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Artaxerxes

Meister vom Königlichen Gewölbe
18. Juni 2004
1.323
Hallo nicolecarina,
nicolecarina schrieb:
naja interessant ist denk ich die frage, wieviel prozent der touris sich wie normale leut verhalten - ich weiger mich ein bisschen zu glauben, dass wirklich jeder der dort hinfährt sich wie die axt im wald verhält.........
kinderprostitution haben wir in deutschland sicher auch, zumindest hinter versteckten türen, was es natürlich nicht besser macht

denn den tourismus in südasien jetzt komplett schlecht zu sprechen halt ich für sinnlos.

der Tourismus zeigt - früher oder später - immer seinen Januskopf. Märchenstrände werden sukzessive eingemüllt, weil die Infrastruktur fehlt, reizvolle Landschaften werden mit Betonburgen versiegelt, weil es mehr Kohle bringt usw. usw.

Und wieviel Prozent der Asienurlauber Sextouristen sind, ist dabei ziemlich gleichgültig, wenngleich jeglicher Sextourismus schon den Gipfel der Perversion darstellt.

Der wahre Segen wäre ein "sanfter" Tourismus - aber davon sind wir noch weit entfernt.

Gruß Artaxerxes
 

Garou

Geheimer Meister
3. April 2003
149
wenn ich da urlaub gebucht hätte, würd ich helfen, ehrlich. wenn man schon mal da ist, kann man auch was konstruktives machen...

aber dieses ganze geseier von wegen "keinen spaß haben, denn irgendwo auf der welt sind ne masse leute gestorben" langweilt mich ungemein.
katastrophen passieren nun mal. deswegen keine silvesterparty o.ä. zu machen ist doch lachhaft. davon wird keiner wieder lebendig.
einfach geld hinschicken, um sein gewissen zu beruhigen ebenso, denn wer weiß schon, in welch dunklen kanälen die kohle versickert?
ernsthaft, ich hab null bock zu spenden, denn wenn ich das geld hätte, würd ich jetzt im flieger sitzen und SELBST helfen.

hm, wieso eigentlich nicht? *konto prüf*
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Menschen, die aufräumen, gibts dort, glaube ich, genug. Woran es am meisten mangelt, sind wahrscheinlich in erster Linie Medikamente, Ärzte, Nahrungsmittel, Trinkwasser, Räumgeräte, usw.. Dinge, die man mit einer Geldspende eher unterstützt als selbst dort hin zu reisen.
 

Garou

Geheimer Meister
3. April 2003
149
tja, dann tritt ins rote kreuz ein, wenn ärzte fehlen. das fällt für mich auch unter "aufräumen".
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
@Dark
sorry ... ich wollte dich ja nicht direkt angreifen.

Ich weiß dass du das nicht so gemeint hast, aber es ist einfach mit mir durchgegangen :oops:

Tourismus ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Und das hat viele Gründe.
Sich als Tourist aus industrieländern das so schönzureden, dass man ja schließlich Devisen bringe ... und eine beträchtliche Einnahmequelle für das Land darstelle ist auf der einen Seite logisch .... aber es ist nicht die ganze Wahrheit.

ein Beispiel aus Thailand:
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle noch einmal auf die besondere Situation der Frauen in Thailand, vor allem im Bezug auf den Sextourismus, eingehen. Eigentlich geniessen Thailänderinnen - verglichen mit anderen Frauen in Ostasien - einen besonderen Status. Sie spielen eine aktive Rolle in der Geschäftswelt, in akademischen Berufen und in der Kunst, aber ein altes thailändisches Sprichwort besagt: “Frauen sind wie die Hinterbeine eines Elefanten”. Soll heissen, sie haben eine tragende Rolle und wichtige Funktionen, aber die Richtung bestimmt sie nicht. Und genau so ist es. Der Weg von der Verarmung auf dem Land in die Prostitution ist seit den 50er Jahren ein immer kürzerer geworden. In Gebieten, in denen die Not am grössten ist, gibt es heute kaum eine Familie, die nicht von den Geldsendungen aus der Prostitution mindestens einer Tochter lebt. Es gibt regelrecht Agenturen, die durch die Dörfer im Norden ziehen und ‘Töchter’ für ihre Bordelle in Bangkok, Pattaya oder Phuket rekrutieren. Das ist wohl eher eine moderne Form von Sklaverei und unsere Gesellschaft muss sich die Frage gefallen lassen, ob das Versagen der sozialen Kontrolle über derartige ‘Auswüchse’ schon normal geworden ist. So lange die grossen Reiseveranstalter mit dem ‘bunten’, ‘aufregenden’ und ‘abwechslungsreichen’ Nachtleben Thailands werben, scheinen auch weiterhin viele männliche Touristen die thailändische Welt für einen Selbstbedienungsladen zu halten, mit Frauen als besonderer Spezialität.
http://www.weltbilder.de/html/thai.htm

Ich will damit auch nicht unterstellen, dass jeder dort prostituierte besuchen würde oder wegen kleiner Kinder, die dort leicht zu haben sind, dorthin fliegt. Aber trotzdem gibt es unzählige arme Familien, die von der Prostitution von Familienangehörigen leben. Sie leben nicht gut davon ... sie überleben gerade mal. Der Freier der dorthin fährt und mit einer Prostituierten seinen Spaß hat .... zu einem Bruchteil von dem, was er hier zahlen müßte, kann sich natürlich auch schönreden, dass er damit ihrer Familie hilft zu überleben. Aber ist das so?
jeder besucher lässt da jede menge geld, für alles was er tut..
ist ja auch gut so..
In Relation dazu, was man in den Industrienationen für die Dienstleistungen zahlen würde, ist das so gut wie nichts.


Auf der einen Seite werden die armen Länder wirtschaftlich von den Industrienationen ausgebeutet und auf der anderen Seite kommen sie dann generös als Touristen daher. Ich finde das ziemlich schräge.

Auch wenn es nicht um Prostitution geht, ist Tourismus immer noch ein zweischneidiges Schwert.

Wer verdient denn an den Touristen am meisten?
Der kleine Kellner am Strand und die dortigen "kleinen Leute" kriegen doch gerade mal die "Brotkrumen" die von den großen Unternehmen übrig gelassen werden.
Tourismus schädigt die Umwelt und es greift in die dortige Gesellschaft ein. Die Gesellschaftsstruktur kann sich gar nicht natürlich entwickeln ... da die Menschen viel zu abhängig von den wenigen Brotkrumen sind, die abfallen. Andereseit wäre eine gesunde eigene Wirtschaft wesentlicher wichtiger für die sogenannten "Entwicklungsländer"
Außerdem werden Werte und Bedürfnisse aus den Industrienationen importiert und verändern die dortigen Bedürfnisse, Werte und Gesellschaftstrukturen leider auch nicht zum positiven.
Die armen Länder werden mit dem Tourismus nicht reicher sondern noch abhängiger von den reichen Ländern.

Nachhaltiger Tourismus, der nicht in die Umwelt und in die Gesellschaftsordnung so negativ eingreift wäre von nöten, um mit gutem Gewissen nur noch Devisen in andere Länder zu tragen

Namaste
Lilly
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
Hier ein Positionspapier, dass recht umfangreich verschiedene Einflüsse von Tourismus beleuchtet.

http://www.eco-tour.org/info/w_10199_de.html

Ist recht lang, deswegen kopiere ich mal etwas raus:

4.2.4. Zunahme der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Entwicklungsländern
Viele Länder der Entwicklungsländern setzen strategisch auf den Tourismussektor als Einkommensquelle, in der Hoffnung auf wirtschaftliche Prosperität und Devisen. Im Zusammenspiel lokaler Regierungen und der Weltbank sowie anderer globaler Finanzierungsinstrumente findet eine gewaltige Umorientierung in der Entwicklungsländern statt. Gigantische Tourismusprojekte mit den dafür notwendigen Straßen, Flughäfen oder Dämmen entstehen u.a. in Thailand, Burma, Laos oder Südchina. Traditionelle Wirtschaftsformen verschwinden, nach der Abhängigkeit der Entwicklungsländern vom Verkauf von Rohstoffen droht nun die Abhängigkeit vom Tourismus. Bei manchen Staaten erbringt der Tourismusbereich bereits 30% des Bruttonationalprodukts, in abgelegenen Regionen oder auf Inseln gibt es auch Werte bis zu 90%.

Der wirtschaftliche Nutzen für diese Regionen ist dabei durchaus in Frage zu stellen. Nach einer Studie der Weltbank fließen 55% der Tourismuseinnahmen der Entwicklungsländern wieder in die nördlichen Länder zurück oder in städtische Zentren der Entwicklungsländer ab. Vor allem auf kleinen Inseln müssen viele Waren für die Aufrechterhaltung eines von den Touristen gewünschten westlichen Lebensstandards im Bereich der Bewirtung, der Beherbergung oder der Freizeiteinrichtungen importiert werden, wodurch es wieder zu einem empfindlichen Devisenabfluß kommt. Vor allem der Luxustourismus benötigt Waren und Infrastrukturen, die im jeweiligen Land selbst nicht hergestellt werden können.

Da zum Beispiel große Hotels gewöhnlich im Besitz von internationalen Ketten bzw. ausländischen Firmen sind, werden Gewinne in die Heimatländer der Kapitalgesellschaften transferiert. Die Liberalisierung des globalen Handels und der Dienstleistungen durch das 1995 in Kraft getretene Allgemeine Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) wird ebenfalls zunehmend die Möglichkeiten von einzelnen Ländern, ihre Tourismusindustrie und deren Erträge auf nationaler Ebene zu kontrollieren, unterminieren.

Der Tourismussektor ist weitgehend durch saisonale Abhängigkeit gekennzeichnet, aber auch von politischer Instabilität, Naturkatastrophen oder Seuchen bedroht. Zudem liegt die Abhängigkeit von der Konjunktur in den Quellländern auf der Hand. Jede monostrukturelle Ausrichtung auf den Tourismus bereitet daher die Krisen der nächsten Jahre vor. Große internationale Firmen wie z.B. Fluggesellschaften, Hotelketten und Reiseveranstalter sind ständig auf der Suche nach neuen Reisezielen und können damit das Schicksal einer touristischen Region entscheidend positiv oder negativ beeinflussen.

4.2.5. Schwerwiegende soziokulturelle Auswirkungen und Verstöße gegen Menschenrechte
Vor allem in Entwicklungsländern führt der mit dem Kapital der Industriestaaten geförderte Tourismus zu gravierenden Auswirkungen auf das Sozialsystem in den betroffenen Regionen. Traditionelle Wirtschaftszweige und Berufe im Bereich der Landwirtschaft und Fischerei verschwinden, als Ersatz gibt es meist unterbezahlte und unqualifizierte Arbeit in Tourismuseinrichtungen. Nicht selten kommt es zu Enteignungen von ganzen Land- und Küstenstrichen zu Gunsten von Investoren zur Errichtung von Hotelanlagen, Feriendörfern oder anderen Einrichtungen. Die Verschmutzung von Flüssen und Buchten durch Abwässer gefährdet ebenfalls den Fischfang, eine der Haupteinnahmequellen der lokalen Bevölkerung.
Als Folge dieser Entwurzelung der Bevölkerung sind immer mehr Fälle von Alkoholmißbrauch und Kriminalität zu beobachten. Besonders verhehrend sind jedoch die zunehmende Kinderarbeit und Prostitution in einigen Ländern. Die Internationale Arbeits-Organisation (ILO) vermutet auf Grund von Fallstudien, daß weltweit etwa 13 bis 19 Millionen Kinder und Jugendliche im Tourismus arbeiten. In der boomenden Sexindustrie in Thailand, auf den Philippinen und in weiten Teilen Afrikas herrschen beinahe sklavereiähnliche Verhältnisse.

4.2.6. Ökologische Auswirkungen
Dort, wo Tourismusaktivitäten stark konzentriert sind, führt die Übernutzung der Landschaft zu empfindlichen Schäden in der Natur. Besonders gefährdete Gebiete sind Küstenzonen (Inseln, Küstengewässer, Korallenriffs, Lagunen, Mangrovenwälder, Buchten und Dünen), Hochgebirgszonen, Feuchtgebiete (Moore, Flüsse und Seen), Wälder (Regenwälder, Alpine Schutzwälder) und die arktischen bzw. antarktischen Küstengebiete. Die Gefährdungen sind vielfältig:

* Verlust der Artenvielfalt durch die Zerstörung von Lebensräumen: Entwässerung von Feuchtgebieten, Sprengung von Korallenriffs, Eindämmung von Küsten und Flüssen, Rodung von Wäldern oder Beregnung von Trockengebieten.
* Versiegelung der Bodenflächen durch den Bau von Straßen, Parkflächen, Zerschneidung von Biotopverbunden
* Verlust der Artenvielfalt durch den Rückgang der kleinräumigen bäuerlichen Kulturlandschaft in Berggebieten
* Bau von Skipisten mit Beschneiungsanlagen, Bodenverdichtung durch Pistenpflege
* Müllablagerungen und Belastung der Gewässer mit Abwasser
* Direkte Beeinflussung der Umwelt mit belastenden Sportarten: Geländefahren, Schnellbootfahren, Wassermopeds, Golf (Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden und Bewässerung), Schluchting, Heliskiing oder schlicht durch die zu große Zahl von Besuchern. Auch an sich unproblematische Freizeitsportarten wie Wandern, Radfahren, Klettern, Tourenskifahren oder Rafting können sich negativ auswirken, wenn sie zur falschen Zeit im falschen Gelände oder in zu großer Zahl ausgeübt werden.
* Übermäßiger Verbrauch der Ressourcen z.B. Holz im Himalaya oder Wasser in Trockengebieten.

Gerade der Wasserverbrauch ist ein zentrales Problem des Tourismus, da vor allem in beliebten Reisegebieten des Südens oder auf Inseln ständig Wasserknappheit herrscht. 1850 standen weltweit noch 33.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Person und Jahr zur Verfügung, 1990 waren es nur mehr 8.500 Kubikmeter. Ein durchschnittlicher 18-Loch Golfplatz in Mallorca benötigt etwa 1500 bis 2000m³ Wasser am Tag - was einem Durchschnittsverbrauch von 800 Einwohnern in Mallorca entspricht. Unter dem Gesichtspunkt, daß heute schon eine Milliarde Menschen unter Wassermangel leidet, muß dem Wasserverbrauch des Tourismus viel mehr Augenmerk geschenkt werden.

---------------------------
Wasserverbrauch in Mallorca
Landbewohner 140 l/Tag
Stadtbewohner 250 l/Tag
Durchschnittstourist 440 l/Tag
Luxustourist 880 l/Tag

Ich hoffe das ich verständlicher machen konnte, warum ich in Tourismus nicht nur die positiven Auswirkungen der Devisen sehe. Gerade wenn es um Entwicklungsländer geht.
 

nicolecarina

Meister vom Königlichen Gewölbe
6. Juni 2003
1.414
Wer verdient denn an den Touristen am meisten?
Der kleine Kellner am Strand und die dortigen "kleinen Leute" kriegen doch gerade mal die "Brotkrumen" die von den großen Unternehmen übrig gelassen werden.

das gilt denke ich sogar für die meisten länder.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
_Dark_ schrieb:
was ich noch absolut unverständlich finde: wieso fordert die zeit, dass "reichen ländern" den armen ländern ein warnsystem spendieren??

naja, sicher, wir habens ja...
keine renten, miese schulen, nirgends mehr geld für die eigenen bürger, aber geld für ein tsunami-warnsystem soll da sein.

nein, so weit geht die nächstenliebe nicht..
Vielleicht könnte man das über eine Art Kurtaxe regeln. Wer in den betreffenden Regionen Urlaub macht, zahlt eben auch für das Schutzsystem.
 

sillyLilly

graues WV- Urgestein
14. September 2002
3.269
@nic
ja .... das gilt sicher nicht nur dort.

denn den tourismus in südasien jetzt komplett schlecht zu sprechen halt ich für sinnlos.
ja ... hast du auch wieder recht.
Das wollte ich auch nicht.

Aber manchmal geht mir diese "zivilisierte Haltung" :
"Hoppla hier komme ich ... platz da ... ich bringe Devisen" etwas nahe.
Gerade im Angesicht dessen, was da für eine Katastrophe passiert ist.... :(

Logistischer Aufwand für die Deutschen Leichen, während an anderer Stelle die Leute verhungern.

In der Klasse meiner Nichte ist ein Mädchen das dort im Urlaub war und im Krankenahaus ist. Ihr Vater ist noch vermisst. Insofern kann ich natürlich die Not verstehen und das Bedürfnis gewissheit zu haben.
Aber ich bekomme da manchmal den eindruck dass sich mit mehr Engagement und geldaufwand, um die vermissten und toten Touris gekümmert wird, als um die notleidende Bevölkerung, die noch lebt und alles verloren hat.

Namaste
Lilly
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
nur mal ein kleiner ausschnitt aus dem text:

Vor allem auf kleinen Inseln müssen viele Waren für die Aufrechterhaltung eines von den Touristen gewünschten westlichen Lebensstandards im Bereich der Bewirtung, der Beherbergung oder der Freizeiteinrichtungen importiert werden, wodurch es wieder zu einem empfindlichen Devisenabfluß kommt.

das ist sicher in der tat war..
aber wenn man genau hinschaut, wird es kein einziges hotel der unteren preisklasse geben, das auf einer abgelegenen insel liegt..
die sind alle, ohne ausnahme der 4 oder meistens 5 sterne sparte zuzuordnen..
paradebeispiel hierfür sind die malediven, wo es haufenweise echt gute hotels ziemlich abgelegen gibt, die allesamt höherpreisig sind, was aber auch wieder die hohen einkaufspreise rechtfertigt.

wenn man in pattaya oder sonstwo urlaub macht, und dann unbedingt deutsches bier braucht, dann wird man auf jeden fall dafür zahlen..

ich gebe dir aber auf jeden fall in den meisten punkten recht..
der tourismus hat ziemlich viele schattenseiten, vor allem wie man zum beispiel in thailand an der von dir auch erwähnten kinderprostition sehen kann..
auch die umweltbelastungen sind hoch, wobei das auch wieder nur punktuell ist...
ist ja in thailand nicht so wie an der adria.. (oder ?? :O_O: )

ich für meinen teil war noch nie im asiatischen raum, vor allem weil meine eltern kein faible für entwicklungsländer haben und wir somit meistens zum hundersten mal in irgendnem robinson auf fuerte landen..

naja, wenn ich mal zum beispiel während dem studium zeit habe, werde ich mir aber sicher mal was anderes ansehen, asien interessiert mich eh..

so, jetzt aber genug ot..


Trasher schrieb:
Vielleicht könnte man das über eine Art Kurtaxe regeln.
fände ich auch net gute idee..
dann kommt aber sicher wieder der aufschrei der BILD, wie damals auf bei der einführung der steuer auf mallorca, als der urlaub für die armen deutschen für zwei wochen ganze zehn€(!) teurer wurde..

(..) und können damit das Schicksal einer touristischen Region entscheidend positiv oder negativ beeinflussen.

da hat der text meiner meinung auch etwas übers ziel hinausgeschossen..
wenn sich eine region so stark (90%) vom tourismus abhängig macht, dann wird sie schon wissen, warum sie das macht..
das ist ja keine entscheidung von heute auf morgen, sondern ein prozess...
wenn man also meinetwegen ein politisch instabile region nimmt, also zum beispiel sri lanka, dann wird man feststellen, dass der tourismus dort nicht so stark ausgeprägt ist wie im stabilen thailand..
auch sind dort faktoren wie währung oder wetter stabil..
wenn dann soetwas wie die flut passiert, dann ist das schrecklich, aber unkalkulierbar..
da liegt der hund begraben..
auf lange sicht hätte thailand weiter gut vom tourismus gelebt, ich nehme jetzt mal die wirklich stark betroffenen aus, und alles wäre in butter..
 

broadnet

Geselle
18. August 2003
12
benicio schrieb:
du hast seit längerem diesen urlaub gebucht und dieser urlaub sei dir auch gegönnt, ganz klar.
auch gebe ich dir recht was die mediendiskussion angeht... es ist einfach zum kotzen was sich alles abspielt...
aber so wie es aus deinem eröffnungspost herauszulesen war, klang es so als ob dir die ganze tragödie im grossen und ganzen schnuppe sei und du vollkommen unberührt deinen spass haben wolltest...

das leben geht weiter, und man soll sich nicht verrückt machen lassen...auch meine meinung.
aber noch lange kein grund solche parolen abzulassen...
ich z.b könnte mich nicht einfach so am strand sonnen während nebenan massengräber ausgehoben werden und menschen dieses ganze elend ertragen müssen...
nutze die zeit und tue dir und den leuten was gutes wenn es dir möglich ist... so fühlt man sich als mensch.

grüsse

Nur mal so bißchen zum Nachdenken ... falls erwünscht ;-)

In Indien leben weit mehr als eine Milliarde Menschen. Da werden nun mal tatsächlich nicht an jedem Ort Massengräber ausgehoben, auch wenn uns die Medien dies gerne vermitteln möchten.

Und: Indien hat nicht nur sehr viele Menschen, sondern ist außerdem noch ziemlich groß.... (sogar vielviel größer aus Deutschland!!!).

Naja, wenigstens fällt die Medienpropaganda auf fruchtbaren Boden. So sind die ganze Energie und das viele schöne Geld wenigstens nich umsonst aufgewendet ...

Broadnet
 

Zhara

Großmeister
29. Juli 2003
74
Warum regt ihr euch alle eigentlich so über die Medien auf- die helfen doch im Grunde eigentlich nur, dass so viele menschen wie möglich spenden. Die Bilder bringen uns das leid ein klein bißchen näher, so daß wir endlich mal realisiern, wie verletzlich der Mensch ist und das wir als menschen zusammenhalten müssen.
Was mich allerdings ankotzt ist dieses Selbstbeklatschen, dass gerade auf Sat1 bei dieser Spendengala betrieben wird. das gespendet wird ist gut und wichtig, aber das ist kein Grund sich bei hohen geldspenden so zu feiern, wie das gerade bei SAT1 gezeigt wird.
Ich meine Leute, dass ist doch nur Geld, was ihr bereitstellt, das Schlimmste an dieser Katastrophe könnt ihr damit nicht wieder gut machen.
 

Trasher

Ritter der ehernen Schlange
10. April 2002
4.104
Sat1 bringt 'ne Gala? Oje, ich weiß schon, warum ich mir diese "Hurra, ich habe für 100€ den Weltfrieden erkauft"-Spendensendungen nicht antue. :?
 

broadnet

Geselle
18. August 2003
12
Zhara schrieb:
Warum regt ihr euch alle eigentlich so über die Medien auf- die helfen doch im Grunde eigentlich nur, dass so viele menschen wie möglich spenden. Die Bilder bringen uns das leid ein klein bißchen näher, so daß wir endlich mal realisiern, wie verletzlich der Mensch ist und das wir als menschen zusammenhalten müssen.
Was mich allerdings ankotzt ist dieses Selbstbeklatschen, dass gerade auf Sat1 bei dieser Spendengala betrieben wird. das gespendet wird ist gut und wichtig, aber das ist kein Grund sich bei hohen geldspenden so zu feiern, wie das gerade bei SAT1 gezeigt wird.
Ich meine Leute, dass ist doch nur Geld, was ihr bereitstellt, das Schlimmste an dieser Katastrophe könnt ihr damit nicht wieder gut machen.

Hi Zhara, was ist denn "das Schlimmste an dieser Katastrophe"?

Und: Gibt es tatsächlich Menschen, die die Medien brauchen, um zu wissen, was "Leid" ist?

Selber gucken und denken macht schlau.

Broadnet
 

Don

Großer Auserwählter
10. April 2002
1.692
Zhara schrieb:
Warum regt ihr euch alle eigentlich so über die Medien auf- die helfen doch im Grunde eigentlich nur, dass so viele menschen wie möglich spenden. Die Bilder bringen uns das leid ein klein bißchen näher, so daß wir endlich mal realisiern, wie verletzlich der Mensch ist und das wir als menschen zusammenhalten müssen.

Was mich aufregt ist dass die Medien einen Riesenwirbel um 100.000 Tote machen die durch eine Naturkatastrophe gestorben sind, aber es seit Jahren ignorieren das 100.000 Menschen täglich an Hunger und Seuchen sterben.

Das regt mich auf, weil es jahrelang verschwiegen wurde. Wer hat denn von dem Erdbeben in China mitbekommen das da ca. 800.000 Menschen gestorben sind?


Nun, die paar Touristen, tut mir leid aber da stehe ich aufgrund der anderen Zahlen doch drüber. So herb das klingt......



Don
 

Zhara

Großmeister
29. Juli 2003
74
@ broadnet
Das Schlimmste ist doch ganz simpel zu benennen: Die vielen Toten
Selber gucken geht ja wohl in diesem fall nur über die Medien. Vielleicht kann man in einem Jahr selbst in das Katastrophengebiet fahren und sehen, ob man irgendwie helfen kann, aber wenn du jetzt Infos willst, wie, wenn nicht über die Medien ( was nicht heißen soll, dass ich alles ungefiltert aufnehme, was mir berichtet wird).

@ trasher
Ja manche scheinen das wirklich zu glauben.
 

broadnet

Geselle
18. August 2003
12
Don schrieb:
Zhara schrieb:
Warum regt ihr euch alle eigentlich so über die Medien auf- die helfen doch im Grunde eigentlich nur, dass so viele menschen wie möglich spenden. Die Bilder bringen uns das leid ein klein bißchen näher, so daß wir endlich mal realisiern, wie verletzlich der Mensch ist und das wir als menschen zusammenhalten müssen.

Was mich aufregt ist dass die Medien einen Riesenwirbel um 100.000 Tote machen die durch eine Naturkatastrophe gestorben sind, aber es seit Jahren ignorieren das 100.000 Menschen täglich an Hunger und Seuchen sterben.

Das regt mich auf, weil es jahrelang verschwiegen wurde. Wer hat denn von dem Erdbeben in China mitbekommen das da ca. 800.000 Menschen gestorben sind?


Nun, die paar Touristen, tut mir leid aber da stehe ich aufgrund der anderen Zahlen doch drüber. So herb das klingt......



Don

Ebent.

Von den Malariatoten und Aidstoten im südlichen Afrika ganz zu schweigen ...

Und auch zu schweigen u.a. von denen, die in Teeplantagen mit Pestiziden dahinsiechen usw.

Als wären Tote eine Pokerkarte ...

Naja, wahrscheinlich braucht das der krisen- und kriegsentwöhnte Westler: viele Tote auf dem Bildschirm und in der Presse, damit ihn endlich mal wieder das Gruseln überfällt.

Broadnet
 

broadnet

Geselle
18. August 2003
12
Zhara schrieb:
@ broadnet
Das Schlimmste ist doch ganz simpel zu benennen: Die vielen Toten
Selber gucken geht ja wohl in diesem fall nur über die Medien. Vielleicht kann man in einem Jahr selbst in das Katastrophengebiet fahren und sehen, ob man irgendwie helfen kann, aber wenn du jetzt Infos willst, wie, wenn nicht über die Medien ( was nicht heißen soll, dass ich alles ungefiltert aufnehme, was mir berichtet wird).

Tsts ... da wirst Du aber mal staunen, wie schnell das "Katastrophengebiet" (= Lebensraum vieler Millionen Menschen) wieder aufgebaut sein wird.

Klar, Westler mögen es, wenn es Katastrophengebiete gibt, in die sie ihre alten Sachen schicken können, was ihnen dann oft noch ein wohliges Gefühl der Unentbehrlichkeit vermittelt.

Warum übrigens sollte "man" jetzt nicht in das "Katastrophengebiet" fahren können? Weil es das Außenministerium der BRD so verbreitet?

Broadnet
 

benicio

Intendant der Gebäude
10. Oktober 2004
817
hallo broadnet

nutze die zeit und tue dir und den leuten was gutes wenn es dir möglich ist... so fühlt man sich als mensch.

ja nachdenken ist erwünscht :wink: ... lies den satz bitte nochmal, besonders die fettgedruckte stelle...
falls ihm möglich... sollte auch heissen: "falls du nicht 2000km weit weg bist und keine möglichkeit dazu hast."

und die medienpropaganda fällt bei mir mit sicherheit nicht auf fruchtbaren boden... das wäre dir auch klar geworden, hättest du auch meine anderen posts gelesen.

weisst du... wir haben zuvor nicht ein wort miteinander ausgetauscht... und das erste was dir einfällt ist es mich auf so eine art blosstellen zu wollen...
das ging nach hinten los.
grüsse

[/quote]
 

_Dark_

Ritter Rosenkreuzer
4. November 2003
2.666
irgendwie weiß ich nicht, wieso immer diese stimmen kommen:
wieso regt ihr euch auf, wenn 100000 sterben, es sterben ja täglich 800000

ich meine: wir regen uns deswegen auf, weil unter den 100000 auch ne menge deutsche und europäer sind, und wir uns vll bewusst werden, dass wir doch nicht auf einer insel der glückseligkeit leben..
ich finde mal, das ist bgesehen vom echten mitleid für die opfer, ein echter grund sich aufzuregen..

wenn jeden tag noch so viele an hunger sterben (wobei ich die zahl für unwahrscheinlich halte, da würde ich mal gerne ne offzielle quelle sehen, ich finde nämlich keine), dann kann uns das egal sein - klingt übel, ist aber so..

wenn deutsche und andere menschen in einem von deutschen und europäern besuchten "ferienparadies" durch ein einmaliges naturereignis sterben, dann ist das sicher was anderes..
oder soll man eurer meinung nach sagen: naja, jetzt trauern wir um die 800000 nicht, wieso dann um die 100000..

genauso widersinnig der vergleich mit erfurt: da sterben halt mal 19 schüler durch nen irren, jeden tag sterben tausende kinder an hunger, wieso sollte man sich aufregen

also ob das irgendwo zu vergleichen wäre??

:evil: :roll:
 

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