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Kaspar Hauser. Prinz oder nur dummer Bauernjunge?

Ist Kaspar Hauser ein verschollener Prinz oder nur ein überschätzter Bauernjunge?

  • überschätzter Bauernjunge

    Stimmen: 0 0,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    472

trashy

Großer Auserwählter
19. Mai 2002
1.781
Hallo.

Hier mal ein Thread zum Thema Kaspar Hauser. Würd mich interessieren was ihr davon haltet!

Kasper Hauser

Um Kaspar Hauser rankt sich noch heute ein Geheimnis zu seiner Person und Herkunft, das im 19. Jahrhundert einer der größten Kriminalgeschichten war. Kaspar Hauser tauchte am 26. Mai 1828 in Nürnberg auf und konnte kaum sprechen. Bereits zu seinen Lebzeiten vermutete man, dass Hauser ein Abkömmling des großherzoglichen Hauses von Baden war. Bis heute konnte seine Identität auch mit modernsten Untersuchungsmethoden nicht gelöst werden.

Biografie

Kaspar Hauser tauchte am 26. Mai 1828 aus dem Nichts in Nürnberg auf, man schätzte sein Alter auf 16. Jahren.

Zwei Briefe, die Kaspar Hauser bei sich hatte, geben Anhaltspunkte zu Namen, Alter und der Umgebung, in der er aufwuchs. Doch stellte sich heraus, dass die beiden Briefe seine Herkunftsspur verwischen sollten. Demnach ist der Findling Sohn eines Tagelöhners und armen Mägdleinsder seit seinem Geburtsjahr 1812 vereinsamt in einem Haus aufwuchs. Der isolierte Aufwuchs erklärt auch seine geringe Sprachausbildung.

Nach seiner Ankunft in Nürnberg wurde Kaspar Hauer zunächst im Gefängnis festgesetzt. Doch schnell zog der Findling die Aufmerksamkeit von Bürger- und Fachkreisen auf sich. Nachdem Friedrich Binder, Erster Bürgermeister von Nürnberg, ihn im Gefängnis besucht hatte, strömten zahlreiche Besucher dorthin, um das Wolfskind, wie er dann bezeichnet wurde, zu bestaunen.

Binder setzte die Behauptung in die Welt, Hauser sei adeliger Herkunft. Er wurde zur Attraktion und mit Kind von Europa tituliert. Schnell wurde er in Verbindung gebracht mit dem Sohn eines entführten Prinzen.

Mit dem Fall beschäftigte sich auch der bayerische Gerichtspräsident Anselm von Feuerbach, der nach der Identität des Jungen forschte. Er veröffentlichte 1832 seine Untersuchungsergebnisse unter dem Titel Verbrechen am Seelenleben des Menschen.

Darin stellte er die Normalität von Hauser fest und macht die isolierte Umgebung für das intellektuelle Zurückbleiben des Jungen verantwortlich. In seiner Theorie kam Feuerbach auf eine adelige Abkunft von Hauser. Er vermutete in ihm einen Abkömmling des großherzoglichen Geschlechts der Zähringer aus Karlsruhe.

Dort brachte am 29. September 1812 die Großherzogin von Baden, Fürstin Stefanie de Beauharnais, einen Thronfolger für Baden auf die Welt, der aber im Oktober des gleichen Jahres starb. Feuerbach vermutete, dass nicht der Erbprinz gestorben sei, sondern ein untergeschobenes Kind. Dessen Identität wurde mit dem am 26. September 1812 geborenen Johann Ernst Jakob Blochmann, Sohn eines Arbeiters am herzoglichen Hof und im Dienst der Gräfin Luise Karoline von Hochberg gestanden, angegeben. Die Vertauschung wurde mit einem Erbfolgestreit begründet.

Ein Motiv dazu fand sich bei der Gräfin von Hochberg, deren ehelich Verbindung zum Markgrafen Carl Friedrich nicht standesgemäß war. Ihre Söhne hatten nur Anspruch auf den Thron, wenn die männlichen Nachkommen aus der ersten Ehe von Markgraf Carl Friedrich gestorben wären. Dies traf dann auch ein, so dass der Weg zum Thron für ihren Sohn Leopold frei gewesen war.

Kaspar Hauser wurde unter die Obhut von Georg Friedrich Daumer auf der Insel Schütt gebracht. Daumer forschte gleichfalls in der Vergangenheit des Findlings. Er lernte bei dem Privatgelehrte zunächst lesen und schreiben. Hauser stellte sich als wissensdurstiger, schnell lernender und intelligenter Jugendlicher heraus; zusammen mit seinen intellektuellen Fähigkeiten galten sein außerordentliches Maltalent und seine feine Handschrift als Zeichen einer vornehmen Abstammung.

In seinen Untersuchungen über Hausers Aufenthaltsort kam Daumer auf Schloss Beuggen am Hochrhein zwischen Basel und Waldshut, das seit 1806 in Besitz des Markgrafen von Baden war. Dort soll er nach seiner Vertauschung vier Jahre lang gefangen gelebt haben.

Bereits mit 17 Jahren, ein Jahr in Freiheit lebend, schrieb Hauser im Jahr 1829 seine Biografie, die den Ermittelrn aber keinen brauchbaren Hinweis auf seine Abstammung gab. Erst im Jahr 1924 wurde dann das Wasserschloss Pilsach in der Oberpfalz mit Kaspar Hauser in Verbindung gebracht.

Dort entdeckte die Dichterin Klara Hofer ein Versteck, in dem nach Expertenmeinung Hauser insgesamt zehn Jahre lang gefangen gehalten worden war. Im Jahr 1982 wurde bei der Renovierung dort ein Holzpferd gefunden, das sich mit der Hausers Beschreibung von seinem Spielzeug deckt. Ein weiteres Indiz auf diesen Aufenthaltsort.

Nach diesen Jahren soll er frei gelassen worden sein, nachdem ein Mann mit ihm das Gehen und das Schreiben seines Namens geübt hatte. Die Theorie von der Prinzenabstammung spaltete die Meinung in der Öffentlichkeit zwischen Befürworter und Gegner. Im Oktober 1829 verübte ein Unbekannter ein Attentat auf Hauser.

Die Gründe dafür konnten nie geklärt werden. In einem vertraulichen Schreiben äußerte sich Anselm von Feuerbach dahingehend, dass Kaspar Hauser der rechtmäßige Prinz von Baden sei. Kurz darauf, am 29. Mai 1833, starb Feuerbach unter ungeklärten Umständen. Ein politischer Mord wurde vermutet.

Kaspar Hauser wurde am 14. Dezember 1833 in den Hofgarten von Ansbach bestellt. Dort lauerte ihm ein Unbekannter auf, der ihm tödliche Stichwunden zufügte.

Kaspar Hauser starb am 17. Dezember 1833 an den Folgen des Attentats.

Mit dem Tod Hausers verstummten aber nicht die Spekulationen um seine Herkunft. Erst eine DNA-Untersuchung im Auftrag des Magazins Der Spiegelam 25. November 1996 brachte ans Tageslicht, dass Kaspar Hauser kein Sprössling der badischen Großherzog-Linie ist. Doch das Untersuchungsergebnis basierte lediglich auf dem Blutfleck an der Unterhose Hausers.

Eine neuerliche, fünf Jahre später vorgenommene Untersuchung mit neuesten Methoden wich von den Ergebnissen der ersten DNA-Untersuchung stark ab. Es wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass der Blutfleck an der Unterhose nicht von Hauser stammen könne. Der Vergleich mit DNA-Material einer direkten Erbnachfolgerin von Stephanie de Beauharnais gab Übereinstimmung in wesentlichen Positionen, ausgenommen von einer. Aufgrund dieses Ergebnisses ist der Ausschluss, dass Kaspar Hauser kein Nachkomme der badischen Herzogfamilie sei, nicht möglich.
Quelle: www.rasscass.de

gruß

trashy
 
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