Wen wirst du wählen?

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Wen wirst du im Herbst wählen?

  • Weis nicht

    Stimmen: 0 0,0%
  • CDU/CSU

    Stimmen: 0 0,0%
  • SPD

    Stimmen: 0 0,0%
  • Linkspartei

    Stimmen: 0 0,0%
  • Grünen

    Stimmen: 0 0,0%
  • FDP

    Stimmen: 0 0,0%
  • Andere

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    345

Mr. Anderson

Vorsteher und Richter
24. Februar 2004
704
Hm, siehst Du das genauso? Tatsächlich beeinflussen sich die Wähler bereits gegenseitig, nämlich im Wahlkampf, das ist ja auch Sinn und Zweck desselben. Ebenso beeinflussen sie sich durch die Umfrageergebnisse vor der Wahl, und wählen allein schon deswegen oft taktisch.
Gegen das taktische Wählen hätte ich auch nichts vorzubringen. Es soll schließlich jedem selbst überlassen sein, wie er seine Stimme einsetzt; ob er das nun "taktisch" tut oder nicht, kann man ihm eh nicht verbieten.
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Ich bin, wie auch immer, der Meinung, daß das Ergebnis einer geheimen Wahl dann veröffentlicht wird, wenn alle Stimmen abgegeben sind.
Gegen taktisches Wählen habe ich sehr wohl was einzubringen, ebenso wie gegen "Protestwählen", aber ich denke das führt nun hier ein wenig zu weit.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Mr. Anderson schrieb:
Trasher schrieb:
dann entscheiden die 200.000 Leute aus dem Dresdner Wahlkreis die Wahl.
Aber ich denke, dann wird die Wahl für ungültig erklärt werden. Alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht der Demokratie.
Glaube ich weniger, denn dann könnte man sich auch einen beliebigen anderen Wahlkreis raussuchen, der eher für die CDU oder eher für die SPD gestimmt hat und sagen: "Wenn dieser Wahlkreis nicht gewesen wäre, dann ... ".
Jeder hat eine Stimme, genau wie die Wähler in Dresden, nicht mehr und nicht weniger. Damit entscheidet jeder die Wahl zu gleichen Teilen.
Das ist Quatsch, weil die Nachwähler hochgradig befangen sind.
Die Wahl hängt dann tatsächlich nur von diesem einen Wahlkreis ab, da bei einer 50/50 Konstellation (also bei der es direkt auf diese 200.000 Stimmen ankommt) die vorher abgegebenen Stimmen zumindest im Groben irrelevant sind.
 

Magna

Vollkommener Meister
10. April 2002
525
Das war auch meine Überlegung. Neulich 3Sat geguckt, da hieß es 50% der Wahlentscheidung eines Wählers macht seine politische Grundstimmung aus, die sich über Jahre der Sozialisation gebildet hat und sich selten ändert. Weitere 25% sind völlig unberechenbar und die Kampagnen beeinflussen dann nur noch die restlichen 25%.
Ein Wähler konservativer Grundstimmung wird also vermutlich so oder so die CDU wählen, ob er nun weiß, dass die längst gewonnen haben oder nicht.
Auf welche Partei sich die Problematik vielleicht auswirken könnte ist auch klar. Wenn die SPD und die Grünen zusammen bereits genug Stimmen hätten könnte ein relativ "Linker" Wähler eventuell Grün wählen statt seine Stimme der Linkspartei zu geben um stärker auf die Regierung statt nur auf die Opposition zu wirken, oder umgekehrt und so weiter und so fort.
Ich denke aber nicht dass das den Wahlausgang wirklich beeinflussen wird.
Bei einer wirklich knappen Entscheidung könnte die Rot-Grüne Koalition vielleicht ein paar Punkte mehr rausholen (man bedenke Osten, Wackelwähler, ...), aber ob das entscheidend ist?
In jedem Fall werden die kommenden 4 Jahre von einer Koalition regiert, die mit einer sehr starken Opposition kämpft, die vermutlich nicht allzu selten einfach blockiert. Also freue ich mich auf wirklich unergiebige 4 Jahre in der deutschen Politik.
Liebe Grüße,
Magna
 

Sentinel

Großmeister-Architekt
31. Januar 2003
1.222
agentp schrieb:
Gegen taktisches Wählen habe ich sehr wohl was einzubringen, ebenso wie gegen "Protestwählen", aber ich denke das führt nun hier ein wenig zu weit.

Ich werde auf jeden Fall SPD wählen, nicht weil ich von der SPD oder Schröder viel halte, sondern aus dem einfachen taktischen Grund, daß ich die CDU Kanallien nicht "an der Macht" sehen will. Außerdem könnte dies zu meiner heiß geliebten großen Koalition führen.

Aber ich denke auch, daß die Ergebnisse erst nach der kompletten Wahl zu veröffentlichen sind. Das stinkt gewaltig nach Bushs Wahl.
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
für schröder ist der job mehr oder weniger erledigt, er hat den weg geebnet, den die CDU weiter beschreiten wird. ein warmes plätzchen hat man schon für ihn bereit- eine hand wäscht die andere und bei soviel "guter" arbeit lässt man sich nicht lumpen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat für den
Fall einer Wahlniederlage bereits vorgesorgt. Nach Informationen der
Chemnitzer "Freien Presse" (Samstagsausgabe) soll Schröder ein
Angebot zur Mitarbeit bei der amerikanischen Investmentbank Merrill
Lynch erhalten haben. Das Bankhaus gehört zu den weltweit ersten
Adressen, wenn es um Investitionsentscheidungen und Kapitalanlagen
geht und hat Vertretungen in mehr als 40 Ländern. Als Jahresgehalt
sollen für Schröder rund 1,5 Millionen Euro ausgehandelt worden sein.

http://www.presseportal.de/story.htx?nr=726221

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die Politik bleibt unverändert, aber man wird sie besser verstehen

Was wird nach dem 18. September anders? Viele Regierungskonstellationen sind denkbar, doch wahrscheinlich führen die Mehrheitsverhältnisse zur schlichten Fortsetzung der bisherigen Politik. Die Anwesenheit der Linkspartei im Bundestag verspricht allerdings eine neue Debattenlage. Legitimationsverlust des Neoliberalismus wenigstens in der SPD, möglichst auch in der Union wäre die erwünschte Folge. Wie schnell sie eintritt, wissen wir nicht....

http://www.lebenshaus-alb.de/mt/archives/003226.html
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
naja, schröders berufliche zukunftspläne wurden schon dementiert:


[url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0 schrieb:
spiegel.de[/url]]Regierungssprecher Béla Anda dementierte daher heute einen Zeitungsbericht über angebliche Wechselabsichten seines Chefs im Falle einer Wahlniederlage.

ebendort:

Nach Zeitungsangaben sollen für Schröder bei der Investmentbank rund 1,5 Millionen Euro als Jahresgehalt ausgehandelt worden sein.

1,5 mio jahresgehalt? ist das nicht etwas wenig für einen ex-bundeskanzler?


@agentP:

agentP schrieb:
Gegen taktisches Wählen habe ich sehr wohl was einzubringen, ebenso wie gegen "Protestwählen", aber ich denke das führt nun hier ein wenig zu weit.

finde ich nicht. thema ist ja, wen man wählen wird. da halte ich solche überlegungen für streng on-topic. also, mich würds zumindest interessieren.


gruß,
anti :wink:
 

agentP

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.361
Also gut: Ich bin der Meinung, daß eine Wahl im Idealfall ein direktes Abbild des Wählerwillens darstellen sollte. Je mehr Protest- und "taktische" Wähler, desto weniger ist das der Fall. Zumal ich beides für problematisch halte, vor allem wenn die Wahl knapp ist, weil es nicht vorhersehbar ist, ob die "Taktik" aufgeht. (Die KPD konnte da nach ´33 ein Lied von singen, wie sehr man sich mit taktischem Wahlverhalten in die Bredouille reiten kann. :p )
 

Sentinel

Großmeister-Architekt
31. Januar 2003
1.222
Nun gut, aber würde ich ehrlich wählen, würde ich gar nicht wählen.

Ein direktes Abbild des Wählerwillens zu erhalten halte ich auch für sehr unwahrscheinlich, obwohl es wahrscheinlich morgen doch eine recht hohe Wahlbeteiligung geben wird.
Man nimmt halt was man bekommt und am meisten mit sich vereinbaren kann. Ein kleiner Teil des Bevölkerungswillen also. Viele Ideen, Vorstellungen und Wünsche werden auch überhaupt nicht berücksichtigt. Das Angebot ist dazu einfach zu klein und die Nachfrage zu groß. Da macht sich schnell Resignation breit.

Meine Vorstellungen von idealer Demokratie weichen aber auch weit von der BRD ab.

Ist euch eigentlich auch die zunehmende Amerikanisierung der Wahllandschaft aufgefallen? Nachwahlen, Medien (CNN, "an international concern" oder so), Merkel, Bilderberg, Mainz, der "Linksparteitrick"? Ich meine auch die poppigen Slogans und Plakate. Im Gegensatz zum normalen deutschen Bürokratengrau ist das doch inzwischen ein echter Unterschied geworden. Es gilt als chic Farbe zu bekennen.
 

antimagnet

Ritter Kadosch
10. April 2002
5.881
agentP schrieb:
Also gut: Ich bin der Meinung, daß eine Wahl im Idealfall ein direktes Abbild des Wählerwillens darstellen sollte. ...

im prinzip würd ich dir recht gaben, aber ich habe nachgedacht:

keine wahl stellt ein ideales abbild des wählerwillens dar (ich hab mal deine wortwahl etwas umgemodelt, aber ich denke, nicht sinnentstellend). insbesondere die simple mehrheitswahl (wie z.b. klassensprecher) bringt gerne ergebnisse, mit der die mehrheit nicht einverstanden ist. unser wahlsystem mit den beiden stimmen, überhangmandaten, negativen stimmen, 5%-klausel, den sitzvergaberegeln fürs parlament ist ebenfalls nicht ausreichend für ein ideales abbild.

möchte man nun als wähler, dass wenigstens annähernd die gewünschte politik auch wirklich realisiert wird, bleibt einem gar nichts anderes übrig als taktisch zu wählen. die erststimme einem außenseiterkandidaten zu geben wird nicht dazu führen, dass die gewünschte politik gemacht wird. einen aussichtsreichen zweitbesten oder sogar den aussichtsreichsten konkurrenten des gegners zu wählen, kann da viel eher dazu führen, seinen wählerwillen de facto durchzusetzen.

Je mehr Protest- und "taktische" Wähler, desto weniger ist das der Fall.

man ist schnell geneigt, dem zuzustimmen. aber dann müsste auch der umkehrschluss gelten: je weniger protest- und taktische wähler es gibt, umso genauer müsste der wählerwillen abgebildet werden. und das ist nicht der fall.

wenn's beim klassensprecher-wahl drei kandidaten gibt, A finden 51% am besten, B finden 49% am besten, auf C könnten sich eigentlich alle einigen, aber der ist halt nicht ganz so gut... dann wird's A und knapp die hälfte ist dagegen. C wäre das ideale abbild des wählerwillens gewesen, ist aber nicht klassensprecher geworden.

jut, taktisches wählen würde hier schwerfallen, aber man könnte das wahlsystem ändern, um den wählerwillen besser zu treffen. das wahlsystem hat immer massiven einfluss auf das ergebnis. daher kann taktische wahl, die z.b. die tücken des wahlsystems berücksichtigt, eher zum gewünschten ergebnis führen. muss aber nicht. es kann massiv schief gehen, daher sollte man natürlich nicht leichtfertig taktieren - was häufig beim protestwählen der fall ist.

abgesehen davon, entspricht es auch nicht unbedingt dem wählerwillen, dass eine partei (oder koalition) die gesamte macht erhält. vielleicht will ich einen innenminister von der fdp, einen grünen umweltminister, einen außenminister von der cdu, einen spd-äh hausmeister... einen bunten mix halt. dieses konkrete ziel bietet sich mir nicht, aber vielleicht schaff ichs, so zu wählen, dass ich dem möglichst nahe komme. also muss ich taktisch vorgehen, damit meine botschaft auch letztlich so ankommt.


oder nicht?

:gruebel:

gruß,
anti :wink:
 

Bernie

Geheimer Meister
8. April 2004
248
Mir fiel gerade so ein, daß die Farbkombination schwarz/gelb in der Natur Gefahr bedeutet. Auch der Mensch hat die Kombination für Warnhinweise übernommen. Sollte das bei der Wahl nicht zu denken geben? :gruebel:
 

samhain

Ritter Rosenkreuzer
10. April 2002
2.774
@Sentinel

Ist euch eigentlich auch die zunehmende Amerikanisierung der Wahllandschaft aufgefallen? Nachwahlen, Medien (CNN, "an international concern" oder so), Merkel, Bilderberg, Mainz, der "Linksparteitrick"? Ich meine auch die poppigen Slogans und Plakate. Im Gegensatz zum normalen deutschen Bürokratengrau ist das doch inzwischen ein echter Unterschied geworden. Es gilt als chic Farbe zu bekennen.

jau, ist...

wurde vorherige woche auch auf "info radio" in berlin thematisiert. da meint schröder im duell mit merkel die "liebe" zu seiner (ähh, wie heißt die noch?) ach ja, köpf, ins spiel bringen zu müssen um zu punkten, da fallen luftballons (auf wahlveranstaltungen), wo sonst kein inhalt ist, fliegt wenigstens die heisse luft durch die gegend, da schreit es "angie" (von den mit photoshop oder sonstwie bearbeiteten wahlplakaten mal abgesehen, die die ganzen falten wegretuschiert haben...hat schröder als mann natürlich nicht nötig...) da muss die show über den fehlenden inhalt hinwegtäuschen.

ganz american like...kommt nur irgendwie noch nicht so an...hoffentlich bleibts dabei...

ich bin sehr gespannt auf morgen abend, wünsche mir durch die linkspartei wieder eine opposition im bundestag, die den allparteienzensus durcheinanderbringt/infragestellt...tja , schaun wir mal...vielen dank noch an all die die user hier, die sich zum thema dermaßen borniert und einseitig geäussert haben, so das mir die wahl leicht fällt....aber ganz leicht...

fluffige grüße...
 

Simple Man

Kanonenbootdiplomat
Teammitglied
4. November 2004
3.945
So, war eben wählen und habe dann auch hier im Board abgestimmt.

Ist zwar OT, aber: Ich habe gerade festgestellt, dass die "Wahlurnen" hier in Hannover umgebaute Mülltonnen sind. :O_O:

Frage mich gerade, ob dass irgendeine symbolische (oder sogar reale) Bedeutung hat? :gruebel: :rofl:
 

FreeBird

Geheimer Meister
28. Januar 2004
437
Bernie schrieb:
Mir fiel gerade so ein, daß die Farbkombination schwarz/gelb in der Natur Gefahr bedeutet. Auch der Mensch hat die Kombination für Warnhinweise übernommen. Sollte das bei der Wahl nicht zu denken geben?

Gut beobachtet!

schwarzgelb8cx.gif


http://die-falsche-wahl.de/servlet/PB/menu/-1/index.html


(c:
 

dkR

Großmeister aller Symbolischen Logen
10. April 2002
3.142
genau!
Und Joschka kann auch schonmal die Möbelpacker bestellen.
HARHARHAR! :twisted:
 

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