Herzlich Willkommen auf Weltverschwoerung.de

Angemeldete User sehen übrigens keine Werbung. Wir freuen uns wenn Du bei uns mitdiskutierst:

geschichte nach dem 3. reich

tsuribito

Vorsteher und Richter
27. September 2002
732
Aber nein, Blödsinn, ich ignoriere gerade die Russen.
Nee tust du nicht, wenn Stauffenberg und co Erfolg gehabt hätten, wären die Wehrmachtseinheiten alle nach Osten gekommen und hätten mit Hilfe der Amerikaner und Briten gegen die Russen gekämpft.
Diese Ideen war auch auf Allierter Seite vorhanden und es gab unabhängig davon Pläne die Deutschen Kriegsgefangenen zu bewaffnen und nach Deutschland zu schicken, falls die Russen zu erfolgreich würden.
 

indi-ffo

Geheimer Meister
10. März 2004
257
Ein_Liberaler schrieb:
Der Witz dabei: Wenn Stauffenberg und Co. Erfolg gehabt hätten, stünden vielleicht nicht nur unsere Innenstädte noch, wie immer wieder betont wird, sondern wir wären vielleicht auch ein idyllischer Agrarstaat. Aber nein, Blödsinn, ich ignoriere gerade die Russen.
auch wenn Graf Schenk von Stauffenberg und Co. mit dem Attentat auf Hitler es geschafft hätten seinen Tod hebeizuführen, und die Macht an sich zu reißen, so glaube ich kaum das die späteren Siegermächte zu Verhandlungen bereit gewesen wären, denn da war die Vernichtung Deutschlands schon längst seit wenigstens einem Jahr beschlossen.
Auch glaube ich kaum das unsere Innenstädte dann noch stünden, denn es fallen z.B. von 1940 - 1945 auf Berlin 68.285, auf Köln 48.014, auf Hamburg 38.319 Tonne Bomben.
>>Der ersten Angriff gegen Deutschland flog das britischen Bomber Command am o4. September 1939; Ziel war der vor Brunsbüttel liegende Teil der deutschen Flotte. In der Nacht zum 11. Mai 1940 kam es zu Bombenabwürfen des Bomber Command in den Räumen Dortmund, Geldern, Goch, Aldekerk, Rees und Wesel. Bei einem Angriff 24 Std darauf wurde der der erste größere Bombenangriff in die Gegend bei Monchengladbach geflogen. hier gab es die ersten Toten unter der Zivilbevölkerung Am 15. Mai 1940 flogen 99 Kampfflugzeuge zu einem Angriff in Richtung Ruhrgebiet. Am 18. Juni erfolgte dann ein Nachtangriff auf Hamburg und Bremen. In der Nacht zum 29. März 1942 wird die Lübercker Innenstad fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht. Bei diesem Terrorangriff sterben 320 Menschen, 785 werden verletzt und 1044 Wohngebäude zerstört. Am 20. Juli 1943 beginnen die einwöchigen Bombenangriffe auf Hamburg, das Ende Juli nun fast völlig zerstört ist. Die offizielle Zahl der Toten, über 40Tausend.<<
Also ist nix mit der Behauptung das vielleicht nicht nur unsere Innenstädte noch stehen würden.

Übrigens: >>forderten am o4. Juli 1944 die Generalstabschefs im Auftrage von Winston Churchill vom britischen Planungsstab eine Stellungnahme zur Wünschbarkeit und Durchführbarkeit eines Gaseinsatzes als "Vergeltungsmaßnahme gegen ausgewählte deutsche Städte". Als der Planungsstab abriet, richtete Churchill bereits am o6. Juli den Stabschefts aus: "Ich wünsche von Ihnen, daß sie sehr ernsthaft über das Problem nachdenken, Gas einzusetzen.--- Ich wünsche, daß die Angelegenheit in der Zwischenzeit von vernünftigen Leuten kaltblütig durchdacht wird, und nicht von diesen psalmensingenden uniformierten Miesmachern, die einem immer ins Gehege kommen."<<
Quelle: "Bomben über Dresden" von Franz Kurowki

"Aber nein, Blödsinn, ich ignoriere gerade die Russen.", verstehe nicht wie und was du da meinst.

@ tsuribito, das mit deutsche Wehrmacht gemeinsam mit Amis und Russen ist der Wunschtraum einiger deutschen Generalstäbler gewesen. Winston Churchill tätigte irgend wann später mal den "berühmten" Spruch: "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet", aber das war schon einige Zeit nach Kriegsende.
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Während der Morgenthauplan auf "wir versetzen Deutschland zurück ins Mittelalter" hinauslief, lassen sich die Pläne der Russen auf "wir teilen die Beute wie gute sozialistische Brüder"* zusammenfassen. Und da Roosevelt geradezu vernarrt in Onkel Joe war, konnte es mit der Teilung in Nord- und Südstaat nichts geben. Höchstens auf dem Gebiet der Westalliierten.

Aus dem gleichen Grund war auch der gemeinsame Kampf gegen die Russen nur ein Hirngespinst. Was sie an diesen Verbündeten hatten, ist den USA erst reichlich spät aufgegangen. Vorher haben sie ihnen noch die Hälfte der Schweinfurter Kugellagerindustrie zur Demontage überlassen.

Oh, und die Sterilisationsgerüchte, von denen ich gehört habe, bezogen sich auf angeblich geplante Maßnahmen der Amerikaner an den Deutschen.

*Worauf man immer "Kommt nicht Frage! Wir machen halbe-halbe!" antworten sollte.
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
@ indi-off

Die Vernichtung Deutschlands war zwar klares Ziel, trotzdem hätte es meiner Meinung nach zu einem Bündnis zwischen einem Nichtnazideutschland und den Westmächten führen können. Wer will schon wissen wie die Briten und Amis reagiert hätten, wenn Anschlag und der Putsch gelungen wären. Es wäre damals v.a. darauf angekommen zu welchen Zugeständnissen beide Seiten bereit gewesen wären. Grundsätzlich gebe ich dir aber recht, dass eine Fortsetzung des Krieges durch die Allierten wahrscheinlicher gewesen wäre.
 

indi-ffo

Geheimer Meister
10. März 2004
257
Paran schrieb:
@ indi-ffo
Die Vernichtung Deutschlands war zwar klares Ziel, trotzdem hätte es meiner Meinung nach zu einem Bündnis zwischen einem Nichtnazideutschland und den Westmächten führen können. Wer will schon wissen wie die Briten und Amis reagiert hätten, wenn Anschlag und der Putsch gelungen wären. Es wäre damals v.a. darauf angekommen zu welchen Zugeständnissen beide Seiten bereit gewesen wären. Grundsätzlich gebe ich dir aber recht, dass eine Fortsetzung des Krieges durch die Allierten wahrscheinlicher gewesen wäre.
nein, das wäre es nicht, denn wie du selber schreibst, war die Vernichtung Deutschlands das klare Ziel. Alle geheimen Versuche von deutscher Seite, einen Seperatfrieden mit den West-Alliierten zu schließen, scheiterten an ihrem klaran - "NO".
lese dir den Morgethau-Plan durch und du weißt warum.
 

headbanger

Großmeister
14. Februar 2003
91
antimagnet schrieb:
ich mein, es kam ja nicht zu dem angesprochenen völkermord an den deutschen, oder? mir spukt da das wort marshall-plan im kopf rum, und wenn mich meine dürftigen geschichtskenntnisse nicht trügen, gings da nicht um völkermord an der deutschen bevölkerung... or am I wrong?

:gruebel:

Dann laß Dir mal von meinen Großeltern (ein Teil Ostpreußen, anderer Teil Sudetenland) die Vertreibung und die Ermordung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aus ehemals deutschen Gebieten erzählen.

Die würden Dir glaub ich sonstwas um die Ohren hauen, wenn Sie denn noch leben würden.

Mich kotzt es echt langsam gewaltig an, wie in diesem Forum mit unserer Geschichte umgegangen wird.

Verblödet man denn heute in der Schule so? Informiert sich denn niemand mehr und läßt sich von den Medien berieseln und verdummen?

Ach, ich hör jetzt auf, bevor die Pferde mit mir durchgehen.

Jaja..... ich weiß schon, in was für ne Ecke ich jetzt von vielen hier hingestellt werde.

Aber so ist es nicht, sondern ich verschließe die Augen nur nicht vor dem Unrecht, was wir als Deutsche und was ANDERE UNS angetan haben.

Diese bescheuerte einseitige Betrachtungsweise der Geschichte KANN nicht mehr lange gutgehen. Irgendwann kommts auch hier zum Knall.
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
Tourett schrieb:
Dann laß Dir mal von meinen Großeltern (ein Teil Ostpreußen, anderer Teil Sudetenland) die Vertreibung und die Ermordung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aus ehemals deutschen Gebieten erzählen.

die aermsten

gelangweilt


Das ist sehr ignorant und menschenverachtend, was Du da in drei Worten eingekleidest. Es tritt Menschenwürde mit Füßen von Betroffenen, die Niemand etwas zu Leide getan haben und vom Schicksal einfach Jemandem vor die Flinte gelaufen sind. Ich kenne eine Familie, die innerhalb von zwei Stunden ihr Sack und Pack bündeln mussten, alles Hab und Gut verloren und in eine ungewisse Zukunft liefen, als einziges Ziel nur die Rettung des Lebens und das ihrer Kinder. Das bisschen, was sie dabei hatten, wurde ihnen unterwegs geraubt. Sie mussten ertragen, wie in Eiseskälte Menschen einfach so wegstarben und im Straßengraben endeten ohne ordentliche Beerdigung. Unter diesem Trauma leben die noch heute. Und Du reißt Dich zu solchen drei Worten hin, das ist wahrlich bemitleidenswert, und diese Worte solltest Du mal den Betroffenen direkt ins Gesicht sagen.
 

headbanger

Großmeister
14. Februar 2003
91
Tourett schrieb:
Dann laß Dir mal von meinen Großeltern (ein Teil Ostpreußen, anderer Teil Sudetenland) die Vertreibung und die Ermordung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aus ehemals deutschen Gebieten erzählen.

die aermsten

gelangweilt


Dazu sag ich jetzt mal nix...... du bist eben ein Wohlstandskind und bist in Deiner Einstellung genau dort angekommen, wo man nicht mehr nachfragt, Interesse am eigenen Volk zeigt. Du bist genau das, was seit Jahrzehnten aus uns Deutschen gemacht wird: Ein willenloser Haufen, für die die BEIDSEITIGE Betrachtung der damaligen Dinge tabu ist.

Herzlichen Glückwunsch!
 

Tourett

Geheimer Meister
29. August 2002
383
Das ist sehr ignorant und menschenverachtend, was Du da in drei Worten eingekleidest. Es tritt Menschenwürde mit Füßen von Betroffenen, die Niemand etwas zu Leide getan haben und vom Schicksal einfach Jemandem vor die Flinte gelaufen sind. Ich kenne eine Familie, die innerhalb von zwei Stunden ihr Sack und Pack bündeln mussten, alles Hab und Gut verloren und in eine ungewisse Zukunft liefen, als einziges Ziel nur die Rettung des Lebens und das ihrer Kinder. Das bisschen, was sie dabei hatten, wurde ihnen unterwegs geraubt. Sie mussten ertragen, wie in Eiseskälte Menschen einfach so wegstarben und im Straßengraben endeten ohne ordentliche Beerdigung. Unter diesem Trauma leben die noch heute. Und Du reißt Dich zu solchen drei Worten hin, das ist wahrlich bemitleidenswert, und diese Worte solltest Du mal den Betroffenen direkt ins Gesicht sagen.

tach elbee
soso du kennst also ne familie
die im krieg was schreckliches
erlebt hat
ich bin in so einer grossgeworden
also laber nicht
das ist 60 jahre her
das juckt mich nicht mehr


@headdingengs

Dazu sag ich jetzt mal nix......

warum ?

du bist eben ein Wohlstandskind

denkst du

und bist in Deiner Einstellung genau dort angekommen, wo man nicht mehr nachfragt, Interesse am eigenen Volk zeigt.

ich sehe mich als mensch

Du bist genau das, was seit Jahrzehnten aus uns Deutschen gemacht wird:

*lol* wessen geistes kind bist du eigendlich ?

Ein willenloser Haufen, für die die BEIDSEITIGE Betrachtung der damaligen Dinge tabu ist.

mit sicherheit nicht

Herzlichen Glückwunsch!

yupp fick dich auch
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo headbanger, Elbee,

auch ich kann tourett's Sarkasmus nicht gutheißen!

Wer jedoch - wie headbanger - einfach nicht weiss - oder nicht wissen kann - wie sich die Geschichte damals wirklich ereignet hat, der sollte sich halt informieren!

Es war seinerzeit durch den Gauleiter Erich Koch z. B. für Ostpreussen angeordnet, dass - bei Todesstrafe - kein Einwohner Ostpreussen verlassen durfte! (Nebenbei hatte der liebe Gauleiter stets mehrere Fluchtfahrzeuge einsatzbereit).

Nur deshalb kamen die Leute in diese Zwangssituation, konnten erst zu spät fliehen und wurden - von der roten Armee - überrollt. Am Haff findet ist daher der größte Flüchtlingsfriedhof des zweiten Weltkrieges.

Um es endlich auch mal klarzustellen

Die Russen haben das Massaker angerichtet - die Nazis waren, mit ihrer menschenverachtenden Ignoranz, dafür verantwortlich. Man schätzt, das ohne den Befehl Koch's, sicher zig hundertausend Flüchtlinge überlebt hätten. Das kann man auch nahtlos für die Sudetendeutschen übertragen.

Und um nur die Koch-Story zu vollenden. Ohne Probleme - s. o. - gelang es natürlich dem Gauleiter Koch dem Kessel von Königsberg zu entfliehen.

während Tausende auf der Flucht ihr Leben lassen mußten

Dem "standfesten" Gauleiter gelang es sogar, sich noch bis 1950 zu verstecken, bevor er gefaßt und an Polen ausgeliefert wurde. Er wurde zwar - für zehntausenfachen Mord zum Tode verurteilt - das Urteil wurde jedoch nie vollstreckt. Soweit ich mich erinnere ist Koch Mitte der 80iger Jahre in einem Gefängnis in Polen verstorben.

Nota bene:
Nur allein die Koch-Story sollte z. B. allen, welche die Nazis und ihre Führung heutzutage noch glorifizieren die Augen öffnen - was bei chronisch Blinden natürlich vergebliche Liebesmüh ist! Man mag mir daher verzeihen, wenn ich auf die neuen Braunen etwas allergisch reagiere!

Hoffenderweise Artaxerxes
 

Ein_Liberaler

Ritter des Heiligen Andreas von Schottland
14. September 2003
4.926
Daß ohne ihren verrückten Gauleiter mehr Ostpreußen den russischen Mördern entkommen wären, spricht meines Erachtens nicht für die Russen.

(Wobei ich um Gottes willen nicht alle Russen anklagen will. Ich will nur einen Satz nicht über Verständnis in die Länge ziehen. Es ist mir durchaus klar, daß die russischen Kampftruppen sich oft völlig korrekt betragen und erst die nachrückenden Etappeneinheiten sich sonstwie aufgeführt haben, nicht selten ermutigt von deutschen Menschenfreunden wie Weinert.)
 

Wiesengrund

Geheimer Meister
26. Juni 2003
189
Artaxerxes schrieb:
Hallo headbanger, Elbee,

auch ich kann tourett's Sarkasmus nicht gutheißen!

Falls es Sarkasmus war, heiße ich ihn gut. Tourett hat es doch fett gemacht: "die Ermordung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aus ehemals deutschen Gebieten"(headbanger) fand einfach nicht statt. Nichtmal die Vertreibung. Flucht, Evakuierung, "wilde" Vertreibung und "legale" Vertreibung sind verschiedene Dinge.
Ich will individuelles Leid bei Flucht, Evakuierung oder Vertreibung gar nicht kleinreden, aber diese (kollektiven, deutschen Opfer-)Mythen langweilen mich auch oder widern mich an.
 

Tourett

Geheimer Meister
29. August 2002
383
@Artaxerxes
danke
fuer deine sachliche aufklaerung

@headbanger

Deine Äußerungen lassen mich stark an Deiner Sozialkompetenz zweifeln.

Sozialkompetenz
nettes wort
hast du auch sachlich was drauf ?

@wiesengrund
ich denke du weist was ich meine
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
jooo ... wenn man außerdem noch bedenkt, dass solche Leidensgeschichten voll Not und Flucht heute täglich in anderen Teilen der Welt stattfinden ...



Namaste
Lilly
 

Elbee

Vorsteher und Richter
28. September 2002
730
Wiesengrund schrieb:
Artaxerxes schrieb:
Hallo headbanger, Elbee,

auch ich kann tourett's Sarkasmus nicht gutheißen!

Falls es Sarkasmus war, heiße ich ihn gut. Tourett hat es doch fett gemacht: "die Ermordung einer ganzen Bevölkerungsgruppe aus ehemals deutschen Gebieten"(headbanger) fand einfach nicht statt. Nichtmal die Vertreibung. Flucht, Evakuierung, "wilde" Vertreibung und "legale" Vertreibung sind verschiedene Dinge.
Ich will individuelles Leid bei Flucht, Evakuierung oder Vertreibung gar nicht kleinreden, aber diese (kollektiven, deutschen Opfer-)Mythen langweilen mich auch oder widern mich an.

Nochmal nachlesen: Eine Familie, ein individuelles Schicksal, mir bekannt und geschildert, nachvollziehbar sollte das auch für ein Tourett oder Wiesengrund sein. Scheinbar aber nicht, denn kollektiver ausgedachter und gar nicht im Zusammenhang stehender Opfer-/Mythenquatsch mit Langweilfaktor muss offenbar als Alibi dagegenhalten. Superb und kreativ diese Leistung. Doch Moment, weißt Du was: Nö, ist nur selbstgefällig und einäugig. DAS langweilt.
 

Paran

Vorsteher und Richter
30. November 2003
795
Die Verharmlosung und Relativierung von Verbrechen welche an Deutschen begangen worden sind finde ich sehr erschreckend. Das sind nämlich lustigerweise immer die Leute welche sich dann umso mehr für die Verbrechen der bösen Deutschen schämen. Diese masochistische Einstellung zur eigenen Geschichte empfinde ich als befremdend. Es ist doch völlig egal ob es 60 Jahre her ist, macht es das besser? 45/46 sind auf der Flucht allein 200.000 Sudetendeutsche umgekommen. Wie die Zahlen in Ostpreußen, Schlesien und den andern von Deutschen besiedelten Ostgebieten ausschauen weiß ich nicht, aber insgesamt dürfte es wohl in die Millionen gehen. Natürlich sind indirekt die Nazis schuld und natürlich wurden vorher von deutscher Seite Verbrechen begangen, aber das macht es doch umgekehrt nicht weniger schlimm!
 

headbanger

Großmeister
14. Februar 2003
91
Genau darum geht es. @paran hat es auf den Punkt gebracht. Dieser, uns Deutschen von klein auf eingepflanzte Schuldkomplex, die eingetrichterte Verharmlosung der alliierten Kriegsverbrechen, ja die anerzogene Ablehnung jeglichen Nationalstolzes ... sind genau die Dinge, welche ich verurteile. Ja, wir Deutschen haben extremen Mist gebaut.... in einem Umfeld, als nationaler Wahn, scheitern Deutscher Demokratie, Revisionsgelüste sowie wirtschaftlichen Niederganges eine Diktatur in all ihren Ausmaßen installiert wurde.

Waren es nicht zum größten Teil unsere Großeltern, die dieses System mitgetragen haben? Ja... zum größten Teil. Als Volk(sdeutsche).

Und trotzdem wagen wir es, uns anzumaßen, uns selbst in diese Täterrolle, auch heute noch, meist selbst, hineinzudrängen!

Diese Art hat uns zu dem gemacht, was wir als deutsche heute sind:
Ein Volk von Jammerlappen und Meckerern. Ein Volk von auf "Ihhh.... der-hat-Nationalstolz-Nazischwein" - Fingerzeigern. Wir sind nicht mehr in der Lage, unsere Geschichte als Täter und später als Opfer aufzuarbeiten.

Doch Gott sei Dank, findet allmählich ein Umdenkungsprozeß statt. Wer die Welt der Sach-und Fachbücher (LEGAL) durchforstet, wird seit neuestem Literatur finden, die die deutsche Geschichte dieser Periode mal in einem anderen (beileibe kein rechter Populismus) Licht erscheinen läßt.

Dringend den Leuten empfohlen, die ihre Großeltern am liebsten steinigen würden, nur weil sie damals einem "Herrenvolk" angehörten....


... nachdenkliche Grüße
Headbanger
 

Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo Headbanger,

Waren es nicht zum größten Teil unsere Großeltern, die dieses System mitgetragen haben? Ja... zum größten Teil. Als Volk(sdeutsche).

Und trotzdem wagen wir es, uns anzumaßen, uns selbst in diese Täterrolle, auch heute noch, meist selbst, hineinzudrängen!

wie überall und zu aller Zeit gab es Agitatoren und Mitläufer. Das war auch im III. Reich nicht anders. Es gab die "Clique" der eindeutig identifizierten Täter, nämlich die Reichsführung und deren handelnde Organe - sei es nun SA, SS, oder SD. Zusätzlich natürlich auch die "handelnden" Personen die sich aus Schreibtischtätern sowohl als auch aus leitenden Juristen und Ärzten zusammensetzten.

Man sollte nie vergessen, dass dieses Regime ja nur möglich war, weil Deutschland extrem unter der Weltwirtschaftskrise sowie den Reparationsforderungen aus dem I. Weltkrieg zu leiden hatte. Zudem hat der gekränkte Nationalstolz ein Übriges dazu beigetragen.

Den sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwund - Anfang der 30iger Jahre - hat Hitler für sich vereinnahmt, obwohl dieser Aufschwung auch ohne ihn gekommen wäre. Und von da an waren die Weichen gestellt! Die Medienlandschaft war überdies stark unterentwickelt und Hitler hat auch dies für seine Pläne genutzt. (Beispiel: Volksempfänger) Es wurde ja dann nur noch parteitreu gesendet, die Filmindustrie war ebenfalls gleichgeschaltet, genau so wie die Presse. Wo also hätte sich der halbwegs gebildete Durchschnittsdeutsche unabhängig informieren sollen?

Und was die "Täterrolle" betrifft - jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt! Wer meint, immer noch den Kotau machen zu müssen, der soll das tun, ich persönlich habe dies nie getan! Eine Kollektivschuld einem Volk oder Land zuzuordnen, ist schlichtweg falsch.

Es sind immer die gleichgearteten Agitatoren, die - zumeist - eine temporäre Zwangslage für sich auszunützen vermögen. Zu einer anderen Zeit sowie unter anderen Vorzeichen und Umständen wäre es, z. B. einem Hitler, nie gelungen an die Macht zu kommen.

Quintessenz:

Jede Medallie hat zwei Seiten, und die sollte man auch immer einzeln betrachten!


So long Artaxerxes
 
Oben Unten