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Guantanamo-Verhöhnte Menschenrechte

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
Im Bericht steht etwas von folterähnlichen Methoden. Einzelhaft, Musikbeschallung und Licht sind glaube ich, lt. Genfer Konvention, keine Folter.
Da bin ich ja erleichtert. Aber du irrst dich. Da die Gefangenen auf Kuba keine Kriegsgefangenen, sondern illegale Kobattanten sind, gilt die Genfer Konvention sowieso nicht.

Deshalb dürfen die Amerikaner ruhig weiterfoltern. Und nach meinem Geschmack ist das Folter und ich habe keine Lust jetzt nach irgendwelchen Paragraphen zu suchen.

Das typische Verhalten der Anti-Islam-Schmierfinken. Alles relativieren, verharmlosen und in die Lächerlichkeit ziehen solange es gegen den Islam und die Muslime ist.


Fumarat
 

rem_sper

Geheimer Meister
26. November 2004
123
Interessant, warum bin ich ein Anti-Islam-Schmierfink? Bisher habe ich mich doch stets rational Verhalten und alle meine Aussagen begründet, logisch begründet.
Ich glaube nicht, daß du dir mit solch einer Aussage einen Gefallen tust. Allerdings hast du in einem Punkt recht: Ich bin gegen den Islam, jedenfalls wenn man es so auslegt: Gegen eine islamisierung Europas.
 

hives

Ritter Rosenkreuzer
20. März 2003
2.785
Evidence From Torture Is Usable, U.S. Asserts
Tribunals reviewing detention of foreigners as enemy combatants are free to rely on results from such tactics, an official tells court.

LA Times



Telepolis-Artikel zum Thema:

Die Militärtribunale, die die Gründe der Inhaftierung überprüfen sollen, geben den Gefangenen über die pure Anhörung hinaus kaum Rechte. Sie haben keinen Beistand von einem Rechtsanwalt und können nicht einmal die Begründung für die Inhaftierung einsehen, weil die als geheim gilt. Noch dazu erklärte nun Boyle, dass bei diesen Anhörungen auch Informationen verwendet werden können, die unter Folter zustande gekommen sind. Boyle sagte natürlich, er glaube nicht, dass irgend jemand in Guantanamo gefoltert worden sei.

[...]

Auf die Frage des Richters, ob eine Inhaftierung rechtmäßig sein könne, wenn sie nur erfolterten Informationen begründet werde, da Folter in den USA verboten ist, antwortete Boyle, dass es auch die Aufgabe der Militäribunale sei zu überprüfen, ob die Informationen zutreffen. Wenn sie diesen Vertrauen schenken, dann spreche nichts dagegen, sich darauf zu stützen. Und auf die Frage, ob es irgendwelche Grenzen für die Verwendung von durch Folter erpressten Geständnissen gebe, sagte Boyle, dass die US-Regierung niemals eine solche Beschränkung akzeptiert hätte, wenn man etwa durch Informationen, die mit Folter im Ausland zustande gekommen wären, die Anschläge vom 11.9. hätte verhindern können.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18948/1.html



"Wenn man doch die Anschläge hätte verhindern können" ....


Steckt dahinter nur die Suche nach Begründungen für die Zwangsaufenthalte - oder erleben wir hier einen Beitrag zur Folter-Legitimationskampagne?
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
...Und auf die Frage, ob es irgendwelche Grenzen für die Verwendung von durch Folter erpressten Geständnissen gebe, sagte Boyle, dass die US- Regierung niemals eine solche Beschränkung akzeptiert hätte, wenn man etwa durch Informationen, die mit Folter im Ausland zustande gekommen wären, die Anschläge vom 11.9. hätte verhindern können.

wie mittlerweile bekannt ist, gab es im vorfeld genug hinweise auf diese anschläge- passiert ist nichts, weil nichts verhindert werden sollte. diese steilvorlage für alle möglichen repressionen, kriege usw. die immer wieder, bis zum erbrechen mit dem 11.9. in relation gebracht werden, wollte man sich nicht entgehen lassen.

Steckt dahinter nur die Suche nach Begründungen für die Zwangsaufenthalte - oder erleben wir hier einen Beitrag zur Folter-Legitimationskampagne?

sowohl als auch- das läuft hand in hand.

wie einfach es ihnen gemacht wird die uhr zurückzudrehen, zeigen solche beiträge wie u.a. von rem_sper, der sich vielleicht mal als freiwilliger für einen versuch zur verfügung stellen sollte (man muss dazu nicht mal weit reisen- die bundeswehr hat da auch so einiges drauf) und uns dann seine erkenntnisse bezüglich der angeblichen unterschiede folter/folterähnliche methoden aus erster hand hier mitteilen kann.

[/quote]
 

holo

Frechdachs
27. August 2005
2.712
Wenn das der Wahrheit entspricht - in allen Punkten - dann bin ich dafür, dass um die
Bush-Administration eine dicke, fette Mauer gezogen wird, die sie von deren Seite
aus mit Tags und Graffitis verzieren dürfen. Auf unserer Seite sorgen wir mit zusätzlichen
Stacheldrähten und automatischen, im Sand versteckten Katapulten dafür, dass
die auch hinter der Mauer bleiben.
Das sind also unsere Saubermänner. Ich bin begeistert.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Es gibt Leute, die den Guantanamo-Häftlingen raten, sich zu freuen, daß sie nicht nach der Genfer Konvention behandelt werden, denn dann müßten sie arbeiten.
 

JimmyBond

Einsamer Schütze
7. Mai 2003
1.593
ausm artikel:

Yee: Ich fand es sehr schwer zu glauben, dass diese etwa 660 Gefangenen irgendwie an den Anschlägen vom 11. September beteiligt gewesen sein sollen. Das ergibt einfach keinen Sinn.

Aber im Allgemeinen fand ich es unglaublich schwer zu glauben, dass diese Menschen den 11. September geplant haben sollen.

wer sagt denn, dass die haeftlinge dort alle was mit den anschlaegen auf new york und virginia zu tun haben? sie werden dort als vermeintliche terroristen festgehalten, die eine gefahr fuer ganze nationen darstellen. es werden nicht hauptsaechlich die gejagt, die fuer die 9/11 anschlaege mitverantwortlich sein koennten, sondern die, die weitere anschlaege plannen und durchfuehren koennten..
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Wie nennt man das dann ? Precrime?

Übrigens heißt es wirklich pacem, nicht pacum. Weil es nicht pacus, paci heißt, sondern pax, pacis.
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
ein_Liberaler schrieb:
Wie nennt man das dann ? Precrime?

Bitte nicht ganz ernst nehmen :wink::

George Carlin schrieb:
That's another complaint of mine, too much use of this prefix pre.... It's all over the language now. pre this, pre that..... place the turkey in a preheated oven.... it's ridiculous... there are only two states an oven can possibly exist in, heated or unheated.... preheated is a meaningless fucking term... that's like pre-recorded, this program was pre-recorded, well of course it was pre-recorded, when else you gonna record it, afterwards? That’s the whole purpose of recording, to do it beforehand! Otherwise it doesn't really work does it? Pre-existing, pre-planning, pre-screening, you know what I tell these people? PRE-SUCK MY GENITAL SITUATION! And they seem to understand what I'm talking about....
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Jaja, Innenfutter, Außenfassade...

Jimmy, wenn ein Staat Menschen etwas antut, zum Beispiel sie einzeln, den Elementen ausgesetzt, in Käfige sperrt, in denen ihnen jegliche Privatsphäre vorenthalten wird und ein Plastikbecher schon als Luxus gilt, dann sollte es vielleicht wenigstens eine Bezeichnung für das geben, was er ihnen vorwirft.

Du sagst, es wären potentielle Terroristen. Es wird Dich vielleicht überraschen,aber mit dem Einsperren von potentiellen Terroristen könnte ich mich durchaus anfreunden. Da sie aber bisher keine Straftat begangen haben, müßte das eine ehrenvolle und menschenwürdige Haft sein. Sie müßten anständige Unterkünfte und gute Verpflegung haben, Bücher und Zeitungen, Zivilkleidung. Sie müßten Briefe schreiben und Besucher empfangen dürfen, und, das wichtigste überhaupt, die Haft müßte von einem ordentlichen Gericht in einem gesetzeskonformen Verfahren verhängt und regelmäßig überprüft werden.

Die Häftlinge in Guantanamo werden schlimmer behandelt als Mörder und Kinderschänder, absolut menschenunwürdig, und sie haben keinen Zugang zur Justiz.

Die US-Regierung sieht in ihnen auch keineswegs potentielle Terroristen. Sie nennt sie ungesetzliche Kämpfer, hält sie also für etwas fest, was sie bereits getan haben. Dabei verweigert sie ihnen beides: Die Rechte von Kriegsgefangenen und die Rechte von mutmaßlichen Verbrechern. Die US-Regierung hat eine Menschengruppe definiert, die keine Rechte hat, der gegenüber sie an keinerlei Gesetze gebunden ist und völlig willkürlich handeln kann. Das darf nicht sein. Eine Regierung muß immer und unter allen Umständen an die verfassung und das Recht gebunden sein, auch im Ausland und gegenüber Ausländern.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Das ist den USA ein Dorn im Auge, denn ein UN-Bericht fordert die Schließung Guantanamos, obwohl die UN-Sonderermittler die Gefangenen nicht befragen durften (!).
Der Bericht ist das Resultat 18-monatiger Recherchen, die von der UN-Kommission für Menschenrechte angeordnet worden waren. Dabei waren frühere Guantanamo-Häftlinge befragt worden sowie deren Familienangehörige und Anwälte. Die UN-Experten hatten das Lager selbst aber nicht besucht. Weil eine Befragung der Häftlinge ihnen nicht gestattet worden war, hatten sie eine Einladung der US-Streitkräfte ausgeschlagen. US-Außenministerium: Keine Fakten
 

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Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Anscheinend haben den Sonderermittlern die Berichte der Ex-Häftlinge nicht gereicht. Die USA werden wohl damit gerechnet haben, dass der Bericht auf jeden Fall die Schließung gefordert hätte, wenn die Sonderermittler im Lager befragt hätten.
 

sechsplusneungleichacht

Geheimer Meister
30. Juni 2003
324
Die Menschen ,die die "Amis" verschwinden lassen ,werden wahrscheinlich eh mittels Gehirnwäsche erst zu Selbstmordattentätern umprogramiert ,um dann weitere "Gründe" zu haben Kriege vom Zaun zu brechen und noch mehr Menschen verschwinden zu lassen.



Camp Delta wenn ich das schon lese .
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Solche Gefängnisse geben den Terroristen in den eigenen Ländern wirksame Argumente.

Die Vorwürfe gegen das US-Militär reißen nicht ab.
Bisher geheim gehaltene FBI-Dokumente erheben schwere Vorwürfe gegen das amerikanische Militär: Illegale und aggressive Verhörmethoden wurden von höchster Ebene unterstützt. Ermittlungen durch FBI
 

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