lesearten...

Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

rorriM

Geheimer Meister
2. Juni 2003
175
war mir zuerst unsicher, in welches board ich das hier packen soll. denke aber, dass es hier ganz gut aufgehoben ist... also:

vor vielen monaten bestellte ich mir, davon überzeugt, damit keine erfolge zu erzielen, dieses buch bei amazon...

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3932098447/qid=1098360168/028-4807868-3850956&tag=wv2020-21

darin werden, wenn ich ich mich recht erinnere, 3 lesetechniken behandelt, von denen zumindest eine eine steigerung der lesegeschwindigkeit von 100000000000000000% verspricht. (es gäbe leute, die dazu fähig wären, inhalte ganzer bücher nur durchs durchblättern zu erfassen)

solche aussagen machten mich natürlich sehr skeptisch... ich las das buch (auf konventionelle art...) durch und vergaß es recht schnell wieder.. bis ich eben darüber stolperte.

also. die angesprochene, sehr schnelle methode funktioniert angeblich irgendwie so, dass man, wie bei diesen "das magische auge" 3d bildern (bekam ich damals schon nie hin), durch das buch hindurch guckt und seinen blick statt auf einzelne buchstaben, auf ganze flächen, seiten und sogar doppelseiten fokussiert.

weil das irgendwie so verführerisch klingt, interessiert es mich jetzt doch mal, ob hier vielleicht leute verkehren, die ein bisschen ahnung von diesem thema haben. ist das blanke scharlatanerie, wie es auf mich wirkt?..
 

St-Germain

Geheimer Meister
22. Juli 2004
308
Naja, hört sich auf jeden Fall wie Verarschung an :lol:
Kann man, nachdem man das Buch gelesen hat, auch schneller denken und den Inhalt binnen Sekunden erfassen, sodaß sich das Schnell-Lesen auch richtig lohnt? :roll:
 

rorriM

Geheimer Meister
2. Juni 2003
175
ich meine, das wurde damit erklärt, dass man beim lesen bei weitem nicht die ganzen kapazitäten des gehirns ausnutzt. allerdings wurde auch gesagt, dass man zwar schneller "lesen" .. eher inhalte erfassen.. kann, aber dennoch das gehirn eine zeit zum verarbeiten der informationen braucht (oder so...). wenn man also 10 bücher lesen würde in einer stunde, brauche man nicht davon ausgehen, irgendwas davon zu behalten.
 

erik

Erlauchter Auserwählter der Fünfzehn
4. April 2004
1.002
Naja gerade für wissenschaftliche Literatur gibt es schon Lesetechniken die es einem ermöglichen schnelle Strukturen und Gedanken des Autors zu erfassen ohne Wort für Wort durchlesen zu müssen.
Wer jemals eine Seminararbeit in ein paar Stunden zusammengeschustert hat, wird ihn kennen den "Blick für die zitierfähigen Stellen"
Ob diese techniken allerdings ohne verlust auf "schöne Literatur" anzuwenden wage ich dann doch zu bezweifeln.
Mal ne schöne Flasche Wein bereitstellt und "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" rüberreicht.
 

BesenWesen

Geheimer Meister
18. September 2004
119
Kann man, nachdem man das Buch gelesen hat, auch schneller denken und den Inhalt binnen Sekunden erfassen, sodaß sich das Schnell-Lesen auch richtig lohnt?


ich kann mir gut vorstellen, dass das klappt, allerdings nicht in den oben bereits erwähnten ausmassen.

die subjektive zeitwahrnehmung macht es möglich.

da wir den ablauf der uns umgebenden welt natürlich nicht verlangsamen können, schaltet unser gehirn in manchen situationen einen gang hoch (oder auch mal einen runter, wenn zum beispiel die kleingeldzählende oma im supermarkt vor einem an der kasse steht...) bei diesen lesetechniken könnte es ja darum gehen, diese subjektive zeitwahrnehmung gezielt dahingehend zu ändern, dass man in viel kürzerer (objektiver) zeit eine viel grössere menge "daten" aufnehmen und verarbeiten kann...

ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das fokussieren auf eine ganze seite (bzw schon der versuch das zu tun) den leser in eine art leichte trance versetzt, die in gewissem masse erfoderlich ist um solche subjektiven phänomene zu "erzeugen"

könnt ihr mir folgen? :wink:
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Schnell Lesen heißt nicht schnell Verstehen.

Da die Auffassungsgabe des einzelnen Individuums immer differnet zu seinem Nachbarindividuum ist, ist ein Versprechen dieser Art nur dann möglich wenn man einem neandertaler das Lesen beibringt und dem Roboter mit grafischer Erkennung die Meßergebnisse abzieht.

In diesem Sinne.....
Don
 

BesenWesen

Geheimer Meister
18. September 2004
119
also da kann ich nicht mehr folgen don...

wieso sollte nicht jedes individuum seine akuten fähigkeiten in einer bestimmten disziplin, zum beispiel lesen, durch anwendung einer bestimmten technik steigern können? prozentual gesehen macht es ja keinen unterschied, wie die ausgangssituation des individuums vorliegt, oder?
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Nun denn fort an:

Also ich befleißigte mich deshalb auch der etwas schwer verständlichen Sprache um das Prinzip des schneller lesens/verstehens zu definieren in einem Beispiel der angewendeten Form.
Bedeutet, das schwierige Texte nun mal nicht wie ein Comic gelesen und verstanden werden können. Es mag sein das wenn man mit einer Systematik an Texte herangeht und sein Gehirn auf Semantik geschult hat diese auch umsetzen kann. Jedoch der Laie wird es nicht schaffen die theoretische Steigerung von 100% hinzubekommen.
Vielleicht gehöre ich zu den Fosilien die etwas was sie nicht verstehen nochmal lesen; das wieder herum ist nicht möglich wenn ich die Seiten-blätter-wie-ein-Daumenkino-Methode verwende.... . Wo setze ich denn dann wieder an? Also diese Technik ist von mir als Schrott und nicht durchführbar befunden worden.
Was die Geschwindigkeit betrifft kann die nur gesteigert werden wenn der Leser die Texte in ihrer Form kennt und der Stil stets der gleiche ist. Ansonsten findet ein System das auf Routine funktioniert keine Basis.
Ergo die Voraussetzung wären genormte Texte in wiederholenden Aufbau und Grammatikformen.
Wollen wir das? Ich brauche so was nicht; ich lese lieber meine Bücher herkömmlich und bleibe bei dem System Don:

  • -Tassse Tee
    - ausreichendes Licht
    - bequemer Sitz
    - Pausen wenn ich über den Text nachdenken will
    - Duftlampen oder Räucherstäbchen

Dieses System wird nicht dem Schnelllesen (drei l????) dienen, aber es wird den Spaß- & Wohlfühlfaktor bedeutend erhöhen.....



mfg Don
 

BesenWesen

Geheimer Meister
18. September 2004
119
ja, das würde ich alles so unterschreiben, wie du es grade zum besten gabst.

allerdings glaube ich auch nicht, dass gemeint ist, dass man ein komplettes, vorher nie gelesenes buch einmal daumenkinomässig durchblättert und damit dann das buch gelesen hat.

wenn man die rezensionen unter dem o.a. link liest, findet man einige andeutungen auf das, was ich zunächst angemommen hatte - nämlich eine veränderung der subjektiven zeitwahrnehmung.

d.h. dass der leser (vereinfacht gesagt) die vorgänge in seinem gehirn schneller ablaufen lässt, als "normal" (aber was ist normal und was ist verrückt) und dadurch einen text, unabhängig von dessen art und inhalt objektiv schneller lesen kann, während für ihn die zeit einfach nur langsamer vergangen ist. sprich - der lesende wird es selbst gar nicht grossartig bemerken, dass er etwas schneller gelesen hat als sonst.

diese methode - ich schaue mir eine doppelseite eines beliebigen buches zehn sekunden an und kann dann eine stunde später (wenn mein gehirn das "gelesene" verarbeitet hat) den inhalt wiedergeben - zweifle ich doch stark an, obwohl unser gehirn ja einiges möglich machen kann...
 

rorriM

Geheimer Meister
2. Juni 2003
175
Don schrieb:
Nun denn fort an:

Also ich befleißigte mich deshalb auch der etwas schwer verständlichen Sprache um das Prinzip des schneller lesens/verstehens zu definieren in einem Beispiel der angewendeten Form.
Bedeutet, das schwierige Texte nun mal nicht wie ein Comic gelesen und verstanden werden können. Es mag sein das wenn man mit einer Systematik an Texte herangeht und sein Gehirn auf Semantik geschult hat diese auch umsetzen kann. Jedoch der Laie wird es nicht schaffen die theoretische Steigerung von 100% hinzubekommen.
Vielleicht gehöre ich zu den Fosilien die etwas was sie nicht verstehen nochmal lesen; das wieder herum ist nicht möglich wenn ich die Seiten-blätter-wie-ein-Daumenkino-Methode verwende.... . Wo setze ich denn dann wieder an? Also diese Technik ist von mir als Schrott und nicht durchführbar befunden worden.
Was die Geschwindigkeit betrifft kann die nur gesteigert werden wenn der Leser die Texte in ihrer Form kennt und der Stil stets der gleiche ist. Ansonsten findet ein System das auf Routine funktioniert keine Basis.
Ergo die Voraussetzung wären genormte Texte in wiederholenden Aufbau und Grammatikformen.
Wollen wir das? Ich brauche so was nicht; ich lese lieber meine Bücher herkömmlich und bleibe bei dem System Don:

  • -Tassse Tee
    - ausreichendes Licht
    - bequemer Sitz
    - Pausen wenn ich über den Text nachdenken will
    - Duftlampen oder Räucherstäbchen

Dieses System wird nicht dem Schnelllesen (drei l????) dienen, aber es wird den Spaß- & Wohlfühlfaktor bedeutend erhöhen.....



mfg Don

teilweise ist das natürlich richtig. in dem buch wurde auch gesagt, dass man schwere texte und welche, die mit vielen informationen gefüllt sind, natürlich nicht auf diese weise lesen kann. alles andere wäre auch absolut unglaubwürdig...

zum system don: ähnlich wird es auch in diesem buch empfohlen, wenn ich mich da recht erinner. laut den autoren ist das nichts, was man übertrieben flüchtig oder so angehen sollte, sondern dass man vor allem ruhe braucht, um da auch richtig abtauchen zu können. aus diesem grund werden auch dinge wie meditation in dem buch kurz angeschnitten.... darauf baut da sogar alles mehr oder weniger auf; dass man mit der nötigen ruhe an diese sache heran geht.

- und darauf schob ich ich damals auch meine misserfolge beim testen.. ich bin viel zu hektisch für sowas, und sehe ich nicht gleich erfolge, werfe ich die flinte ins korn.
 

Centauri

Geheimer Sekretär
30. Juli 2004
691
Ich will nicht bezweifeln das es diese Art des Flächenlesens gibt,vielleicht funktioniert sie auch,würde mich mal interessieren.
Das mit dem entspannenden lesen hört sich gut an,ist nur schlecht wenn man mehrere Bücher in einer kurzen Zeit lesen muß so wie das bei uns häufig der Fall ist.

Ich hab dann gar keine Zeit mir alles dafür vor zu bereiten,ich lese dann nur schnell drüber,versuch die wichtigsten Stellen schnell zu makieren und dann schnell das nächste.
Oder auch manchmal paar Seiten im einen,dann schnell im anderen Buch.
Wenn man jetzt so richtig Zeit hat zum lesen ist das schon ok,aber wenn man Streß hat und schnell viel in den Kopf bekommen muß finde ich die Art des Flächenleses wie sie hier angesprochen wird sehr interessant.
Bin offen für alles neue und mich würde das auch mal interessieren.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Schade das Rosskeule nicht da ist. Er könnte uns dazu sicher mehr erzählen.


Ich weiß nicht wie schnell das System funktioniert, aber eigentlich wenden wir dieses System im kleinen auch schon an.
Die wenigsten Menschen lesen jeden Buchstaben oder jedes Wort. (Außerd Kinder, die gerade das Lesen lernen)
Meistens fliegen die Augen über die Zeilen und erfassen nur jedes zweite, dritte oder vierte wort. Das ist bei jedem menschen unterschiedlich und um so mehr menschen lesen um so schneller können sie lesen.
Menschen die sehr viele Bücher lesen müssen (bibliothekare z.B. oder auch wissenschaftler) lernen oft eine Methode, in der sie z.b. nur noch jedes 5 Wort lesen ... dann nur noch jedes 8 ..... dann nur noch jedes 10 wort .... und so weiter.....


Das mit dem Begriffsvermögen sehe ich nicht unbedingt als problematisch an, da man meist eh schneller denken kann als lesen.

Namaste
Lilly
 

St-Germain

Geheimer Meister
22. Juli 2004
308
sillyLilly schrieb:
Ich weiß nicht wie schnell das System funktioniert, aber eigentlich wenden wir dieses System im kleinen auch schon an.
Die wenigsten Menschen lesen jeden Buchstaben oder jedes Wort. (Außerd Kinder, die gerade das Lesen lernen)
Meistens fliegen die Augen über die Zeilen und erfassen nur jedes zweite, dritte oder vierte wort. Das ist bei jedem menschen unterschiedlich und um so mehr menschen lesen um so schneller können sie lesen.
Menschen die sehr viele Bücher lesen müssen (bibliothekare z.B. oder auch wissenschaftler) lernen oft eine Methode, in der sie z.b. nur noch jedes 5 Wort lesen ... dann nur noch jedes 8 ..... dann nur noch jedes 10 wort .... und so weiter.....

Aber da muß doch irgendwann mal schluß sein, im Extremfall lese ich dann noch auf jeder Seite 1 Wort, da kann doch dann kein Zusammenhang mehr bestehen, schon gar nicht, wenn viele Infos drinstehen. Also ich kann mir nicht vorstellen, daß das wirklich sinnvoll ist, ich bleibe beim herkömmlichen Lesen!
Don schrieb:
-Tassse Tee
- ausreichendes Licht
- bequemer Sitz
- Pausen wenn ich über den Text nachdenken will
- Duftlampen oder Räucherstäbchen
So seh ich das auch. :read:
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
St Germain

Ich weiß auch nicht wo da die Grenze ist.
Aber ich habe mal bei jemandem mitbekommen (allerdings ein Bibliothekar) das er sich in die Badewanne gelegt hat und währenddessen ein Buch durchgelesen hat.
Für ihn waren 2 Stunden gemütlich für ein Buch, da er sonst täglich in der Universität 200 Bücher auf dem Tisch hatte die er querlesen mußte.

Aber eigentlich ist das Schnelllesen ja nicht für das gemütliche Buch zum schmökern gedacht sondern eher für einen Berg von Pflichtlektüre oder Arbeitslektüre, den man möglichst schnell durcharbeiten muss.

Ich errinnere mich noch gut daran, dass ich als Kind die Geschwindigkeit in der meine Mutter ein Buch lesen konnte, für unglaublich hielt.

Insofern ist es vielleicht wirklich nur eine Sache des Trainings und der Technik .... um Bücher in einer schnelleren Geschwindikeit zu lesen.
z.b. Lektoren und andere Leute die in dem Bereich arbeiten werden sicher nicht stundelang für jedes Buch brauchen.

Habe hier noch mal eine Seite gefunden in der etwas dazu steht.

http://www.braintrain.de/presse.html

Namaste
Lilly
 

St-Germain

Geheimer Meister
22. Juli 2004
308
sillyLilly schrieb:
Ich errinnere mich noch gut daran, dass ich als Kind die Geschwindigkeit in der meine Mutter ein Buch lesen konnte, für unglaublich hielt.

Insofern ist es vielleicht wirklich nur eine Sache des Trainings und der Technik .... um Bücher in einer schnelleren Geschwindikeit zu lesen.
z.b. Lektoren und andere Leute die in dem Bereich arbeiten werden sicher nicht stundelang für jedes Buch brauchen.

Habe hier noch mal eine Seite gefunden in der etwas dazu steht.

http://www.braintrain.de/presse.html
Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt! Ich vermute mal, daß man als Kind viel mehr seine Phantasie spielen läßt, da entstehen hunderte von Assoziationen, Ideen, Bildern im Kopf. Dabraucht man schonmal etwas mehr Zeit. :roll:
Evtl stumpft man da mit dem Alter etwas ab und konsumiert nur noch. Wer weiß...
Danke übrigens für den Link!
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
@st Germain
Bittebitte :D

Ich hatte ihn beim googlen gefunden und fand es recht logisch erklärt.
Auf der Seite finden sich auch weitere Erklärungen und auch Tests.

Namaste
Lilly
 
Oben Unten