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Marsmission 2025

Zauberlehrling

Geselle
7. Oktober 2015
48
Eine private niederländische Stiftung will um das Jahr 2025 etwa 1000 Menschen zum Mars schicken. Es ist eine Reise ins Ungewisse und ohne geplante Wiederkehr. Das ganze Spektakel wird im Fernsehen übertragen, dadurch finanziert sowie über Spenden. Ich frage mich, ob es ethisch zu vertreten ist, dass Menschen zu dieser Mission ohne Rückkehr und ohne Hilfe bei unerwarteten Problemen animiert werden. Was denkt ihr? Würde ihr an dieser Mission teilnehmen? Spekulieren die Bewerber doch auf Rückkehr durch die seitens der NASA geplante Marsmission?

Raumfahrt: Für sechs Milliarden zum Mars, um dort zu sterben - DIE WELT

Marsmission: Student gehört zu den letzten 100 Bewerbern - SPIEGEL ONLINE
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.972
AW: Marsmission 2025

Find ich gut. Aber wenn ich dran denke, wen alleine ich schon alles melden könnte, frag ich mich, warum erst 2015 und ob nur 1000 wirklich reichen?

[OTOP]Ach so: Ironiebutton vergessen. Meine ernsthafte Meinung dazu: so ein Blödsinn![/OTOP]
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
29.054
AW: Marsmission 2025

ach ja - das waren auch nur völlig irre > https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4b/Mayflower_II.jpg

wieso sollte man nicht wenigstens versuchen - auf einen anderen Planeten eine Kolonie zu bilden?

Sich ein völlig neues Ziel zu suchen und neue Herausforderungen zu stellen hat doch erst die
Evolution des Menschen vorangetrieben - würde man nach einigen hier gehen -
> http://polpix.sueddeutsche.com/polo...e/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg
wir würden immer noch auf Bäumen hocken
 

Zauberlehrling

Geselle
7. Oktober 2015
48
AW: Marsmission 2025

wieso sollte man nicht wenigstens versuchen - auf einen anderen Planeten eine Kolonie zu bilden?
Mir scheint, es geht weniger um das Ob, sondern eher um das Wie und Wann. Gut Ding will Weile haben. Davon abgesehen, dass wir vielleicht mehr Energie darin setzen sollten, unseren Planeten nicht weiter zu Zerstören, ist es gar nicht so abwegig auch einen anderen Planeten bewohnbar zu machen. Die Frage ist doch, welchen Sinn eine Kolonie macht, die aus ein paar Containern in einer ungastlichen Atmosphäre besteht. Zur Erforschung des menschlichen Lebens auf dem Mars fängt man zwar klein an, aber doch nicht als One-way-Option. Vor 50 Jahren wäre so eine Mission noch eine Strafmaßnahme gewesen. Heute reißt sich jeder Medien-gei ... , Ruhmsüchtige Blogger um die Teilnahme. Ich bezweifle einen angenehmen Ausgang dieser Mission, um es vorsichtig zu formulieren. Es ist nicht zuletzt eine Gewissensfrage für alle Beteiligten. Kann der Initiator letztendlich damit umgehen, wenn Menschen auf dem Mars elendig sterben? Kann er es den Angehörigen gegenüber überhaupt verantworten die Bilder der Sterbenden (zeitverzögert) auszustrahlen und könne es die Missionsteilnehmer verantworten, ihren Eltern und Angehörigen das zuzumuten? Man muss sich ja vor Augen halten, dass diese Mission nicht zwingend notwendig ist, keine akute Not dieses Selbstmordkomando rechtfertigt und die Leute zu Helden macht, die die Menschheit retten.
 

Aurum

Gesperrter Benutzer
26. September 2015
3.955
AW: Marsmission 2025

Hätte aus finanzieller Sicht nicht Apophis Vorrang? Man arbeite daran, aber wird es verlässlich genug sein?
Mars fliegt nicht davon und eine Milliarden-Investition in den Planet Erde hat in vielerlei Hinsicht erheblich mehr Vorteile.
Würde die Menschheit doch nur endlich von den Zwängen befreit immer noch mehr haben zu müssen.
Ein paar unterschiedliche schlichte Habitate zur mehr oder weniger freien Auswahl.... Es könnte alles so idyllisch sein :)
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.972
AW: Marsmission 2025

ach ja - das waren auch nur völlig irre [...] wieso sollte man nicht wenigstens versuchen - auf einen anderen Planeten eine Kolonie zu bilden?

Sich ein völlig neues Ziel zu suchen und neue Herausforderungen zu stellen hat doch erst die
Evolution des Menschen vorangetrieben - würde man nach einigen hier gehen -
> http://polpix.sueddeutsche.com/polo...e/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg
wir würden immer noch auf Bäumen hocken

Hi Almende,

der Vergleich mit den Pilgervätern von der Mayflower passt nicht: Die sind zu neuen Ufern aufgebrochen, um ihr eigenes, selbstbestimmtes und besseres Leben aufbauen zu können. Was erwartet die Marsianer? Lebenslänglich in einer winzigen Zelle, die aufgrund der lebensfeindlichen Umgebung ausbruchssicherer als der sicherste Knast ist. Ich wüsste auch nicht, wo der Fortschritt, bzw. die evolutionäre Dimension des Ganzen sein soll. Wir hocken bestimmt nicht deswegen nicht mehr auf den Bäumen, nur weil vielleicht einige Vormenschen vom Baum gesprungen sind und danach nie mehr gesehen wurden.

Es war wohl eher die wie auch immer geartete, begründete Aussicht darauf, ein besseres Leben unten führen zu können, die die Vormenschen vom Baum gelockt hat. Wo ist eine entsprechende Aussicht bei dieser Blödsinnsidee?
 

Zauberlehrling

Geselle
7. Oktober 2015
48
AW: Marsmission 2025

Hätte aus finanzieller Sicht nicht Apophis Vorrang? Man arbeite daran, aber wird es verlässlich genug sein?
Mars fliegt nicht davon und eine Milliarden-Investition in den Planet Erde hat in vielerlei Hinsicht erheblich mehr Vorteile.

Nicht nur aus finanzieller sonder aus existenzieller Sicht. Selbst da die Wahrscheinlichkeit verschwindend gering ist, dass der Apophis mit der Erde kollidiert, scheint sie doch höher als die Wahrscheinlichkeit den Mars in den nächsten hundert Jahren bewohnbar zu machen. Will man also der Erde und ihren Lebewesen etwas Gutes tun ....
Es kann ja durchaus sein, dass Apophis mit einem anderen Weltraumkörper kollidiert und von seiner Bahn in ungünstiger Weise abgelenkt wird.


der Vergleich mit den Pilgervätern von der Mayflower passt nicht: Die sind zu neuen Ufern aufgebrochen, um ihr eigenes, selbstbestimmtes und besseres Leben aufbauen zu können.

Das sehe ich auch so.

Was erwartet die Marsianer? Lebenslänglich in einer winzigen Zelle, die aufgrund der lebensfeindlichen Umgebung ausbruchssicherer als der sicherste Knast ist. Ich wüsste auch nicht, wo der Fortschritt, bzw. die evolutionäre Dimension des Ganzen sein soll. Wir hocken bestimmt nicht deswegen nicht mehr auf den Bäumen, nur weil vielleicht einige Vormenschen vom Baum gesprungen sind und danach nie mehr gesehen wurden.

Und diese Zelle ist nicht einmal besonders stabil. Zudem ist der Mars anders als ein unbesiedeltes Fleckchen Erde kaum weiter zu erschließen. Es ist ein für die Menschheit völlig sinnfreies Unternehmen.Es ist "Big Brother" für Leute mit Realitätsverlust. Wäre es eine Mission von allgemeinem Nutzen, wäre eine Fernsehübertragung angefangen von der Auswahl bis hin zu ein paar Bildern vom Mars völlig irrelevant. Es ist ein Medienspektakel mit modernen Gladioatoren, die meinen sich selbst aus der Sklaverei der Bedeutungslosigkeit befreien zu können. Ich hoffe, das Ganze stellt sich am Ende als Ente heraus. Wäre zwar dann auch ein profitables Geschäft für die Medien gewesen, aber wenigstens kommen dann keine Menschen dabei zu Schaden.

Was erwartet die Marsianer? [...] Wo ist eine entsprechende Aussicht bei dieser Blödsinnsidee?

Die Ersten überstehen wohl erst gar nicht die Reise. Die, die ankommen erwartet Ernüchterung, Eintönigkeit, Horror, der Wunsch zurückzukehren, Verzweiflung, Wut, Trauer, Tod, Leiden, vielleicht auch Krieg zwischen den "Zeltlagern". Die Aussicht ist vielleicht die Rettung durch die NASA, der ein weltweiter Sprendenaufruf vorausgeht, um die Rückkehr, die die Niederländer aus kostengründen erst gar nicht geplant haben, zu finanzieren. Solange haben sie die Aussicht auf rote Erde und öde Gesteinsformationen, die man nicht erkunden kann.

Mich würde interessieren wie die Leute selber ihre Aussichten einschätzen. Das werden wir dann spätestens bei den ersten Castingshows erfahren, an denen die Auserwählten teilnehmen. Das Perverse ist ja, dass die Zuschauer mitentscheiden, wer auf dem Mars sterben darf. Ich finde das ethisch bedenklich.
 

Lupo

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
3. Oktober 2009
4.972
AW: Marsmission 2025

Vielleicht, DaMan ... ist aber doch wohl eher ein bisschen dünn. Und die Befriedigung der Sensationsgeilheit der Zuschauerschaft vor der Glotze daheim ist nun auch nicht gerade ein zivilisatorischer Fortschritt.

Stimme dem Zauberlehrling voll zu, wäre aber gerne geneigt, das Ganze für einen Hoax zu halten.
 

Viminal

Großer Auserwählter
10. Juni 2009
1.914
AW: Marsmission 2025

Hi Almende,

der Vergleich mit den Pilgervätern von der Mayflower passt nicht: Die sind zu neuen Ufern aufgebrochen, um ihr eigenes, selbstbestimmtes und besseres Leben aufbauen zu können. Was erwartet die Marsianer? Lebenslänglich in einer winzigen Zelle, die aufgrund der lebensfeindlichen Umgebung ausbruchssicherer als der sicherste Knast ist. Ich wüsste auch nicht, wo der Fortschritt, bzw. die evolutionäre Dimension des Ganzen sein soll. Wir hocken bestimmt nicht deswegen nicht mehr auf den Bäumen, nur weil vielleicht einige Vormenschen vom Baum gesprungen sind und danach nie mehr gesehen wurden.

Es war wohl eher die wie auch immer geartete, begründete Aussicht darauf, ein besseres Leben unten führen zu können, die die Vormenschen vom Baum gelockt hat. Wo ist eine entsprechende Aussicht bei dieser Blödsinnsidee?
Kann ich nur unterschreiben. Zum Nord- und Südpol haben sich auch Abenteurer durchgeschlagen und mittlerweile gibt es auch ständige Forschungsstationen dort, aber dennoch hat sich die Eiswüste nicht als neue Kolonie etabliert.
Insofern sehe ich jetzt auch nicht den Vorteil davon auf dem Mond oder Mars eine Besiedlung zu versuchen. Forschungsstationen: Ja. Wirtschaftliche Projekte: Ja. Aber niemand wird auf dem Mars seine Kinder groß ziehen wollen.
 
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