Tod und Trauer

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WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
holo schrieb:
Er stellt wohl den ersehnten Schritt ins Paradies dar.
Suizid ist glaubensbedingt verboten.
Also durchhalten, bis es endlich soweit ist.

Ich glaube, so war es gemeint.
Mir ist wichtiger nicht in die Hölle zu landen, und davor habe ich Angst. Ich weiß auch nicht, ob die hinterste Ecke vom Himmel ein Paradies ist, aber bestimmt besser als die Hölle. ;)
Und ich wünsche mir natürlich einen schnellen Tod, ohne Schmerzen und Qualen, aber, wie schon gesagt wurde, ohne Suizid.

Was sind schon ca. 100 Jahre Leben als Mensch auf der Erde, wenn man an das ewige Leben glaubt? So gut wie nichts! :O_O:
Wer oder was war ich vor diesem Leben, was kommt danach? Ich weiß es nicht. Ich glaube aber, daß ICH, also mein Bewustsein, schon immer existiert hat, und ewig existieren wird. Also auch nach dem Tod bin ICH mir bewust, und das jetzige Leben ist dann völlig unwichtig, uninteressant, es existiert nicht mehr, weil es gestorben ist. 8O

Je älter man wird, um so öfters und intensiver macht man sich Gedanken über seinen Tod.
 

holo

Frechdachs
27. August 2005
2.712
WolArn schrieb:
Wer oder was war ich vor diesem Leben, was kommt danach? Ich weiß es nicht. Ich glaube aber, daß ICH, also mein Bewustsein, schon immer existiert hat, und ewig existieren wird. Also auch nach dem Tod bin ICH mir bewust, und das jetzige Leben ist dann völlig unwichtig, uninteressant, es existiert nicht mehr, weil es gestorben ist. 8O

Je älter man wird, um so öfters und intensiver macht man sich Gedanken über seinen Tod.
Bei mir ist es umgekehrt. Je älter ich werde, desto weniger denke ich darüber nach. Unser Grundgedanke, von dem unser jeweiliges Konstrukt abgeleitet ist, ist doch der:
Wenn ich gestorben bin, existiert - mit Rücksicht auf deine Ideologie - kein Leben.
Bereits jetzt gehen wir verschiedene Wege. Denn mit dem Ende meines Lebens sterbe ich selbst. Alles, was ich getan, gedacht, geschaffen habe - alles weg, futsch, kompostiert.
Vielleicht liegt der Unterschied darin, dass ich akzeptiere, dass mein Bewusstsein mit mir geht. Und dann könnte man sicher sagen, dass es Zeitverschwendung war, diesen Geist zu entwickeln. Aber es ist nur Zeitverschwendung, wenn ich nicht gebe. Da steckt das "wozu" drin.
Ich teile mich mit, ich schaffe etwas für andere. Manche schaffen etwas für 20 Jahre, manche für die Ewigkeit. Und damit kann ich den Gedanken weiter führen und sagen, dass ich weiterhin existiere. Nicht Materiell - ich existiere in den Köpfen anderer. Gebe ich meine Gedanken und Gefühle weiter, gebe ich damit einen Teil meines Bewusstseins weiter. Und damit gehe ich den nächsten Schritt und behaupte, dass ich Teil des Bewusstseins meines Gegenüber werde und unter Umständen bleibe. Einen Schritt zurück gedacht verkörpere ich selbst das Bewusstsein anderer und mein eigenes dazu. Wenn ich sagen würde, dass mein Bewusstsein schon immer existiert hat, dann rede ich allenfalls von den äußeren Faktoren, die zur Bildung meines Bewusstseins beigetragen haben. Mein Bewusstsein lebt in Fragmenten weiter. Und genau deshalb kann ich die Erwartung des Todes nicht bedauern oder gar erwarten.
Also kann das Leben für mich niemals uninteressant, unwichtig, nutzlos sein. Und das ist unabhängig davon, ob nun mein Bewusstsein in einem Himmel weiter lebt oder nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Unser Leben macht Sinn.
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
Todesvorstellungen & das "ich"

WolArn schrieb:
Daran glauben muß keiner, aber sterben müssen wir alle, und jeder wird dann seinen Tod erfahren. Und dann ist es unwichtig, was wir geglaubt, wie wir uns den Tod vorgestellt, oder was wir über ihn gelesen haben.
WolArn schrieb:
Mir ist wichtiger nicht in die Hölle zu landen, und davor habe ich Angst. Ich weiß auch nicht, ob die hinterste Ecke vom Himmel ein Paradies ist, aber bestimmt besser als die Hölle.
Und ich wünsche mir natürlich einen schnellen Tod, ohne Schmerzen und Qualen, aber, wie schon gesagt wurde, ohne Suizid.
Also ich weiss ja nicht, aber irgendwie widersprechen sich diese beiden Aussagen.
Zuerst erklärst Du, dass es unwichtig ist, was wir geglaubt haben und wie wir uns den Tod vorstellen, dann aber führst Du an, dass es Dir wichtig ist, nicht in der Hölle zu landen, sondern irgendwo im Himmel, was allerdings den Glauben an Himmel und Hölle impliziert.

Lange Rede kurzer Sinn, nach meiner Überzeugung spielen die eigenen Vorstellungen und Glaubenskonzepte sehr wohl eine Rolle wenn es darum geht, was unmittelbar nach dem Tod geschieht.

Getreu dem Leitsatz: "Dein Denken erschafft die Welt".
Danach sind wir nicht nur für unser gegenwärtiges Dasein verantwortlich, sondern auch dafür, was auf uns im Tod zukommt.

Ich denke nicht, dass jemand, der die Konzepte "Himmel und Hölle" überhaupt nicht kennt, diese "Orte" nach seinem Tod "erfahren" wird. Ich bin überzeugt davon, dass jeder nach seinem Tod genau das erfährt, was er in seinem tiefsten Inneren glaubt erfahren zu müssen.

Aber wie gesagt, meine Überzeugung (=die Konzeption meines gegenwärtiger Realitätstunnel).

holo schrieb:
Wenn ich gestorben bin, existiert - mit Rücksicht auf deine Ideologie - kein Leben.
Bereits jetzt gehen wir verschiedene Wege. Denn mit dem Ende meines Lebens sterbe ich selbst. Alles, was ich getan, gedacht, geschaffen habe - alles weg, futsch, kompostiert.
Vielleicht liegt der Unterschied darin, dass ich akzeptiere, dass mein Bewusstsein mit mir geht.
Was ist denn dieses "ich" das da stirbt?
Ist es dein Körper, deine Sinne, dein Bewusstsein?
Wo ist dieses "ich", im Körper drin? Vielleicht im Herzen oder im Gehirn?

Ich für meinen Teil kann nicht bestimmen, was dieses "ich" ist. Ich weiss weder, wann dieses "ich" tatsächlich begonnen hat, noch ob es mit dem Prozess, den ich als "den physischen Tod" bezeichnen will, endet. Aber wir werden es "erleben" :wink:

holo schrieb:
Und dann könnte man sicher sagen, dass es Zeitverschwendung war, diesen Geist zu entwickeln. Aber es ist nur Zeitverschwendung, wenn ich nicht gebe. Da steckt das "wozu" drin.
Ich teile mich mit, ich schaffe etwas für andere. Manche schaffen etwas für 20 Jahre, manche für die Ewigkeit. Und damit kann ich den Gedanken weiter führen und sagen, dass ich weiterhin existiere. Nicht Materiell - ich existiere in den Köpfen anderer. Gebe ich meine Gedanken und Gefühle weiter, gebe ich damit einen Teil meines Bewusstseins weiter. Und damit gehe ich den nächsten Schritt und behaupte, dass ich Teil des Bewusstseins meines Gegenüber werde und unter Umständen bleibe. Einen Schritt zurück gedacht verkörpere ich selbst das Bewusstsein anderer und mein eigenes dazu. Wenn ich sagen würde, dass mein Bewusstsein schon immer existiert hat, dann rede ich allenfalls von den äußeren Faktoren, die zur Bildung meines Bewusstseins beigetragen haben. Mein Bewusstsein lebt in Fragmenten weiter. Und genau deshalb kann ich die Erwartung des Todes nicht bedauern oder gar erwarten.
Also kann das Leben für mich niemals uninteressant, unwichtig, nutzlos sein. Und das ist unabhängig davon, ob nun mein Bewusstsein in einem Himmel weiter lebt oder nicht.
Lange Rede kurzer Sinn: Unser Leben macht Sinn
Schöne Ausführungen für etwas, das manche als "das universelle Bewusstsein" bezeichnen.

Auf jeden Fall kann ich mich vor allem dem letzten Satz voll und ganz anschließen.
 

holo

Frechdachs
27. August 2005
2.712
Re: Todesvorstellungen & das "ich"

Benkei schrieb:
Was ist denn dieses "ich" das da stirbt?
Ist es dein Körper, deine Sinne, dein Bewusstsein?
Wo ist dieses "ich", im Körper drin? Vielleicht im Herzen oder im Gehirn?
Das "ich" ist für mich mein Körper und mein eigenes, inneres Bewusstsein, dass in meinem Gehirn inne wohnt. Aus dem Herzen ist für mich die Umschreibung für einen ehrlichen, instinktiven Gedanken, der dem Gehirn entstammt. Mit mir stirbt alles, was ich nicht weiter geben konnte.

Benkei schrieb:
Ich für meinen Teil kann nicht bestimmen, was dieses "ich" ist. Ich weiss weder, wann dieses "ich" tatsächlich begonnen hat, noch ob es mit dem Prozess, den ich als "den physischen Tod" bezeichnen will, endet. Aber wir werden es "erleben" :wink: .
:wink: Die Frage aller Fragen: Wann hat das "ich" begonnen und wie kam es dazu und wieso ist es da. Wieso "bin" ich und wieso sehe ich dich ausserhalb meines "ich". Ich glaube, ich habe mich einfach damit abgefunden.
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Re: Todesvorstellungen & das "ich"

Benkei schrieb:
WolArn schrieb:
Daran glauben muß keiner, aber sterben müssen wir alle, und jeder wird dann seinen Tod erfahren. Und dann ist es unwichtig, was wir geglaubt, wie wir uns den Tod vorgestellt, oder was wir über ihn gelesen haben.
WolArn schrieb:
Mir ist wichtiger nicht in die Hölle zu landen, und davor habe ich Angst. Ich weiß auch nicht, ob die hinterste Ecke vom Himmel ein Paradies ist, aber bestimmt besser als die Hölle.
Und ich wünsche mir natürlich einen schnellen Tod, ohne Schmerzen und Qualen, aber, wie schon gesagt wurde, ohne Suizid.
Also ich weiss ja nicht, aber irgendwie widersprechen sich diese beiden Aussagen.
Zuerst erklärst Du, dass es unwichtig ist, was wir geglaubt haben und wie wir uns den Tod vorstellen, dann aber führst Du an, dass es Dir wichtig ist, nicht in der Hölle zu landen, sondern irgendwo im Himmel, was allerdings den Glauben an Himmel und Hölle impliziert.
Wir können eh nur an irgend etwas glauben, das tust Du ja auch nur, und schreibst auch über das, was Du glaubst. Aber ob es dann tatsächlich so ist, weiß niemand. Und zum Zeitpunkt des Todes ist das was man glaubt völlig uninteressant. Denn wir erleben dann ja den Tod bzw. das Sterben, und brauchen dann also nicht mehr an irgend etwas zu glauben, oder uns vorzustellen, was der Tod ist, und was danach kommt. :O_O:
Das alte Leben stirbt, etwas neues beginnt, und wir können uns nicht mehr an das alte erinnern, also auch nicht mehr daran, was wir geglaubt hatten! :O_O:

Klar hat das Leben einen Sinn, und jenachdem wie wir gelebt haben, bekommen wir im Jenseits einen entsprechenden Platz zugewiesen. Das ist jetzt aber wieder mein Glaube. ;)

holo schrieb:
Die Frage aller Fragen: Wann hat das "ich" begonnen und wie kam es dazu und wieso ist es da. Wieso "bin" ich und wieso sehe ich dich ausserhalb meines "ich". Ich glaube, ich habe mich einfach damit abgefunden.
Weil ich einen Glaube habe, brauche ich mir das aber nicht mehr zu fragen.

Mein Ich existiert seit dem, als Gott diesen Erzengel Lutzifer erschaffen hatte, und wird niemals aufhören zu existieren! Ich bin aber nur ein winziger Teil von Luzifers Bewustsein, ebenso Du, und jeder Mensch, ;)
 

Adamantios

Geheimer Meister
11. Dezember 2003
171
Re: Todesvorstellungen & das "ich"

WolArn schrieb:
Mein Ich existiert seit dem, als Gott diesen Erzengel Lutzifer erschaffen hatte, und wird niemals aufhören zu existieren! Ich bin aber nur ein winziger Teil von Luzifers Bewustsein, ebenso Du, und jeder Mensch, ;)

Was für eine Irrlehre und egoistische Überheblichkeit ! :!:

Wahrscheinlich wurde dein Ich Milliarden geistige Jahre nach Luzifer geboren, sicher nicht gleichzeitig, denn die Schöpfung verlief in langen Zeiträumen, erst viel später kam es zur weiteren Entfaltung !

Außerdem war Luzifer lange, lange Zeit in Harmonie mit Gott und den anderen Gotteskindern, bevor er begann, hochfahrend zu werden und ein eigenes Königtum beanspruchte, das dann die geistige Revolte auslöste und im Abfall endete.
 

Aphorismus

Ritter vom Osten und Westen
22. Dezember 2004
2.466
Wenn ihr euch jetzt noch wie früher im Kindergarten darum "kloppt" wessen Märchen besser ist, haben wir einen Mikrokosmos der Grotesqueheit aller durch Religion motivierten Auseinandersetzungen.

@ adamantios:

Auf mich wirkst du sehr viel überheblicher als WolArn!
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
Konzepte & Gevatter Tod

Aphorismus schrieb:
Wenn ihr euch jetzt noch wie früher im Kindergarten darum "kloppt" wessen Märchen besser ist, haben wir einen Mikrokosmos der Grotesqueheit aller durch Religion motivierten Auseinandersetzungen.
Von "kloppen" kann wohl kaum die Rede sein. Ich sehe hier nur ein paar Menschen (mich natürlich eingeschlossen), die ihre eigenen Ansichten, Glaubenskonzepte und Realitätstunnel offenlegen.

Aphorismus schrieb:
@ adamantios:
Auf mich wirkst du sehr viel überheblicher als WolArn!
Nun, das "kloppen" beginnt scheinbar erst, wenn jemand die eigenen Konzepte für letztlich wahr und damit die anderen für letztlich falsch hält. Akzeptieren wir doch, dass es alles nur Konzepte und Vorstellungen sind.

Nur die Ruhe und Geduld, Gevatter Tod kommt zu jedem. Er ist halt eine beschäftigte Persönlichkeit :wink:
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Re: Todesvorstellungen & das "ich"

Adamantios schrieb:
WolArn schrieb:
Mein Ich existiert seit dem, als Gott diesen Erzengel Lutzifer erschaffen hatte, und wird niemals aufhören zu existieren! Ich bin aber nur ein winziger Teil von Luzifers Bewustsein, ebenso Du, und jeder Mensch, ;)

Was für eine Irrlehre und egoistische Überheblichkeit ! :!:

Wahrscheinlich wurde dein Ich Milliarden geistige Jahre nach Luzifer geboren, sicher nicht gleichzeitig, denn die Schöpfung verlief in langen Zeiträumen, erst viel später kam es zur weiteren Entfaltung !

Außerdem war Luzifer lange, lange Zeit in Harmonie mit Gott und den anderen Gotteskindern, bevor er begann, hochfahrend zu werden und ein eigenes Königtum beanspruchte, das dann die geistige Revolte auslöste und im Abfall endete.
Irren ist menschlich, und das was ich geschrieben habe, ist nur meine Vorstellung, abgeleitet aus dem, was ich mal vor vielen Jahren gelesen hatte.
Klar mein ICH wurde erst geboren als ich ein Mensch geworden bin, welcher aus verschiedenen Tierseelen erschaffen wurde, die wieder aus verschiedenen Pflanzenseelen, die wieder aus Mineralienseelen usw. Aber ein Bewustsein hatten die alle, und das ist nicht gestorben, als diese Tiere und Pflanzen gestorben sind. :O_O: Will damit sagen, das Bewustsein gab es schon immer, bzw. seit der Erschaffung von Luzi, und mein Ich, bzw. meine Seele, ist ein winziger Teil von Ihm.
Lzuis Seele wurde also nach seinem Fall gespalten, und daraus wurde das Universum geschaffen, daß heißt, jedes Atom ist ein Teil aus Luzis Seele und hat ein Bewustsein.
Und warum das alles? :O_O: Nun, Luzi ist nicht durch und durch schlecht, und das Gute in Ihm hat, mit der Erschaffung des Universum, die Chance als Mensch zu Gott zurückzufinden. Der Mensch ist quasi der "verlorne Sohn", und Gott freut sich riesig über jeden, der zu IHM zurückkehrt.
Das ist aber auch alles nicht so wichtig, denn ich habe es ja nur so geschrieben, wie ich mir das in etwa Vorstelle. Hauptsache ich bleibe ICH, und das bis in alle Ewigkeit. ;)
 

struppo_gong

Auserwählter Meister der Neun
27. September 2002
906
Bist du Parse, wolarn? (wegen der sache mit dem verbrennen)


ok ich hab grad mal den rest meines textes gekürzt, weil es ja um glaubensfragen geht und man da behutsam vorgehen soll, aber was ich an deinem glauben nicht verstehe;
Was macht dich anders als die Mineral-, Pflanzen-, Tierseelen aus denen du dann zusammengesetzt wärst? warum solltest du auf eine Probe auf "Himmel oder Hölle"- also etwas in dem man sich wegen der Umgebung wohl oder schlecht fühlt (?!!)- gestellt werden, und nicht einfach wieder für andere Bewusstseins als Baustein benutzt werden?

Und wer sagt dir, dass dieses "Luzifer- Bewusstsein" aus dem "Gott bewusstsein" getrennt wurde, und dass das Gott bewusstsein nicht wiederum aus einem anderen herausgetrennt wurde , und das aus einem anderen? warum sollte es etwas absolut gutes geben, wenn du schon selber sagtst, dass es etwas absolut schlechtes nicht existiert.
( die letzte frage interessiert mich nicht wirklich - nur rethorisches beiwerk zum vorangegangenen)
 

WolArn

Geheimer Sekretär
17. September 2005
613
Es ist schon lange her, als ich einige Bücher vom Jakoob Lorber gelesen hatte, und müßte erst wieder mal Bücher von Ihm lesen, um Dir Deine Fragen gut beantworten zu können.
 

Choronzon

Vorsteher und Richter
21. April 2002
704
:D Ehem.
Eine schwierige Thematik.

Niemand weiss ,was "danach" kommt...oder doch?
Ich weiss nur,ich glaube nicht....aber einfacher wird es dadurch auch nicht...*g*

Cho
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Re: Konzepte & Gevatter Tod

Benkei schrieb:
Nur die Ruhe und Geduld, Gevatter Tod kommt zu jedem. Er ist halt eine beschäftigte Persönlichkeit :wink:

Diese Aussage 'Gevatter Tod' kann leicht falsch verstanden werden, weil es eben Milliarden geistige Wesenheiten sind, die ihm Rahmen des Heilsplans sich um die Rückkehr und die Einordnung verstorbener Menschen kümmern. Man denke nur an den Bedarf bei der Tsumani-Katastrophe vor einem Jahr !

Wir wissen einerseits, dass Engel Gottes über den Schutzgeistern stehen, die über einen Menschen jeweils wachen. Sie erkennen die gezeichnete Lebensspanne des Betreffenden, aber auch im Voraus sich evt. ergebende Gefahren.
Diese Botschaften und Informationen über den Betreffenden werden weitergetragen, so dass dem Betreffenden in die Jenseitswelt vorausgegangene Verwandte und Freunde informiert werden können, die sich entsprechend auf seinen Empfang vorbereiten oder auch vielfach dazu geholt werden, wenn der Betreffende sein irdisches Gewand ablegt.

Naht das Lebensende des Betreffenden, so werden im Voraus entsprechende Missionsgeister ausgesandt, die den Geist des bald Sterbenden auf seine Rückkehr vorbereiten. Aus Berichten Lenes wissen wir andererseits, dass z.B. in Konzertsälen Häufungen vieler Missionsgeister um einen Menschen bedeuten: Dieser Mensch wird bald in die Jenseitswelt zurückkehren.

Es ist ein Trost und großer Wert für die Hinterbliebenen, wenn wie im Falle einer kürzlich verstorbenen 92-jährigen Freundin die Verwandten und Freude in Ruhe sich von ihr verabschieden konnten und sie dann innerhalb weniger Tage ohne jeglichen Schmerz friedlich einschlief.

Wenn nun beispielsweise ein vermeintlich besonders frommer Mensch bei seiner Rückkehr die Aussage macht: 'Ich bin wie Christus von den Toten auferstanden', so muss er eben darüber aufgeklärt werden, dass seine Aussage nicht stimmt: Denn er ist aus der Erdenwelt zurückgekehrt in die Aufstiegsstufe und war nicht wie Christus im Totenreich, um Gericht zu halten...
Die Zeit des aufsteigenden Geistes im Totenreich ist schon längst Vergangenheit, weil er in der Regel schon viele Erdenleben als Mensch und/oder weitere als Tier oder Pflanze hinter sich hat.

Gruss Arius
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
Re: Konzepte & Gevatter Tod

arius schrieb:
Benkei schrieb:
Nur die Ruhe und Geduld, Gevatter Tod kommt zu jedem. Er ist halt eine beschäftigte Persönlichkeit :wink:

Diese Aussage 'Gevatter Tod' kann leicht falsch verstanden werden, weil es eben Milliarden geistige Wesenheiten sind, die ihm Rahmen des Heilsplans sich um die Rückkehr und die Einordnung verstorbener Menschen kümmern. Man denke nur an den Bedarf bei der Tsumani-Katastrophe vor einem Jahr !
Sorry, ich hätte "Gevatter Tod" in Anführungsstrichen setzen sollen.
Das, was ich hier mit "Gevatter Tod" umschrieben habe bezog sich allerdings nur auf das Ereignis welches wir gemeinhin als "den Tod" bezeichnen. Jenes Ende unseres körperlichen Lebens, dass nach allgemeiner Auffassung eintritt, wenn der letzte Atemzug getan ist und das Herz ein letztes Mal geschlagen hat.

Ob man danach von einer Wesenheit/Persönlichkeit oder irgendetwas anderem empfangen oder abgeholt wird, vermag ich nicht zu sagen, da es sich schlicht und einfach meinem Wissen entzieht.

Sicher, man hat die Möglichkeit, den Erlebnisberichten von "Zurückgekehrten" Glauben zu schenken und sich so seine eigenen Konzepte vom Tod zu machen. Auch gibt es überlieferte Lehren, die sich eingehend mit den Ereignissen des "Danach" beschäftigen.

Aber machen wir uns nichts vor, dass sind alles nur Berichte und Lehren, denen man glauben kann. Man kann diese Konzepte zwar in sein eigenes Weltbild aufnehmen, "erfahren" aber, kann man all das erst, wenn es soweit ist.

Über den Tod nachzudenken und sich auf ihn vorzubereiten ist gewiss eine lobenswerte Sache.
Sich aber absolut auf ein bestimmtes Konzept vom Tod einzulassen und jedliche andere Möglichkeit nicht einmal in Erwägung zu ziehen halte ich für eine eingeschränkte Sichtweise, die ggf. zu Problemen führen könnte, wenn die "Stunde dann schlägt".

Wer absolut sicher ist, "von Petrus an der Himmelspforte" empfangen zu werden, der wird vielleicht nicht mit dem "Licht am Ende des Tunnels" klarkommen.
Und ich denke auch der Selbstmord-Attentäter wird nicht unwesentlich überrascht sein, von er anstelle der "66 Jungfrauen in den Gefilden der Seligen" (k.A. wieviele Jungfrauen es nun wirklich waren, aber es müssen ja täglich weniger werden :wink: ) mit den "siedenden Lavaströmen der Neun Höllen" konfrontiert wird.

Hierzu fällt mir noch spasseshalber ein: "Das Licht am Ende des Tunnels ist das Licht eines herrannahenden Zuges." :twisted:
 

Choronzon

Vorsteher und Richter
21. April 2002
704
Naja..
Wer glaubt ,wird seelig.

Petrus ist nur eine vorgeschobene Figur.Jesus hängt am Kreuz,aber wie herum?Vielleicht bin ich ein Ketzer,aber ich fühle mich wohl dabei...Lavey hat recht...er hat ausgesprochen ,was andere nur "gedacht" haben.. :twisted:
 

arius

Großer Auserwählter
16. Juli 2003
1.555
Ein kurzer Ausschnitt aus dem Erlebnisbericht eines frommen Menschen, der an die Auferstehung glaubte:
Als dieser Mensch in der Jenseitswelt die Augen öffnete und die Veränderung feststellte, die sich an ihm vollzogen hatte, sagte er zu jenen, die ihn umgaben: "Ich bin von den Toten auferstanden, wie der Herr es verkündet hat. So wie der Herr von den Toten auferstanden ist, bin auch ich von den Toten auferstanden und in das Reich des Himmels zurückgekehrt."

Diesem Heimgekehrten musste man erklären: "Sieh, es stimmt nicht, was du sagst. Du bist nicht von den Toten auferstanden. Wohl bist du ins lebendige Reich Gottes zurückgekehrt, aber du bist nicht wie Christus von den Toten auferstanden; denn du kommst nicht aus dem Totenreich - du kommst aus der Welt. Zwar untersteht sie der Herrschaft des Fürsten des Totenreiches, aber du selbst warst nicht im Totenreich. Somit kannst du nicht sagen, dass du von den Toten auferstanden bist."

Was dieser gute Mensch gesagt hatte, der fromm gelebt hatte, bewies, dass er von der Auferstehung nichts verstand. Er hatte gemeint, das Gestorbensein sei gleichbedeutend mit der Auferstehung von den Toten. Daher musste die Geisteswelt diesem Heimgekehrten klar machen: "Christus ist in das Reich der Toten eingekehrt, um dort Gericht zu halten. Du aber gehörst in deinem menschlichen Leben mit deiner Gesinnung dem lebendigen Reich Christi an. Nun bist du nach deinem irdischen Tod wahrhaft in das geistige Reich, in das lebendige Reich Christi, zurückgekehrt."
Ein schönes Wochenende!
Arius
 

Benkei

Geheimer Meister
10. September 2004
447
2 Spekulationen

DragoMuseveni schrieb:
was ist schon tod
"der tod ist kein teil des lebens , den tod erlebt man net!
wittgenstein
Das ist reinste Spekulation von Wittgenstein.

Ebenso gut könnte ich einfach sagen:

"Der Tod ist Teil des Lebens, den Tod erlebt man."

Beides nur Spekulationen. Wer weiss schon was "die Große Verwandlung bringt?
Wer sich allen Möglichkeiten öffnet, kann am wenigsten Überrascht werden;
wer sich vorbereitet, wird vielleicht wissen was zu tun ist;
und wenn es Nichts zu tun gibt, dann tun wir es eben.
 

DragoMuseveni

Geheimer Meister
26. Dezember 2005
149
Re: 2 Spekulationen

Benkei schrieb:
DragoMuseveni schrieb:
was ist schon tod
"der tod ist kein teil des lebens , den tod erlebt man net!
wittgenstein
Das ist reinste Spekulation von Wittgenstein.

Ebenso gut könnte ich einfach sagen:

"Der Tod ist Teil des Lebens, den Tod erlebt man."

Beides nur Spekulationen. Wer weiss schon was "die Große Verwandlung bringt?
Wer sich allen Möglichkeiten öffnet, kann am wenigsten Überrascht werden;
wer sich vorbereitet, wird vielleicht wissen was zu tun ist;
und wenn es Nichts zu tun gibt, dann tun wir es eben.
stuimmt
 

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