das war nonsens
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Dies ist eine Diskussion zum Thema "Abzocke durch Zeitarbeitsunternehmen" im "Zeitgeschehen, Politik und Gesellschaft" des Bereiches "Weltgeschehen"
das war nonsens
Zitat von Ein_Liberaler
Doch es spricht etwas dagegen, wenn ich das nochmal aufgreifen darf.
Mal angenommen, alle ab morgen geschlossenen Arbeitsverträge haben keinen gesetzlichen Kündigungsschutz mehr. Wir alle wissen, wie wenig Einfluss man auf die Enscheidungen von Entscheidungsträgern in Firmen nehmen kann.
Rein auf Gewinnoptimierung ausgerichtet und wenig auf Sozialverträglichkeit, was ist der nächste logische Schritt für einen Personalchef? Ganz klar: Wir müssen so schnell wie möglich all jene loswerden, die noch einen alten Vertrag haben! Dann haben wir nämlich NUR noch welche mit Hire-Fire-Verträgen und kein Problem mehr.
So würde die Realität aussehen.
Abgesehen davon möchte ich sehen, wie jemand noch einen Bausparvertrag abschließt oder es auf sich nimmt ein Häusle zu bauen, wenn er nicht die geringste Sicherheit für eine dauerhafte Beschäftigung hat. Denn auch ALGII und andere Umstrukturierungen kommen einem da nicht entgegen.
Zu Managergehältern:
Ich hätte nichts dagegen, wenn die Entscheidungsträger das x-fache des Jahresgehaltes eines Arbeitnehmers bekommen, wenn sie auch für ihre Entscheidungen zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn das Unternehmen ob ihrer Entscheidungen brummt, können Arbeitnehmer doch zufrieden sein, ihr Job ist sicher, die Manager können dafür entsprechend entlohnt werden. Nur: Wenn die Firma den Bach runtergeht, stehen dutzende, hunderte oder gar tausende Arbeitnehmer auf der Straße und die Manager kassieren ne dicke Abfindung und bekommen ev. gleich noch eine neue Anstellung wo anders, weil Manager ja so gefragt sind. Sonderbarerweise interessiert sich da wohl nur selten wer, ob sie ihr Geld auch wirklich wert sind? Zumindest mein subjektiver Eindruck nach solchen Sachen wie Mannesmann u.a.
Mir geht es um die rechtliche, Dir um die politische Vertretbarkeit einer Änderung.
Ich bin sicher, daß ein Kompromiß möglich wäre, der die bestehenden Arbeitsplätze mit ihren Altverträgen sicherer macht, der Unternehmen diesen fliegenden Wechsel erschwert.
Mir geht es nicht um politische oder rechtliche Vertretbarkeit sondern um die praktische Auswirkung einer Änderung. Es würde sicherlich so kommen, wenn man bisheriges Handlen von Unternehmen bzw. der zuständigen Entscheidungsträger berücksichtigt. Daher ist es ja auch so schwer, hier etwas zu ändern.
Und vor allem muss man auch sehen, dass es schwer wird vor den Arbeitnehmern eine Änderung zu rechtfertigen, wenn die Gewinne der Unternehmen beständig in die Höhe gehen und es einen wirtschaftlichen Aufschwung gibt.
Zeitarbeitsfirmen sind jedenfalls keine Lösung.
Praktische Auswirkungen trifft es besser, das meinte ich. Welche Anreize eben die Arbeitgeber erhalten.
Zeitarbeit ist offenbar die Lösung, auf die die Marktteilnehmer gekommen sind, mach was dagegen. Wünschenswert wäre Freiheit, aber wenn sich die nicht durchsetzen läßt... Wann, wenn nicht im Aufschwung und bei sinkender Arbeitslosigkeit und steigenden Beschäftigungschancen soll man denn den Arbeitnehmern eine Lockerung des Kündigungsschutzes verkaufen?