Die Wirtschaft befreit die Menschen von der Arbeit

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_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
hier sieht man mal richtig schön, wie die unternehmer schon seit jahren marx als richtig erkennen, und der rest von deutschland glaubt, er wäre widerlegt
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
Wir steuern auf eine Gesellschaft zu, in der die Arbeit verschwindet. Und die Frage ist nur, was die Menschen dann alle mit ihrer Zeit anfangen.

>>>>>>>>
Ich finde das ist schon ein Problem...
Irgendwann kann man nicht mehr "mehr" konsumieren. Dann sind eben viele Menschen einfach "über" oder nicht?
 

schwede_78

Großmeister
28. Juni 2005
98
Mmmhhh....muss ich erstmal länger drüber nachdenken. Fakt ist: Die Mehrwertsteuer hat pro 100 EUR STeueraufkommen die geringsten Erhebungskosten. Von daher ist die Idee, Unternehmenssteuern auf die MWST zu verlagern richtig, denn die UntST sind "teurer". Genau deshalb wird es auch niemals eine Vermögenssteuer geben, die irgendwie Sinn machen würde (auch wenn sie gerecht wäre!), denn die Erhebungskosten liegen bei ca 100 % des Steueraufkommens. Das System dahingehend zu verändern wäre natürlich in Deutschland sehr schwer - Steuerberater und alles was da dranhängt haben ja eine unglaubliche Lobby. Wie sooft wird aber auch diese Idee in der Mottenkiste verschwinden, weil sie an den gleichen Hürden scheitert wie es Schröder getan hat. Jede Interessenvertretung geht (erfolgreich) auf die Barrikaden, sobald irgendeine Entscheidung ansteht- echt frustrierend im Land der Dichter und Denker :cry:
 

schwede_78

Großmeister
28. Juni 2005
98
Aligatooo schrieb:
Ich finde das ist schon ein Problem...
Irgendwann kann man nicht mehr "mehr" konsumieren. Dann sind eben viele Menschen einfach "über" oder nicht?

Bitte erläutern. Nur weil sie nicht arbeiten sind sie doch nicht über?!
Die schlesischen Weber haben damals auch ihre Webstühle kaputtgemacht - sie wollten sich nicht die Arbeit wegnehmen lassen. So ist es nunmal...ich denke, Arbeit wird nie ausgehen. Man wird sich nur schneller umstellen müssen als früher. "Lebenslanges lernen" ist die Devise.
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
schwede_78 schrieb:
Aligatooo schrieb:
Ich finde das ist schon ein Problem...
Irgendwann kann man nicht mehr "mehr" konsumieren. Dann sind eben viele Menschen einfach "über" oder nicht?

Bitte erläutern. Nur weil sie nicht arbeiten sind sie doch nicht über?!
Die schlesischen Weber haben damals auch ihre Webstühle kaputtgemacht - sie wollten sich nicht die Arbeit wegnehmen lassen. So ist es nunmal...ich denke, Arbeit wird nie ausgehen. Man wird sich nur schneller umstellen müssen als früher. "Lebenslanges lernen" ist die Devise.


Ich mein damit, das man nur 24 Stunden am Tag Zeit hat zu konsumieren.
(Ich, für gewöhlich schlafe auch mal...)
z.B. Es wird ne Maschine erfunden, die mit einem Arbeiter 500 Autos am Tag produziert. Jedoch kann man nur ein Auto fahren....
und nun stell dir das mal mit allen Gütern vor....


Grüße
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
marx hat mal den leider wahren satz gesagt:
der arbeiter arbeitet für seine eigene überflüssigmachung
das trifft zu, und genau das, was die produktivitätssteigerung ausmacht, ist eben der abbau von arbeitsplätzen
leider kann man den nicht wählen, und leider auch niemanden, der annähernd so vorrausschauend und scharf denken kann.. die politik ist nun mal bei uns ein ansammlungsbecken von mittelmaß und horizonten, die nicht über das feierabendbier hinausgehen
 

Dagmar_Krause

Geheimer Meister
21. Februar 2003
201
Guten Abend,

in einem der Schrödingers Katze Bände von Wilson, hat der gute Robert A. sich mit diesen Thema auseinander gesetzt.
In seiner Darstellung beschäftigte sich ein Teil der Menschen damit Dinge zu lernen und sich zu bilden ein anderer Teil mit Sex Drogen und Fernsehen (falls man Fernsehen nicht zu den Drogen zählt), ein dritter Teil beschäftigte sich mit beiden Komplexen.

Ich wüßte nicht was man sonst in einer Welt ohne Arbeit tun sollte.

Vieleicht Rosen züchten?

mit freundlichen Grüßen

Frl. Krause
 

schwede_78

Großmeister
28. Juni 2005
98
_Dark_ schrieb:
die politik ist nun mal bei uns ein ansammlungsbecken von mittelmaß und horizonten, die nicht über das feierabendbier hinausgehen
Falsch. Die Politiker sind nicht unbedingt die absolute Elite, das stimmt. Sie sind aber eine Vertretung des Volkes und müssen demensprechend auch Politik und Wahlkampf machen. Das Volk ist nunmal blöde - und da in einer Demokratie jeder Blödmann das gleiche Stimmrecht hat wie ein Professor oder Top-Manager, werden auch in Zukunft nur stammtischmäßige Dinge umgesetzt werden können. Sobald eine Partei konstruktive Vorschläge macht, die etwas Denkvermögen vorraussetzen, kommen andere (z.B. Linkspartei!!!) und nehmen denen mit stumpfen Parolen und peinlichen Forderungen die Wähler weg - das ist die hochgelobte Demokratie!
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
antimagnet schrieb:
arbeit gibts genug. ich glaub nicht, dass sich das ändern wird.

es wird nur nicht immer bezahlt.


Wer arbeitet den (freiwillig) ohne Lohn?


Und wenn es genug arbeit geben würde, warum haben wir dann 8 Million Arbeitslose?
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Aligatooo schrieb:
Wer arbeitet den (freiwillig) ohne Lohn?


Und wenn es genug arbeit geben würde, warum haben wir dann 8 Million Arbeitslose?


wegen mindestlöhnen und kündigungsschutz.

von denen die arbeit haben, kenne ich keinen, der nicht der meinung ist, er sei eher überlastet.

und auch sonst gibts genug zu tun. man kann omas den einkauf erledigen, patienten besuchen, den müll aus dem wald räumen und und und.

vielleicht hätte ich besser sagen sollen, es gibt genug zu tun.


und jede hausfrau arbeitet ohne lohn.
 

Munich

Intendant der Gebäude
6. Oktober 2002
857
Naja, aber wenn keiner Arbeitet, hat auch keiner Geld, kann nicht konsumieren, die Firmen nehmen nix ein und gehen kaputt.

Irgendwie würde ich das gerne noch miterleben, denke aber mal das dauert noch so wie ich es geschrieben habe mind. 80 Jahre.

Gruß
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
antimagnet schrieb:
Aligatooo schrieb:
Wer arbeitet den (freiwillig) ohne Lohn?


Und wenn es genug arbeit geben würde, warum haben wir dann 8 Million Arbeitslose?


wegen mindestlöhnen und kündigungsschutz.

von denen die arbeit haben, kenne ich keinen, der nicht der meinung ist, er sei eher überlastet.

und auch sonst gibts genug zu tun. man kann omas den einkauf erledigen, patienten besuchen, den müll aus dem wald räumen und und und.

vielleicht hätte ich besser sagen sollen, es gibt genug zu tun.


und jede hausfrau arbeitet ohne lohn.



Ja, kann ich selbst nen Lied von singen.

Aber nenne mir einen logischen Grund, warum ein Unternehmer einen weiteren Mitarbeiter einstellen sollte, wenn die arbeit auch von einem erledigt werden kann. (Jeder beklagt sich, aber funktionieren tuts ja auch so)... Selbst wenn er ohne Kündigungsschutz und Mindestlohn einstellen könnte wäre es aus unternehmersicht unlogisch...


Ich muß auch arbeiten und meinen Haushalt alleine machen...
Das Bild von der Frau am Herd ist von Gestern... oder nicht?


Naja, aber wenn keiner Arbeitet, hat auch keiner Geld, kann nicht konsumieren, die Firmen nehmen nix ein und gehen kaputt.
Darum geht es...

Kamm gerade Werbung von Praktiker im Radio: 4,99€ der Winkelschleifer..
Hat Bill Gates nicht mal gesagt: Wenn sich die Automobilindustrie so schnell wie die Computerbrange entwickelt hätte, würden Autos nicht mehr als 2,50 kosten...
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
Aber nenne mir einen logischen Grund, warum ein Unternehmer einen weiteren Mitarbeiter einstellen sollte, wenn die arbeit auch von einem erledigt werden kann. (Jeder beklagt sich, aber funktionieren tuts ja auch so)... Selbst wenn er ohne Kündigungsschutz und Mindestlohn einstellen könnte wäre es aus unternehmersicht unlogisch...


wenn der erste sagt: chef, wenn ich das alleine machen soll - dann geh ich.

er hat ja ein bürgergeld von gut 1.000€.
 

Aligatooo

Geheimer Meister
13. November 2004
276
antimagnet schrieb:
Aber nenne mir einen logischen Grund, warum ein Unternehmer einen weiteren Mitarbeiter einstellen sollte, wenn die arbeit auch von einem erledigt werden kann. (Jeder beklagt sich, aber funktionieren tuts ja auch so)... Selbst wenn er ohne Kündigungsschutz und Mindestlohn einstellen könnte wäre es aus unternehmersicht unlogisch...


wenn der erste sagt: chef, wenn ich das alleine machen soll - dann geh ich.

er hat ja ein bürgergeld von gut 1.000€.



mmmh ja..

Wenn jetzt ich sach mal das Arbeitslosengeld 1 abgeschafft und das Arbeitslosengeld 2 auf anfangs 600€ erhöht wird. Hätten wir nicht schon so ne art Bürgergeld? Kündigungsschutz muß dann aber auch weg.
Harz 4 wird umbenannt in Bürgergeld.... :wink:
 

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