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Kurze Frage an die Freimaurer hier

Grobi_

Geheimer Meister
28. Februar 2010
313
Bis vor kurzem dachte ich, als Freimaurer wird man in die Mysterien und ihre Bedeutungen eingeweiht, also daß ein Freimaurer ein Eingeweihter sei. Allerdings kommen mir hier immer größere Zweifel.
Wird man vielleicht erst ab einer gewissen Stufe (langsam) wirklich eingeweiht ?
Kann es sein, daß viele Maurer in gewisse Geheimnisse niemals eingeführt werden, da sie das nötige Verständnis nicht aufbringen und daher, obwohl sie zwar auf dem Papier Freimaurer sind, überhaupt keine Ahnung von der wirklichen Bedeutung der Freimaurerei haben ?
Sind die meisten Freimaurer gar keine Eingeweihten ?

Gruß
Grobi
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.423
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hi Grobi,

Bis vor kurzem dachte ich, als Freimaurer wird man in die Mysterien und ihre Bedeutungen eingeweiht, also daß ein Freimaurer ein Eingeweihter sei. Allerdings kommen mir hier immer größere Zweifel.

Gute Frage. Ja und nein würde ich sagen. Natürlich bekommst Du z.B. Passworte usw genannt, wirst also in ein Wissen eingeweiht, aber das ist m. E. nicht wirklich des Pudels Kern. Und natürlich musst Du Dich erst einmal ein bisschen eingewöhnen.

Die ganze Symbolik liegt dabei praktisch vom ersten Tag an offen vor Dir, aber Du musst sie Dir für Dich erschließen. Es gibt hier keine fest gefügten Bedeutungen, sondern eher Anregungen, Denkanstöße. "Komplett" wird das Ganze erst mit dem, was Du für Dich selbst daraus machst. Von daher kann auch ein Altmeister mit 40 Jahren Zughörigkeit ohne weiteres von einem Lehrling neue Anstöße bekommen.

Das "für-sich-erschließen" braucht natürlich seine Zeit. In den beiden folgenden Graden werden auch weniger neue, bis dahin geheim gehaltene Dinge offenbart, als vielmehr Ergänzungen und andere Perpektiven aufgezeigt. Aber es ist nicht so, dass die "Geheimnisse" mit steigenden Graden irgendwie "größer" oder "wichtiger" würden oder irgendeine Art ansteigender "Schwierigkeitsgrad" dahinter liegt.

Ähnlich ist es m. W. auch mit den Hochgraden, die mehr Vertiefungen einzelner Aspekte als sowas wie "Herrschaftswissen" enthalten. Ich selbst bin in keinem Hochgradsystem bin, kann also hier nix bezeugen- deshalb ausdrücklich m.W.! Außerdem steht die rote Hochgradmaurerei in keinerlei hierarchischen Verhältnis oder gar Führungsposition zur dreigradigen Blauen Maurerei - das jetzt wieder im Brustton der Überzeugung.

Wird man vielleicht erst ab einer gewissen Stufe (langsam) wirklich eingeweiht ?
Kann es sein, daß viele Maurer in gewisse Geheimnisse niemals eingeführt werden, da sie das nötige Verständnis nicht aufbringen und daher, obwohl sie zwar auf dem Papier Freimaurer sind, überhaupt keine Ahnung von der wirklichen Bedeutung der Freimaurerei haben ?

Eher nein. So etwas wie "Zum Lehrling taugt er, zum Meister isser zu dumm" gibt es nicht, weil - wie eben schon gesagt ein Neuling schon von Anfang an "voll drin" ist. Inhalt und Tenor der Maurerei ändern sich von Grad zu Grad nicht wirklich. Wer sich als Lehrling bei uns wohl fühlt, wird auch als Meister keine Probleme haben.

Sind die meisten Freimaurer gar keine Eingeweihten ?

Gruß
Grobi

Die meisten Maurer sind ja in der Johannismaurerei mit ihren drei Graden. Und da kann ich im Brustton der Überzeugung "Nope" sagen. Man könnte jetzt natürlich daraufhin in infokrieg-Manier alle "Blauen" als Treppenbrüder, die von nix wissen, abqualifizieren, klar. Aber das wäre dann m. E. eine andere Diskussion.

Au weh ... das war jetzt wieder ein Ringen um's richtige Wort. Ich hoffe, es war trotzdem halbwegs verständlich.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Und mir haben die immer erzählt es gibt keine Myterien und schon gar keine Geheimnisse, man sollte FM auch nicht als Geheimbündler bezeichnen....

Grobi da ist nichts geheim und nichts mystisch und wenn du einmal in andere threads guckst wird das immer wieder betont. Als ich die Kerle allerdings mit einem harmlosen "Altherrenclub" verglich haben sie sich auch verwehrt. ;)

Manchmal machten sie den Eindruck, sie wissen selbst nicht so genau was sie sind oder wozu sie genau sind oder wie auch immer;)

Aufgefallen ist aber eines: Bei bestimmten Fragen, welche von "Profanen" meine Güte dieses Wort will und will mir nicht gefallen...also bei bestimmten Fragen bekommt man immer den gleichen Tenor, fast Wortgleich von fast jedem FM. Diesen Tenor kann man auch auf Seiten im Net finden. Auf denen Fragen an FM gestellt werden.

Sie scheinen sich da schon einig wie und was sie für die Öffentlichkeit reprästenieren.

Ich persönlich fand das nicht besonders ergiebig. Angeblich muss man Freimaurer sein um es zur Gänze zu verstehen was FM bedeutet. Wobei ich wieder betone, dass ich glaube, dass es viele selbst nicht wirklich wissen;)

Das mit den Frauen in der FM lassen wir hier mal. Da gibts kein Geheimnis...grins


Gruß

Baronesse
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.423
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

... Sie scheinen sich da schon einig wie und was sie für die Öffentlichkeit reprästenieren. ....

Moin Baro,

komisch - und in einem anderen Thread wird gemutmaßt, dass wahrscheinlich viele Brüder nicht mehr mit mir in die Kette gehen würden, offenbar weil ich so unterschwellig aggressiv mit meiner Kritik an öffentlich gemachten Äußerungen von Freimaurern bin und dass das doch bestimmt nicht brüderlich ist.

:gruebel: Was lerne ich jetzt daraus? Sowas: YouTube - Die Ärzte Lasse reden Video !!! ? Nö, ich schreib weiter, wie mir der Schnabel gewachsen ist ...

Oder wäre es vielleicht ansatzweise in Betracht zu ziehen, dass, wenn mehrere Freimaurer unabhängig voneinander das Gleiche zu bestimmten Fragen antworten, vielleicht auch ein winziges Körnchen Wahrheit in den Antworten stecken könnte? Und wenn Du das dann nicht ergiebig findest, frage ich mich, was für Antworten Du denn erwartet hättest oder was für Dich "ergiebig" gewesen wäre.
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.028
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Lieber Grobi_,
ich stimme mit Dir in der Einschätzung überein, das Freimaurerei ein "Einweihungssystem", ein "Initiationssystem" ist. Meiner Meinung nach ist tatsächlich das Ziel sowas wie eine "Gottesschau", ein Verstehen davon, "was die Welt im inneren zusammenhält". Verstehen ist hier bereits ein missverständliches Wort, denn das angestrebte Ziel liegt ausserhalb der Ratio im Transzendentalen.

Zunächst muß Ich Dir nun sagen, das ich mich mit dieser Einschätzung unter den Freimaureren bereits vermutlich in einer Minderheit befinde. Die Vorherrschende Meinung ist eine andere, dort wird dies alles zu einem reinen Selbsterziehungsziel, gerichtet auf das materielle Jetzt und Hier.

Nun, aber ich berichte nun von meiner persönlichen Sicht der Dinge.

Bis vor kurzem dachte ich, als Freimaurer wird man in die Mysterien und ihre Bedeutungen eingeweiht, also daß ein Freimaurer ein Eingeweihter sei. Allerdings kommen mir hier immer größere Zweifel.

Hier, so denke ich, verstehst Du Wirkung und System einer "Einweihung" nicht richtig. Du bist der weit verbreiteten Meinung aufgesessen, das man wohl "geheimes Wissen" vermittelt bekommt. Viele Menschen denken und erwarten, das die großen Geheimnisse vom Mund des einen Geheimnisträgers zum Ohr des Kandidaten wandern. Nun, das ist meiner Einschätzung nach nicht so und vor allem kann es auch nicht so sein. Das Ziel, die gesuchte Erkenntnis, liegt ausserhalb der Ratio und damit auch ausserhalb unseres Sprachsystems. Das ganze muß also anders angegangen werden, weitere Kanäle als Ratio und Sprahce müssen angezapft werden. In der Freimaurerei (und vielen anderen Einweihungssystemen) wird dies über Initiation, Erlebnis, Rituale und die Symbole getan. Dabei ist eine Initiation nichts anderes als ein recht beeindruckendes Erlebnis, eine Grenzerfahrung, durch die überhaupt erst "ein Weg" für den Kandidaten sichtbar wird. Durch die Initiation und die Rituale, wird dem Suchende also sozusagen eine Tür geöffnet und er wird mit einem kleinen Schupser auf den Weg befördert. Gehen muß der Kandidat diesen Weg jedoch alleine, anders geht es nicht. Auch erschließen sich auf und durch den Weg die Bedeutung und Funktionsweise von Symbole überhaupt erst und diese helfen dann den Weg weiter zu beschreiten.

Bei mir persönlcih stellte sich das ganze so dar, das ich vor und nach der Initiation Bücher über Magie gelesen habe. Vorher war für mich etwa 99% aus dem Buch "Das magische System des Golden Dawn" von Regardie Schwachsinn, heute halte ich das Buch in weiten Teilen für unheimlich gut und lesenswert. Auf einmal machten für mich einige Aussagen in jeder Hinsicht Sinn die vorher totaler Quatsch waren.

Wird man vielleicht erst ab einer gewissen Stufe (langsam) wirklich eingeweiht ?
Meiner Meinung nach ist die Einweihung zumindest erst ab dem Meister Grad abgeschlossen, vorher fehlt da noch was. Aber, das wäre der nächste wichtige Punkt der Deine Frage beantworten kann, Initiation wirkt auf jeden irgendwie anders. Das kann bei einigen wie ein Schock direkt nach dem Ritual wirken, für andere dauert es Wochen bis es eingesunken ist und auf dritte wirkt das alles garnicht. Vorher weiß man eigentlich nicht wie ein Suchender auf die Initiation reagieren wird und da kommt ein Punkt ins Spiel, nämlich das es immer auch Menschen in solchen "Bünden" gibt die das alles ganz anders sehen.
Üblicherweise wird jedoch auch des gewünschte Ergebnis recht eingeschränkt (aber von den diversen Gruppen und Leuten anders) gesehen. Die einen erwarten einen großen Weisen, die nächsten einen Mystiker, wieder einer einen Kleriker, der dritte eerwartet einen Magier, ....

Bis jetzt sieht es so aus als würde ich geschickt unterschwellig die Behauptung in den Raum stellen ich persönlich sei ein Eingeweihter und viele andere sind dies nicht, aber erstens möchte ich das explizit nicht und zweitens ist auch das nur eine Sicht der Dinge. Wäre das ausgemachte Ziel der Einweihung ein besseres Verständnis für Magie und sowas zu entwickeln, dann könnte ich jetzt behaupten "ha, bei mir hat es gewirkt". Aber dies ist nicht DAS ausgemachte Ziel, ganz anders wird ein Schuh aus der ganzen Sache. Die Tür die geöffnet wird und der Weg der beschritten wird ist für jeden anders und keiner der Wege ist besser oder schlechter. In Mozarts Zauberflöte geht der Vogelfänger Papageneo ebenfalls durch alle Einweihungen und sein Fokus bleibt jedoch auf "dem Leben" stehen (auf Papagena) ... wo nun steht geschrieben das dies keine "Erleuchtung" ist. Zufriedenheit ist schwer zu erreichen und, sein wir ehrlich, alte Menschen die zufrieden auf Ihr Leben blicken sind irgendwie eine beeindruckende Sache. Wo und wie also eine Epiphanie zu Dir kommt bleibt Dir überlassen, alles andere wäre dogamtisch und schon fast religiös.

Kann es sein, daß viele Maurer in gewisse Geheimnisse niemals eingeführt werden, da sie das nötige Verständnis nicht aufbringen und daher, obwohl sie zwar auf dem Papier Freimaurer sind, überhaupt keine Ahnung von der wirklichen Bedeutung der Freimaurerei haben ?
Das ist nicht nur möglich, sondern das ist so. Naja nicht ganz, am "Verständnis" scheitert es nicht (s.o.).
Es ist notwendig so, weil man eben vorher nicht wissen kann ob und wie eine Einweihung funktioniert.

Einweihungssysteme mit einem gerichteteren Ziel, etwa der Golden Dawn, sind diesem Umstand sogar gezielt begegnet. Es gab einen inneren und einen äußeren Orden. Im äußeren Orden wurde initiiert und auf wen das die gewünschte Wirkung hatte, der wurde in den inneren Orden geholt. Im inneren Orden dann, wurden weitere Techniken und Rituale unterrichtet um das gewünschte Ergebnis zu vertiefen.

Etwa so stellte sich der gute Albert Pike das auch mit seinem AASR vor, deswegen kommt man in den AASR auch nur durch eine Einladung hinein. Besonders schlau hat Albi das nicht ausgedrückt in seinem Buch, die meisten hier kennen sicher die Stelle ;). In der FM hat sich dies jedoch nicht recht durchgesetzt, das Ziel ist nicht so definiert ausgemacht wie in einem magischen Orden. Papageno ist nicht nur ausversehen dabei, sondern im Gegenteil man möchte auch diesen haben und ansprechen. In Hochgraden kann sich dann je nach Gusto ausgetobt werden oder nicht, können Papagenos was Erleben und Taminos sich bilden und weiter "einweihen" wenn das not tut.


Sind die meisten Freimaurer gar keine Eingeweihten ?
schwer zu sagen was ist ein Eingeweihter?
 
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Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.423
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hallo Malakim,

danke für Deine Ausführungen! So langsam glaube ich dahinter zu steigen, was Du mit "Magie" meinst, auch wenn ich nicht darauf gekommen wäre, es so zu bezeichnen (wobei ich jetzt allerdings auch nicht wüsste, wie man's anders nennen sollte). Also gut, nennen wir es "Magie".

Das aus Sicht von Grobi's Fragestellung wesentliche ist dabei, glaube ich, dass es jeder für sich finden und erkennen muss. Es ist eben kein feststehendes "Wissen" im Sinne eines Lehrsatzes, der einfach eingetrichtert werden kann, wohl auch, weil es eben jenseits von Sprache und Ratio ist. Man muss von selbst zum "Aha"-Erlebnis kommen, und es ist höchst individuell, was für den Einzelnen dabei herauskommt.

Die Grenzen dabei werden nicht willkürlich von den Brüdern und irgendwelchen Meistern gezogen - sondern werden allenfalls von der eigenen Erkenntnisfähigkeit bestimmt. Die drei Grade repräsentieren dabei keinesfalls den jeweils niedrigeren Graden vorenthaltenes Wissen als vielmehr, ich nenn's mal "didaktische Schritte" auf dem Weg zum ganzen Bild.

Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass sehr viele Brüder, die ich kenne (Mich inbegriffen) im Nachhinein, wenn sie im III. Grad sind, sagen, dass die Zeit im I. und II. Grad ruhig länger hätte sein dürfen. Wenn man so will, teilen wir also eher zu früh mit, als dass wir vorenthalten.

Wie siehst Du das?
 
Zuletzt bearbeitet:

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Moin Baro,

komisch - und in einem anderen Thread wird gemutmaßt, dass wahrscheinlich viele Brüder nicht mehr mit mir in die Kette gehen würden, offenbar weil ich so unterschwellig aggressiv mit meiner Kritik an öffentlich gemachten Äußerungen von Freimaurern bin und dass das doch bestimmt nicht brüderlich ist.

:gruebel: Was lerne ich jetzt daraus? Sowas: YouTube - Die Ärzte Lasse reden Video !!! ? Nö, ich schreib weiter, wie mir der Schnabel gewachsen ist ...

Ja und daher rührt auch meine Sympathie für dich...müsstest du ja schon irgendwie bemerkt haben, dass ich dich Maurer anders sehe als manch anderen Maurer?! Wobei ich da jetzt keinen "Freibrief" für die FM generell gebe:rosi:
Oder wäre es vielleicht ansatzweise in Betracht zu ziehen, dass, wenn mehrere Freimaurer unabhängig voneinander das Gleiche zu bestimmten Fragen antworten, vielleicht auch ein winziges Körnchen Wahrheit in den Antworten stecken könnte? Und wenn Du das dann nicht ergiebig findest, frage ich mich, was für Antworten Du denn erwartet hättest oder was für Dich "ergiebig" gewesen wäre.


Da würde ich dir Recht geben, wenn der Inhalt der gleichen Antworten denn einer wäre, der Aufschluss gäbe. Es wird aber meiner Meinung nach versucht eben etwas zu sagen ohne wirklich etwas zu sagen ...du verstehst? Man bekommt darüber schon den Eindruck, dass darauf hingewiesen wird bitte doch Profanen ein einheilichtes Bild zu zeichnen, ohne dass sie wirklich dahinter steigen, was FM ausmacht.

Ich habe durchaus verstanden, dass das jeder anders sehen kann und dass es unterschiedliche Motive gibt ein Maurer zu sein. Ich habe auch verstanden dass FM komplex ist.

Ich kann nur immer wieder für mich sagen ich empfinde da etwas äußerst befremdliches. Manche Grund dafür hatten wir ja in einem anderen Thread ( keinen unerheblichen wie ich meine) Anderes kann ich noch nicht wirklich formulieren ohne völlig ins Näpfchen zu treten.

Nicht, dass ich nicht manchmal die Näpfchen förmlich suchen würde;) Dennoch gäbe es da noch so ein bis drei Bedenken, die zwar meinerseits schon formuliert, die aber schlichtweg abgestritten bzw. abgetan wurden mit eben diesen unifomen Antworten, die mich nicht befriedigen.

Jetzt kann man einfach mutmaßen, ich wäre ein wenig zu doof dafür das zu kapieren, weil ich ja so oft die gleichen Fragen stelle. Andererseits könnte man ja auch einmal davon aus gehen, dass ich einfach nur an Verständis interessiert bin, das mir bisher noch so bei einigen Dingen bezüglich eueres Clans fehlt.

Was ich an euch FM hier im allgemeinen schätze ist aber die Bereitschaft doch immer wieder allen Interessierten jede noch so oft gestellte Frage zu erörtern. Und wenn wir sie hundertmal noch nicht kapiert haben die Antworten;)

Nun stelle ich nocheinmal so eine Frage: Stimmt es, dass innerhalb der FM bestimmte geschäftliche Aktivitäten erfolgen? Ob das nun offiziell so ist oder nur unter der Hand passiert ist nicht die Frage.

Also kann man davon ausgehen, dass sich innerhalb der FM soetwas wie Geschäfts- beziehungen ergeben und die auch für die Bruderschaft ansich genutzt werden?


@ Malakim: deine Ausführung muss ich ein anderes mal genauer lesen, im Moment ist das ein wenig viel. Ich werde mich aber einlesen... demnächst. :-D

Gruß

Baronesse die sich gerade überlegt ob sie nochmal in den FM Weiber thread gucken soll:rosi:
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.028
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Nun stelle ich nocheinmal so eine Frage: Stimmt es, dass innerhalb der FM bestimmte geschäftliche Aktivitäten erfolgen? Ob das nun offiziell so ist oder nur unter der Hand passiert ist nicht die Frage.

"Geschäftsmaurerei" ist tatsächlich verboten und dafür wird man auch rausgeworfen.
Es kommt natürlich irgendwie vor, aber es kommt auch vor das Brüder dafür rausgeworfen werden.

Mir persönlich ist Geschäftsmaurerei noch nie begegnet, sondern im Gegenteil kenne ich nur Brüder die das strikt ablehnen. Das bezieht sich auf Besuche von Logen in vielen Städten in Deutschland, Italien, den U(SA und England/Schottland.

Fazit, ich denke es werden weit weniger Geschäfte gemacht alks beim Golf, aber ganz bei Null wird der Wert nicht sein und das wäre ja auch vollkommen unrealistisch.
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.423
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hallo Baro,

...du verstehst? Man bekommt darüber schon den Eindruck, dass darauf hingewiesen wird bitte doch Profanen ein einheilichtes Bild zu zeichnen, ohne dass sie wirklich dahinter steigen, was FM ausmacht. ...

Ich glaube, ich kann so einigermaßen nachvollziehen, dass es durchaus so ankommen kann. Andererseits ist es aber definitiv nicht so. Die FM ist keine straff geführte Organisation, die alles, inklusive Sprachregelungen für den Umgang mit und zur Verwirrung der Außenstehenden vorgibt. Bleibt also festzuhalten, dass da etwas von außen ganz anders wahrgenommen wird als es tatsächlich ist.

Ein Erklärungsversuch, der vielleicht auch zu Grobi's Frage passt:

Vielleicht trifft's ein - bestimmt leicht hinkender - Vergleich recht gut. Das hat viel Ähnlichkeit mit musizieren. Da kannst Du einerseits alles über Musiktheorie wissen und kriegst trotzdem keinen geraden Ton heraus - andere nehmen die Klampfe und machen tolle Musik, ohne auch nur Noten lesen zu können. Oder üben so lange, bis der Groschen fällt.

Nur, woraus dieser Groschen eigentlich besteht, wird sich wohl kaum schlüssig in Worte fassen lassen. Entsprechend vage und vielleicht auch nichtssagend bleiben dann auch die Erklärungen dazu, die sich aber immer ähnlich anhören. Aber der Schlüssel dazu sind weder die Noten, noch das Instrument.

Ob jetzt Musik machen etwas für einen ist oder nicht, kann man auch nur feststellen, indem man ein Instrument nimmt und ausprobiert. Dicke Bücher lesen nutzt da nix. Vielleicht wird aus diesem Blickwinkel der immer gleiche Tipp, bei Interesse am besten einfach mal eine Loge zu besuchen, etwas nachvollziehbarer.

Wenn ich's grad nochmal durchlese ... ich hab' schon hinkendere Vergleiche gesehen. Ich hoffe, es ist halbwegs nachvollziehbar.

Nun stelle ich nocheinmal so eine Frage: Stimmt es, dass innerhalb der FM bestimmte geschäftliche Aktivitäten erfolgen? Ob das nun offiziell so ist oder nur unter der Hand passiert ist nicht die Frage.

Also kann man davon ausgehen, dass sich innerhalb der FM soetwas wie Geschäfts- beziehungen ergeben und die auch für die Bruderschaft ansich genutzt werden?

Ist hier ein bisschen OT, deshalb ganz kurz dazu: Ich glaube nicht, dass sich die Logen in dieser Frage grundlegend oder FM spezifisch von anderen Vereinen unterscheiden. Geschäfte machen ist nicht Inhalt der Maurerei. Ist aber schwer, eine Grenze zu ziehen. Rein objektiv trifft Deine Beschreibung völlig zu, wenn z.B. eine Loge das untere Stockwerk ihres Logenhauses vermietet , um ihre Kasse aufzubessern. Also, "Nein" rufen geht jetzt nicht, aber so wirklich spektakulär ist es auch nicht.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Wenn uns die Menschen mit gewohnter Sprache fragen,
antworten wir mit Zeichen voll Geheimnis
und dunklen Rätseln, denn des Menschen Zunge
kann solche hohe Wahrheit ja nicht sprechen,
die Menschenmaß weit übersteigt.
Mein Herz jedoch hat sie erkannt, und kannte die Entrückung,
die alle Teile meines Körpers füllte.
Siehst du nicht: Dieses Fühlen hält
des Redens Kunst gefangen, wie die Wissenden
den Ungebildeten zum Schweigen bringen.
Ibn 'Ata Allah

Ist somit alles dann als beantwortet zu gelten?
Man kann wirklich verschiedenes einfach nicht erklären, da es der Andere in Worten ausgedrückt gar nicht verstehen kann/könnte, nicht mal in Symbolen.

Wie die Mathematik, Physik, Musik.
Ich sehe es halt so.
 

Grobi_

Geheimer Meister
28. Februar 2010
313
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Erstmal vielen Dank an alle, die sich die Mühe gemacht haben, auf meine Frage einzugehen.

Au weh ... das war jetzt wieder ein Ringen um's richtige Wort. Ich hoffe, es war trotzdem halbwegs verständlich.

Hi Lupo !
Im Großen und Ganzen schon.
Eine Einweihung ist für mich, entgegen der Unterstellung Makakims, nicht allein das Verraten eines Geheimnisses, sondern die Hilfestellung, es zu verstehen. Gelingt dieses Verständnis, ist man in dieses Geheimnis eingeweiht.
Wird nun jemanden bloß die Symbolik offenbart, kann er doch noch nicht automatisch als Eingeweihter bezeichnet werden. Wenn ich dich richtig verstehe, sagst du aber, daß die meisten Freimaurer Eingeweihte sind. Dann schließt sich ja aus deiner Aussage

Die ganze Symbolik liegt dabei praktisch vom ersten Tag an offen vor Dir, aber Du musst sie Dir für Dich erschließen.
,

daß die meisten Freimaurer die Symbolik dann doch recht schnell für sich erschließen, oder verstehe ich das falsch ?

Man könnte jetzt natürlich daraufhin in infokrieg-Manier alle "Blauen" als Treppenbrüder, die von nix wissen, abqualifizieren, klar. Aber das wäre dann m. E. eine andere Diskussion.

Selbstverständlich habe ich kein Interesse daran, daß die Disskussion auf dieses Niveau abrutsch.

Eher nein. So etwas wie "Zum Lehrling taugt er, zum Meister isser zu dumm" gibt es nicht, weil - wie eben schon gesagt ein Neuling schon von Anfang an "voll drin" ist. Inhalt und Tenor der Maurerei ändern sich von Grad zu Grad nicht wirklich. Wer sich als Lehrling bei uns wohl fühlt, wird auch als Meister keine Probleme haben.

Ich wage es zwar kaum als nicht-Maurer zu widersprechen, aber da habe ich von Freimaurern durchaus anderes gehört. Und zwar wurde mir gesagt, daß es durchaus gewisse Meditationstechniken, aber auch wirkliche Mysterien gibt, die einem nur dann enthüllt werden, wenn man dafür auch das richtige Verständnis hat. Da mir welche verraten wurden, gehe ich nicht davon aus, daß ich auf den Arm genommen wurde.

Grobi da ist nichts geheim und nichts mystisch

Hallo Baronesse !
Wie bereits erwähnt, habe ich da durchaus andere Erfahrungen.

Sufis - Die Freimaurer des Ostens?

Hat dieser link zu dieser Fragestellung geführt?

Hallo Kriegerin !
Nein, dieser Link - wenn auch sehr interessant - führte nicht zu meiner Fragestellung. Eher manche Kommentare von Freimaurern, bei denen ich mir dachte: "was lernt ihr eigentlich in eurem Club ?".

Lieber Grobi_,
ich stimme mit Dir in der Einschätzung überein, das Freimaurerei ein "Einweihungssystem", ein "Initiationssystem" ist. Meiner Meinung nach ist tatsächlich das Ziel sowas wie eine "Gottesschau", ein Verstehen davon, "was die Welt im inneren zusammenhält". Verstehen ist hier bereits ein missverständliches Wort, denn das angestrebte Ziel liegt ausserhalb der Ratio im Transzendentalen.
Später schreibst du:
Das Ziel, die gesuchte Erkenntnis, liegt ausserhalb der Ratio und damit auch ausserhalb unseres Sprachsystems.

Hallo Malakim !
Die Formulierung des ersten Zitats gefällt mir.
Eine kleine Frage dazu: Wenn ein vollständiges Verstehen im Transzendentalen möglich ist, müßte dieses Verständnis unter gewissen Vorraussetzungen nicht auch ins Rationelle "übersetzbar" sein und somit, zugegebenermaßen mit kleinen Abstrichen, sogar in Sprache formulierbar sein ? (vielleicht weißt du schon, worauf ich hinaus will ?)

Hier, so denke ich, verstehst Du Wirkung und System einer "Einweihung" nicht richtig. Du bist der weit verbreiteten Meinung aufgesessen, das man wohl "geheimes Wissen" vermittelt bekommt. Viele Menschen denken und erwarten, das die großen Geheimnisse vom Mund des einen Geheimnisträgers zum Ohr des Kandidaten wandern. Nun, das ist meiner Einschätzung nach nicht so und vor allem kann es auch nicht so sein.

Mein Verständnis von Einweihung habe ich ja bereits in meiner Antwort an Lupo mitgeteilt.

Das ganze muß also anders angegangen werden, weitere Kanäle als Ratio und Sprahce müssen angezapft werden. In der Freimaurerei (und vielen anderen Einweihungssystemen) wird dies über Initiation, Erlebnis, Rituale und die Symbole getan. Dabei ist eine Initiation nichts anderes als ein recht beeindruckendes Erlebnis, eine Grenzerfahrung, durch die überhaupt erst "ein Weg" für den Kandidaten sichtbar wird. Durch die Initiation und die Rituale, wird dem Suchende also sozusagen eine Tür geöffnet und er wird mit einem kleinen Schupser auf den Weg befördert. Gehen muß der Kandidat diesen Weg jedoch alleine, anders geht es nicht. Auch erschließen sich auf und durch den Weg die Bedeutung und Funktionsweise von Symbole überhaupt erst und diese helfen dann den Weg weiter zu beschreiten.

So hatte ich mir das auch durchaus vorgestellt.

Bei mir persönlcih stellte sich das ganze so dar, das ich vor und nach der Initiation Bücher über Magie gelesen habe. Vorher war für mich etwa 99% aus dem Buch "Das magische System des Golden Dawn" von Regardie Schwachsinn, heute halte ich das Buch in weiten Teilen für unheimlich gut und lesenswert. Auf einmal machten für mich einige Aussagen in jeder Hinsicht Sinn die vorher totaler Quatsch waren.

Habe das Buch gerade als pdf ergooglet, danke für den Tip. Allerdings fürchte ich, daß es mir erstmal ähnlich ergehen wird, wie dir vor deiner Initiation. Ich hatte schon länger mal vor, bei den Freimaurern "reinzuschnuppern", allerdings kamen mir in letzter Zeit zweifel, ob es mir wirklich was bringen könnte.
Die Beiträge von dir und Lupe helfen aber, die Zweifel etwas zu relativieren.

Bis jetzt sieht es so aus als würde ich geschickt unterschwellig die Behauptung in den Raum stellen ich persönlich sei ein Eingeweihter und viele andere sind dies nicht, aber erstens möchte ich das explizit nicht und zweitens ist auch das nur eine Sicht der Dinge. Wäre das ausgemachte Ziel der Einweihung ein besseres Verständnis für Magie und sowas zu entwickeln, dann könnte ich jetzt behaupten "ha, bei mir hat es gewirkt".

Deine Bescheidenheit ehrt dich. Ist es aber nicht so, daß die Initiation bei dir gewisse Dinge bewirkt hat, die erwünscht waren, diese Wirkung bei anderen aber nicht erreicht wurden ?
Wenn du im Weitern schreibst:

Aber dies ist nicht DAS ausgemachte Ziel, ganz anders wird ein Schuh aus der ganzen Sache. Die Tür die geöffnet wird und der Weg der beschritten wird ist für jeden anders und keiner der Wege ist besser oder schlechter.

interpretiere ich jetzt mal, daß jeder seinen individuellen Weg nach seinen Möglichkeiten beschreitet. Wenn nun dein Weg oder deine Möglichkeiten beinhalten, daß du eine gewisse Einsicht in okkulte Dinge erreichen kannst, andere aber erstmal andere Wege beschreiten müssen, um sich auch diese Möglichkeiten (vielleicht auch erst in einem späteren Leben) zu eröffnen, finde ich nichts schändliches daran, wenn du dich als einen Eingeweihten bezeichnest.

In Mozarts Zauberflöte geht der Vogelfänger Papageneo ebenfalls durch alle Einweihungen und sein Fokus bleibt jedoch auf "dem Leben" stehen (auf Papagena) ... wo nun steht geschrieben das dies keine "Erleuchtung" ist.

Eben, er bleibt auf der Stufe hängen, die er erst noch meistern muß. Ist er sich darüber bewußt, ist das sicher auch eine Erleuchtung, da er diese Stufe aber noch nicht gemeistert hat, ist er in diesem Punkt kein Eingeweihter.
So zumindest würde ich das jetzt mit meinem bescheidenen Verständnis sehen.

Das heißt also, wenn ich dich richtig verstanden habe, daß man in der Freimaurerei die Möglichkeit bekommt, seinen Weg zu finden, dies aber nicht automatisch bedeutet, daß dieser Weg einen Eingeweihten okkulter Dinge macht.

schwer zu sagen was ist ein Eingeweihter?

Natürlich kann man das unterschiedlich definieren, bzw. fragen, ab wann ist man ein Eingeweihter, aber welchen Begriff hätte ich sonst verwenden sollen ?

Einweihungssysteme mit einem gerichteteren Ziel, etwa der Golden Dawn, sind diesem Umstand sogar gezielt begegnet. Es gab einen inneren und einen äußeren Orden. Im äußeren Orden wurde initiiert und auf wen das die gewünschte Wirkung hatte, der wurde in den inneren Orden geholt. Im inneren Orden dann, wurden weitere Techniken und Rituale unterrichtet um das gewünschte Ergebnis zu vertiefen.

Falls du noch mehr Interessantes zum Golden Down berichten kannst, würde ich mich um eine Belebung folgenden Themas freuen:
http://www.weltverschwoerung.de/fre...mbuende/21245-hermetic-order-golden-dawn.html

Habe mal bei E.R. Carmin (wer immer das auch sein mag) sinngemäß gelesen, daß die Hochgrade der Freimaurerei die Vorschule des Golden Dawn seien. Kennst du den Autor, und falls ja, was hälst du von ihm ?

Gruß
Grobi
 

Lupo

Ritter-Kommandeur des Tempels
3. Oktober 2009
4.423
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hi Grobi,

.... Eine Einweihung ist für mich, entgegen der Unterstellung Makakims, nicht allein das Verraten eines Geheimnisses, sondern die Hilfestellung, es zu verstehen. Gelingt dieses Verständnis, ist man in dieses Geheimnis eingeweiht.
Wird nun jemanden bloß die Symbolik offenbart, kann er doch noch nicht automatisch als Eingeweihter bezeichnet werden ...

ich glaube, so wie Du's formulierst, bringst Du Dich selbst ein bisschen auf den Holzweg. Weil ein Punkt daran nicht funktioniert - woran will man festmachen, ob das "Verständnis" gelungen ist? Und wer will beurteilen, ob das persönliche Verständnis von jemand anders "richtiger" oder "falscher" als das eigene ist? Abgesehen davon ist es ja auch wahnsinnig interessant, wenn's jemand ganz anders auffasst als man selbst.

Ein anderer Aspekt dazu: Es ist ja auch nicht so, dass man's irgendwann ein für alle mal begriffen hat und nen Haken drunter machen kann. Dann würde die Maurerei in der Tat recht schnell langweilig werden. Hier ist der Weg das eigentliche Ziel. Also der Versuch, sein Verständnis zu vertiefen. Und auch das Verständnis, das man damit nie "fertig" wird.

Wäre ja schade, wenn das zum Stillstand käme, weil man alles begriffen zu haben glaubt.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Frage an Grobi: Hast du vor Maurer zu werden und bist dir noch nicht ganz schlüssig oder interessiert dich das Thema einfach und du möchtest so viel Information wie möglich bekommen, du hast ja FM in deinem Bekanntenkreis schreibst du.
Dein Thema der Einweihung lässt eher aufs erstere schließen.

Gruß

Baronesse
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.028
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hallo Grobi_,

wenn es wie eine Unterstellung bei Dir ankam, was ich geschrieben habe, dann tut es mir leid, es war nur eine Beobachtung von mir die kann natürlich auch falsch sein.

Eine Einweihung ist für mich, entgegen der Unterstellung Makakims, nicht allein das Verraten eines Geheimnisses, sondern die Hilfestellung, es zu verstehen. Gelingt dieses Verständnis, ist man in dieses Geheimnis eingeweiht.

Wenn ich hier also einmal antworten darf, obwohl ich nicht angesprochen bin, ja es wird natürlich auch hilfestellung gegeben. So gibt es für Lehrlinge und Gesellen in einigen Logen Werkmeister, die Unterrichten dort Symbole und Ritual und vertiefen die Thematik damit. Auch gibt es Distriktsunterricht, also dassselbe auf regionaler Ebene.
Für Meister gibt es dann noch diverse Forschungslogen wo man sich der ganzen Thematik auf intellektueller Weise nähern kann.

Ich wage es zwar kaum als nicht-Maurer zu widersprechen, aber da habe ich von Freimaurern durchaus anderes gehört. Und zwar wurde mir gesagt, daß es durchaus gewisse Meditationstechniken, aber auch wirkliche Mysterien gibt, die einem nur dann enthüllt werden, wenn man dafür auch das richtige Verständnis hat. Da mir welche verraten wurden, gehe ich nicht davon aus, daß ich auf den Arm genommen wurde.
"Meditationstechniken wären mir gänzlich neu udn ich wüsste nichtmal in welchem Rahmen diese denn zur Sprache kommen sollten.
Was verstehst Du unter "Mysterien"?

Ich vermute Du meinst Schlüssel und Wegweiser, wie sie im Okkultismus von diversen Leuten (Papus, Levi, Crowley,...) beschrieben werden? Ja, diese Dinge kann man natürlich in der Freimaurerei finden, wenn man sie sucht. Diese Schriftsteller haben sie letztlich auch in der FM Gefunden. Die Rituale des Golden Dawn und heute die des OTO sind relativ dicht an der Freimaurerei angelehnt. Eigentlich ist der gleiche iNhalt bei anderer Symbolik zu finden. Aber die "Einweihung" ist vergleichbar.
Es ist fraglich und zugleich interessant, ob die Erschaffer der Rituale diese "Schlüssel" bewußt eingebaut haben, oder ob man sie nur finden wollte und zu dem gemacht hat was sie einigen bedeuten.

Eine kleine Frage dazu: Wenn ein vollständiges Verstehen im Transzendentalen möglich ist, müßte dieses Verständnis unter gewissen Vorraussetzungen nicht auch ins Rationelle "übersetzbar" sein und somit, zugegebenermaßen mit kleinen Abstrichen, sogar in Sprache formulierbar sein ? (vielleicht weißt du schon, worauf ich hinaus will ?)
Natürlich, Epiphanien werden immer wieder in allemöglichen Kommunikationsmittel verpackt, von Symbolen und Bildern zu Gedichten, Geschichten und Tanz. Wer es findet, findet es, wer nicht nicht. :O_O:


Habe das Buch gerade als pdf ergooglet, danke für den Tip. Allerdings fürchte ich, daß es mir erstmal ähnlich ergehen wird, wie dir vor deiner Initiation. Ich hatte schon länger mal vor, bei den Freimaurern "reinzuschnuppern", allerdings kamen mir in letzter Zeit zweifel, ob es mir wirklich was bringen könnte.
Die Beiträge von dir und Lupe helfen aber, die Zweifel etwas zu relativieren.
Es ist schwer zu sagen, aber es wirkt auf mich, das Du das suchst was im Okkultismus beschrieben wird. Da könnte ich mir vorstellen das Dich die Freimaurerei enttäuschen wird. Es ist nicht das man das gesuchte dortt nicht finden kann, es ist nur das Du mit DIESER Suche dann recht einsam bist im Bund.

Deine Bescheidenheit ehrt dich. Ist es aber nicht so, daß die Initiation bei dir gewisse Dinge bewirkt hat, die erwünscht waren, diese Wirkung bei anderen aber nicht erreicht wurden ?
Bei anderen treten andere Wirkungen auf, für mich ist das gleichwertig.

Wenn du im Weitern schreibst: interpretiere ich jetzt mal, daß jeder seinen individuellen Weg nach seinen Möglichkeiten beschreitet. Wenn nun dein Weg oder deine Möglichkeiten beinhalten, daß du eine gewisse Einsicht in okkulte Dinge erreichen kannst, andere aber erstmal andere Wege beschreiten müssen, um sich auch diese Möglichkeiten (vielleicht auch erst in einem späteren Leben) zu eröffnen, finde ich nichts schändliches daran, wenn du dich als einen Eingeweihten bezeichnest.
Hier klingt eine Wertung durch die meiner Meinung nach nicht angebracht ist (aber immer wieder so gedacht wird). Es ist nicht per se höherwertig irgendwelche okkulten Dinge zu "verstehen" oder zum Adepten zu werden und weise reden schwingen zu können (oder sonstwas zu verstehen und zu beherrschen). Es sind die unterschiedlichen Wege gleichwertig und wenn jemand rein garnichts versteht oder anderen erklären kann, oder total verblödet sein Leben fristet aber dabei in sich ruht und zu einer sagen wir mal inneren Erlösung findet, so hat der trotzdem irgendwie das Ziel erreicht, ganz ohne klassisch als "Eingeweihter" gelten zu können.

Übrigens ist die Wertung die bei Dir mitschwing wohl am ehesten rosenkreuzerisch, lies mal Der rote Löwe, da wird Dir diese Gedankenwelt begegnen.
Es ist natürlich durchaus möglich das es eine solche Entwicklung und individuelle Eschatologie gibt, aber das ist eine Glaubensfrage. Man sollte nicht unbedingt eine solche Prämisse an den Anfang einer Suche stellen (ausser man glaubt dran und möchte das so, natürlich).

Eben, er bleibt auf der Stufe hängen, die er erst noch meistern muß. Ist er sich darüber bewußt, ist das sicher auch eine Erleuchtung, da er diese Stufe aber noch nicht gemeistert hat, ist er in diesem Punkt kein Eingeweihter.
So zumindest würde ich das jetzt mit meinem bescheidenen Verständnis sehen.
Wie gesagt, Du kommst hier mit einem Glaubensgerüst daher das nicht unbedingt auf die Freimaurerei angewendet werden muß (aber kann). Ich denke das ist etwas schönes in der Freimaurerei was viele andere Systeme vermissen lassen, es ist wirklich offen und es ist mit Absicht so gestaltet worden. All diese Dinge kann man in der Freimaurerei finden und auch "abfeiern" wenn man möchte. Man kann sogar vermutlich ganze Logen finden die auf irgendwelchen okkulten oder religiösen Ideen abfahren und in der Vergangenheit gab es natürlich ganze okkulte Phasen in der FM.

Das heißt also, wenn ich dich richtig verstanden habe, daß man in der Freimaurerei die Möglichkeit bekommt, seinen Weg zu finden, dies aber nicht automatisch bedeutet, daß dieser Weg einen Eingeweihten okkulter Dinge macht.
Richtig.
Aber es macht möglicherweise auch noch andere Eingeweihte nicht nur welche von "okkulten" Dingen. Eingeweihte in die Kunst des Lebens als Beispiel.

Falls du noch mehr Interessantes zum Golden Down berichten kannst, würde ich mich um eine Belebung folgenden Themas freuen:
http://www.weltverschwoerung.de/fre...mbuende/21245-hermetic-order-golden-dawn.html
Ich denke das können andere sicher besser.

Habe mal bei E.R. Carmin (wer immer das auch sein mag) sinngemäß gelesen, daß die Hochgrade der Freimaurerei die Vorschule des Golden Dawn seien. Kennst du den Autor, und falls ja, was hälst du von ihm ?
Von Herrn Carmin bzw. seinen Büchern halte ich nicht viel, ehrlich gesagt. Als Gegenpol empfehle ich das "Internationale Freimaurer Lexikon" von Lennhoff Posner und Binder, da steht eigentlich alles drin, einschließlich aller Passworte und so (die stehen da aber so drin, das Du sie nicht finden wirst). :-D
 
Zuletzt bearbeitet:

Grobi_

Geheimer Meister
28. Februar 2010
313
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hallo Lupo !

ich glaube, so wie Du's formulierst, bringst Du Dich selbst ein bisschen auf den Holzweg. Weil ein Punkt daran nicht funktioniert - woran will man festmachen, ob das "Verständnis" gelungen ist? Und wer will beurteilen, ob das persönliche Verständnis von jemand anders "richtiger" oder "falscher" als das eigene ist? Abgesehen davon ist es ja auch wahnsinnig interessant, wenn's jemand ganz anders auffasst als man selbst.

Ein anderer Aspekt dazu: Es ist ja auch nicht so, dass man's irgendwann ein für alle mal begriffen hat und nen Haken drunter machen kann. Dann würde die Maurerei in der Tat recht schnell langweilig werden. Hier ist der Weg das eigentliche Ziel. Also der Versuch, sein Verständnis zu vertiefen. Und auch das Verständnis, das man damit nie "fertig" wird.

Natürlich wäre es naiv zu glauben, als Mensch irgendwann ein vollstädig richtiges Bild von allem zu erhalten. Allerdings gibt es einzelne Punkte oder Geheimnisse für die es nur eine Wahrheit gibt. Ob eine Auffassung richtig oder falsch ist wirst du, sofern du den Weg der Erkenntnis konsequent gehst, mit der Zeit selber herausfinden. Natürlich können dich dabei auch falsche Vorstellungen ein Stück weit voranbringen, sobald du sie aber erkennst, mußt du sie ablegen.

Wäre ja schade, wenn das zum Stillstand käme, weil man alles begriffen zu haben glaubt.

Richtig. So entstehen dann zum Beispiel Religionen.


Hallo Baronesse !

Frage an Grobi: Hast du vor Maurer zu werden und bist dir noch nicht ganz schlüssig oder interessiert dich das Thema einfach und du möchtest so viel Information wie möglich bekommen, du hast ja FM in deinem Bekanntenkreis schreibst du.
Dein Thema der Einweihung lässt eher aufs erstere schließen.

Ich suche nach einer geordneten Einweihung in das Okkulte, da ich die Erfahrung gemacht habe, daß eine ungeordnete Einweihung mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden sein kann.

Hallo Malakim !

"Meditationstechniken wären mir gänzlich neu udn ich wüsste nichtmal in welchem Rahmen diese denn zur Sprache kommen sollten.
Was verstehst Du unter "Mysterien"?

Willst du damit sagen, daß in der Freimaurerei keinerlei Meditationstechniken gelehrt werden ?

Mysterien sind Geheimnisse.

Es ist schwer zu sagen, aber es wirkt auf mich, das Du das suchst was im Okkultismus beschrieben wird.

Das wirkt richtig auf dich.

Da könnte ich mir vorstellen das Dich die Freimaurerei enttäuschen wird. Es ist nicht das man das gesuchte dortt nicht finden kann, es ist nur das Du mit DIESER Suche dann recht einsam bist im Bund.

Schade, aber danke für den Hinweis.

Hier klingt eine Wertung durch die meiner Meinung nach nicht angebracht ist

Eine Wertung lag zwar nicht in meiner Absicht, trotzdem möchte ich nicht abstreiten, daß ich es tatsächlich als ein Streben nach höherem ansehe, okkulte Mysterien (oder auf deutsch: verborgene Geheimnisse) zu erkunden.

Wie gesagt, Du kommst hier mit einem Glaubensgerüst daher das nicht unbedingt auf die Freimaurerei angewendet werden muß (aber kann).

Daher ja meine Fragen.

Von Herrn Carmin bzw. seinen Büchern halte ich nicht viel, ehrlich gesagt. Als Gegenpol empfehle ich das "Internationale Freimaurer Lexikon" von Lennhoff Posner und Binder

Lennhoff, Posner und Binder behandeln doch wohl ganz andere Fragen als Carmin.:gruebel:
Trotzdem Danke für den Tip.

Gruß
Grobi
 

Malakim

Insubordinate
31. August 2004
11.028
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Hallo Grobi_,

Willst du damit sagen, daß in der Freimaurerei keinerlei Meditationstechniken gelehrt werden ?

Also, meines Wissens nach wird in der Freimaurerei in dem Sinne nur sehr wenig "gelehrt".
Es gibt Lehrlings- und Gesellenunterricht auf Logen- und Regionalerebene, da wird der Neuling mit den Symbolen, mit der Geschichte der Freimaurerei und dem Ritual vertraut gemacht. Weiteren "Unterricht" in dem Sinne gibt es nicht. Man kann sich in der Freimaurerei selber bilden, Grade bearbeiten und erforschen und mit der Symbolsprache arbeiten. Man wird meiner Meinung nach nicht von jemandem aus einem höheren Grad in irgendwas "Unterrichtet", wenn das so sein sollte würde mich interessieren wo das sein soll, ich denke ich habe einen recht guten Überblick über einen hohen Prozentsatz der Grade.

Freimaurerei ist keine Schule sondern eher ein Werkzeugkasten den man Dir in die Hand gibt. Du bekommst die Werkzeuge erklärt, aber nutzen mußt Du sie ganz alleine.


Mysterien sind Geheimnisse.

Ja aber welche die man nicht verraten sondern nur "erleben" kann.

Wenn Du eine Einweihung/Initiation suchst, bist Du in der Freimaurerei zunächst an der richtigen Adresse. Es ist aber kein Zufall das Bünde wie der Golden Dawn, der OTO oder auch die Fraternitas Saturni von Freimaureren beeinflußt oder gar gegründet wurden. Die Baronesse möchte darin eine innere Verwandschaft sehen, das Gegenteil ist der Fall. Diese Bünde wurden gegründet weil den Gründern etwas in der Freimaurerei fehlte, sie wollten auf einen bestimmten Aspekt (den den Du suchst) Fokussieren und stärker daran arbeiten. Sie vermissten dies in der Freimaurerei.
Also würde ich Dir eher dazu raten zum OTO zu gehen, oder den Golden Dawn falls es da noch sinnvolle Ableger gibt. Man muß dabei wissen, das was man bei der Freimaurerei an Kleingartenspießern vorfrindet, das sind dort Gothspinner die Nachts auf Friedhöfen rumgondeln. Die die wirklich das machen was Du suchst sind vermutlich in allen Organisationen in der Minderheit. Das ist meiner Meinung nach Strukturbedingt.


Lennhoff, Posner und Binder behandeln doch wohl ganz andere Fragen als Carmin.:gruebel:

Du meinst Lennhoff, Posner und Binder behandelt die Realität und Carmin Quatsch?

:rosi:
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
AW: Kurze Frage an die Freimaurer hier

Und weil der Malakim, da gar keine Verwandtschaft zwischen FM und Fraternitas Saturni erkennen möchte, und du Grobi eher das okkulte Geschehen bevorzugst, wie du schreibst, kommen die FM für dich gar nicht in Frage. Da gibt es keinen Okkultismus, sagt Malakim.

Deshalb werden dich wahrscheinlich die AMORCs oder gar die Fraternitas Saturni eher interessieren. Eventuelle guckst du dir die Orden einfach einmal live an. Da kann man dann als Interessierter einmal hineinschnuppern. Die Verschiednen Gruppen haben verschiedene Art "Neue" zu empfangen und mit einzubeziehen. Der Fraternitas Thread den wir hier haben zeigt, aber noch eine andere Seite der Logenkultur, über welche man zumindest einmal nachdenken sollte.

Gruß

Baronesse
 

max1331

Lehrling
24. Juli 2010
2
Freimaurer

Ich weis ja das es freimaurer heute noch gibt aber wie wird man einer oder geht das überhaupt??
 

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