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Amt des Papstes

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Den Grund für die Veranlassung dieses Themas lieferte die Diskussion in einem Thread auf WV und letztendlich die Attacke der Sängerin Lauryn Hill auf die Stellung des Papstes bzw. seines Amtes. Das Papsttum wird als das Petrusamt verstanden. Wie genau wird dies(es Amt) 'begründet'?
 

Gestreift

Vollkommener Meister
12. Juli 2003
516
Das der Bischof von Rom Papst geworden ist hängt wohl damit zusammen, dass man im Neuen Testament folgendes lesen kann:

Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Quelle: Neues Testament, Matthäus-Evengelium Kapitel 16, Vers 18

Hinzu kommt noch der Vers 19, der für mich schon fast hermetisch klingt:

Und ich will dir des Himmelsreichs Schlüssel geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein.

Quelle: Neues Testament, Matthäus-Evengelium Kapitel 16, Vers 19

Diese Sachen soll Jesus zu Simon gesagt haben. Daraus ergibt sich aber nicht zwingend die Schlussfolgerung, dass der römische Bischof nun Stellvertreter Petri auf Erden sein muss. Es mag sein, dass die herausgehobene Stellung Roms (hier gab es wohl die meisten Märtyrer während der Christenverfolgungen) zur damaligen Zeit, mit dazu beitrug, dass der römische Bischof zum Stellvertreter Petri ernannt wurde. Immerhin sollen sich in Rom auch die Gräber der Apostel Petrus und Paulus befinden. Allerdings halte ich es für wahrscheinlicher, dass eine Reihe von kircheninternen Auseinandersetzungen dazu führten, den römischen Bischof zum Papst zu ernennen.

Interessant in diesem Zusammenhang dürfte sein, dass die amtierenden Apostel keine neuen Apostel berufen haben. Zumindest erinnere ich nicht, so etwas in der Bibel gelesen zu haben.

Letztlich galt der Papst wohl nur als Stellvertreter von Petrus. Erst in Amstzeit von Innozenz III (1198-1216) wurde der Papst zum Stellvertreter Christi.

Falls jemand etwas anderes oder mehr weiß, bin ich für konstruktive Kritik dankbar.
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Rom ist das neue Babylon !

Rom ist das neue Babylon und das Papsttum die 'neue Hure Babels' !

Der Begriff 'neue Hure Babel' meint das Papsttum als Leitung der kath.
Kirche. Rom ist nach Jesu Offenbarung eindeutig das 'neue große Babylon'.

Vielerlei Hinweise in der Bibel und in den Offenbarungen Jesu stimmen mit historischen Belegen dahingehend überein, daß das Papsttum unzählige heidnische Praktiken - vor allem den veräußerlichten Zeremonien- und Gottesdienstkult, den Götter- und Halbgötterkult (Dreifaltigkeitslehre, Heiligenkult) aus Babylon übernommen hat - und daher 'Tochter Babels' oder das 'neue Babel' genannt wird.

Weil sich die kath. Kirche fast jede 'gottesdienstliche' Handlung bezahlen läßt und ständig nach Geld, Gold und Macht strebt, und weil sie viele heidnische Kultpraktiken in ihren 'Gottesdienst' aufgenommen hat, wird sie in der Bibel und in Neuoffenbarungen derart bezeichnet.

Da viele Lehren Jesu vom Papsttum verfälscht und durch eigene Gebote und Satzungen ersetzt wurden, zahllose Praktiken und Lehren der kath. Kirche gegen den wahren Geist der Lehre Jesu verstoßen und unzählige wahre Gläubige vom Papsttum verfolgt und getötet wurden, schildern Bibel und Neuoffenbarungen das Papsttum nicht nur als die 'neue Hure Babel', sondern auch als 'Widerchrist' und 'Antichrist' und die Stadt Rom als 'das neue bzw. große Babylon'.

Daher gelten auch alle Vorhersagen der Offenbarung des Johannes über den Untergang des 'großen Babylon' speziell dem Papsttum und der Stadt Rom.

Die Kennzeichen der 'neuen Hure Babel' und des 'großen Babylon'
Jesus wies lt. Offenbarung durch Lorber schon seine Jünger darauf hin, daß seine angeblichen Nachfolger letztlich eine neues Heidentum unter christlichem Deckmantel hervorbringen würden:

»... Ihr müßt euch das Heidentum in jender Zeit, deren Ich Erwähnung tat, nicht so vorstellen, wie da nun beschaffen ist das Heidentum in der Jetztzeit.
Es werden die Götzentempel der Jetztzeit wohl schon lange zerstört sein; aber an ihre Stelle werden vom Widerchristen (Papst) eine Unzahl anderer, und das sogar unter Meinem Namen, erbaut werden,..

... und ihre Priester werden sich als meine Stellvertreter auf Erden überhoch ehren lassen und werden alle Weltschätze an sich zu ziehen am allermeisten bemüht sein.
Sie werden sich mästen; aber das Volk wird in großer Not sein gesitig und leiblich. Seht, wenn jenes Heidentum wird überhandgenommen haben, dann wird auch ehest das große Gericht über die neue Hure Babels ausgegossen werden!...«

Wegen seiner heidnischen Praktiken wird das Papsttum von Jesus also klar als 'neue Hure Babel' gekennzeichnet. Wenn daher alttestamentliche Propheten Endzeitgeschehnisse vorhersagen und von 'Babel' oder 'Babylon' reden, meinen sie immer das entartete Christentum an sich, speziell meist die kath. Kirche und den Vatikan in Rom als Sitz.

Hier noch eine weitere Kuriosität, was zu vertuschen: brandaktuell!

http://www.sueddeutsche.de/sz/politik/red-artikel1226/


Gruß

Arius
 

blaXXer

Vollkommener Meister
8. Dezember 2003
581
nicht nur das neue babylon...rom (der sitz des papstes) war auch (oder ist immer noch?) der sitz des antichristen...in der offenbarung wird die zahl 666 als name des antichristen genannt und wer verbarg sich zu der zweit hinter 666? Kaiser Nero , der christenschlächter...natürlich mit sitz in rom...(keinesfalls hitler oder bush oder sonst so ein wahnsinniger)....
 

Lasker71

Geheimer Meister
30. November 2003
129
Vielleicht kann man das ganze auch harmloser ausdrücken. Die Protestanten meinen, so weit ich weiß, zum Thema Papst: "Wir brauchen keinen".
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Natürlich ist es denkwürdig, dass dieses Amt gerade dort ausgetragen wird, von wo früher die heftigsten Verfolgungen ausgingen, als es übrigens auch innerhalb der Christlichen Gemeinden noch heftigst um die Richtung der Lehre und ihre Einzelaspekte gestritten wurde. Nun ja, heute wird auch noch gestritten. Eigentlich müsste der Papst 'als Stellvertreter Christi' etwas gegen die Christen haben, die ihn als Stellvertreter Christi nicht anerkennen. Sein Amt so zu nennen, ist mehr als anmassend. Aber die 'Unfehlbarkeit' ist schonmal dahin.

Eine handfeste biblische Begründung für das Amt konnte ich bislang nicht finden. Wenn Jesus zu Petrus gesagt hat, dass er einen wichtigen Part im Gemeindebau spielen sollte, dann hat er das eben zu Petrus gesagt. Seht ihr das nicht auch so? Von daher kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die Einrichtung dieses 'Petrusamtes' politische Funktion hat(te).
 

Winston_Smith

Groß-Pontifex
15. März 2003
2.804
@Streicher
Schade, ich habe mit von diesem Thread eigentlich mehr versprochen, als "papst-katholen-bashing". Aber das einige Leute dies hier nutzen, um ihre (verständliche) Meinung über die Kirche zu promoten finde ich nicht so dolle.

Ich hätte gerne noch eine Fakten bezüglich der legitimation des Papstamtes.

Denn ich glaube, daß man sich mit der kirche schon genau beschäftigen muß, will man sie kritisieren...

Ach ja, Deiner Anmerkung zur "Unfehlbarkeit" würde ich jetzt mal widersprechen. (Vielleicht habe ich sie aber einfach auch nur nicht verstanden...)

Meines Wissens nach, ist der Papst sehr wohl unfehlbar. Soweit es "ex catetra", heißt es sich um Fragen des Glaubens dreht, wird der Papst sehr wohl als unfehlbar betrachtet.

Außerdem ging es bei diesem Thema nie um Fragen "aus dem alltäglichen" Leben. Wenn der Papst jetzt sagen würde: "Der Himmel ist rot." Muß nicht jeder Kathole dies glauben. War aber auch nie das Ziel der Unfehlbarkeit.

Ich sehe dies eher als eine Art "Selbschutz" der Kirche. Wenn der oberste Hirte etwas zu Glaubensfragen sagt, ist es erstmal wahr. Man will damit wohl verhindern, daß gleich eine Diskussion gestartet wird. Und soweit ich mich mit dem Islam auskenne, haben die "obersten Hirten" dort auch den "Bonus" der Unfehlbarkeit in Glaubensfragen, oder nicht.

gruß
winston
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
Hmm, also meine Religionslehrerin sagte dazu :
Wo kommt im Glaubensbekenntnis vor, dass der Papst (göttlich...) ausersehen ist ? Ich glaube, daran glaubt nur noch die Leitung des Vatikans. Denn jeder Mensch, was unbestritten sein sollte, ist und war und wird laut Jesus gleich sein.
 

fumarat

Erhabener auserwählter Ritter
21. Januar 2003
1.133
@Winston

Ich sehe dies eher als eine Art "Selbschutz" der Kirche. Wenn der oberste Hirte etwas zu Glaubensfragen sagt, ist es erstmal wahr. Man will damit wohl verhindern, daß gleich eine Diskussion gestartet wird. Und soweit ich mich mit dem Islam auskenne, haben die "obersten Hirten" dort auch den "Bonus" der Unfehlbarkeit in Glaubensfragen, oder nicht.
Es gibt im Islam eine Sekte (subjektiv, ich weiß) die sich Schiiten nennen. Man könnte sie fast als Katholiken (Jungfrau Maria=Fatima, Jesus=Ali,...) unter den Muslimen bezeichnen, deren Imame als unfehlbar gelten...
Nicht aber bei der großen Mehrheit, den Sunniten! Die haben niemals einen Unfehlbarkeitsbonus. Soviel zur Korrektur.


@Arius:

Nur interessehalber. Ist das was du hier und anderweitig von dir gibst eine Lehrmeinung irgendeiner christlichen Sondergemeinschaft oder Ergebnisse deiner persönlichen Studien? Danke!


@Topic:

Gibt es denn keine Katholiken mehr, die was dazu sagen können? 8O Oder muß ich wieder für euch einspringen? Ich warte. :wink:



Grüße fumarat
 

Gaara

Meister vom Königlichen Gewölbe
7. Mai 2002
1.398
fumarat schrieb:
@Topic:

Gibt es denn keine Katholiken mehr, die was dazu sagen können? 8O Oder muß ich wieder für euch einspringen? Ich warte. :wink:



Grüße fumarat
Ich bin Katholik. So, für das Petrusamt gab es hier doch schon eine wundervolle Erklärung, oder nicht ? An die Göttlichkeit des Papstes glauben nur noch wenige. Aber dafür daran, dass er eben das Oberhaupt der Kirche ist. Als Katholik guckt man dann halt an Ostern den Segen und macht vielleicht sogar mal eine Wallfahrt, wo man ihm die Hand küsst (was mir zu weit geht).
 

Adamantios

Geheimer Meister
11. Dezember 2003
171
Es gibt keinerlei plausible Rechtfertigung für diese Stellung des Papstes, die er sich anmaßte.

Der Begriff "Pontifex Maximus" ist eine urheidnische Bezeichnung für das Oberhaupt der Heiden !

Alle anderen herangezogenen Erklärungen sind an den Haaren herbeigezogen samt der Irrlehre der Autorität für die Sündenvergebung, Heiligsprechung ect...Die katholische Kirche sucht die Zersplitterung in so viele christliche 'Sekten', wie sie es nennt, damit zu erklären, daß alle anderen christlichen Gemeinschaften von ihr als der allein wahren und seligmachenden Kirche abgewichen seien.

Aber die katholische Kirche besitzt fast nichts mehr von dem Christentum Christi und der Apostel. Sie hat es allerdings verstanden, für die im ersten Christentum wirkenden Geister Gottes einen menschlichen Ersatz zu schaffen.

Sie führte ein 'unfehlbares Papsttum' ein.

Das war die einfachste Lösung der Wahrheitsfrage. Nun war Christus der Mühe enthoben, die Geister der Wahrheit zu den irrenden Menschen zu senden, wie er es verheißen hatte. Auch brauchte er sein Versprechen, daß er selbst bei seinen Gläubigen alle Tage bis zum Ende der Welt bleiben werde, nicht mehr zu erfüllen. Denn es war ja ein 'Stellvertreter Christi' auf Erden. Wo ein Stellvertreter ist, braucht der nicht zu erscheinen, der vertreten wird.

· Durch die Lehre von einem unfehlbaren Stellvertreter Christi auf Erden wurde die Vermittlung der göttlichen Wahrheiten ganz in die Hände irrender und sündiger Menschen gelegt unter Ausschluß der Wahrheitsboten Gottes. So war der menschlichen Willkür und irdischen Machtgelüsten Tür und Tor geöffnet.

Zwar meinen manche, daß auch bei der Papstwahl der 'Heilige Geist' mitwirke. Aber man kann keinen einzigen Fall angeben, in dem ein Papst durch einen Geist Gottes für sein Amt bestimmt worden wäre.
Oder hat je ein Geist Gottes bei den Papstwahlen durch einen der Wähler als Werkzeug Gottes angegeben, wer Papst werden solle, wie es die Geister Gottes in den ersten christlichen Gemeinden durch die Medien taten, wenn einer als Ältester oder als Bischof bestellt werden sollte?

Schaut euch in der Geschichte des Papsttums die Vorgänge bei den Papstwahlen an.

· Ging es dabei oft nicht recht teuflisch zu?

· Hat man dabei nicht selten alle menschlichen Ränke spielen lassen? Hat man nicht sogar Waffengewalt angewendet, um Anhängern und Günstlingen gewisser Familien die Tiara aufs Haupt zu setzen?

· War nicht eine Reihe von Päpsten in ihrem Tun und in ihrer ganzen Lebensführung eher ein Werkzeug der Hölle, als ein 'Stellvertreter Christi'?

Doch, um diesen Einwand zu beseitigen, sind manch Irre auf eine merkwürdige Erklärung verfallen. Sie unterscheiden zwischen dem Papst als Mensch und dem Papst als 'Stellvertreter Christi'. Sie behaupteten, daß auch der schlechteste Mensch, sobald er Papst sei, Christi Stelle vertrete und die Gabe der Unfehlbarkeit besitze. Also ein Werkzeug Satans und gleichzeitig Christi Stellvertreter!

Ist das nicht verrückt ?

Ist das nicht die größte Lästerung, die man Christus und Gott zufügen kann?

Würde irgendein Mensch seinen größten Feind auch nur für eine Stunde zu seinem Stellvertreter machen?

Gewiß nicht.

Und Gott und Christus sollten das tun?

Gott sollte die hohen Gaben seiner Heilsordnung einem Diener der Hölle anvertrauen?


Jeden gesunden Menschenverstand muß es sagen, daß dies unmöglich ist.

· Die Geister Gottes kommen mit ihren Gaben nur zu dem gottestreuen Menschen und verbleiben nur so lange bei ihm, als seine Treue währt.

Das sieht man in der Geschichte des Königs Saul. Solange dieser begnadete König Gott gehorsam war, stand er täglich mit der Geisterwelt Gottes in Verbindung und konnte 'Gott befragen', wenn er in irgend einem Punkte nicht die Wahrheit erkannte, und er erhielt stets die Antwort Gottes durch die Geister der Wahrheit.

· Als er aber Gott die Treue brach, hörte in demselben Augenblicke der Verkehr mit der Geisterwelt Gottes auf.

Auf seine Fragen, die er an Gott richtete, erhielt er keine Antwort mehr. Anstatt der Geisterboten Gottes nahmen die bösen Geister von ihm Besitz. Alle hohen Gaben waren ihm genommen.

Ein schlechter Mensch kann nie und nimmer Träger heiliger Gaben Gottes sein - auch kein schlechter Papst. Also besaßen wenigstens die schlechten Päpste niemals die Gabe der Unfehlbarkeit. Da man aber bei keinem Papste, wie überhaupt bei keinem Menschen, die Gewißheit hat, ob er innerlich ein Freund oder Feind Gottes ist, so kann niemand auch jemals wissen, ob die Lehre eines Papstes Wahrheit oder Irrtum ist. Also:

· Nur Gott wählt sich die Menschen aus, zu denen er die Geister der Wahrheit sendet.
 

Adamantios

Geheimer Meister
11. Dezember 2003
171
Gestreift schrieb:
Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

Nicht menschliche Wahl kann einen Menschen zum Träger der Wahrheiten Gottes machen. Nicht einmal Christus wählte sich seine Apostel nach seinem eigenen Gutdünken aus. Denn die Apostelgeschichte sagt doch ausdrücklich, daß er sie 'kraft eines heiligen Geistes' erwählt habe (Apostelgeschichte 1, 2).

Daraus folgt, daß Gott erst recht nicht an ein menschliches Amt, wie es das Papsttum ist, die Gabe der Unfehlbarkeit knüpfen kann. Ganz irrig sind daher auch die Auslegungen, die Irrgläubige manchen Stellen des Neuen Testamentes geben, um die Lehre von dem unfehlbaren Papsttum zu beweisen. Sie weisen auf die Worte Christi an Petrus hin:

Matthäus 16, 18 – 19: "Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Auch will ich dir die Schlüssel des Himmelreiches geben; und was du auf der Erde bindest, das wird auch im Himmel gebunden sein; und was du auf Er-den lösest, das wird auch im Himmel gelöst sein."

Aus diesen Worten schließen sie, daß Petrus als Mensch das Fundament der Kirche Christi gewesen sei; daß er als Leiter dieser Kirche in der Verkündigung der Wahrheit nicht irren könne und daß er die Binde- und Lösegewalt über die Glieder der Kirche empfangen habe. Nun sei das Amt des Petrus auf seine Nachfolger übergegangen. Diese Nachfolger aber seien die römischen Päpste. Infolgedessen hätten auch sie dieselben Gaben und Gewalten, die ein Petrus besaß.

Das alles sind große Trugschlüsse!

· Nicht der Mensch Petrus wurde von Christus als der Fels bezeichnet, auf dem er seine Kirche bauen wolle. Nur dem Glauben des Petrus gab er diese Verheißung.

Der Petrusglaube an Christus, als den von Gott gesandten Messias, ist das Dauernde, Unvergängliche und von der Hölle nicht zu Überwältigende - nicht die Person des Petrus. Diesen Petrus hatte die Hölle schon bald nachher überwältigt, als er Christus unter einem Eidschwur dreimal verleugnete.

· Gerade Petrus zeigt, wie wenig Gott auf einen Menschen sich verlassen und daß er auf Menschen keine Heilsordnung aufbauen kann.

Das hieße auf Sand bauen!
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
@ Winston_Smith

Das 'Dogma der Unfehlbarkeit' ist erstaunlich spät eingeführt worden. Beipflichtung zu Deinen Ausführungen: auf Wikepedia.


Als es um die Beschaffenheit der Erde und des Planetensystems ging, hatten sich führende Vertreter der kath. Kirche gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse gestemmt. Ging es letztendlich trotzdem um Glauben? Nicht zuletzt war die 'Glaub'würdigkeit der Kirche in Frage gestellt.

Katechismus Paragraph 889:

"Um die Kirche in der Reinheit des von den Aposteln überlieferten Glaubens zu erhalten, wollte Christus, der ja die Wahrheit ist, seine Kirche an seiner eigenen Unfehlbarkeit teilhaben lassen."
Nun seien auch die Theologen gefragt: wie 'rein' sind die Überlieferungen in der Bibel? Kann man davon ausgehen, dass der Glauben noch 'original' von den Aposteln überliefert ist? Sind Überlieferungen verändert worden, dann wann und wie?
 

Adamantios

Geheimer Meister
11. Dezember 2003
171
Bereits im alten Testament war der Fälschergriffel der Lügenpriester aktiv ! Dafür gibt es unzählige Beispiele !
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
Adamantios: Zwar meinen manche, daß auch bei der Papstwahl der 'Heilige Geist' mitwirke. Aber man kann keinen einzigen Fall angeben, in dem ein Papst durch einen Geist Gottes für sein Amt bestimmt worden wäre.
Oder hat je ein Geist Gottes bei den Papstwahlen durch einen der Wähler als Werkzeug Gottes angegeben, wer Papst werden solle, wie es die Geister Gottes in den ersten christlichen Gemeinden durch die Medien taten, wenn einer als Ältester oder als Bischof bestellt werden sollte?

Schaut euch in der Geschichte des Papsttums die Vorgänge bei den Papstwahlen an.

· Ging es dabei oft nicht recht teuflisch zu?
Wer beansprucht nicht alles Gott oder Wissen über Gott für sich? Wie jedoch weist man denn nach, dass Gott seine Hände im Spiel hatte oder nicht? Ein Medium kann auch dichten, so wie ich diese Zeilen im Medium Internet. Kannst du ein Beispiel für eine nachgewiesene Fälschung in der Schrift nennen?

@ all
Wie seht ihr das: wird bei der Begründung des Petrusamtes so viel Wert darauf gelegt, dass es biblisch begründbar sein muss? Die Bibel ist doch voll von Stellen, in der kenntlich wird, dass einer Gemeinde oder auch Volk jemand vorsteht. In der Installation des Amtes sehe ich eine Verankerung der Glaubenslehre - deswegen auch das Unfehlbarkeitsdogma. In die Richtung zielte doch auch Hills Attacke: sie griff auch die Gottesvorstellung an, dass nämlich Gott einen 'Mittler' oder 'Stellvertreter' brauche/wolle.
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
Wie seht ihr das: wird bei der Begründung des Petrusamtes so viel Wert darauf gelegt, dass es biblisch begründbar sein muss? Die Bibel ist doch voll von Stellen, in der kenntlich wird, dass einer Gemeinde oder auch Volk jemand vorsteht. In der Installation des Amtes sehe ich eine Verankerung der Glaubenslehre
Das ist so nicht ganz richtig. In den ersten christlichen Gemeinden der Bibel wurde die Führung nämlich nicht von einer Person ausgeübt, sondern von mehreren, die auch keine uneingeschränkte Autorität hatten. Wenn die Bibel von Führung in den Gemeinden spricht, dann spricht sie in der Regel immer von mehreren Personen. In der Jerusalemer Urgemeinde waren es z.B. drei Personen: Jakobus, Johannes und Petrus. Die Einführung eines Amtes in der eine Person die absolute Herrschaft über die gesamte Kirche bekam war also mehr als einfach nur eine Festschreibung der Glaubenslehre. Dazu kommt noch, dass der Papst ja ein wenig mehr ist als einfach nur das Oberhaupt der Gemeinde mit absoluter Weisungsbefugnis, er soll ja der Stellvertreter Gottes auf Erden sein und mit der Kirche zwischen den Gläubigen und Gott stehen.
Dazu kommt noch die Frage, für wen die Begründung des Papstamtes denn sein soll: Sie soll für Christen, insbesondere natürlich für Katholiken überzeugend sein. Und für diese Personen ist die Bibel nun mal ausgesprochen wichtig. Auch wenn die katholische Kirche das "sola scriptura" der Reformatoren nicht teilt, so ist auch für sie die Bibel eine grundlegende Autorität. Und die Festschreibung eines Amtes mit derartig weitreichenden Konsequenzen komplett ohne Begründung durch diese Autorität ist für diese Personengruppe kaum vorstellbar. Das heißt, eine biblische Begründung des Papstamtes ist absolut notwendig. In der heutigen Zeit, wo sich die Ökumene auf dem Vormarsch befindet ist diese Begründung für den Papst wichtiger denn je, denn im evangelischen Bereich besitzt die Bibel zumindest nominell einen noch höheren Stellenwert als im Katholischen (sola scriptura).
Die klassische Begründung für das Papstamt wird dann durch die Stellen gegeben, die gestreift angeführt hat, verbunden mit der Lehre der apostolischen Sukzession. Eine Begründung die ich persönlich übrigens für nicht stichhaltig erachte.
 

Adamantios

Geheimer Meister
11. Dezember 2003
171
Es gibt keine Rechtfertigung des Papsttums aus der Bibel

Der größte Fortschritt, den ein Gläubiger machen kann, ist wenn er einsieht, dass die kath. Kirche nichts mit der Christi Kirche zu tun hat. Die Fälschungen sind ein eigenes Thema wert. Werde ich nachher eigenes Thema eröffnen.

Daneben ist auch die Tatsache, dass das Dogma der Dreieinigkeit ein irriges Wahngebilde ist, ein eigenes Thema wert.

Wenn man ohne dogmatische Verblendung aufmerksam die Bibel lesen würde, könnte man erkennen, dass Christi Kirche keine irdische, sondern eine geistige Kirche ist. Aber schon damals haben dies viele nicht erkannt und sich eingebildet, er wollte ein Königreich auf Erden errichten, was er niemals überhaupt je sagte, im Gegenteil: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

Die Kirche Christi kennt keine äußere Zugehörigkeit in der Form der Mitgliedschaft einer irdischen Kirchenorganisation. Daher sind diese rein menschliche Machenschaften und damit ohne dauerhaften Bestand. Sie kennt keine Priester und Bischöfe mit den Machtvollkommenheiten, wie sie die Geistlichkeit der katholischen Kirche für sich in Anspruch nimmt.

Sie kennt keinen unfehlbaren Papst.

Christus hat keinen Stellvertreter auf Erden.

Zur Kirche Christi gehören Menschen aus allen Religionen der Welt.
 

streicher

Ritter Rosenkreuzer
15. April 2002
2.728
@ Lyle

Das ist das Bezeichnende am Umgang mit der Bibel: es wird 'mit Hilfe' ihrer einiges an Lehren, Massnahmen oder an 'Zusätzen' durchgeboxt. Sicherlich kann man für vieles argumentieren, wie auch für die Position des Papstes - sei die Argumentation auch nicht stichhaltig - genau dies sorgt jedoch seit Jahrtausenden für Zunder in den Gemeinden, innerhalb und untereinander, nämlich die Auslegung mit und der Umgang mit der Bibel. Du wirst das kennen. Ist denn die Bibel zum Streiten geschrieben? Eigentlich sollte sie einiges festsetzen, wäre doch anzunehmen.
 

Lyle

Vorsteher und Richter
16. Februar 2003
777
@ Streicher
Du hast recht. Ein wenig "theologischer" ausgedrückt geht es dabei auch um den Unterschied zwischen Exegese und Eisegese. Das erstere ist die Auslegung bei der man die Bedeutung eines Textes erfasst. Das zweite (wörtlich Einlegung) ist der Vorgang bei der man eine fremde Bedeutung in einen Text hineinlegt. Oder anders ausgedrückt. Beim ersten lässt man durch den Text eine Position bestimmen, beim zweiten geht man von einer gegebenen Position aus und sucht dafür Begründungen. Der Unterschied zwischen den Beiden Vorgehensweisen ist manchmal gar nicht so leicht zu sehen, bzw. er ist fließend. Eisegese kann zu einem ziemlichen Problem werden, aber das ist eigentlich mehr die Schuld derjenigen die sie betreiben und auch kein Grund auf eine vernünftige Exegese zu verzichten.

Bei der Bibel tritt nun zusätzlich das Problem auf, dass sie vieles verlangt, was dem normalen (heutigen) Weltbild der Menschen so gar nicht entspricht. Und da die Veränderung eines Weltbildes gar nicht so leicht ist versucht man seine eigene Position eben zu halten und biblisch zu begründen. Ein Beispiel dafür sind die Aussagen der Bibel zur Sexualität, z.B. zum außerehelichen Geschlechtsverkehr und zur Homosexualität. Eigentlich sind die biblischen Positionen ziemlich klar, nur sie entsprechen eben nicht denen der Gesellschaft und sie verhindern auch so manches was man selber vielleicht gerne möchte. Und aus diesem Grund wird dann eben versucht die Bibel mit ihren Aussagen so umzumodeln dass sie doch in die Geselschaft hineinpassen.

Eine Frage im Zusammenhang mit biblischen Begründungen biblischen ist, als wie verbindlich man die Bibel nun nimmt. Ist sie das vollkommene, fehlerfreie und absolut verbindliche Wort Gottes oder ist sie einfach ein Ratgeber der von weisen und frommen Menschen vor zigtausenden von Jahren geschrieben wurde oder liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
An der beantwortung dieser Frage entscheidet sich die Antwort auf Deine Frage von oben. Je wichtiger man die Bibel nimmt und je mehr Autorität man ihr einräumt, desto wichtiger wird auch die Begründung durch die Bibel bzw. die Übereinstimmung mit biblischer Lehre.


Im übrigen sind die Aussagen die die Bibel trifft in vielen wichtigen Dingen schon ziemlich klar und viele Unterschiede gründen sich nicht so sehr auf einer anderen Theologie, sondern auf einer anderen Anwendung.
Ich als Evangelikaler - d.h. als jemand der aus einer ganz anderen Ecke kommt als der Papst - kann übrigens auch vielem was dieser sagt sofort zustimmen ohne mich mit ihm zu streiten.


Übrigens nur mal so als Frage. Wenn Du von Streit geredet hast: Weißt Du eigentlich worin die Hauptunterschiede zwischen evangelischer und katholischer Kirche bestehen(in vielen Dingen sind die sich ja auch einig), wenn man mal von der Organisationsstruktur absieht und worauf diese Unterschiede gründen?

PS: Ich will mit obigem Post nicht sagen dass es zwischen kath. und ev. Kirche keine wichtigen theologischen Unterschiede gibt.
 

IMplo

Geheimer Meister
22. August 2003
352
Das Petrusamt ist rein religiös begründet und insofern nicht wirklich als Diskussionsgegenstand geeignet.

Für mich ist es in erster Linie die Spitze der "Kirchenpyramide" auf Erden.

Wer die Worte der Bibel "Fels auf der die Kirche, Schlüssel zum Himmelsreich, etc" ernstnimmt, dem stellt sich auch hier keine Frage.

Ich denke nicht, daß die Prophezeiungen der Bibel eintreten werden.

Natürlich wird es im Katastrophenfalle (welcher auch immer) von den jeweiligen Religionen "zurechtgedoktert" werden, daß die Prophecies nun eintreten, wie naheliegend es dann auch immer sein mag...

Für mich ist ein Kriterium, aus dem ich den Papst und seine Kirche nicht schätze, die aktive Arbeit zur Verbreitung von AIDS per "non-condom-doktrin". Sorry, wenn das das Ergebnis aus 2000 Jahren Herrschaft und "Mitmenschlichkeit" ist, dann hat der Papst abzudanken und die Kirche ihre Reichtümer unter die Armen der Welt zu verteilen...

Nicht umsonst wurden Mönche, welche die Armut auch und gerade in der Kirche selbst predigten, immer übelst verfolgt!

Es geht in Sachen Kirche doch nicht um Erlösung durch Glauben....das einzige was der Glaube innerhalb der Kirche erlöst, sind die Finanzsorgen der Kirche!

Und wenn es nicht um Erleuchtung und Erlösung geht, wozu dann die ganze Veranstaltung? Sozial sein und mitmenschlich kann man ohne Taufe genausogut!

Meine Meinung:

In der Praxis hat sich der Papst (Petrusamt) über 2000 Jahre hinweg als Geißel freien Willens, freier Bildung, Andersgläubiger , etc, etc erwiesen.

Aus diesem Grunde heraus ist es mir auch ziemlich müßig, über eine evtl. Berechtigung der Veranstaltung nachzudenken - - - das Amt gehört abgeschafft!

Greetz
IMplo
 

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