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Malariaprophylaxe Lariam

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Die Nebenwirkungen von Medizin bringen manchmal die Medizin in Verruf. Aber was ist daran neu? Tatsächlich sind die Nebenwirkungen der verschriebenen Medizin manchmal dieselben wie die Symptome, die sie eigentlich bekämpfen sollen. Jeder Mensch ist eben verschieden. Und auf jeden Menschen wirken die medizinischen Mittel unterschiedlich.

Nun zu Lariam. Es wird als ein sehr wirkungsvolles Mittel gegen Malaria gehandhabt und solle die Ansteckungswahrscheinlichkeit um 90% herunterschrauben. Ein Tropeninstitut wird den (zusätzlichen) Ratschlag geben, dass man sich und die Kleidung gegen Mücken sprayen solle: das sei das wirksamste Mittel.

Nun zu dem umstrittenen Mittel:
Das Malaria-Mittel Lariam (Mefloquin® von Roche) kann bekanntlich neuropsychiatrische Nebenwirkungen wie , Angst und Depression entfalten. Daher wird auch empfohlen mit der Lariam-Einnahme zur Malaria-Vorbeugung mindestens eine Woche vor der Reise anzufangen. Die möglichen Nebenwirkungen können aufgrund der langen Halbwertszeit noch mehrere Wochen nach dem Absetzen von Lariam (Mefloquin®) anhalten.

Die potentiellen neuropsychiatrischen Nebenwirkungen von Lariam (Mefloquin®) wird in den USA jetzt in Verbindung von mehreren Todesfällen in dem Militärlager in Fort Bragg kontrovers diskutiert. Dort werden vier Elite-Soldaten, die an dem Afghanistan-Einsatz teilgenommen hatten, beschuldigt ihre Frauen ermordet zu haben. So eine ähnliche Häufung von Ermordungen innerhalb der Armee-Angehörigen hatte es in Fort Bragg noch nie vorher gegeben. Auch die beschuldigten Soldaten hatten vor Afghanistan an mehreren anderen Einsätzen weltweit teilgenommen.

Amerikanische Soldaten in Afghanistan bekommen routinemässig Lariam zur Malariapropyhlaxe. Offizielle Armee-Stellen in den USA glauben nicht, dass Einnahme von Lariam eine Verbindung zu den Todesfällen hat.
Lariam - Nebenwirkungen

Auf einer Bolivienreise habe ich das Mittel Lariam genommen (klingt nach Drogen, nicht wahr? :-> ). Es wird in Tablettenform ausgeliefert. Meine Erfahrungen: mich hat das Mittel etwas müde gemacht. Trotzdem war ich dort sehr aktiv. :) Gegen Mücken haben mich die Protektoren geschützt, nicht das Lariam. Das Mittel ist teuer - und wer kann schon seine Wirksamkeit unter Beweis stellen? Es dürfte ins Kreuzfeuer geraten.
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
Ich kenne 4 Leute, die das Mittel genommen haben, 3 davon haben Malaria trotzdem bekommen. Bei zweien gab es dann auch psychische Auswirkungen... Zitat: "Ich war wie bekifft"

Also, ob diese Prophylaxe so doll ist, möchte ich mal in Frage stellen.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Wie sind diese vier Leute damit umgegangen? Es soll wohl auch von Schweigegeld an (ein) Opfer von Mefloquin® von Roche bezahlt worden sein. Dieses Medikament scheint nicht das zu sein, als was es offiziell dargestellt wird.
 

Zerch

Ritter vom Osten und Westen
10. April 2002
2.475
danke für Infos @Streicher

hab mal gegoogled und folgende Seite gefunden:
www.m-ww.de/pharmakologie/arzneimittel/antiinfektiva/malariamittel/mefloquin.html

besonders interessant fand ich den Hinweis auf die Verwandschaft des Wirkstoffs mit "Chinin" , welches ja auch schon gegen Malaria eingesetzt wurde.
da steht:
"Bei einer Überempfindlichkeit gegen Chinin oder Chloroquin darf Mefloquin wegen der Verwandtschaft zu diesen Substanzen nicht angewendet werden."

noch ein Link auf dem ein geschädigter um Hilfe bittet:
www.mefloquin.de/index.html

Scheint wirklich gefährlich zu sein , diese Substanz.
 

Stalker

Lehrling
29. November 2002
1
Es wirkt doch alles nicht.....

Ich mache nun schon seit mehr als 10 Jahren Urlaub in Süd- und Westafrika, und ich habe mich noch nie mit Malariaprophylaxe irgendwelcher Art gequält... (Krank bin ich im übrigen auch noch nicht geworden).. Mit der Prophylaxe ist das so eine Sache: Meines Wissens gibt es kein Mittel, welches eine Ansteckung mit Malaria verhindern kann. Sämliche Präparate unterdrücken lediglich die Symptome der Krankheit, so daß man bei einer Ansteckung noch halbwegs aufrecht seinen Weg nach Hause antreten kann. Das hat aber auch seine Nachteile - wenn man nach einem halben Jahr wieder einen Malariaschub hat, wird er möglicherweise nicht als solcher diagnostiziert und als "Grippe" behandelt, was die Krankheit nur noch schlimmer macht. Also - es gibt keine Möglichkeit, die Krankheit zu verhindern, man kann nur die Folgen (recht gut) behandeln. Meine Empfehlung: OHNE Prophylaxe in den Urlaub fahren und ein sog. "Stand-By-Mittel" (Halfan) mitnehmen. Wenn dann das Fieber kommt :oops: , kann man immer noch Tabletten schlucken. Denn die Nebenwirkungen der (unnützen) Prophylaxe-Mittel rechtfertigen den (nicht vorhandenen) Erfolg nun wirklich nicht.....
 

Der Nager

Geheimer Meister
21. August 2002
438
Naja, Chinin ist wirklich ein Allerweltszeug, das auch gegen Gripe und ähnliches eingesetzt wird. Oder in Schweppes Bitter Lemon... :roll:
 

HDZ

Geselle
25. Dezember 2002
23
Mefloquin unterdrückt nicht nur die Symptome, sondern eliminiert die Erreger (im Stadium der Blutschizonten) durch hemmung der Hämpolymerase aktiv. Wird dieses Enzym in den Blutschizonten gehemmt, kommt es zu einer Anreicherung membranschädigender Hämmetaboliten in den Erregern (vor allem Ferriprotoporphyrin IX, welches zum kristallinen Pigment Hämazoin polymerisiert wird). Würde es nur die Symptome unterdrücken, wäre es für eine Therapie nicht geeignet.
Die Substanz wirkt natürlich nur, wenn es sich um keinen resistenten Stamm handelt...

Edit:
@streicher
Lariam [...] (klingt nach Drogen, nicht wahr? :-> )
Lariam sind nur die Buchstaben von Malaria in anderer Reinfolge....
 
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