann wieder an der Prägung oder eigenen Fähigkeit Dinge zu verarbeiten liegen wird.
    :gruebel:
     
  7. Popocatepetl

    Popocatepetl Prinz von Jerusalem

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    kurze info:
    empathie und mitgefühl sind wohl laut neueren forschungen irgendwie unterschiedliche emotionen, bei diesen gefühlen aktivieren sich anscheinend auch ganz unterschiedliche hirnareale.

    https://ingridgerstbach.com/blog/der-unterschied-zwischen-empathie-sympathie-und-mitleid

    https://info-buddhismus.de/Empathie-Mitgefuehl-Neurowissenschaft-Ricard-Singer-Altruismus.html


    kleiner einstieg, wenn es intressiert, einfach tiefer ins thema googeln (und dabei schauen das die quelle einigermaßen glaubwürdig ist) :)
     
  8. Popocatepetl

    Popocatepetl Prinz von Jerusalem

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    ich tippe auf letzteres.



    pps: nein, doch nicht....

    an sich doch recht individuell. der eine lernt daduch das gewalt ok ist, der andere das gegenteil...
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Juni 2018
  9. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Für Mitgefühl ist es nicht erforderlich, von sich auf andere zu schließen.

    Mitgefühl ist eine warmherzige Qualität. Sie entsteht in dem Moment, in dem das Leid, die Not, der Schmerz, die Angst, die Verzweiflung, die Einsamkeit, die Verwirrung eines anderen Menschen meine fürsorglichen Anteile aktiviert. Da dockt dann in mir etwas an, was mich motiviert, zu helfen, zu trösten und Beistand zu leisten, dem anderen etwas Gutes tun zu wollen.



    Ich denke auch, dass Empathie eine andere Qualität ist. Empathie bringt mich in Verbindung zu dem emotionalen Empfinden eines Anderen. Das ist genauso nutzbar jemand anderen zu manipulieren, zu schaden oder zu nutzen. Kann aber auch hinderlich sein, wenn es um lösungsorientiertes Denken geht.
     
  10. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Ja aber was und warum?
     
  11. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Ich vermute mal Reiz => Reaktion. Biochemie

    Der andere sendet Signale der Not aus, die im Gegenüber eine Reaktionskette in Gang setzen, die einerseits dem Anderen helfen und andererseits das eigene Belohnungssystem aktivieren.

    Warum ?
    ebenfalls Vermutung:
    evolutionsbiologisch entstanden. Als in sozialen Verbänden lebende Spezies, dient gegenseitige Unterstützung und Fürsorge dem Überleben.
     
  12. die Kriegerin

    die Kriegerin Auserwählter Meister der Neun

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    MitGEfühl - kommt vom Fühlen, dies gehört zum Menschen, dies ist eine Triebkraft, es untersteht der Wunschkraft, das es sich erfüllt, sowohl körperlich, seelisch und geistig.

    Das angenehme Fühlen wird gestört durch verabscheuen, befürchten, hassen.

    Und sehr menschlich ist der Hunger nach Liebe, Ruhm, Sättigung des Magens und hier müssen wir stets Energie aufbringen. Wenn dir die Energie genommen wird ist mit MIT-FÜHLEN nix mehr da, den die Antriebskraft ist dir genommen und dann kommt Hilflosigkeit -tja dann fängt bei vielen das Austeilen an - und das kann jeder Mensch

    Umso selbstsicherer einer ist, umso besser teilt er aus -nix mehr mit Mitgefühl - Menschlichkeit und so entsteht Streit, Hass >> und schon BEKRIEGT Mensch sich.
     
  13. die Kriegerin

    die Kriegerin Auserwählter Meister der Neun

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    das = dass
     
  14. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Nicht nur jemand der selbstsicher ist teilt aus, sondern gerade auch jemand der unsicher ist.
    Mitgefühl und Selbstsicherheit stehen für mich jetzt in keinem zusammenhang. Das würde ja bedeuten, dass Selbstsicherheit schlecht ist.
    Vielleicht passt das Wort Selbstverliebtheit besser.
    Selbstverliebt zu sein bedeutet zwar nicht das man nichts für andere tun würde, nur ist der Grund vielleicht nicht Mitleid sondern Stärkung des Egos.
     
  15. Dirtsa

    Dirtsa Meister vom Königlichen Gewölbe

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    Dem möchte ich entschieden widersprechen. Meiner Ansicht nach ist es, wenn überhaupt, eher umgekehrt. Aus der Fülle heraus ist es einfacher großzügig zu sein, zu gönnen und zu unterstützen. Unnötig aggressive Verhaltensmuster entstehen häufig aus dem Versuch heraus, mangelndes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu maskieren oder zu kompensieren. Authentisch selbstbewusste Menschen haben es nicht nötig, vermeidbar aggressiv zu sein, können souveräner auftreten und sich eine höhere Reizschwelle leisten.
     
  16. die Kriegerin

    die Kriegerin Auserwählter Meister der Neun

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    @ditsa, Österreich kriegt gerade die Hasstirade von Erdogan >><ein heftiger Wortschwall, geäußert in großer Erregung.

    @gaia - kann so sein, wie du es beschreibst >>dachte an die Rudelbildung -
    und keiner ist gefeit davon..leider:grübel:
     
  17. gaia

    gaia Prinz von Jerusalem

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    Du meinst wenn eine Meute sich stark fühlt kann sie gut mobben.
    Das wird Dir gelegentlich bei Schulklassen aufgefallen sein. Hier kann man sich ja schon fragen, wo das Mitgefühl geblieben ist.
    Und wenn man die Meute auseinander reißt, kann das eine Besserung zur Folge haben.
    Und ja. Keiner ist davon gefeit sich nicht einem Rudel angeschlossen zu haben, ohne dass er es bemerkt hat.
    Das bedeutet also, dass man sich selbst hinterfragen sollte- was aber nun wirklich für jeden gilt
    Das schreibe ich übrigens ohne es als Angriff auf irgend jemanden im Forum zu meinen.
    Man könnte aber auch eine andere Denkrichtung einschlagen. Wenn einer in einer Klasse ist, der der Klasse durch sein Verhalten schadet, sollte sich die Klasse dann wehren? Die Frage wäre wie.....
    Jetzt kam ich auf Mobbing, was nur am Rande mit Mitgefühl zu tun hat. Außer man fragt nach den Grenzen von Mitgefühl.
     
  18. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Ich frage wie Mitgefühl entsteht.

    Es ist unmöglich einer Situation in ihrer Echtheit wirklich mitfühlen zu können, wenn diese nie selber erlebt oder miterlebt wurde.

    Mitgefühl ist weniger wichtig als Mitdenken. Denn Mitdenken wirkt auch.
     
  19. Feuerseele

    Feuerseele Großer Auserwählter

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    Willkürliches Denken tut da gar nichts.
    Strukturiertes Denken nach einem Prinzip schon.
     
  20. dtrainer

    dtrainer Wiedergänger

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    Auch nicht. Denken ist eine Methode, kein Inhalt, der muß woanders her kommen. Wie genau da nachgedacht wird, ist zweitrangig: worüber, das ist wichtig.
     

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