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KoRnyRoach

Geheimer Meister
4. November 2002
374
vor einigen jahren fand eine wahre "ausstiegswelle" statt. viele personen, darunter auch wohlhabende, haben ihr sachen gepackt, ihr leben hier aufgegeben und sind auf irgendwelche inseln oder sonstwo in die welt gezogen und haben dort alternative lebensformen eingeschlagen (selbstversorgungs-landwirtschaft, surflehrer, soziale arbeit in elendsgebieten uvm...)
jetzt frag ich mich ernsthaft: wer zwingt uns eigentlich, einen ganz "gewöhnlichen" beruf zu ergreifen, zu studieren, uns 40 jahre den A**** abzuarbeiten... wozu?? können wir nicht auch unsere sachen packen, uns irgendwo "zur ruhe setzen" und in unsere eigne tasche arbeiten... klar kann man nicht den komfort der zivilisation erwarten, keine dollen autos fahren usw... aber ist man nicht vielleicht glücklicher und ruhiger?

bin im moment net in der lage meinen gedankengang klarer auszuformulieren, aber ich denke ihr versteht schon was ich ausdrücken will.
meinungen bitte...
 

Woppadaq

Großmeister-Architekt
2. August 2003
1.228
wer dich zwingt, weiß ich nicht.............

wer UNS zwingt.......nunja.......wir selber vielleicht ???
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.185
Man kann sich natürlich fragen, was ist alles überhaupt wert? Es steht selbst in der Bibel, es ist alles nur Wahn und ein Jagen nach dem Wind. Es ist also alles vergänglich und lezten Endes werden auch wir vergessen und niemanden interresiert es was wir mit unserem kleinen bedeutungslosen Leben angefangen haben. Es sei wir erlangen durch etwas berühmtheit so dass unser Name überdauert, doch das tun die wenigsten.
So kannst du es ruhig hinschmeißen und das tun was du willst, sei es eben Surflehrer in Alaska oder Heizungsverkäufer auf Hawai.
Wenn nicht soviele Leute Angst vor veränderung hätten wurde es mehr Aussteiger geben.
Wenn das Leben dir in einem anderen Land mehr bietet, warum sollte man das nicht tun und dorthin ziehen?
Oder in ein Tibetiansiches Kloster oder sonst etwas tut wenn man am ende sagen kann, jetzt bin ich glücklich. Darum geht es doch, sich selbst bei dem was man tut wohlzufühlen. So sehe ich das, doch sollte dabei niemand anderest zu schaden kommen. Also sich "selbst verwirklichen" und die Kinder dahiem Hungern lassen oder so.
 

Ehemaliger_User

Beatus ille, qui procul negotiis.
10. April 2002
24.048
Es ist natürlich erst einmal verlockend, daran zu denken, nach Afrika auszuwandern, sich dort einen Buschmann-Stamm zu suchen, dem man sich anschließt und mit dem man jagt und Wasser sucht. Aber das ist wohl doch nicht so einfach. Wir alle haben uns doch viel zu sehr an das bequeme Leben gewöhnt, wir heulen doch schon rum, wenn wir im Sommer mal in ein Auto ohne Klimaanlage steigen müssen. Die Zivilisation hat uns natürlich stark beeinflusst, und mit ihr der Komfort, und mit diesem wiederum die Bequemlichkeit.
Und immerhin: Es gibt auch noch Urlaub.
 

MrMister

Großer Auserwählter
13. April 2003
1.525
Ich denke die Angst vor Veränderung und die Tatsache, das das Leben hier für uns einfach so normal ist, man geht zur Schule, sucht sich nen Job, arbeitet sich doof, geht in Rente und stirbt, so haben es unsere Großeltern gemacht, so haben es unsere Eltern gemacht und so machen wir es! Dieses System ist feste in unserem Kopf verankert, deshalb schaffen es die wenigsten "Auszusteigen"
 

Black-Jack-ME-

Geheimer Meister
3. Mai 2002
473
es geht nur darum, das man einen hohen preis zahlt, wenn man dorthin zieht... man gibt vieles auf, damit meine ich in erster linie die freunde + familie, und in zweiter linie die materiellen dinge, ich möchte nicht wissen wie viele leute dort umkommen würden, nur weil sie hör mal wer da hämmert verpassen...
 

sdrulezagain

Geheimer Meister
3. Mai 2003
275
ich arbeite darauf hin auszusteigen
erstmal abi dann studieren höchstwahrscheinlich philosophie und tehologie oder irgend eine sprache
danach etwas geld verdienen und dann ab nach südamerika oder indien und dort in einem rgenwaldsgebiet als stammesforscher oder umweltschützer tätig sin
hoffentlich gibts dann noch regenwald*träumt*
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
Was ist der Sinn, auszuwandern und Surflehrer zuwerden??? Wäre es nicht praktikabler, sich mit Freunden und der Familie etc zusammen zu setzen und HIER was zu verändern??? Einen vom kiffen abhalten...vom rauchen oder was anderem??? Mal ein gutes Gespräch zu führen??? Und Surfen kann man dann im Urlaub!!! Fangt an zu malen...Musik zu machen oder was anderes....´so kann man sich auch verwirklichen und muss nicht alles aufgeben...das ist evtl gut...aber wenn man zurück kommt und als Surflehrer war es doch nicht sooooo toll...dann hat man nichts mehr! Deswegen....probierts im klenen Masstab!
 

sdrulezagain

Geheimer Meister
3. Mai 2003
275
ich will eigentlich weg damit ich nicht dieses für alle in seinen grundzügen vorbestimmte leben leben muss
freiheit
echte freiheit is wohl mein traum
und wieso sollte man da nichts ändern können
hier ists mir wirklich langsam egal was mit allen um mich herum passiert
 

OTO

Erhabener auserwählter Ritter
18. März 2003
1.185
Man kann ja auch in die Fremdenlegion gehen und nach harten 5 Jahren zurückkommen, da hat man dann sicher schon mehr erlebt als wenn man Surflehrer (warum überhaupt surflehrer, es gibt ja so viel Strand in Deutschland und so viele die das wirklich gut können um zu unterrichten) gewesen ist an der Norwegischen Küste.
 

Diskordias Legionär

Geheimer Sekretär
25. April 2002
606
sdrulezagain schrieb:
ich will eigentlich weg damit ich nicht dieses für alle in seinen grundzügen vorbestimmte leben leben muss
Und das musst Du im Urwald...als Surflehrer oder so nicht??? Du musst essen, schlafen, etc.......evtl Kinder kriegen und sterben....die einzige Lösung, die ich sehe: SMI²LE!

sdrulezagain schrieb:
echte freiheit is wohl mein traum
Und was ist das genau???

sdrulezagain schrieb:
hier ists mir wirklich langsam egal was mit allen um mich herum passiert
Hätten doch Ghandi, Nietsche und Martin Luther King auch so gedacht....würden wir nicht in einer besseren Welt leben??? :?
 

Sentinel

Großmeister-Architekt
31. Januar 2003
1.222
Seine persönliche "Freiheit" finden zu können ist meiner Meinung nach die höchste Fähigkeit des Menschen.
Wenn ihr das Verlangen habt, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, dann tut das. Ich selbst gedenke das nach dem Zivildienst zu tun und mich erstmal auf vielleicht 1/2 Jahre zu "verdrücken" (natürlich werdet ihr weiter informiert). Mal schauen, was sich so ergibt, obwohl mein erstes Ziel, Neuseeland, einigermaßen feststeht.
Man hat einfach die größere Auswahl an Lebensmöglichkeiten, wenn man sich nicht einschließt und nach draußen geht. Vielleicht halten wir mal diesen Lebensstil hier in Deutschland für das Optimum, aber genau das möchte ich selbst herausfinden, und warum sollte ich das nicht tun ?

Lasst euch nicht entmutigen !
 

RuudschMaHinda

Geheimer Meister
18. Februar 2003
120
Nachdem ich einmal Ferien (diesen April) auf Trinidad und Tobago gemacht habe. Und dort auch (schon vorher über das internet und dann real, einer Einladung folgend) Freunde gefunden habe, haben wir zusammen meine eventuellen Zukunftsmöglichkeiten ausgelotet. Und eins steht für mich fest: Nach meinem Studium hält mich nichts mehr hier in Deutschland!

Warum das ganze Jahr für drei vier wochen Urlaub arbeiten und sparen, wenn ich im 'Urlaub' Arbeite und immer sonniges Wetter habe (ich hasse Winter).
Natürlich, kommt auch dort unten irgendwann die Routine, aber das Leben dort ist anders: Hier in DE geht man Arbeiten und ist froh wenn man dann endlich zu hause ist und die Beine hochlegen kann, in der Karibik.... man lebt einfach leichter mit dem richtigen Job.
 

Tamponage

Geselle
6. August 2003
32
mir fällt zur zeit nur auf, dass viele junge leute, ich schließe mich da mit ein, nicht wissen, was sie beruflich machen wollen. Ich wusste nach dem Abi nicht, was ich machen möchte und weiss es jetzt während meiner ausbildung nicht, was ich danach machen möchte.

Was hat das mit dem Thema zu tun, fragt ihr euch vielleicht.


Es ist meiner Meinung nach die Sehnsucht nach dem sprichwörtlich "natürlichem", was viele Leute aus Deutschland (westl. Industrienationen) vermissen.

Ich selber spiele mit dem Gedanken nach meiner Ausbildung oder erst nach dem Studium in die südlichen Gefilde mich abzusetzen und mein Leben als Landwirt zu verdingen. Hört sich sehr nach Kindheitstraum an, aber die Sache hab ich mir gut überlegt.
Und ich kann auch sehr gut die anderen verstehen, wenn sie hier raus möchten.
@Diskordias Legionär
die wenigsten wollen hier glaube ich MLK oder Gandhi nacheifern und ist die Welt unbedingt besser geworden?
 

innerdatasun

Intendant der Gebäude
19. Juli 2002
842
Die frage bei dem drang vieler menschen ihr heil in der ferne zu suchen, ist ja vor allen der, ob wir nicht unsere probleme einfach nur mitnehmen.
Ich glaub nicht das wir unsere probleme einfach nur abstreifen brauchen, sondern das wir sie überallhin mitnehmen. Und wenn wir sie hier nicht lösen werden sie sich bei der nächsten gelegenheit meist als schwieriger erweisen.
Ein gutes beispiel aus der literatur ist der roman "mosquito küste" der auch schon mit harrisson ford verfilmt wurde. Gute charakterstudie über einen mann der mit der modernen wegwerfgesellschaft und ihren menschen nicht klarkommt und als superidealist, zusammen mit frau und kinder eine art neue, bessere gesellschaft an einem verlassenen küstenabschnitt in südamerika aufbauen will.

Gruß an alle
 

orbital

Geheimer Sekretär
19. April 2002
694
aussteigen, sich selbst versorgen klingt gut.

aber wie eine exsistenz im ausland aufbauen? von etwas muss man doch auch leben? landwirtschaft, selbstversorger funktioniert auch nur wenn man land und tiere hat. das wird man wohl nicht zur einreise geschenkt bekommen oder?
so schön wie der traum auch ist, die umsetzung ist nicht ganz ohne.
 

Ihlenam

Großmeister
11. August 2003
93
Ahoi,

ich denke der Reiz am Abhauen und v.a. auch an der Selbstversorgung liegt erstens in der Freiheit, die man dadurch erreichen kann. Man ist sein eigener Herr, niemand steht über einem, man braucht keinen anderen Menschen zum Überleben. Der zweite Punkt ist der Reiz der Veränderung. Jeder Mensch fände es (wenn auch unbewusst) sicher reizvoll noch einmal ganz anders von vorne anzufangen.

Gruß,
Mr.Anus
 

Mitchell

Geheimer Meister
1. Oktober 2002
339
Eine funktionierende Selbstversorgerkommune mit genügend Leuten wäre der Idealfall. Nur das zu erreichen wäre schwer. Aber auf jeden Fall machbar.
Ich kann jeden verstehen, der hier aus dieser Wegwerfgesellschaft, dem maroden System und den Menschen dazu weg will.
Mann sollte in seinem Leben glücklich sein, nur wie man das ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt vielleicht Leute, die das mit einem neuen Auto oder ähnlichem sind, aber Materielle Dinge können doch da nicht das Ziel sein! Verweichlichte Luxusgesellschaft...
Das Leben besteht aus Erfahrungen und je mehr, je besser!
Ich habe mir zB überlegt, ein Jahr oder so mal nach Afrika zum Brunnenbauen oä zu gehen.Da gibt es Gesellschaften, die Zahlen Flug, Unterkunft und Verpflegung - was braucht man denn mehr?
Aber zu Surflehrer zB im Aussi-Land oder Neuseeland oder Tauchlehrer in Asien würd ich sicher auch nicht nein sagen... :-)
Auf jeden Fall stelle ich mir ein Ultimatum bis 30. Bis dahin will ich Spähtestens OUT OF BABYLON sein! Egal wie und mit was! Irgendwas geht immer wenn der Wille da ist!!
Wer kommt mirt?!
 

asamandra

Geheimer Sekretär
12. April 2003
665
sdrulezagain schrieb:
ich arbeite darauf hin auszusteigen
erstmal abi dann studieren höchstwahrscheinlich philosophie und tehologie oder irgend eine sprache
danach etwas geld verdienen und dann ab nach südamerika oder indien und dort in einem rgenwaldsgebiet als stammesforscher oder umweltschützer tätig sin
hoffentlich gibts dann noch regenwald*träumt*

Kann ich gut nachvollziehen, so in etwa sieht auch meine Lebensplanung aus... Nur isses nicht Südamerika oder Indien sondern schlicht und ergreifend die Antarktis, wo ich hinmöchte... Und wenn man da noch im Rahmen eines Forschungsauftrages Geld verdienen könnte, wäre das natürlich optimal...
 

Habakuk

Geheimer Meister
27. Juni 2003
139
Vor langer, langer Zeit, zu meinen Interrail-Tagen, war ich mal in Griechenland auf Ithaka und besuchte dort das "Aussteigerprojekt Sarakiniko Bucht". Die Erfahrung war depremierend! Beispiel: nachdem sich die Kommunity lange über einen von Maccia-Gestrüpp ubersäten Platz lautstark aufgeregt hatte, wurde eine wilde, unkoordinierte "Putzaktion" gestartet, die bei all ihrem Chaos zwar erste Ergebnisse zeigte, dann aber abgebrochen wurde und in eine Diskussion überging.
Inhalt des Disputes: Hat hier jemand Befohlen das Unkraut wegzuräumen? Und wenn ja, wer war's? Und warum gehorchen wir ihm? Und wie ist das mit sich entwickelnden Machtstruckturen? Und so weiter? Es war die reinste Realsatiere. Außerdem brachten viele der "Aussteiger" ihre eigenen Probleme/Gewohnheiten nicht nur mit, sondern Sie pflegten diese auch dort weiter. Also z.B. bereits ab Nachmittags um 14 Uhr im nächsten Dorf beim Bier abhängen. Oder manisch nackt unterm Olivenbaum eine Holzflöte nach der anderen zu schnitzen. Es war traurig und lächerlich. Nach vier Tagen zogen wir froh von dannen – hatten allerdings auch vorher nie vor, dort länger zu bleiben.
 
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